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Juli 3, 2009

Panic-Button VS Interpretation eines Details

Er hat sich gemeldet und nicht unspektakulär: Schwieg sich der „Express“, Medienpartner der Haie und immer wieder erste Informationsquelle im Bezug auf den KEC, seit der Beerdigung des verstorbenen Robert Müller über das – Kölner – Eishockey gänzlich aus, folgte nun der Paukenschlag.

„Lizenz nur mit hohen Auflagen“ titelten Bödeker/Schaffner und verwiesen auf „nichtmal“ bezahlte „gut 1,5 Millionen Euro“ Schulden der vergangenen Saison. Eichin habe „bisher keine Einigung mit den Banken erzielt“ und wird mit den Worten zitiert: „Ich gehe davon aus, dass wir die Lizenz erhalten.“ Gleichwohl formulieren die Schreiber: „Der Klub erhält keinen Kredit, um die Altlasten vorerst vom Tisch zu bekommen.“

Wie absolut diese letzte Aussage ist, könnte zu einem größeren Stück von der erteilten Lizenz abhängen, als bisher vermutet/kommuniziert. In den Text einer SID-Meldung verpackt (vgl. z.B. hier), zitiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Eichin dahingehend, er habe „damit gerechnet, insofern war es eine Formalie.“ Und weiter:

Gleichwohl gilt die Lizenzerteilung als Voraussetzung, um das Umschuldungskonzept des KEC zu realisieren.

Eine erteilte Lizenz scheint als Voraussetzung auch für die entsprechenden Banken durchaus denkbar: Ohne diese Sicherheit erscheint eine Kreditgewährung hingegen kaum denkbar.

Und so klingt auch der “Express” einen Tag nach der Erteilung der Lizenz wesentlich optimistischer: Die Schulden “sollen bald mit einem Kredit vom Tisch sein. Dann wollen auch die zehn neuen Investoren mit jeweiks 200.000 Euro einspringen.”

Juni 18, 2009

Wie ein Kaugummi an der Schuhsohle

Das Gefühl dürfte jeder kennen: Irgendjemand hat seinen Kaugummi in die Landschaft befördert und treffsicher ist er ausgerechnet unter der eigenen Schuhsohle kleben geblieben. Dort klebt er nun vor sich hin, zieht Fäden und lässt sich nur schwerlich entfernen.

Ähnlich dürften sich die Verantwortlichen der Kölner Haie vorkommen, denen noch immer (siehe einen aktuellen F.A.Z.-Artikel von Sven Astheimer) eine vom Kölner Express Ende April losgetretene Story anhängt wie besagtes Klebeobjekt: Von „bettelnden Haien“ ist die Rede, die für einen Antrag auf Kurzarbeit für die – nicht näher definierten - Klubangestellten beim lokalen Arbeitsamt vorstellig wurden.

Die Geschichte klingt gut und bietet genug Ansatzpunkte, um mit gezogenen Schlussfolgerungen den Stammtisch zu erfreuen. Ein naseweiß gewitzter Klub, der das üppige Salär für Starspieler von den Sicherungssystemen des Sozialstaates bezahlen lässt? Skandalös so etwas!

Zäh wie das Entfernen eines Kaugummis erfolgte folgend die Richtigstellung der Meldung aus der Boulevard-Presse: Über ein kurzfristig erfolgtes Statement des Pressesprechers der Kölner Haie wurde richtig gestellt, dass niemals ein Antrag auf Kurzarbeit gestellt wurde, sondern lediglich prüfend Informationen über die Rechtmäßigkeit eines solchen Vorgangs eingeholt wurden. Auch bezogen sich diese – wie von zahlreichen Vertretern aus der Quelle des Express-Artikels gelesen – nicht etwa auf die vertraglich gebundenen Spieler des Mannschaftskaders, sondern vielmehr ausschließlich auf Beschäftigte der Geschäftsstelle.

Der im o.g. F.A.Z.-Artikel als regelrechter „Coup“ bezeichnete und grundlegend falsch, aber dafür umso reißerischer dargestellte Vorgang, wurde von der entsprechenden Regionaldirektion abgelehnt. Zur Begründung hierfür wurde darauf verwiesen, dass „Sportlicher Misserfolg (…) keine Folge des Konjunktureinbruchs [sei].“

Dies ist ohne Frage richtig, hat mit der gegebenen Situation allerdings nur bedingt etwas zu tun. Aufmerksame Beobachtern ist nicht entgangen, dass KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin anlässlich des vielbeachteten „Kölner Sportgesprächs“ im vergangenen April darauf verwies, dass Merchandisingumsatz im Dezember von empirisch betrachtet üblichen 10.000 € / Tag auf knapp 1.000 € /Tag absanken. Dieses Minus wirkt auch angesichts des Absinkens der Zuschauerzahl um knapp 15% unverhältnismäßig hoch und lässt somit mindestens die starke Vermutung zu, dass nicht ausschließlich sportliche Gründe, sondern auch konsumklimabedingtes Sparverhalten der Fans hierzu beitrugen.

Die Verschärfung der Gegebenheiten durch das Verpassen der Playoffs mag dem mit dem deutschen Eishockeysport nicht vertrauten Dritten zunächst als pure Fehlplanung vorkommen, eine differenziertere Sichtweise kann dies nicht bestätigen: Angesichts der Tatsache, dass seit fast 30 Jahren in ununterbrochener Folge eben jene Zusatzrunde erreicht und somit fester Bestandteil der Saison der Kölner Haie war, ist es nicht nur legitim, es wäre aus wirtschaftlicher und auch sozialer Sicht geradezu fahrlässig gewesen, die entsprechenden Stellen für diesen Zeitraum nicht zu besetzen.

Das Prinzip der Kurzarbeit übt als Option dieses unseres Sozialstaats auch eine sichernde Abfederungsfunktion für Arbeitgeber aus. Wie es aussehen kann, wenn diese Option nicht wahrgenommen wird, zeigt der Ligenkonkurrent aus Iserlohn, der entsprechende Beschäftigte der Geschäftsstelle aus dem Arbeitsverhältnis lieber gleich ganz entließ. Sicherlich kein großartiger „Coup“ im Sinne der Beschäftigungssicherung, liebe F.A.Z.

April 7, 2009

Zusammenfassung des Kölner Sportgesprächs

Für den Veranstalter wohl überraschend viele Gäste fanden sich am gestrigen Abend in den Räumlichkeiten des Deutschen Sport und Olympia Museums ein: Nachdem eifrig noch Stühle herbeigeschafft worden waren, konnte die Diskussion beginnen. Die Runde geladene Runde bestand aus Wolfgang Brück (Roosters, DEB), Thomas Eichin, Detlef Langemann und Holger Meitinger, sowie den moderierenden Christian Oeynhausen und Karlheinz Wagner vom gastgebenden Kölner Stadt-Anzeiger.

Wer welche Position vertreten würde, wurde rasch deutlich: Keiner der Protagonisten wich von seiner im Vorfeld bekannten Position ab. So vertrat Brück die Iserlohn Roosters mit jenen Formulierungen und Vokabular, welche aus Presse und ein wenig Fernsehen bekannt sind. Seine Grundthese wiederhole er mehrmals: Wirtschaftliches Planen sei das A und O der DEL-GmbHs, wer richtig plane, der kriege auch keine existenzbedrohenden Probleme. Wer mehr Geld ausgebe, als er habe, der gehe zu Recht in die Insolvenz. Somit gäbe es auch nicht zu viele Spiele in der DEL: Man kenne die Zahl der Spiele und wer richtig plane, kriege anschließend auch keine Probleme. Gerade in den Zeiten der Rezession werde augenfällig werden, wer seine Hausaufgaben mache und wer nicht.

Die Wiedereinführung von Auf-/Abstieg sei nicht praktikabel, da es aktuell nicht genug Zweitligisten gäbe, über denen bei einem Aufstieg nicht automatisch das Schwert der Insolvenz schwebe. In der Oberliga sei wirtschaftliches Handeln gar nicht mehr möglich. Die ESBG präsentiere sich als größerer „Scherbenhaufen“ als die DEL. Seine Ausführungen, dass Auf-/Abstieg nicht realisierbar seien, weil es nicht genug deutsche Spieler mit dem entsprechenden Spielniveau gebe, konnte ich nicht einordnen. Mehrfach betonte Brück die allgemeine Notwendigkeit „schlanker“ zu werden – auf allen Ebenen: Im Kader, Nachwuchsarbeit und Gesamtstruktur.

KEC-Legende Detlef Langemann benannte vor allem jene Aspekte, die man von ihm aus anderen Interviews der Saison bereits gehört hatte. Diese reichten von der Idee des “Halbprofitum”, also der Karriere als Eishockeyspieler neben z.B. dem Studium als mögliche Antwort auf die Wirtschaftskrise, über die Notwendigkeit faktischer Bruttoverträge bis zu seiner Kritik an den Trainerwechseln des KEC der letzten Saison („Es sind alles liebe, nette Menschen”, aber die Kölner Haie benötigten einen erfahrenen, in dieser Situation fähigen Trainer). Die Notwendigkeit der Nachwuchsarbeit sei bereits zu seiner Zeit notwendig gewesen und werde zunehmend wichtiger. Langemann zitierte eine Studie, nach welcher die aktuell ohnehin geringe Zahl der aktiven Spieler in Deutschland bei der Einbindung der kommenden geburtenschwachen Jahrgänge prekär sinken wird. Er plädierte für eine Ausweitung der Nachvergütung für ausbildende Vereine und erläuterte dies am Beispiel der bayerischen Ausbildungshochburgen Landshut und Riessersee, wie auch den Kölner Haie, die auf verschiedenen Stufen Spieler fördern, welche später zu Vereinen ohne teure Nachwuchsförderungsprogramme wechselten. Eine Rückvergütung („zum Beispiel: 5,000 ,- €“) könnte beim Wechsel an den ausbildenden Verein gezahlt und somit Ausgleich und Anreiz zugleich geschaffen werden.

Holger Meitinger konnte vor allem kritische Distanz einbringen. So verwies er z.B. die erfolgreiche Entwicklung im deutschen Fußball die Distanz der Laufbahnen zu überwinden und die Fans näher an das Geschehen zu bringen mit einer gegensätzlichen Entwicklung im Eishockey. “Atmosphäre” war das Stichwort, welches auch auf die lokalen Medien übertragbar sei: Früher habe Köln vor Derbys gegen Düsseldorf „gekocht“, heute gebe es gerade einmal einen Vorbericht zum Spiel in der Zeitung. Gleichzeitig vermisse er eine Entwicklung im deutschen Eishockey. Die Clubs stünden heute dort, wo sie vor fünfzehn Jahren auch standen. Der durch die Haie eingeschlagene Weg der kontinuierlichen Loslösung vom Mäzentum seit 1999/2000 sei der „genau Richtige“ gewesen. Auch vertrat er im Kontext der Diskussion der potenziellen Einsparungen an den Spielergehältern eine kritische Position: Wie auch im Kontext „Halbprofitum“ dürfe man die Spieler nicht außer Acht lassen. Ohne - auch finanzieller - Absicherung werde das Karriereende bzw. der Berufseinstieg mit Anfang oder Mitte 30 zunehmend schwerer.

Die meisten Redeanteile hatte erwartungsgemäß Thomas Eichin, der zunächst wenig Neues formulierte: Die Gründe für die schwache Saison benannte er mit mehrfach in der Presse zitierten „vielschichtigen Gründen“, legte aber mehrfach Wert darauf, dass die Situation von keinem Experten richtig eingeschätzt wurde. Vor der Saison sei „alles in bester Ordnung gewesen und von allen Seiten wurde nur gefragt, ob es denn nun zur Meisterschaft reichen würde.“ Gleichzeitig sei die Vizemeisterschaftssaison die wirtschaftlich stärkste in der Geschichte der Kölner Haie gewesen, welche in starken schwarzen Zahlen endete. Natürlich auch bedingt durch die sportliche Situation sei nun der Merchandisingumsatz beispielsweise im Dezember von täglich 10,000,- € auf 1,000,- € eingebrochen. Mehrfach betonte er das enorme Engagement des Haie-Gesellschafter H.-H. Göttschs, der im Rahmen seiner Vision in die Haie investierte, nicht zuletzt durch die Wirtschaftskrise aber seit November letzten Jahres sein Engagement deutlich zurückfahren musste.

Gleichzeitig betonte Eichin die enorme Bereitschaft in der Wirtschaft den Haie zu helfen: Mehr als 100 Unternehmen würden die Haie fördern, es seien bereits zu diesem Zeitpunkt bemerkenswerte 2,000,000 ,- € Sponsorengelder für die kommende Saison generiert worden. Einzig durch dieses Engagement hätten die aktuellen Transfers bereits realisiert werden können. Auch sei auf Seiten der Spieler großes Verständnis für die aktuelle Situation der Haie gegeben, wodurch stark leistungsbezogene Verträge ausgehandelt werden konnten. Zusätzlich hätten sich zehn Investoren gefunden, die jeweils 200,000 ,- € in den laufenden Betrieb einlegen wollen. Im Bezug auf die Altlasten von 1,000,000 ,- € sei er „optimistisch, dass es klappt, diese bis Saisonbeginn zu tilgen, so dass jungfräulich in die Saison gegangen werden könne“.

Auch im Bezug auf die mangelnde Präsenz der DEL im Free-TV argumentierte Eichin wie bekannt: Selbst auf dem Silbertablett gereicht und fertig produziert würden weder die Öffentlich-Rechtlichen, noch andere Sendeanstalten des Free-TV die Spiele der DEL geschenkt haben wollen. Gleichzeitig greife die Maßnahme der Öffentlich-Rechtlichen selbst der 3. Fußballliga an prominenter Stelle Sendezeit zu gewähren direkt in die Sponsorenverhandlungen der Eishockey-, Handball- und Basketballclubs ein, die alle Sponsoren jener Ebene ansprechen. Diese zunehmende Monopolisierung auf Seiten der Öffentlich-Rechtlichen stehe entgegen derer vorgeschriebenen Informationspflicht und stelle einen neuen Wettbewerbsnachteil dar. Mit Premiere hingegen sei ein Partner bei der Hand, der für die Übertragungsrechte gutes Geld zahle, was bei keiner Mannschaftssportart neben dem Fußball der Fall sei. Gleichzeitig sei Premiere äußerst kooperativ und offen, was die Zweitverwertung der Bilder angeht.

Auch im Bezug Auf-/Abstieg verwies Eichin auf seine oft geäußerte Position, dass diese fundamentale Bestandteile der europäischen Sportkultur seien. Auf die vielfältigen Modusänderungen der letzten zehn bis fünfzehn Jahre angesprochen, erwägte Eichin einen großen runden Tisch aller Beteiligten der DEL, DEB etc., an welchem sich über die grundsätzlichen Ziele und eine Ausrichtung des deutschen Eishockey für die nächsten acht Jahre geeinigt werden könnte. „Das kann so schwer nicht sein.“

Besonders ergiebig war der Talk im Bezug auf einzelne Aspekte, welche in Nebensätzen beiläufig erwähnt wurden. So wurde zum Beispiel deutlich, dass die Lizenzprüfung der DEL nicht intern vorgenommen, sondern von externen Unternehmen geleistet wird. War die Stimmung über den Abend hinweg gelöst, wurde Eichins Stimme an einer Stelle hart und seine Miene ernst: Besorgten Nachfragen aus dem Publikum entgegnete Eichin, dass kein Fan aus Angst vor einer akuten Insolvenz der Haie auf den Kauf der Dauerkarte verzichten sollte. Er als Geschäftsmann und Verantwortlicher würde diese nicht zum Verkauf anbieten, wenn es in der kommenden Saison kein DEL-Eishockey in Köln geben würde.

Ein wenig enttäuschend war, dass sich zu lange mit bekannten Aussagen aufgehalten wurde. Ebenfalls enttäuschend war, dass einzelne Aspekte als gegeben betrachtet wurden. Die Dominanz des Fußball - nicht zuletzt auch im Sportteil des KSTA - wurde von allen Beteiligten als gegeben angesehen, obwohl zurecht festgestellt wurde, dass Eishockey und Fußball vor zwanzig Jahren nicht weit voneinander entfernt waren. Warum sich beide Sportarten anders entwickelt haben, wurde nicht beleuchtet.

März 31, 2009

Termin: “Kölner Sportgespräch” mit Thomas Eichin und Detlef Langemann

Diesen Termin sollten sich Haie-Fans im Kalender markieren: Am 6. April findet wieder einmal das von dem “Kölner Stadtanzeiger” und dem “Sport & Olympia Museum” veranstaltete “Kölner Sportgespräch” statt. Der “Stadtanzeiger” berichtet:

Die Kölner Haie haben die schlechteste Saison ihrer Vereinsgeschichte hinter sich, zum ersten Mal schaffte es der achtmalige Eishockey-Meister nicht, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Auch die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat mit Problemen zu kämpfen, vom Fernsehen wird die Sportart Eishockey kaum wahrgenommen, die Zuschauerzahlen waren in diesem Jahr rückläufig, nicht nur die Haie stecken in finanziellen Nöten.

Im Kölner Sportgespräch, das der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in Kooperation mit dem Sport & Olympia Museum veranstaltet, werden am 6. April (Beginn: 20 Uhr) all diese Punkte erörtert.

März 27, 2009

Von Gerüchte, Dementis und unklaren Aussagen

Ralf Pape: Wie berichtet wurde in der vergangenen Woche das Gerücht verbreitet, Ralf Pape, seines Zeichens Gesellschafter bei den Füchsen Duisburg und dem Herner EV, würde in irgendeiner Form bei den Haien “einsteigen”.

Heute erfolgte nun ein Dementi in der “Rheinischen Post“, welches jedoch nur wenig klärend ist. So wird bestätigt, dass es Kontakte zu den Haien gab, jedoch dementiert,

dass er in Zukunft bei den Kölner Haien als Sponsor auftritt. (…) Man wolle die Zusammenarbeit mit dem EV Duisburg, der in Zukunft in der Oberliga “kegelt”, intensivieren, so der erste Fuchs am Ort. Wie diese engere Zusammenarbeit aussieht und ob damit auch ein finanzieller Einstieg bei den Haien verbunden ist, ließ Pape jedoch zunächst offen.

Sebastian Furchner: Beachtenswert scheinen zunehmend auch die Gerüchte um eine Rückkehr Sebastian Furchners nach Köln. Furchner, der in einem laufenden Vertrag mit den Grizzly Adams Wolfsburg steht, äußerte sich gegenüber den “Wolfsburger Nachrichten” zu den Gerüchten ebenfalls mit wenig klärenden Worten:

“Ich möchte dazu nicht viel sagen. Mit dem Sportlichen hat es nichts zu tun.”

EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf hingegen stellt die Situation aus Sicht des EHC deutlich dar: Aufgrund des Vertrages bis 2011

“… stellt sich für mich die Frage auch überhaupt nicht.” (…) “Sollte es ein Problem abseits des Eises geben, werden wir alles daran setzen, es gemeinschaftlich zu lösen.”

Die “WAZ-online” berichtet hingegen sogar, dass

Sebastian Furchner (…) wohl den Verein um die Freigabe bitten (wird). Der Stürmer will trotz Vertrags bis 2011 aus privaten Gründen unbedingt zu den Kölner Haien zurück. Lässt der EHC ihn ziehen? Fliegauf: „Kein Kommentar.“ Bis spätestens Montag will Fliegauf alle offenen Fragen beantwortet wissen

Travis Scott: Ebenfalls ein Dementi formulierte Travis Scott in der “Kleinen Zeitung“:

Wie es weiter geht, dass weiß ich nicht. Spiele ich weiter, geht es wieder nach Russland - Fragen, die ich derzeit gemeinsam mit meiner Frau diskutiere. Aber ein Gerücht kann ich dementieren, ich habe nicht bei den Kölner Haien unterschrieben.

Thomas Eichin: Unter der Woche wurden Gerüchte laut, nach denen Thomas Eichin als aussichtsreicher Kandidat für den Managerposten bei Bundesligist Hannover 96 im Gespräch sei. “Sport.t-online.de” zitierte Eichin mit den Worten:

“Dem Fußball bin ich immer treu geblieben. Und natürlich würde mich der Fußball irgendwann wieder reizen”, äußerte sich Eichin gegenüber dem Sportblatt. “Ich traue mir durchaus zu, dass ich die Anforderungen, die man für einen Fußballverein benötigt, erfülle.”

Nun auch hier das Dementi. Gegenüber dem sid äußerte sich Klubchef Martin Kind:

“Es gibt weder eine Bewerbung von Thomas Eichin, noch haben wir Kontakt zu ihm aufgenommen. Er steht auch gar nicht auf unserer Liste”

März 9, 2009

DNL: Halbfinale erreicht, Zukunft ungewiss

Dass die Fans der Kölner Haie nicht ohne Playoffspiele aus der Saison gehen müssen, verdanken sie in diesem Jahr nicht den Profis, sondern dem Nachwuchs. Und so kamen am vergangenen Samstag 505 Haiefans in den Genuss der packenden und serienentscheidenden Partie des KEC gegen die Eisbären Juniors aus Berlin.

Am Ende stand ein 6:4-Heimerfolg und der Einzug in das DNL-Halbfinale zu Buche (Spielbericht auf Haie-ev.de / Haie.de / Eisbaeren-Juniors.de / Statistiken zum Spiel). Aufmerksamkeit rief offensichtlich die schon fast traditionelle Färbung der Haare hervor - jedenfalls gereichte dies dem Express zum Aufhänger eines Berichtes. Im Halbfinale treffen die Junghaie nun auf den EV Landshut, Spiel eins der Serie findet am kommenden Mittwoch, den 11. März in der KölnArena 2 statt, Spielbeginn 19.00 Uhr.

Die Nachwuchsarbeit des KEC und die vorhandene Infrastruktur - z.B. das Sportinternat Köln - macht Köln unbestritten zu einer Top-Adresse. Höchst fraglich ist jedoch, ob und wie dieses kostspielige Niveau gehalten werden kann. Christian Oeynhausen berichtete für den Kölner Stadtanzeiger von 600,000 €, mit welchen bislang alleine Gesellschafter Göttsch den Nachwuchs subventionierte. Und weiter:

Fast eine Viertelmillion Euro kosten allein die 1000 Stunden Eiszeit, die der KEC-Nachwuchs im Jahr benötigt. Etwa 50 000 Euro steuerte die Stadt Köln seit 2005 wegen der Schließung des Eisstadions Lentstraße dazu. Im Januar warb Rainer Maedge, Präsident des KEC e.V., bei Oberbürgermeister Fritz Schramma um eine Aufstockung. Das Ergebnis ist für die Haie ernüchternd: Zwar macht die Stadt 50 000 Euro extra locker. Aber die Summe wird nach einem Schlüssel aufgeteilt. Für die Eishockey-Jugend bleiben 18 500 Euro - 150 000 wären nötig gewesen. „Wir können nur ganze Mannschaften aus dem Spielbetrieb nehmen oder insgesamt weniger trainieren“, sagt Maedge

In diesem Kontext steht nun auch ein Zitat Thomas Eichins, der im Rahmen eines Artikels rund um die Thematik “Erhöhung der Eismiete in der KölnArena 2″ im Express wie folgt zitiert wurde:

„Ich kämpfe in erster Linie für die großen Haie. Ich habe den e.V. aufs Brutalste subventioniert, aber ich kann es nicht mehr, mir steht das Wasser bis zum Hals. Und ich weiß, was die Haie von der Stadt zu erwarten haben – nichts.“

Februar 26, 2009

Notizen: Investoren, Fansicht

Investoren: Die Bild konnte gestern nur andeuten, der Express ausführen: Eine Gruppe von wohl zehn Menschen möchte die Haie als “private und institutionelle Investoren” schultern, die Verbindlichkeiten der Saison stemmen und den KEC langfristig begleiten.

In der heutigen Presse nun weitere Statements: Thomas Eichin äußert sich gegenüber Martin Sauerborn und der Kölnischen Rundschau in zwei Artikeln (eins / zwei) zu den Themen Insolvenz, Unterstützung und Mäzen Göttsch, Christiane Mitatselis liefert für den Kölner Stadtanzeiger ein neues Statement Eichins zu Trainer Rupert Meister sowie das Minimalziel 2010: Das Erreichen der Playoffs. Uwe Bödeker nimmt für den Express Hans-Joachim Ziems von Ziems & Partner und seine Verbindung zu den Haien unter die Lupe.

Fansicht: Jeder von uns hat seine eigene Wahrnehmung der Saison, jeder hat seine eigenen Ursachen für die Misere ausgemacht. Alexander Brandt hat nun für den General Anzeiger Bonn vor einigen Wochen Bettina und Jürgen Peters, dessen Namen man sonst im Umfeld der Haie vor allem mit Sportfotografie verbindet, zu ihrer ganz persönlichen Sicht auf die Dinge befragt.

Februar 10, 2009

Das Politikum Karneval und die Frage nach dem richtigen Handeln

Der Karneval besitzt in Köln nach wie vor eine Bedeutung, wie weit über das Schunkeln und das kölsches Liedgut hinausgeht. Die politische Dimension wird jedem ersichtlich, der die Wagen der Umzüge betrachtet oder die das preußische Heer persiflierten Funken reflektiert. Doch auch für die Haie hat der Karneval in dieser Saison eine Bedeutung, die über den bloßen Spaß “um des Spaßes willen” hinausgeht.

In “guten Zeiten” eine Selbstverständlichkeit, in “schlechten Zeiten” verordnet? Uwe Bödeker berichtete Ende Januar für den Express:

Am Donnerstag, 5. Februar, müssen alle Spieler zur Haie-Karnevals-Sitzung im Hotel Pullmann antanzen. Haie total jeck! Dem Publikum soll eine Einheit präsentiert werden, die es auf dem Eis in dieser Saison nie zu sehen gab.

Dem war wohl nicht so, schließlich berichtet Bödeker nun:

Die vereinseigene Sitzung am vergangenen Donnerstag hat Haie-Verteidiger Mirko Lüdemann aus Angst vor Fans-Spott nicht besucht.
Dafür zeigte er sich am Samstagabend bei der Jan-von- Werth-Sitzung im Sartory in feucht-fröhlicher Partylaune.

(…)

Der jecke Lüdemann wird von Haie-Boss Thomas Eichin abgewatscht. „Ich habe die Spieler nicht gezwungen, zur Haie-Sitzung zu kommen, aber dass nur Kapitän Dave McLlwain da war, spricht für sich. Dass Lüdemann jetzt woanders feiert, nehme ich zur Kenntnis.“

Die Frage nach dem “richtigen” Handeln in der aktuellen Situation ist für die Spieler durchaus ein Ritt auf der Rasierklinge. Verschiedene Spieler nehmen verschiedene Rollen im Team und in der Mannschaft ein und es werden verschiedene Handlungsweisen von ihnen erwartet. Dies erfuhr zuletzt auch Christoph Ullmann:

Der Manager (Rodion Pauels) erlebte in den Tagen der Sondierung aller Angebote übrigens auch eine herbe persönliche Enttäuschung: „Ich habe Verständnis für abwanderungswillige Spieler, wenn ihr Vertrag ausläuft, aber bei Christoph Ullmann war ich menschlich enttäuscht. Er ist unser bester Spieler und soll das neue Gesicht des Clubs sein, die Identifikationsfigur. Er hat gesagt, dass er das auch will. Wir verlangen, dass er in solch schwierigen Situationen dieser Aufgabe nachkommt.“ Ullmann, der noch zwei Jahre Vertrag besitzt, hatte Pauels mehrfach um Freigabe gebeten.

Eine “Identifikationsfigur” muss stets abzuwägen, welcher Schritt welches Licht auf sich und den Verein wirft, da sie in besonderer Weise reflektiert.

Es ist menschlich nachvollziehbar, dass Lüdemann eine Feier abseits der KEC-Familie und des dort geballt vorhandenen Frustpotentials der Haie-Sitzung vorzieht, so wie es auch nachvollziehbar ist, dass Ullmann bei einem ausländischen Verein um eine Meisterschaft mitspielen möchte. Gleichzeitig unterstreicht ein solches Handeln aber vor allem den Wert der Person Dave McLlwains, der - als offenbar einziger Hai - den direkten Kontakt mit den Fans nicht scheute und seiner Verantwortung (?) als Identifikationsfigur nachkam - und nach wie vor im Kader der Haie um jede Scheibe kämpft.

Doug Mason sagte einmal, dass die besten Spieler auch die beste Leistung bringen müssen, wenn man eine Meisterschaft erringen möchte. Daran angelehnt muss man auch festhalten, dass Leader ihre Rolle ausfüllen müssen - auf und abseits des Eises - wenn ein Team als ein Team funktionieren soll.

Und wer weiss: Vielleicht hat sich Lüdemann auch im Nachhinein geärgert, als er sah, dass die Haie-Sitzung 2009 als durchaus gelungen beschrieben werden muss (Friedhelm Funkel / Fotos).

Dezember 29, 2008

Eichin und die Reise nach Katar

Wer bei der gestrigen Niederlage gegen die Straubing Tigers Thomas Eichin vermisst hat, hat sich tatsächlich nicht verguckt. Der Geschäftsführer des KEC hat “nach mehr als drei Jahren mal wieder ein Heimspiel verpasst”, so der Express. Der Grund für sein Fehlen: Eichin hat nach Informationen der Zeitung aus dem Hause DuMont eine Einladung der “Aspire Foundation” angenommen und besucht drei Tage lang die “Aspire Sports Academy” (Offizielle Website / F.A.Z.-Artikel / Wikipedia-Artikel).

Eine Verbindung nach Köln zieht der Express in der Person Dr. Andreas Bleichers, ehemaliger Leiter des Olympiastützpunkts Köln-Bonn-Leverkusen und aktueller Sportdirektor der “Sports Academy” (hier im Interview mit Spox.de).

Doch was ist der Grund für die Reise Eichins? Sponsoring aus der Ferne Arabiens, wie sie in der Vergangenheit in München und Iserlohn angedacht waren, ist realistisch betrachtet natürlich nicht zu erwarten. Der Express zitiert Eichin mit den Worten:

“Ich knüpfe Kontakte, hoffe, dass sich die Reise auch für unsere Arbeit auszahlt.”

Kontakte sind vermutlich auf einer Ebene abseits geschäftlicher Beziehungen zu suchen. Die mit ernormen finanziellen Mitteln betriebene “Sports Academy” realisiert ihr Konzept auf Basis modernster Erkenntnisse und unterhält wiederum ein weitreichendes Partnerschaftsnetz, welches sie stets am Puls der Zeit hält (unter anderem mit Bayer 04 Leverkusen, welche wiederum eng mit der Sporthochschule Köln zusammenarbeiten).

Das Eishockey in Katar grundsätzlich überhaupt wahrgenommen wird, beweist die QIIHL (Qatar International Ice Hockey League), welches sich aber weder der Gunst der “Sports Academy” erfreuen, noch ein hohes spielerisches Niveau aufweisen dürfte.

Man darf gespannt sein, ob und wie sich die Reise Eichins in Zeiten nach der aktuellen Krise auszahlen wird.

November 4, 2008

Zuschauerschwund, Krupp, Ciernik und Nationalteams

Die Zuschauerzahlen in der DEL sind schlecht - und an erster Stelle ist hier der KEC zu nennen. Während die Besucherzahl der Heimspiele oftmals gerade mal an der 8.000er Marke kratzte, bleibt die Übertragung in konkrete Zahlen nicht ungenannt: Thomas Eichin sprach in den letzten Tagen von einem klaffenden Loch von gut 250.000 € in der Clubskasse. Martin Sauerborn steigt für die Kölnische Rundschau noch einmal genauer in die Thematik ein und führt auch den Zusammenhang mit der erneuerten Kritik Eichins am momentanen Spielsystem aus. Einstmals geäußerte Kritik an seiner Position weist jener in einem Zitat auf Hockeyweb.de zurück: Auch in der momentanen Situation, in der die Haie die Liga nun einmal nicht “von oben” betrachten können steht er zu seinen Vorderungen.

“Ich bin bereit, ab morgen um den Abstieg zu spielen, auch wenn wir unten drin stehen”, sagt Eichin.

Unterstützung erhält Eichin auch von Nationaltrainer Krupp, der sich in der Eishockeynews erneut über den übervollen Spielplan beklagt.

Was den Kölner Haien gemäß Sauerborn im oben genannten Artikel nicht gelang, das schaffte der Express: Ein Interview mit Ivan Ciernik bei dessen Besuch in Köln. Wenig redselig, so wie man den Slowaken kennt, äußert er sich zu einem etwaigen Rück-Wechsel nach Köln; offener spricht seine Frau Eva.

Uwe Krupp hat für das Länderspiel gegen Kanada in der LANXESS arena am morgigen Mittwoch Moritz Müller nachnominiert. Müller reiht sich damit ein in das Team, dessen Bestandteil auch die Christoph Ullmann, Philip Gogulla und Moritz Müller sind. Wie berichtet finden sich auch zahlreiche Ex-Haie im Team.

Zu Wort meldete sich auch Doug Mason. Der Bild-Köln erzählt er von seiner Zeit nach der Entlassung in Köln, seiner Einschätzung der Situation der Haie und von seinen Erwartungen an das bevorstehende Turnier. Auch Sauerborn sprach für die Rundschau mit Mason.

Verloren hat die U20-Nationalmannschaft mit den Haien Flaake und Sturm, sowie die Ex-Haie Alexander Oblinger und Marc Wittforth, ihr Spiel gegen Ost-Kanada im Rahmen der 2008 World Junior A Challenge. Bei der 6:3-Niederlage konnte Flaake einen Assist verbuchen.

Nur angemekt soll sein: Was Sauerborn entgangen zu sein scheint, ist die Absage Eichins an die Adresse Benoit Laportes im gestrigen Bonner General Anzeiger.

Oktober 7, 2008

Vor dem Spiel gegen Hamburg, Vereinsführung droht den Spielern, Robert Müller gibt erste Interviews

Am heutigen Dienstag Abend treffen die Kölner Haie zum zweiten Mal in dieser Saison auf die Hamburg Freezers, die in ihrem Vorbericht auf Hamburg-Freezers.de zur “Haifischjagd” rufen; Haie.de gibt in einem kurzen Statement aktuelle Informationen zur Verletztensituation (Renz gegen Hamburg gesperrt, Müller pausiert, Lüdemann und McLlwain wieder mit an Bord). “Deutliche Worte“, so Uwe Bödeker, findet Peppi Heiß in seiner Analyse der momentanen Situation im Express, “Führungskraft” vermisst Dirk Mesch für die Kölnische Rundschau und zitiert Pauels, der “Hicks- oder Schlegel-Typen” im Team vermisst. Christian Oeynhausen sieht für den Kölner Stadtanzeiger die Haie bereits “uneinholbar hinten“, die Bild-Köln vermutet “keinen Plan B“. Ralf Schmitt war für die Bild-Hamburg mit Peter Sarno in der Hamburger Haifischbar und sieht Parallelen zwischen dem Saisonstart der Haie und dem Sarnos, während das Hamburger Abendblatt vor dem Spiel gegen die Haie in Karalahti einen sicheren Halt in der Defensive ausmacht. Vor eine neue Situation stellt die Tabellensituation der Haie auch die Macher der Freezers: Nur 4200 Karten wurden gemäß Mopo für das Spiel bisher verkauft - waren die Haie doch bisher stets einer der Zuschauermagneten der Liga.

Der schwächste Saisonstart in der Geschichte der Haie könnte zu weiteren personellen Konsequenzen jenseits des bereits ausgetauschten Headcoach-Posten führen. Sowohl Thomas Eichin im Express, als auch Rodion Pauels im Kölner Stadtanzeiger drohen “in Abstimmung miteinander” unwilligen Spielern mit dem Rauswurf.

Nachdem Robert Müller bereits vor einigen Tagen eine erste lockere Trainingseinheit auf dem Eis absolviert hat, wandte er sich nun an die Presse in Form von Bild, Express und Eishockeynews und sprach über seine zweite Operation und seinen momentanen Gesundheitszustand.

September 13, 2008

Gogulla nach Buffalo, Doug Mason vor der Ablösung?

Die Frage nach einer Ablösung von Doug Mason dominiert den Blätterwald. Nick Seeliger titelt für die Bild “Mason vorm Rauswurf” und bringt bereits Clayton Beddoes als Nachfolger ins Gespräch. Für den Express sehen Stefan Schaffner und Arno Schmitz den “Absturz” Masons und liefern einige interessante Zitate von Thomas Eichin. Auch Christiane Mitatselis bezieht sich für den Kölner Stadtanzeiger auf Eichin und zieht ihr Fazit: “Die Kölner Haie haben Angst”. In ihrem zusätzlich gelieferten Kommentar thematisiert sie den für ihre Begriffe ungünstigen Zeitpunkt für eine Krise. “Mason auf der Kippe” sieht auch Martin Sauerborn für die Kölnische Rundschau. Mit den Aussagen Eichins konfrontiert hat Doug Mason Andreas Kloo von Sport1.de und kann die Thematik von der anderen Seite aus beleuchten.

So unklar die Situation um die Haie auch scheint: Klar ist, dass Philipp Gogulla für eine Woche in die USA fliegt, um im Trainingslager seines NHL-Klubs vorzuspielen. Ein paar Informationen hierzu stellt Haie.de und der Express.

September 3, 2008

Eichin und Pauels, Doyle, DNL, eingebürgerte Ex-Haie, das 1. Haie-Rockfestival und Center.tv

Wenige Tage vor Beginn der DEL-Saison 2008-09 erhöhen die Medien die Dichte ihrer Berichte über den KEC. Obligatorisch sind Interviews mit der “Doppelspitze” der Haie, Geschäftsführer Thomas Eichin und Sportkoordinator Rodion Pauels. Die Kölnische Rundschau übertitelte ihr Interview mit Eichin eher gedämpft optimistisch und bezieht sich mit dem Titel “Geringe Angriffsfläche” grundlegend auf die Frage, ob es trotz einem denkbaren sportlicher Misserfolg zu Saisonbeginn im Verein ruhig bleibe. Interessant vor allem die Position Eichin, der die Meinung vertritt, die Kölner Haie würden in dem bestehenden Kontext nur noch über geringes Entwicklungspotential verfügen.

Stefan Schaffner und Arno Schmitz fanden ihre Interviewpartner in Eichin und Pauels und dringen tief in die Materie ein. Hinter dem reißerischen Titel “Europa Liga - Warum nicht?” verbergen sich grundlegende Aussagen der Interviewpartner zu Wirtschaftlichkeit, Gesellschafter Heinz Hermann Göttsch, die KHL, die DEL und dem deutschen Eishockey an sich.

In Köln gelandet und in der DSHS Köln medizinisch durchgecheckt worden ist Frank Doyle, der bislang letzte Neuzugang der Kölner Haie. Der Express berichtet, dass nach dem heute zu absolvierenden Belastungscheck endgültig über die Lizensierung Doyles entschieden wird.

Den ersten Sieg im ersten Pflichtspiel konnte das DNL-Team des KEC gegen die Iserlohn Young Roosters erringen. Der 8:1-Sieg gegen den DNL-Aufsteiger war vor den Augen von 180 Zuschauern letztlich nie gefährdet. Seit dieser Saison wird die statistische Aufarbeitung der DNL-Spiele von Pointstreak.com geleistet. Den Spielbericht zur Partie findet ihr dort.

Sean Tallaire ist dem Vorbild einiger anderer Ex-Haie gefolgt, die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und erhalten. Weitere Ex-Haie, die diesen Weg bereits in der Vergangenheit gewählt haben sind z.B. Boris Rousson, Jason Young, Colin Beardsmore, Shane Peacock und Steve Palmer. Darcy Werenka hingegen hat sich April diesen Jahres für die österreichische Staatsbürgerschaft entschieden.

Am vergangenen Freitag ging das 1. Kölner Haie-Rockfestival über die Bühne, gestern schrieb mp3.de im Firmenblog eine realistische Einschätzung des Geschehens vor Ort.

Es ist wieder Mittwoch und somit sei an das NetCologne FanTV auf Center.tv erinnert. Ab 19:00 Uhr wird auch hier unter anderem. ein Rückblick auf das Haie-Rockfestival gesendet werden (erste Wiederholung der Sendung: 23:00 Uhr).