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Juli 15, 2009

Notizen: “Festzurren” der Partnerschaft mit Bremerhaven und Herne

Nach dem Scheitern der Kooperation mit Duisburg macht Rodion Pauels Nägel mit Köpfen und lässt seinem Statement hinsichtlich einer neuen Kooperationspartners vor einem Monat Taten folgen.

Damals antwortete er im Kontext des Scheiterns der o.g. Kooperation:

„Ich kann und will das nur sportlich bewerten. Natürlich ist das sehr schade, da gerade die geographische Nähe zu Duisburg ein Riesenvorteil gewesen wäre Jetzt wollen wir umdisponieren und unsere Kooperation mit Bremerhaven wieder aufleben lassen. Das hat in den letzten Jahren sehr gut funktioniert, mit Bremerhaven kooperieren wir sehr harmonisch. Das ist ein faires Miteinander, von dem beide Seiten profitieren. Die Zusammenarbeit mit Herne als Oberligist besteht ja weiterhin.“

Erster Profiteur der erneuerten Kooperation war Sören Sturm (siehe hier bzw. hier), nun folgen weitere Talente der Haie.

So vermelden die Fischtown Pinguins, dass

Ein wenig überraschend (…) heute die Nachricht aus der Bremerhavener Klussmannstraße [kam], dass mit Norman Hauner und Marcel Ohmann zwei weitere hochtalentierte Spieler den Sturm der Pinguine in der neuen Spielzeit verstärken sollen und dem Kader damit insgesamt noch mehr Tiefe verleihen. Beide Spieler entstammen dem Nachwuchs der Kölner Haie, durften in der letzten Spielzeit aber auch schon Profiluft schnuppern. Dass es sich bei beiden Stürmern um keine Ergänzungsspieler handelt, dürfte das Ergebnis eines Gesprächs der Seestädter mit Bundestrainer Höfner noch einmal deutlich unterstreichen. Höfner: „Beide Spieler gehören zu den Stützen unserer U 19 und U 20 Nationalmannschaft, beide sprühen vor Spielwitz, sind technisch versiert und läuferisch überragend – eine Bereicherung für jeden Bundesligisten.“ Natürlich freut man sich bei der Seestädtern über solche Aussagen. Dennoch sind sich die Verantwortlichen der Fischtown Pinguins einig darüber, dass auch diese beiden Spieler mit Bedacht an den Profispielbetrieb herangeführt werden müssen. Die guten Beziehungen zu den Domstädtern und der herausragende Ruf von Trainer Gunnar Leidborg als „Diamantenschleifer“ haben letztlich dazu geführt, dass die Haie, wie schon im Fall Sören Sturm, das Vertrauen den Pinguinen schenken. Besonders Marcel Ohmann stand auf den Wunschlisten vieler Bundesligisten an der Spitze.

Norman Hauner, geboren am 04. Dezember 1991 in Hückeswagen, einer Kleinstadt in der Nähe der Bever- und Wuppertalsperre, steht seit Beginn der Saison 2006/2007 im Kader der Juniorenmannschaft der Kölner Haie. Bereits in seiner ersten Spielzeit mit den Haien konnte Hauner mit den Domstädtern den Gewinn der Deutschen DNL Meisterschaft feiern und gehörte mit 39 erzielten Scorerpunktenin 41 Partien teamintern zu den besten Spielern der von Rupert Meister trainierten Junghaie. Auch in der Saison 2007/2008 wusste sich Hauner weiter zu steigern und wurde im Verlauf der letzten Saison mit sieben Berufungen in den Profikader für seine Bemühungen belohnt. In Bremerhaven soll sich der Rechtschütze mit der Rückennummer #67 nun den letzten Schliff für seine zukünftige DEL Karriere holen.

Ähnliches gilt auch für Marcel Ohmann. Am 04. April 1991 in Neuss geboren, zog es der Rheinländer zunächst vor, bei den Jungadlern in Mannheim dem Puck nachzujagen. Nachdem er in der Quadratenstadt sportlich mehr als zu überzeugen wusste, transferierten den damals 16 jährigen die Verantwortlichen der Kölner Haie in die Domstadt. Nach einem Jahr bei den Kölner Junghaien wurde der Linksschütze in der vergangenen Saison bereits in 18 DEL Partien eingesetzt, wo er insgesamt einen sehr starken Eindruck vermitteln konnte. In Bremerhaven soll der Außenstürmer mit der Rückennummer 37 nun weiter an Erfahrung und Verantwortung gewinnen, um in der nächsten Saison für die Kölner einen Stammplatz zu besetzen.

Nach Abschluss der Vorbereitungsspiele mit den Kölner Haien sollen die beiden zusammen mit Sören Sturm an die Unterweser wechseln, wo sie unter der Obhut von Trainer Gunnar Leidborg die Entwicklung nehmen sollen, die man sich in Köln erwartet.

Der Herner EV hingegen vermeldet:

Vier Förderlizenzen von den Haien

Der 18 jährige Verteidiger Dustin Schumacher wird eine Förderlizenz von den Kölner Haien erhalten und die HEV-Defensive verstärken. Letzte Saison hatte er 40 Spiele für das DNL-Team der Kölner bestritten und brachte es dabei auf 13 Tore und 16 Vorlagen. Besonders auffällig sind die 209 Strafminuten, die Schumacher in nur 40 Spielen sammelte.
Ebenfalls aus dem DNL-Team der Haie kommt Stürmer Christoph Ziolkowski, der in 41 Spielen 20 Tore erzielte und weitere 28 vorbereitete. Auch er wird aufgrund einer Förderlizenz sowohl für die Haie, als auch für den HEV, spielberechtigt sein.
Das bestehende Herner Torhüter-Duo, Marc Dillmann und Björn Linda, wird um Stefan Vajs und Maximilian Engelbrecht ergänzt. Der 21 jährige Stefan Vajs spielte letzte Saison ein überragendes Oberligajahr im Tor des EC Peiting und ist nun „Backup-Goalie“ bei den Kölner Haien. „Daher wird er wohl nur in Herne spielen, wenn die Haie spielfrei haben sollten,“ so Geschäftsführer Matthias Roos.
Komplettiert wird das Torhüter-Quartett mit dem 18 jährigen Maximilian Engelbrecht, der in der vergangenen Saison vom DEL-Club Ingolstadt aufgrund einer Förderlizenz für den Ligakonkurrenten Deggendorf Fire spielberechtigt war und beim Herner Gastspiel im Fire-Tor stand.

Juli 5, 2009

Notizen: Gerücht um Steinhauer, Pay-TV, Free-TV, Untereiswerbung

Gerücht: Nach der gescheiterten Kooperation mit Duisburg müssen die Kölner Haie ihre Förderlizenzspieler quer über die Republik verteilen (siehe z.B. Sören Sturm/Bremerhaven). Nun soll das der DNL entwachsene Talent Dennis Steinhauer eine Förderlizenz für die Schwenninger Wild Wings erhalten - und kehrt somit wieder an seinen Geburtsort und seinen Stammverein, in welchem er zum U 17 Nationalspieler reifte, zurück.

Pay-TV: “Premiere” war einmal, seit wenigen Stunden ersetzt “Sky” den Pay-TV Sender. Informationen über die neuen Paketstrukturen findet ihr hier, die deutsche Website des “Premiere-Ersatzes” findet ihr hier.

Free-TV / Untereiswerbung: Wie die “NRZ” berichtet, sollen in der kommenden Saison neben rund 60 Spielen auf o.g. “Sky” fünf Spiele im Free-TV gezeigt werden.

Die DEL hatte mit dem Deutschen Sport-Fernsehen (DSF) geliebäugelt, das aber in finanziellen Schwierigkeiten scheint. Möglich ist, dass sich Eurosport engagiert. Vergangene Saison hatten die Pariser mit Eishockey-Übertragungen aus der DEL (2 Spiele) und der Champions League einen Erfolg zu verzeichnen.

Weiter berichtet die “NRZ” von Untereiswerbung, welche in allen DEL-Stadien mit dem Logo für die WM 2010 in Deutschland werben soll.

Juni 9, 2009

Das Aus für die Kooperation zwischen Köln / Duisburg - Fragezeichen hinter Herne

Seit Beginn der letzten Saison wurde sie langsam aufgebaut (siehe Archiv), nach dem angekündigten Rückzug der Füchse Duisburg aus der DEL ausgebaut und als das neue Prunkstück der nordrhein-westfälischen Eishockeyförderung geplant: Die Kooperation zwischen den Kölner Haien (sowie sekundär auch den weiteren West-Vereinen der DEL), den Füchsen Duisburg und dem Herner e.V. ist gescheitert und Geschichte.

Anstelle der Option, gemäß ihres individuellen Leistungsstandes in der Oberliga (Herne), der 2. Liga (Duisburg) und der DEL spielerisch reifen zu können und durch die kurzen Wege optimale Spielpraxis und Förderung zu erhalten, stehen die Absolventen der Elite-Nachwuchsliga DNL im Westen Deutschlands nun vor einem unerwarteten (Teil-) Scherbenhaufen.

Das Grundproblem schildert die “NRZ

Die alte Füchse GmbH ist der wirtschaftliche Absteiger aus der Deutschen Eishockey-Liga, der EVD wolle aber mit einer neuen GmbH an den Start gehen. Verwirrend daran ist: Der mit der (alten) GmbH kooperierende Stammverein gilt ebenso als wirtschaftlicher Absteiger und könnte die Lizenz beantragen. Zudem hatten sich die Füchse mit der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft darüber beraten, wie sich der EVD für die Lizenz bewerben müsse. Dabei war von keinen Problemen die Rede. Und letztlich ist es nun einmal die ESBG, die die Lizenz erteilt – und nicht der Deutsche Eishockey-Bund.

Nun vermelden die Füchse Duisburg das entgültige Aus - für ihren Spielbetrieb in dem gesamten ESBG-Bereich und für die Kooperation mit Herne und Köln:

Nach einem langen Gespräch zwischen dem Präsidenten des Deutschen Eishockeybundes, Uwe Harnos und Ralf Pape kamen beide Seiten zu dem Schluss, dass es unter den gegebenen Umständen am sinnvollsten ist, den Lizenzantrag der Füchse zurückzuziehen. Dies wurde bereits heute umgehend in die Wege geleitet. Da die Abwicklung des Insolvenzverfahrens der EV Duisburg „Die Füchse“ GmbH zeitlich nicht absehbar ist, hätte die Lizenzierung nur über die Auffanggesellschaft laufen können. Für die Auffanggesellschaft konnte es aber in dem zeitlich gegebenen engen Rahmen keine Zustimmung durch die ESBG geben. Damit gehen die Füchse in der kommenden Saison im Landesverband an den Start.

Die geplante Kooperation mit den Kölner Haien und dem Herner EV mit Möglichkeiten in der DEL, der 2. Liga und der Oberliga findet damit keine Umsetzung.

Bemerkenswert unerfreulich ist, dass die Kooperation mit Duisburg als Zweitligist bereits seit Mitte März, als erste konkretere Gerüchte durchsickerten, als beschlossene Sache behandelt wurde - von allen Seiten. So zitiert die “NRZ” Ralf Pape in o.g. Artikel mit den Worten:

„Ich bin frohen Mutes und überzeugt davon, dass wir die Lizenz auch bekommen werden. (…) Wir haben uns vorher mit der EBSG beraten.”

Die Fehleinschätzung der Situation durch die ESBG, Ralf Pape und in letzter Instanz auch den Kölner Haien, die die Handlungen der Hauptverantwortlichen nicht optimal überprüft zu haben scheinen, hat direkte Auswirkungen für den KEC:

1) Das Kooperationskonzept, welches direkt nach einem eigenen Farmteam die bestmögliche Förderungsmöglichkeit für die Spieler des aktuellen DNL-Abschlussjahrgangs bedeutet hätte, galt zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung zahlreicher Nachwuchskräfte als sichere Sache. Ähnliche Bedingungen sind für diese Spieler nun nicht mehr zu schaffen.

2) Nicht nur Spieler des aktuellen DNL-Abschlussjahrgangs, auch ältere und in ihrer spielerischen Entwicklung bereits reiferen Spieler wird die Option eines ortsnahen Engagements in der 2. Liga genommen. So vermeldeten die Füchse Duisburg unlängst, dass sowohl Stefan Vajs nicht nur als Backup der Kölner Haie fungieren, sondern, wie auch der ehemalige U-Nationaltorhüter Maximilian Englbrecht, der nach gescheitertem Nordarmerika-Experiment in der letzten Saison nach Deutschland zurückkehrte und ebenfalls unter Förderlizenz der Kölner Haie für die Füchse eingeplant war, vor allem durch viel Spielpraxis in der 2. Liga weiter entwickeln sollte.

3) Das Optimum scheint gescheitert, doch bleibt den Haien die Kooperation mit dem Herner e.V., welcher als großer Gewinner aus der Situation heraustreten könnte. Entgegen der vorherigen Planung der Füchse, könnten U-Nationalspieler wie Denis Steinhauer, Marcel Ohmann und Norman Hauner nun in Herne, statt in Duisburg die Schlittschuhe schnüren.

Vollkommen ausgeschlossen erscheint, dass die ebenfalls von Duisburg (mindestens theoretisch) eingeplanten Torsten Ankert und Sören Sturm nun in der Oberliga agieren werden. Dies gilt wohl auch in den Fällen Englbrecht und Vajs - sowohl was den Leistungsstand, als auch die bereits besetzten Torhüterposten in Herne angeht.

4) Das geringste Problem der Haie dürfte das geplante, nun jedoch sportlich nahe dem 0-Wert anzusiedelnde Duell mit dem zukünftigen Fünftligisten im Rahmen der Saisonvorbereitung darstellen.

Welche Zukunftsaussichten aber hat die Kooperation mit dem Herner e.V.? Denkbar erscheint, dass der Herner e.V. die Rolle Duisburgs übernehmen und nach einem ggf. in den nächsten Jahren realisierten Aufstieg in die 2. Bundesliga für die obere Spitze der in Köln ausgebildeten Talente auf diesem Niveau eine raumnahe Spieloption oberhalb der Oberliga bieten könnte.

Allgemein fraglich ist jedoch, ob die Zusammenarbeit mit dem Herner e.V. auf einem Niveau wie jene mit den Füchsen Duisburg realisiert werden kann. Immerhin war es Papes klarer Anspruch, durch die Füchse Top-Talenten eine optimale Förderungsmöglichkeit zu geben. Ausdruck dessen war auch die Einflechtung Rodion Pauels in die Prozesse der Spielerverpflichtungen der Füchse.

Das letzte Wort im Bühnenstück bleibt Ralf Pape, der auf Hockeyweb.de zitiert wird:

„Das Konzept Köln-Duisburg-Herne wäre für das deutsche Eishockey gut und vor allem auch finanzierbar gewesen”, so Pape. Nun geht der Blick nach unten.

Mai 21, 2009

Notizen: Aspekte einer Kooperation

Sie geistert nun seit einiger Zeit durch die Seiten des Blätterwalds (ich berichtete z.B. hier, hier, da und dort), nach und nach drangen nun einzelne konkretere Aspekte an die Öffentlichkeit: Zeit für ein Update in Sachen Kooperation zwischen den Kölner Haien, den Füchsen Duisburg und dem Herner EV.

Das schwächste Glied in einer Kooperation zwischen drei Clubs ist die Kommunikationsbereitschaft bzw. die Integrierung von Eigen- und Gesamtinteressen. Der dominierenden Figur Ralf Papes auf Seiten Duisburg und Hernes stellen die Kölner Haie in Person von Rodion Pauels einen gewichtigen Gegenpol gegenüber, der ungewöhnlich tief in die Arbeit der anderen Vereine involviert ist. So berichtet Hermann Kewitz für die “Rheinische Post“, dass

der Unternehmer [Ralf Pape] (…) seinen Klub als Sprungbrett für Talente sehen (will). (…) Der Manager der Kölner Haie Rodion Pauels trägt ebenfalls Mitverantwortung für die Füchse. Er schaut auf die Verpflichtung der deutschen Akteure. Ralf Pape macht sich da seine Eigenschaft als Miteigentümer der Haie zunutze.

Betont wird der Ausbildungsgedanke, wie auch die Gegebenheit des Einstieg Papes bei den Kölner Haien. So berichtet auch Friedhelm Thelen in der “NRZ“, dass

der EV Duisburg künftig als Kooperationspartner in der 2. Bundesliga dienen (soll). „Zwei Teams mit Duisburg und Herne in der Oberliga hätten keinen Sinn gemacht, da die dritte Liga für einige Spieler nicht angemessen ist”, so Pape. So werden die Füchse wohl künftig auf einige starke Talente der West-Nachbarn zurückgreifen können. Zudem wird Pape wohl nun im Gegenzug definitiv einer von zehn Gesellschaftern bei den Haien, „wenn dort alle Hausaufgaben erledigt sind”.

Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt nehmen die Haie aktiv Einfluss auf personelle Entscheidungen. Thelen zitiert in einem weiteren Artikel der “NRZ” Ralf Pape mit den Worten:

„Wir haben bei der Trainersuche mehrere Kontakte genutzt. Shannon McNevan kennt ihn gut (…) und auch die Kölner Haie sind von Dumont überzeugt. Er hat den Ruf, sehr gut mit jungen Spielern umgehen zu können.”

Die Betonung der Absprache mit den Haien im Kontext einer so gewichtiger Entscheidungen wie der Besetzung der Cheftrainerposition zeigt, dass die Kooperation von den beteiligten Parteien ernst genommen wird und über bisherige Kooperationsansätze in der vergangenen Saison in Herne weit hinaus geht.

Doch nicht nur für die Füchse, auch für die Haie bzw. einzelne Spieler zeigen sich bereits konkrete Aspekte der Vereinbarungen. So berichtet die “Nordsee-Zeitung“, dass Sören Sturm nicht wie in der vergangenen Saison mit einer Förderlizenz für die Fischtown Penguins aus Bremerhaven auflaufen wird (wenn die Haie in nicht im DEL-Kader einsetzen), sondern im Rahmen der Kooperation zum Einsatz in Duisburg verpflichtet ist.

Das 19-jährige Verteidiger-Talent wird keinen neuen Förderlizenz-Vertrag für Bremerhaven bekommen. Dabei sagt er selbst: „Wenn es nach mir ginge, wäre ich in Bremerhaven geblieben.“
(…)
Hintergrund des erzwungenen Abschieds ist die Kooperation der Kölner Haie mit den Füchsen Duisburg.
(…)
Beide Vereine vereinbarten eine Kooperation, wonach sämtliche Kölner Förderlizenz-Spieler für Duisburg spielen werden – also auch Sören Sturm.

Lässt man Sturms subjektive Perspektive außer Acht, zeigt sich beispielhaft, wie wertvoll die Kooperation in räumlicher Perspektive ist: Spielte Sturm einst aufgrund diverser Kooperationsvereinbarungen in Heilbronn, Essen und Bremerhaven, so weilten andere Kölner Talente z.B. in Herne. Nicht nur die Wege (und somit Fahrzeiten) werden nun im Einsatzfall kürzer, auch spielen die Talente konzentriert an zwei Orten zusammen und können so auch gemeinsam spielerisch reifen.

Ein Beispiel: Wie der EC Peiting bekannt gab, wird Torhüter Stefan Vajs “mit Förderlizenz ausgestattet (…) wohl vor allem bei den Füchsen Duisburg zum Einsatz kommen.” Durch die kurze Strecke zwischen Köln und Duisburg erscheint es denkbar, dass Vajs nicht nur beispielsweise am Spieltag hinter Stammgoalie Lars Weibel die “Bank drückt”, sondern zusätzlich zu einem Einsatz bei den Füchsen käme - wo er mit Verteidiger Sören Sturm und weiteren Fölis der Haie spielen könnte. Eine Perspektive, die durch die Streuung der Fölis über die gesamte Republik bisher unmöglich war.

Februar 23, 2009

Achtungserfolge für das DEL-Team und die Leistung der “jungen Wilden”

Nicht nur der 8:5-Erfolg gegen den Tabellenführer aus Hannover, auch der Punktgewinn nach 3:1-Führung in Nürnberg und der gestrige 5:2-Auswärtssieg in Straubing zeugen davon, dass das Profi-Team der Haie die Saison mit Anstand zu Ende bringen will. Nachdem der KEC Stéphane Julien, Kamil Piros und Harlan Pratt die Freigabe erteilt hatte und der Rest des Kaders durch ein Virus reduziert wurde, überraschende Ergebnisse.

Alexander Brandt spricht im General-Anzeiger Bonn zu Recht davon, dass sich die Mannschaft “nicht hängen [lässt], im Gegenteil” und zitiert Rodion Pauels mit den Worten:

“Seit wir mit Julien, Pratt und Piros drei Spieler abgegeben haben, läuft es richtig gut.” (…)
“Unsere jungen Spieler haben die Lücken gut gefüllt, dadurch haben etwas ältere Spieler wie Torsten Ankert, Sören Sturm oder Moritz Müller mehr Verantwortung bekommen und z.B. im Powerplay gespielt.” Ein Sonderlob verteilte der Manager an Jerome Flaake: “Natürlich spielt er noch nicht so konstant wie ein alter Hase, aber er zählt schon jetzt mit 18 Jahren zu den Leistungsträgern.”

Die jungen Spieler wie Norman Hauner, Marcel Ohmann, Julian Eichinger, Tom-Patric Kimmel, Dennis Steinhauer oder Dustin Schumacher haben sich bewährt. “Nicht für alle geht der Weg sofort in die DEL”, sagte Pauels. “Wir wollen nächstes Jahr neu angreifen, und das kann man nicht, wenn man alle jungen Spieler einsetzt. Aber sie haben gezeigt, dass man jederzeit auf sie bauen kann.”

Februar 1, 2009

fotocommunity.de

“Eigene Fotos hochladen und mit anderen Fotografen darüber diskutieren” - das ist selbst formulierte Spektrum von fotocommunity.de. Auf einer Website, auf der zahllose Fotografen ihre Werke präsentieren, finden sich unweigerlich auch Aufnahmen von einem Eishockey-Spitzenclub wie den Kölner Haien.

Wer ein paar gemütlich Minuten mit Bildern der aktuellen und vergangenen Spielzeiten verbringen möchte, den lade ich zu dem Besuch der verlinkten Werke ein.

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Die Community bietet sogar noch mehr Bilder. Hier gilt die Devise: Wer stöbert, der findet. ;)

Januar 24, 2009

Notizen: Die “jungen Wilden”

Die Augsburger Presse hatte gut lachen: Während die Kölner Haie die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte spielen, finden sich die Augsburger Panther auf einem aussichtsreichen Tabellenplatz wieder - weit über den Haien. Eine in den letzten Jahren seltene Situation, in der sich Milan Sako, Redakteur der Augsburger Allgemeinen dazu berufen fühlte Seite an Seite mit Panther-Manager Max Fedra die Saisonprobleme der Haie aus der Ferne zu analysieren. Ein Fazit:

Künftig will man auf jüngere und dynamische Spieler setzten. “Das haben uns andere vorgemacht”, merkt Eichin an und dürfte damit auf die Augsburger schielen, die sowohl bei den Deutschen als auch bei den Ausländern auf die Jugend setzen.

Bezeichnenderweise waren es die Nachwuchsspieler der Haie, die in der nachfolgenden Partie eine hervorragende Leistung ablieferten und sich zahlreiche “Sporen verdienten”. Ausgerechnet der ehemaliger Augsburger Jerome Flaake war es dann auch, der den Treffer zum entscheidenden 3:2 für die Kölner Haie erzielte. Für Flaake, der einst aufgrund erhofft besseren Talentförderung von dem Augsburger in den Kölner Nachwuchs wechselte und eine dominierende Rolle im Kölner DNL-Team spielte, war es bereits der zweite Siegtreffer der Saison.

Seinen laut DEL.org ersten Punkt als Profi erzielte am gestrigen Abend Marcel Ohmann, der zugleich zweitbester Scorer der DNL ist und als einer der “Gitter-Spieler” - sein Vollvisier wird er erst mit seinem 18. Geburtstag ablegen dürfen - die Fans der Haie seit Wochen mit seinem forschen Spiel begeistert.

Nachdem Sören Sturm statt beim Derby gegen die MetroStars aus Düsseldorf auf eigenen Wunsch im Rahmen seiner Förderlizenz für die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven in der Partie gegen die Heilbronner Falken auflief und ein Tor erzielen konnte, war er beim gestrigen Spiel der Haie gegen die Panther wieder mit von der Partie - und konnte erneut punkten: Der DNL-Meister von 2007 erzielte seinen zweiten Punkt (1T/1A) in Punktspielen der Haie.

Den Ausgleich und damit seinen neunten Saisonpunkt erzielte Alexej Dmitriev. Der 23jährige wird somit die aktuelle Saison als seine statistisch beste DEL-Saison seiner noch jungen Karriere beenden.

Dies gilt ebenfalls für den gebürtigen Berliner Marcel Müller, der am gestrigen Abend zwei Treffer erzielen konnte. Seine Saisontreffer acht und neun bedeuteten seinen zweiter Doppelpack der Saison, beide Male erzielte er innerhalb von zwei Spielen drei Tore.

Man vergisst es ob seiner Stärke immer wieder, aber auch Philip Gogulla, Jahrgang 1987, zählt eigentlich auch noch zu den “jungen Wilden”. Gogulla indes ist längst über alle Zweifel erhaben: Der zweitbeste Scorer der Haie hat in seiner fünften Profi-Saison so viele DEL-Tore geschossen, wie nie zuvor. Sein gestriger Assist hat ihn in der DEL-Topscorerliste auf Platz 41 gehoben. Was zunächst wenig beeindruckend erscheint, wird durch sein Alter relativiert: Es gibt keinen Spieler seines Jahrgangs, der in der Liste vor ihm steht.

Januar 22, 2009

Notizen

Nachdem die Uni und das Geld verdienen mal wieder ihren zeitlichen Tribut gefordert hat, geht es jetzt wieder los. Und es hat sich ja auch eine Menge angestaut, in den letzten Tagen. Auf gehts! ;)

Dave McLlwain: In seinem vielleicht letzten DEL All-Star-Game ist Dave McLlwain zum Kapitän des Teams berufen worden. McLlwain sagt dazu auf DEL.org:

„Ich freue mich sehr auf das DEL-ALL-STAR-GAME, aber nicht nur auf das Spiel selbst, auch auf das ganze Rahmenprogramm. Es ist immer wieder schön, in lockerer Atmosphäre Fans und Kollegen zu treffen, mit ihnen zu plaudern und einen schönen Tag zu erleben. Das DEL-ALL-STAR-GAME ist jedes Jahr ein Riesenspaß für alle Beteiligten. Ich bin sicher, dass wir den Zuschauern eine gute Show bieten werden.“

Jerome Flaake: Für den “Prospect” der Toronto Maple Leafs war das vergangene Derby gegen die MetroStars aus Düsseldorf eine Partie, sich vor den Augen des Leafs-Scout Dallas Eakins zu präsentieren. Eakins nutzt die Gunst der Stunde und beobachtete neben Flaake auch den Düsseldorfer Korbinian Holzer, ebenfalls ein Leafs-Pick.

NHL Midterm Rankings: Wo in den letzten Jahren die Namen von Kai Hospelt, Thomas Greiss, Philip Gogulla, Timo Pielmeier und Jerome Flaake standen, da sind die Haie in dieser Saison nicht vertreten.

Die European Midterm Rankings (Skaters / Goalies) weisen aber doch insgesamt vier deutsche Spieler auf.

Sören Sturm: Wer den Kapitän des einzigen KEC DNL-Meisterteams beim Derby gegen die MetroStars vermisst hat, hat sich nicht etwa verguckt: Sturm hat gemäß Fishtown Pinguins-Teammanager Alfred Prey die freie Wahl zwischen den Einsätzen in Köln und Bremerhaven gehabt:

“Sein Trainer Rupert Meister hat es ihm überlassen, ob er für Köln in der DEL oder für uns spielen möchte. Er hat sich für uns entschieden, weil es ein wichtiges Spiel für uns war und sein Herz für die Pinguins schlägt.”

Seinen Einsatz krönte Sturm mit dem 2:3-Anschlusstreffer, seinem dritten Saisontor und 13 Saisonpunkt.

Haie im TV: Es ist die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte, dennoch scheinen die Haie dem TV doch noch attraktiv genug zu sein. Premiere überträgt bis zum Ende der Saison ein weiteres Spiel der Haie (29.01.09, Kölner Haie - Grizzly Adams Wolfsburg), welche somit acht mal im Pay-TV live zu sehen waren. Hinzu kommt die Liveübertragung der Partie der Hamburg Freezers gegen die Haie auf Eurosport. Ohne nachgerechnet zu haben, findet sich im Düsseldorfer-Fanforum ein Verweis darauf, dass die Haie somit das am häufigsten übertragene Team der Vorrunde sind. Nicht zuvergessen: Das “Red Bulls Salute“-Turnier, welches den Haie-Fans drei weitere Live-Spiele im Regionalsender Center.tv bescherte.

Dezember 23, 2008

Sören Sturm: Update

Nur weil ich gestern schrieb, dass Sören Sturms Einsatz in der Verteidigung nicht erforderlich ist, hier ein Update. Dirk Mesch berichtet für die Kölnische Rundschau:

Der gelernte Verteidiger, der für die kommende Saison fest in Köln eingeplant ist, wird heute im Angriff eingesetzt. „Er bringt viel Selbstvertrauen mit in die Kabine“, so Pauels, „die Bremerhavener waren gar nicht begeistert, als ich sie angerufen habe. Sören ist dort der Topmann geworden. Aber wenn Not am Mann ist, gehen die Kölner Haie nun mal vor.“

Die allgemeine Marschrichtung im Verein ist vorgegeben: 21 Endspiele stehen an. So sehen es Spieler und Verantwortliche.

Dezember 22, 2008

Sören Sturm rückt auf

Sören Sturm ist so etwas wie der “letzte Mohikaner” des DNL-Meisterteams von 2007 und des 1989er Jahrgangs in Köln: Kein weiterer so ambitionierter Spieler blieb dem KEC längerfristig verbunden. Der von den San Jose Sharks gedraftete Timo Pielmeier wechselte erst zu den Eisbären Berlin und von dort in die nordamerikanischen Minors (aktuelles Team: Cataractes de Shawinigan), Alexander Oblinger wechselte und blieb in Berlin, Marc Wittfoth nach Freiburg - lediglich der in Bergisch Gladbach spielende Philipp Büermann ist neben Sturm noch verblieben.

Selbst der Kapitän des DNL-Teams von 2007, der mit überragenden Scoringwerten und viel Herz für viele der Leistungsträger im Meisterteam war, wurde von den Haien in der zweiten Liga “geparkt”. “Spielpraxis sammeln” ist das vielzitierte Stichwort. Durchgesetzt hat sich Sören Sturm sowohl in Heilbronn, als auch in Essen und Bremerhaven.

Mit der Rückkehr von Mike Johnson und Todd Warriner in den Kader des KEC wäre eine Berufung Sturms nicht notwendig gewesen. Daher darf man den Einsatz im Profiteam durchaus als “Belohnung” für den gebürtigen Kölner verstehen. Ein Zeichen der Anerkennung, dass seine Leistung in den Reihen des KEC nicht unbeobachtet bleibt.

Sturm, der wegen einer Verletzung von Ende September bis Ende Oktober kein Spiel bestreiten konnte, hat in den letzten 12 Spielen 11 Punkte (2 Tore, 9 Assists) erzielt - darunter eine Serie von neun Spielen mit je einem Punkt in Folge. Am gestrigen Sonntag war er es dann auch, der im Spiel gegen den Tabellenführer der 2. Liga, den Bietigheim Steelers, das entscheidende Tor machte.

Für seinen ersten Saisoneinsatz auf dem Eis der LANXESS arena - zuletzt hatte Sturm im Vorbereitungsspiel gegen Skellefteå AIK für die Profis des KEC gespielt - bleibt für ihn zu hoffen, dass er tatsächlich Eiszeit erhält und er auf DEL-Niveau zeigen kann, was in ihm steckt.

November 4, 2008

Zuschauerschwund, Krupp, Ciernik und Nationalteams

Die Zuschauerzahlen in der DEL sind schlecht - und an erster Stelle ist hier der KEC zu nennen. Während die Besucherzahl der Heimspiele oftmals gerade mal an der 8.000er Marke kratzte, bleibt die Übertragung in konkrete Zahlen nicht ungenannt: Thomas Eichin sprach in den letzten Tagen von einem klaffenden Loch von gut 250.000 € in der Clubskasse. Martin Sauerborn steigt für die Kölnische Rundschau noch einmal genauer in die Thematik ein und führt auch den Zusammenhang mit der erneuerten Kritik Eichins am momentanen Spielsystem aus. Einstmals geäußerte Kritik an seiner Position weist jener in einem Zitat auf Hockeyweb.de zurück: Auch in der momentanen Situation, in der die Haie die Liga nun einmal nicht “von oben” betrachten können steht er zu seinen Vorderungen.

“Ich bin bereit, ab morgen um den Abstieg zu spielen, auch wenn wir unten drin stehen”, sagt Eichin.

Unterstützung erhält Eichin auch von Nationaltrainer Krupp, der sich in der Eishockeynews erneut über den übervollen Spielplan beklagt.

Was den Kölner Haien gemäß Sauerborn im oben genannten Artikel nicht gelang, das schaffte der Express: Ein Interview mit Ivan Ciernik bei dessen Besuch in Köln. Wenig redselig, so wie man den Slowaken kennt, äußert er sich zu einem etwaigen Rück-Wechsel nach Köln; offener spricht seine Frau Eva.

Uwe Krupp hat für das Länderspiel gegen Kanada in der LANXESS arena am morgigen Mittwoch Moritz Müller nachnominiert. Müller reiht sich damit ein in das Team, dessen Bestandteil auch die Christoph Ullmann, Philip Gogulla und Moritz Müller sind. Wie berichtet finden sich auch zahlreiche Ex-Haie im Team.

Zu Wort meldete sich auch Doug Mason. Der Bild-Köln erzählt er von seiner Zeit nach der Entlassung in Köln, seiner Einschätzung der Situation der Haie und von seinen Erwartungen an das bevorstehende Turnier. Auch Sauerborn sprach für die Rundschau mit Mason.

Verloren hat die U20-Nationalmannschaft mit den Haien Flaake und Sturm, sowie die Ex-Haie Alexander Oblinger und Marc Wittforth, ihr Spiel gegen Ost-Kanada im Rahmen der 2008 World Junior A Challenge. Bei der 6:3-Niederlage konnte Flaake einen Assist verbuchen.

Nur angemekt soll sein: Was Sauerborn entgangen zu sein scheint, ist die Absage Eichins an die Adresse Benoit Laportes im gestrigen Bonner General Anzeiger.

Oktober 22, 2008

McLlwain, Renz vor Rekord-Spiel, Haie in den DEB-Teams, Legenden-Spiel, Abstimmung, Hockey Europe mit Sitz in Köln

Einmal in der Welt, hält sich die Diskussion über Dave McLlwains Ausflug hinter die Bande auch Tage nach der Partie in der Presse. Chef-Trainer Beddoes scheint sich mit seiner Maßnahme gegenüber der Geschäftsführung der Haie durchzusetzen, so Uwe Bödeker für den Express: McLlwain soll nun wohl doch erneut an der Bande stehen dürfen. Gelegenheit dazu hat er am kommenden Freitag bei der Partie der Haie gegen die gastgebenden Huskies aus Kassel.

DEL-Rekordspieler Andi Renz steht vor einem weiteren numerischen Meilenstein seiner Karriere: Als erster Spieler wird er am kommenden Freitag die Schallmauer von 800 absolvierten DEL-Spielen durchbrechen. Auf eigenen Wunsch hin wird er erst nach der Saison geehrt werden.

Diverse Haie-Spieler wurden vom DEB zu Einsätzen berufen. Zur Junior A Challenge in Camrose, Kanada (1.-11. November) reisen Jerome Flaake und Sören Sturm. Ein Lehrgang der U 16 Nationalmannschaft wird mit den Junghaien Matthias Hornig und Niklas Solder stattfinden. Mit Oliver Mebus und Jannik Moser stehen zwei weitere Haie “auf Abruf” bereit.

Am 31.10.2008 findet in München das “Spiel von Eishockeylegenden” statt. Mit von der Partie auch die Ex-Haie Erich Kühnhackl, sowie Uli Hiemer, der einst als Hai erster westdeutscher Spieler war, der nach Nordamerika wechselte, bevor er lange Jahre für die DEG auf Torejagd ging.

Der Trainerposten der Haie ist Gegenstand der wöchentlichen Umfrage der Eishockeynews. Auf die Frage, ob die Clayton Beddoes die Wende schaffen kann oder die Haie einen erfahrenen Cheftrainer engagieren sollten stehen zwei Antwortmöglichkeiten zur Verfügung.

Die DEL ist Gründungsmitglied der “Hockey Europe”, in welcher die höchsten Spielklassen Finnlands, der Slowakei, Schwedens, der Schweiz sowie der Tschechischen Republik und Deutschlands gegenüber der KHL und NHL positionieren wollen. Bemerkenswert ist, dass der Sitz der neuen Vereinigung Köln sein wird.

Oktober 12, 2008

Niederlagen für das DEL-Team, Gerüchte um Ciernik, Robert Müller und Sören Sturm im Training, DNL-Team das Maß aller Dinge, Kühnhackl mischt die 2. Bundesliga auf

Auch in der vergangenen Woche waren die Haie-Fans wieder einmal sowohl mit überaus positiven, wie auch mit überaus negativen Szenarien konfrontiert.

Wenig Freude bereitet den Haie-Fans in diesen Tagen das Profi-Team der Haie. Auch in Hamburg konnten die Kölner nicht gewinnen, konnten jedoch durch wenigstens phasenweise starke Spielweise immerhin mehrfach Rückstände ausgleichen und durch das Erreichen des Penaltyschießen immerhin einen Punkt mitnehmen. Neben Haie.de und Hamburg-Freezers.de berichten im Blätterwald Frederik Arens für den Express, die Eishockeynews, Ralf Schmitt und Alex von Kuczkowski für die Bild-Hamburg, Hockeyweb.de, der Kölner Stadtanzeiger und die Hamburger Morgenpost.

Vor dem Spiel gegen die Straubing Tigers, die aus Gründen eines Stadionbrandes sowohl ihr Training, als auch ihre Heimspiele in der Donau-Arena in Regensburg austragen müssen, sah Ulrich Bauer für die Bild-Köln bereits die “Letzte Chance für Beddoes“, während Thomas Eichin im Kölner Stadtanzeiger den Durchschnittswert der unter Beddoes errungenen Punkte pro Spiel lobte. Wie in Köln, so ist man auch in Straubing überaus unzufrieden mit dem Saisonstart. Dementsprechend forderte Tigers-Coach Bob Manno auf Hockeyweb.de “Charakter” seines Teams ein. Immerhin erstaunlich: Gegen Köln erhielt der Nummer 1 Kepper der Tigers, Mike Bales, eine Pause, im Kasten gegen die Haie sollte Backup Markus Janka den Vorzug erhalten. In der momentanen Situation mindestens ebenso erstaunlich ein Artikel im Express, gemäß welchem Trygg und Julien zur Ablenkung eine Motorrad-Tour mit Haie-Fans unternahmen.

Das Spiel gegen die Tigers sollte für die Haie Rückschläge auf verschiedenen Ebenen bereithalten. In seinem Statement auf der Pressekonferenz nach der Partie sagte Haie-Cheftrainer Beddoes, dass die Partie in den ersten zehn Minuten verloren wurde. Er könne nicht verstehen, dass sein Team, obwohl man sich über Tage auf eine schnelle, aggressive Spielweise der Straubinger vorbereitet habe, so schlecht in die Partie startete. Tatsächlich zeigten sich die Haie wieder einmal beeindruckt von der aggressiven Spielweise des Gegners, der bereits nach sechs Minuten mit zwei Toren führte. Mit diesem Vorsprung im Rücken zogen die Tigers ein Forechecking auf, welches die Haie zu zahlreichen Fehlern zwang. Eine zu diesem Zeitpunkt unerwartete Wendung nahm die Partie, als die Haie durch einen Doppelschlag in der 14. Spielminute unverhofft zurück in die Partie fanden. Basierte der Anschluss zu einem Großteil auf einen Schlagschuss von Trygg, welcher noch von Marcel Müller im Slot abgefälscht worden war, so zeigte Johnson mit einem schönen Tor in den Winkel wozu er in der Lage sein kann.

Als ein weiterer Rückschlag muss die Verletzung von Bryan Adams gewertet werden, der sich bei einem harten Check des Tigers Wade Skolney eine Platzwunde an der Stirn zuzog, mit mehreren Stichen genäht werden musste und am Spiel nicht mehr teilnahm.

Positiv hingegen, dass die Haie die durch einen unnötigen Stockschlag des Tiger Florian Schnitzer zusätzlich provozierte 5:3-Überzahl erstmals seit mehreren Spielen die Führung in einer Partie übernehmen konnten.

Die Zuversicht in der zweiten Drittelpause war groß, umso enttäuschter muss man sich darüber äußern, dass die Haie die Partie im dritten Drittel selbst aus der Hand gaben. In den ersten Minuten des Drittels konnten die Tigers, noch immer in Unterzahl, einen Pass von Ullmann abfangen, den Konter fahren und ausgleichen. Nachdem die Tigers knapp fünf Minuten später in doppelter Überzahl erneut in Führung gehen konnten, standen die Haie wieder einmal mit leeren Hängen da. Weil man im Angriffsspiel selbst beste Möglichkeiten ausließ (Piros), konnte auch die Herausnahme des Torhüters (Doyle) keinen Ertrag bringen.

Neben dem offiziellen Spielbericht auf Haie.de äußerte sich auch das Straubinger Tagblatt, Johann Farmer für die Bild-Köln, der Express und Hockeyweb.de.

Sein Name wird von der Presse immer wieder im Bezug auf die aktuelle Krise der Haie genannt: Ivan Ciernik, wie berichtet in der KHL alles andere als erfolgreich, soll laut Uwe Bödeker, Otto Krause und Stefan Schaffner für den Express Gegenstand von Verhandlungen um eine Rückkehr nach Köln sein.

Da die Rückkehr meiner Reisegruppe aus Regensburg am gestrigen Samstag in Deutz zufällig auf die Trainingszeit der Profis fiel, ließen wir uns die Gelegenheit auf einen Besuch nicht nehmen. Neu für mich: Neben Robert Müller, der regulär mit dem Team trainierte (freiwilliges Training), war auch Sören Sturm bei einem Sondertraining mit Andy Lupzig anzutreffen. Sorm fällt mit einer Fingerverletzung mehrere Wochen aus und steht den Fishtown Pinguins aus Bremerhaven somit nicht zur Verfügung.

Als Tabellenführer reiste das DNL-Team des KEC am gestrigen Samstag nach Düsseldorf um in dem Eisstadion an der Brehmstraße das rheinische Derby gegen die DEG zu bestreiten und das tat sie wieder einmal sehr erfolgreich. Mit 7:1 konnte das Jugendteam des ewigen Rivalen besiegt und dank der Schützenhilfe aus Landshut erstmals auch nach bereinigter Tabelle die Position des DNL-Spitzenreiters behaupten und ausbauen. Behaupten konnte auch Norman Hauner (drei Tore, einen Assist) seinen Spitzenplatz der Topscorerliste, in derer Top 10 sich inzwischen vier Haie tummeln, was sich letztlich auch in der Statistik ausdrückt: Der KEC hat sowohl die meisten Tore, als auch die wenigsten Gegentore aller DNL-Teams kassiert.

Ebenfalls überaus erfolgreich ist zur Zeit der Sohn des Ex-Meisterhai Erich Kühnhackl: Wie sein berühmter Vater mit der Rückennummer 14 ausgestattet spielt Tom Kühnhackl im Alter von 16 Jahren bei den Landshut Cannibals in der 2. Bundesliga und hat inzwischen in acht Spielen sechs Punkte (drei Tore, drei Assists) gesammelt. Eine Story, die ihm besondere Betrachtung der Eishockeynews (Print), als auch Bild.de einbrachte.

August 9, 2008

Sturm und Flaake bei der U-20 Summer Challange

Im zweiten Spiel der U-20 Summer Challange in Berlin konnte das DEB-Team mit den Haien Sören Sturm und Jerome Flaake den ersten Sieg einfahren. Marc Wittfoth, der ehemalige DNL-Torschützenkönig und DNL-Meister im Trikot des KEC, konnte das 1:0 markieren. Martin Hinterstocker hatte Mitte des zweiten Drittels auf Vorlage von Sören Sturm und Simon Fischhaber in Überzahl die deutsche Fürhung auf 2:0 ausgebaut und die Weichen auf Sieg gestellt. Da die Slowakei im dritten Dritten erst den Anschlusstreffer, dann den Ausgleich erzielen konnte, musste das Penaltyschießen entscheiden. Den Siegtreffer für Deutschland setzte André Huebscher. Weitere Informationen und Stimmen zum Spiel liefert der Bericht auf Hockeyweb.de.
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August 7, 2008

DEB-Auswahl und die Macht der Frauen

Wie Haie.de heute meldete, sind verschiedene Spieler des Gesamtvereins in DEB-Auswahlteams berufen worden. Die U-20 mit den Profis Sören Sturm und Jerome Flaake spielte bereits heute im Rahmen der U-20 Summer Challenge gegen das Auswahlteam Tschechiens und unterlag 4:2.

Auch die Spieler der U-17 spielen ein Turnier in Tschechien, welches jedoch erst ab dem 16.08. startet.
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