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Mai 21, 2009

Notizen: Aspekte einer Kooperation

Sie geistert nun seit einiger Zeit durch die Seiten des Blätterwalds (ich berichtete z.B. hier, hier, da und dort), nach und nach drangen nun einzelne konkretere Aspekte an die Öffentlichkeit: Zeit für ein Update in Sachen Kooperation zwischen den Kölner Haien, den Füchsen Duisburg und dem Herner EV.

Das schwächste Glied in einer Kooperation zwischen drei Clubs ist die Kommunikationsbereitschaft bzw. die Integrierung von Eigen- und Gesamtinteressen. Der dominierenden Figur Ralf Papes auf Seiten Duisburg und Hernes stellen die Kölner Haie in Person von Rodion Pauels einen gewichtigen Gegenpol gegenüber, der ungewöhnlich tief in die Arbeit der anderen Vereine involviert ist. So berichtet Hermann Kewitz für die “Rheinische Post“, dass

der Unternehmer [Ralf Pape] (…) seinen Klub als Sprungbrett für Talente sehen (will). (…) Der Manager der Kölner Haie Rodion Pauels trägt ebenfalls Mitverantwortung für die Füchse. Er schaut auf die Verpflichtung der deutschen Akteure. Ralf Pape macht sich da seine Eigenschaft als Miteigentümer der Haie zunutze.

Betont wird der Ausbildungsgedanke, wie auch die Gegebenheit des Einstieg Papes bei den Kölner Haien. So berichtet auch Friedhelm Thelen in der “NRZ“, dass

der EV Duisburg künftig als Kooperationspartner in der 2. Bundesliga dienen (soll). „Zwei Teams mit Duisburg und Herne in der Oberliga hätten keinen Sinn gemacht, da die dritte Liga für einige Spieler nicht angemessen ist”, so Pape. So werden die Füchse wohl künftig auf einige starke Talente der West-Nachbarn zurückgreifen können. Zudem wird Pape wohl nun im Gegenzug definitiv einer von zehn Gesellschaftern bei den Haien, „wenn dort alle Hausaufgaben erledigt sind”.

Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt nehmen die Haie aktiv Einfluss auf personelle Entscheidungen. Thelen zitiert in einem weiteren Artikel der “NRZ” Ralf Pape mit den Worten:

„Wir haben bei der Trainersuche mehrere Kontakte genutzt. Shannon McNevan kennt ihn gut (…) und auch die Kölner Haie sind von Dumont überzeugt. Er hat den Ruf, sehr gut mit jungen Spielern umgehen zu können.”

Die Betonung der Absprache mit den Haien im Kontext einer so gewichtiger Entscheidungen wie der Besetzung der Cheftrainerposition zeigt, dass die Kooperation von den beteiligten Parteien ernst genommen wird und über bisherige Kooperationsansätze in der vergangenen Saison in Herne weit hinaus geht.

Doch nicht nur für die Füchse, auch für die Haie bzw. einzelne Spieler zeigen sich bereits konkrete Aspekte der Vereinbarungen. So berichtet die “Nordsee-Zeitung“, dass Sören Sturm nicht wie in der vergangenen Saison mit einer Förderlizenz für die Fischtown Penguins aus Bremerhaven auflaufen wird (wenn die Haie in nicht im DEL-Kader einsetzen), sondern im Rahmen der Kooperation zum Einsatz in Duisburg verpflichtet ist.

Das 19-jährige Verteidiger-Talent wird keinen neuen Förderlizenz-Vertrag für Bremerhaven bekommen. Dabei sagt er selbst: „Wenn es nach mir ginge, wäre ich in Bremerhaven geblieben.“
(…)
Hintergrund des erzwungenen Abschieds ist die Kooperation der Kölner Haie mit den Füchsen Duisburg.
(…)
Beide Vereine vereinbarten eine Kooperation, wonach sämtliche Kölner Förderlizenz-Spieler für Duisburg spielen werden – also auch Sören Sturm.

Lässt man Sturms subjektive Perspektive außer Acht, zeigt sich beispielhaft, wie wertvoll die Kooperation in räumlicher Perspektive ist: Spielte Sturm einst aufgrund diverser Kooperationsvereinbarungen in Heilbronn, Essen und Bremerhaven, so weilten andere Kölner Talente z.B. in Herne. Nicht nur die Wege (und somit Fahrzeiten) werden nun im Einsatzfall kürzer, auch spielen die Talente konzentriert an zwei Orten zusammen und können so auch gemeinsam spielerisch reifen.

Ein Beispiel: Wie der EC Peiting bekannt gab, wird Torhüter Stefan Vajs “mit Förderlizenz ausgestattet (…) wohl vor allem bei den Füchsen Duisburg zum Einsatz kommen.” Durch die kurze Strecke zwischen Köln und Duisburg erscheint es denkbar, dass Vajs nicht nur beispielsweise am Spieltag hinter Stammgoalie Lars Weibel die “Bank drückt”, sondern zusätzlich zu einem Einsatz bei den Füchsen käme - wo er mit Verteidiger Sören Sturm und weiteren Fölis der Haie spielen könnte. Eine Perspektive, die durch die Streuung der Fölis über die gesamte Republik bisher unmöglich war.

Februar 21, 2009

Auswärtsspiel

Man hat es ihnen ein wenig gegönnt: Nachdem die Füchse aus Duisburg “den eingefleischten Fans etwas zurückgeben” wollten und für den Rest der Saison Spiele bei freiem Eintritt gewährten, wurde schnell klar, dass u.a. das Spiel gegen die Haie von dieser Regelung ausgenommen und zudem noch jede Karte mit einem “Topspielzuschlag” bedacht wurde. Dementsprechend kamen weit weniger Fans, als sich die Macher der Füchse sich dies ausgerechnet hatten. Hier die Zahlen der letzten Auswärtspartien, wie immer unbereinigt und mit dem aktuellen Schnitt verrechnet. Eine ausführliche und genaue Rechnung erfolgt am Ende der Saison.

13.02.2009: Füchse Duisburg - Kölner Haie:
1,506 Zuschauer / Schnitt: 1,810 Zuschauer | - 304

15.02.2009: Hannover Scorpions - Kölner Haie:
10,025 Zuschauer / Schnitt: 5,363 Zuschauer | + 4,662

17.02.2009: Krefeld Pinguine - Kölner Haie:
4,184 Zuschauer / Schnitt: 4,463 Zuschauer | - 279

20.02.2009: Sinupret IceTigers - Kölner Haie:
5,436 Zuschauer / Schnitt: 4,150 | + 1,289

Insgesamt sorgten die Haie somit bislang in den Arenen der DEL-Kontrahenten für + 22,425 Zuschauer.

Februar 4, 2009

Notizen: Spiel in Duisburg, Offensive und unfreiwilliger Galgenhumor

Spiel in Duisburg: Das nächste Spiel des KEC ist ein Auswärtsspiel, gastgebende Mannschaft werden die Füchse Duisburg sein. Für viel Aufsehen hat das “Überraschungspaket der besonderen Art” gesorgt, welches die Füchse aufgrund ihrer abgeschlagenen Tabellensituation ausgedacht haben:

Dafür haben wir uns ein Quartett an Spielen aus den verbleibenden Begegnungen herausgesucht, die es jeweils zum freien Eintritt im Stehplatzbereich gibt. Wer sitzen möchte, erhält bei diesen ausgesuchten Spielen für 10,- € in der Geschäftsstelle eine Sitzplatzkarte, wobei die Platzwahl frei ist.

Der geneigte Köln-Fan freut sich - zu früh! Denn: Wie Hockeyblogger.de und Eishockey-Blog.com ganz richtig anmerken, gilt die Aktion nicht bei Spielen gegen die rheinischen Drei. Darüber hinaus müssen Besucher dieser Spiele auch gleich noch einen Topspielzuschlag zahlen.

Offensive: Wo ich schon einmal den Hockeyblogger.de bemühe, sei auch ein Hinweis auf dessen kurzen monatlichen Statistikaufarbeitung gestattet. Und als hätte man es nicht geahnt offenbart diese:

Köln hatte die schwächste Offensive mit nur 21 eigenen Treffern

Auch in der Monatstabelle ist Köln abgeschlagen auf dem letzten Platz zu finden.

Unfreiwilliger Galgenhumor: Manchmal passen Pressemitteilungen wie die Faust aufs Auge. In diese Kategorie passt auch die Nachricht, dass die Haie mit der LANXESS arena alle Dauerkarteninhaber mit einer Ehrenkarte der Neue Deutsche Welle-Show “Ich will Spaß!” bedenken.

Ein wenig Spaß haben sich diese dann wohl auch verdient. ;)

Oktober 16, 2008

Sieg gegen Dusiburg, vor dem Spiel gegen Wolfsburg, Verletzte FöLis, Kölner Haie an der Hochschule

Der glanzlose Sieg gegen die Füchse aus Duisburg in der heimischen LANXESS arena bedeutet den dritten Saisonerfolg der Haie. Bewegte Bilder vom Spiel, sowie die Pressekonferenz liefert das NetCologne FanTV, einen kommentierten Spielbericht DEL-TV, Interviews in Video-Form liefert die Streaming Factory für Haie.de.

Neben dem offiziellen Spielbericht auf Haie.de und Ev-Duisburg.de berichten Klaus Offergeld und Daniel Paul für die WAZ über gespendeten Trost der Füchse, Friedhelm Thelen und Thomas Kristaniak für die NRZ über die an den letzten Tabellenplatz zurückgekehrten Füchse, Martin Sauerborn für die Kölnische Rundschau vom Kölner Scheibenglück, Uwe Bödeker und Stefan Schaffner für den Express über Narben-Adams, Ulrich Bauer für die Bild-Köln von scharfschießenden Haien, Hockeyweb.de von dem rheinischen Kellerderby und Christian Oeynhausen für den Kölner Stadtanzeiger vom Vermeiden der ultimativen Blamage.

Vor dem Spiel gegen Wolfsburg sieht Martin Sauerborn für die Kölnische Rundschau “Löcher in den Gedanken” der Haie. Markus Kutscher liefert einen Bericht für newsclick.de über Ex-Hai Kai Hospelt, der gegen Köln endlich treffen möchte, ähnliches berichtet WAZ-online.de. Über einen frustrierten Sebastian Furchner die WAZ-Online ebenso, wie über die Angst der Grizzlys vor den Bluelinern des KEC. Auch EHC-Wolfsburg.de liefert einen kleinen Vorbericht zur Partie.

Zur allgemeinen Situation der Haie äußerten sich Christian Oeynhausen für den Kölner Stadtanzeiger, für den “der gute Eindruck täuscht” und Ulrich Bauer für die BILD-Köln, der die sechs größten Probleme der Haie auf ihrem Weg in die Playoffs aufzeigen möchte. Uwe Bödeker nimmt für den Express die Narbenbildung bei Bryan Adams näher unter die Lupe.

Neben Sören Sturm, über den ich vor einigen Tagen bereits berichtete, hat es auch den an den Herner EV ausgeliehenen Christopher Mauch erwischt. Wie der Herner EV mitteilte, hat er im Spiel des Herner 1b-Teams in Dortmund einen Kieferbruch erlitten und fällt für mehrere Wochen aus.

Während ich am heutigen Donnerstag in der Universität Köln von Hörsaal zu Hörsaal schlenderte, viel mir ein Stand von Allmaxx.de auf, der diverse Haie-Fyler verteilte. Offensichtlich sind die Kölner Haie Partner von Allmaxx.de. Wer also dort registriert ist, kann auch ein Angebot im Bezug auf die Kölner Haie nutzen.

Oktober 13, 2008

Vor dem Spiel gegen Duisburg, Operation bei McLlwain, konkrete Gerüchte um Ciernik und die Sehnsucht nach Hans Zach

Wenn derTabellenletzte aus Köln empfängt am Dienstag Abend die Füchse aus Duisburg empfängt, dann ist die Favoritenrolle umstritten und die Formulierung von einem “Spiel auf Augenhöhe” macht die Runde. Das die LANXESS arena erschreckend viele leere Sitze aufweisen wird ist nicht zu erwarten, beinahe traditionell habt der KEC zum eher gering besuchten Spiel gegen die Füchse die Sportvereine der Umgebung eingeladen, worauf auch Christian Oeynhausen für den Kölner Stadtanzeiger eingeht und in seiner Betrachtung des “Leben im Keller” die Mechanismen des Sports kommentiert. Die Füchse in der Rolle des Außenseiters sieht Daniel Paul in der WAZ, Friedhelm Thelen zitiert in seinem Vorbericht über “Selbstbewusste Füchse” in der NRZ Füchse-Trainer Hegen der hofft, dass die Haie Duisburg unterschätzen und verkrampfen.

Verzichten müssen die Haie bei dem Vorhaben „den nächsten Schritt ins totale Chaos“ zu vermeiden (Rodion Pauels) auf ihren Kapitän Dave McLlwain - und das langfristig. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, wird sich McLlwain einer Bandscheiben-Operation unterziehen.

Wie bereits gestern berichtet machen neuerdings Gerüchte um die Rückkehr des in Russland erfolglosen Ivan Ciernik die Runde. Uwe Bödeker kann in seinem zweiten Bericht zum Thema im Express nichts neues zum Thema beitragen. Von dem Hoffen auf Ciernik berichtet auch die Kölnische Rundschau und der Kölner Stadtanzeiger.

Von der Person Ivan Cierniks als Heilsbringer rückt Ulrich Bauer für die Bild-Köln ab und ruft nun seinerseits nach einem “harten Regenten” und einer Rückkehr von Hans Zach.