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Juni 18, 2009

Was macht eigentlich…?

Travis Scott: Die nach wie vor überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit des ehemaligen Haie-Torhüters weckt offenbar noch immer Begehrlichkeiten bei DEL-Clubs: Die nach dem überraschend erfolgten Karriereende von Metro Stars-Keeper Jamie Storr intensivierte Suche nach einem adäquaten Ersatz führte Lance Nethery auch zu Scott. Nun berichtet die “NRZ“, dass

der gerüchteweise gehandelte Travis Scott (…) allerdings kein Thema [ist]. „Seine Gehaltsvorstellungen sind fernab dessen, was in der DEL realistisch ist”, so der Manager.

Erich Kühnhackl: Wie berichtet, soll Kühnhackl als neuer Sportdirektor der Nachwuchsabteilung der Frankfourt Lions fungieren. Lions-Miteigentümer Siggi Schneider äußerte sich nun in der “Eishockey News” konkreter zu dem neuen Posten:

„Wir sind keine Träumer. Wir wissen, dass es Jahre dauert, bis ein Nachwuchsprogramm greift. Andererseits haben wir im Rhein-Main-Gebiet ein riesiges Potenzial, und das wollen wir nutzen. Der Name Kühnhackl kann uns viele Türen öffnen“

Marc Wittfoth: Das Kölner Eigengewächs und langjährige Junghai Wittfoth wechselt zum Meister der 2. Bundesliga, den Bietigheim Steelers. Aus dem Kölner DNL-Team einst nach Freiburg und später weiter in das Oberliga-Team der Eisbären gewechselt, hat Wittfoth die Haie jedoch nicht vergessen:

„Als ich noch klein war, besuchte ich die Spiele der Haie und hatte ein Fantrikot von Peppi Heiß. Schon damals war es mein Traum, Eishockeyprofi zu werden“

Juni 16, 2009

Nachruf zum Tode Jochem Erlemanns

Sein Name und sein Wirken sind untrennbar mit der Geschichte des Kölner EC verbunden, er formte den KEC zu einem Spitzenclub und stieß als Visionär Prozesse an, die den gesamten Eishockeysport in Deutschland auf eine neue, professionellere Ebene hoben: Am vergangenen Freitag verstarb um 23:55 Uhr Dr. Jochem Erlemann, Präsident des KEC der Jahre 1976 bis 1979.

Von der Finanzwelt als durchgestartetes Talent gefeiert, betrat Erlemann im Sommer 1976 als Laie des Sports für ihn unbekanntes Terrain. Er störte sich nicht an großen Namen und noch größeren Problemen, brachte sich vielfältig ein und sorgte so rasch für regelrechte Erdbeben, die verkrustete Strukturen und festgefahrene Konventionen förmlich hinwegfegten. Er machte es sich zur Aufgabe, die seit 1972 durch Abspaltung vom Kölner EK entstandenen, sportlich jedoch mehr schlecht als recht im unteren Mittelfeld der Tabelle verweilenden “Haie zu einem Vorzeigeclub zu machen.

Eine “bundesweite Eishockey-Entwicklung, die sich im Aufbruch befindet, vom Amateurstatus zum Profitum” sah Erlemann zu Beginn seiner Präsidentschaft. Eine Bruchstelle, an welcher er ansetzte und sich für den KEC als der richtige Mann zur richtigen Zeit erwies.

Sportlicher Erfolg, das anziehende Image des Erfolgreichen und somit auch wirtschaftlicher Erfolg: Für Erlemann war dies eine Gleichung. Über den spektakulären Transfer des Superstars Erich Kühnhackls suchte er dies zu erreichen – und es gelang. Im Windschatten des für 600.000 DM Ablösesumme nach Köln transferierten Kühnhackl errungen die “Haie” bereits im ersten Jahr der Präsidentschaft Erlemanns ihre erste deutsche Meisterschaft (1977) und sorgten auf allen Ebenen für Schlagzeilen. Spektakuläres, erfolgreiches Eishockey, öffentlichkeitswirksamer Protz, Geschichten und Skandälchen lockten nunmehr deutlich mehr Zuschauer, wie auch zahlreiche Prominente auf die Zuschauerränge und etablierten den Eishockeysport in Köln in einer neuen Dimension. Der Kölner EC war “in” und Erlemanns Plan aufgegangen.

Die Entlassung und spätere Wiedereinstellung von Meistertrainer Gerhard Kießling, ein Jahr des sportlichen Mißerfolgs, Spektakuläre Spielerverpflichtungen und letztlich eine weitere souverän errungene deutsche Meisterschaft (1979) mit dem KEC: Auch die beiden weiteren Jahre im Amt des Präsidenten Erlemann waren spektakulär und intensiv.

Doch tut man Erlemann Unrecht, wenn man sein Schaffen in Köln auf das öffentliche Bild in den Medien reduziert. Als Mann der Wirtschaft wusste er zu unterscheiden zwischen Investition und durch sein eigenes Geld finanzierten Prunk. Und genau hier lag die langfristige Bedeutung Erlemanns für den KEC: Er übernahm einen Verein, der sportlich und finanziell in fühlbarer Weite des Abgrunds stand – und hinterließ einen schuldenfreien Club mit deutlich angewachsener Fanbasis, identitätsstifendem sportlichem Erfolg und einem Image.

Den Transfer des Superstars Kühnhackl sah Erlemann stets als gelungene Investition und betonte, dass der “Kühnhackl-Effekt” dem KEC finanziell etwa beim Eintrittskartenverkauf eine Einnahmensteigerung von über einer Million DM bescherte, sportlich und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit jedoch einen noch viel höher zu beziffernden Ertrag einbrachte. Damit dem Verein jedoch zukünftig ein ähnlicher finanzieller Luftsprüng erspart bliebe, etablierte Erlemann ein regelrechtes Farmteam: Die “Blue Lions München”. Hier sollten junge Talente zu gestandenen Spielern reifen können und dann in den Kader der “Haie” transferiert werden.

Neben den gesteigerten Zuschauereinnahmen und dem eigenen in den Verein gesteckten Privatvermögen sorgte Erlemann für ein weiteres Standbein: Während andere Teams den Puck mit blanker Brust jagten, erschloss Erlemann durch den ersten KEC-Trikotsponsor, “Zunft-Kölsch”, eine weitere Einnahmequelle. Auch ein urplötzlich in den Finanzpapieren des Vereins entdeckter Schuldenberg aus vergangenen Jahren warf Erlemann nur kurzzeitig aus der Bahn.

Weg vom Amateursport, der in seiner eigenen Vereinstümelei gefangen zu Reformen unfähig sei, hin zu einer “gut gemanagten Profiliga” – und in “die Köln die Errichtung einer profitablen Eissportarena für 15.000 Zuschauer.” So grotesk Erlemanns Visionen in den 70er Jahren geklungen haben mögen, so nah sind sie an der heutigen Realität.

Der Wirtschaft entstammend betonte Erlemann die Bedeutung der Rechtsform der GmbHs neben dem reinen Verein und mühte sich als einer der Ersten im deutschen Sport an der Umsetzung der einhergehenden – auch personellen – professionellen Strukturen in den Bereichen Geschäftsführung und PR, welche heute als selbstverständlich angesehen werden.

Abrupt war Erlemanns Erscheinen in der Welt des Eishockey, ebenso abrupt verließ er diese Bühne. Die positiven Emotionen, den Spaß am Sport empfand er als unvereinbar mit privaten Problemen und der lebensbedrohlichen Krankheit seines Sohnes Andreas. Die Zeit und Energie, die der Präsident des KEC in seinen Verein investierte, benötigte nun die Familie. Jochem Erlemann war ein Mann der Tat, ein Mann mit Prinzipien und Prioritäten. Seine Entscheidung für die Familie war zu akzeptieren.

Betrachtet man die Zeit der Präsidentschaft Erlemanns vom heutigen Standpunkt aus, so blickt man auf eine Zeit des enormen Umbruchs. Ein Macher, der als Finanzprofi mit den verbliebenen Strukturen eines Sports zwischen Amateur- und Profisport wenig anzufangen wusste, sie überwand und einmal vom Eishockeyvirus befallen unter vollem Einsatz eigener Mittel etwas erschaffen wollte. Spätere Präsidenten des Kölner EC stellten sich gerne in eine Reihe mit Erlemann und erinnerten an ihn. Auch bedeuteten die Jahre 1976-1979 einen Grundstein für eine sportliche Entwicklung der Haie, die kontinuierlich am oberen Ende der Tabelle endete.

Von der Bildfläche des Eishockeys verschwunden, scheint sich Erlemann vom Sport nicht entgültig zurückgezogen zu haben. Mit Stolz erfüllt das Team von Haimspiel.de, dass Erlemann uns noch vor wenigen Wochen sein Lob für die ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Fangemeinde der Haie übermitteln ließ.

Die Geschichte des Kölner Eishockey ist eng verbunden mit den Namen zahlreicher Vordenker und “Macher”, die sich zum Wohle des KEC und des Eishockeysports in Köln mit großem persönlichen Einsatz engagiert haben. In dieser Reihe nimmt Jochem Erlemann eine hervorgehobene Position ein.

Juni 8, 2009

Was macht eigentlich…?

Dimitri Pätzold: Ging seine Karriere von Köln aus einst über Mannheim bis auf die Eisflächen der NHL, war rasch nach seinem Wechsel zurück nach Deutschland klar, dass er in der kommenden Spielzeit das Tor der Panther aus Ingolstadt hüten würde. Dort gab Pätzold der “Neuburger Rundschau” nun ein ausführliches Interview, welches als Video eingesehen werden kann.

Henry Martens: Der ehemalige Jung- und Profi-Hai wird sein Engagement in Iserlohn nicht fortsetzen und wechselt nach Nürnberg.

Erich Kühnhackl: Der Meister-Hai von 1977 und 1979 gilt als einer der wortgewichtigsten Förderer des deutschen Eishockey-Nachwuchses, der mit konstruktiver Kritik an bestehenden Problemen nicht hinter dem Berg hält. Nachdem er überraschend den Posten des DEB-Vizepräsidenten angeboten bekam, kann er sich nun auf einem weiteren Praxisfeld beweisen: Die Frankfurt Lions wird Sportdirekter mit dem Schwerpunkt auf der Nachwuchsarbeit.

Julian Eichinger: Der Junghai, der sich in den vergangenen drei Spielzeiten als feste Größe im DNL-Team des KEC etablieren konnte, wechselt zum EC Peiting in die Oberliga - und damit zu dem Club, welchen der neue Haie-Torhüter Stefan Vajs in der vergangenen Saison bis in das Finale führen konnte.

Tino Boos: In diversen Eishockey-Standorten ist in dieser Sommerpause akute Problemlösung das Gebot - so auch in Hannover. Dort stimmten die Spieler einem Lösungsplan zu, welcher ihr Gehald reduziert, was einen Teil der notwendigen Einsparungen ausmacht. Einer der federführenden Aktuere hierbei war Ex-Hai Tino Boos. Nette Anekdote am Rande: Bei Hans Zach hat sich hinsichtlich Gehaltskürzung wohl niemand anzufragen getraut. ;)

Februar 10, 2009

Was macht eigentlich…?

Peppi Heiss: Der Meisterhai von 1995 sammelt weiter Erfahrung im Trainergeschäft. Heiss, der sich Trainer eines DNL-Teams und natürlich auch als Torwarttrainer seine ersten Sporen verdient hat, übernahm kurzfristig die Arbeit des Cheftrainers vom EHC München, dessen eigentlicher Coach Pat Cortina mit der ungarischen Nationalmannschaft bei der Olympiaqualifikation in Lettland gastierte. Cortina äußerte sich über das Engagement von Heiss und EHC-Manager Christian Winkler, der ebenfalls an der Bande stehen wird, auf der Vereinswebsite.

“Ich wollte unbedingt, dass die beiden es gemeinsam machen. Christian weiß, was zu tun ist, denn er kennt das Team bestens, und Peppi ist ein erfahrener Mann, der mich auch oft im Training auf dem Eis unterstützt. Zudem hat Peppi die Trainer B-Lizenz. Beide werden sich gut ergänzen”

Gegenüber Matthias Würfl (TZ) äußerte sich Peppi hinsichtlich seiner Aufgabe und der potentiellen Zukunft des EHC München in der DEL.

Benefiz-Spiel: Zahlreiche Ex-Haie nahmen an einem Benefiz-Spiel zu Ehren des 40. Vereinsjubiläums des HSV-Eishockey teil. Neben Peppi Heiss auch Erich Kühnhackl wurden auch die Ex-Haie Uli Hiemer, Jörg Mayr und Helmut Steiger eingeladen. Spielberichte zur Partie, welche 13:11 für das Team “Premiere” endete, findet ihr auf Hockeyweb.de und in der Welt; ein Gruppenbild auf HSV-Eishockey.de.

Jason Young: Der Meisterhai von 2002 hängt seine Schlittschuhe noch nicht an den Nagel: Wie die Eishockeynews in der Vorschau auf die kommende Ausgabe berichtet, wird Young den Frankfurt Lions wohl noch zwei Jahre erhalten bleiben.

Frankfurt: Der Kapitän bleibt an Bord
Noch fehlt die Bestätigung, aber Jason Young verlängert seinen Vertrag wohl um zwei Jahre

Dieter Kalt: Wer die für die Olympiaqualifikation entscheidende Partie zwischen Deutschland und Österreich live im TV verfolgen konnte, dem wird Dieter Kalt unzweifelhaft aufgefallen sein. Nicht nur durch sein Tor, auch im gesamten Spiel der Österreicher agierte “C” Kalt als Leitwolf. Auch für die Medien war Kalt zentraler Bezugspunkt, wenn es um die Nationalmannschaft geht: Bericht 1 / Bericht 2.

Januar 26, 2009

Was macht eigentlich…?

Erich Kühnhackl: Der Meisterhai der Jahre 1977 und 1979 hat sich in seiner Kolumne auf Sport1.de zu der wirtschaftlichen Seite der Krise bei den Kölner Haien geäußert. Er schreibt:

Natürlich fragen mich in diesen Tagen einige, wie’s denn nun wohl bei den krisengeschüttelten Haien weitergeht. Ob am Ende gar die Lichter ausgehen in Köln, nachdem Mäzen Heinz-Hermann Göttsch den Geldhahn zugedreht hat?

Ich sage dazu: Niemals! Köln ist und bleibt eine Sport- und Eishockey-Stadt.

Er spannt in dem mit “Krise kann den Nachwuchs stärken” betitelten Artikel den großen Bogen und wünscht sich die Konzentration auf die ertragreiche Nachwuchsförderung als Antwort des Eishockeysports auf die Wirtschaftskrise, welche auch an unserem Lieblingssport nicht ohne Folgen vorbeigehen wird.

Oliver Jonas: Der vermutlich einzige Spieler der Haie, der neben seiner sportlichen Ausbildung erfolgreich einen Biophysik-Masterstudiengang an der Harvard University absolviert hat, hängt seine Schlittschuhe an den Nagel. Jonas, einst aus Berlin nach Köln gewechselt und zusammen mit Thomas Greiss und im folgenden Jahr mit Adam Hauser über zwei Spielzeiten Bestandteil des Kölner Torhütergespanns, welchselte zur Saison 2007-08 nach Wolfsburg, wo er nun seine Karriere beendet.
Jonas begründet seinen Schritt in der WAZ wie folgt:

„Mein Entschluss stand schon länger fest“, erklärt der dreifache Familienvater, dessen ältester Sohn Carsten im Sommer eingeschult wird. „Das wird in den USA sein, denn wir werden nach Boston übersiedeln“, erzählt Jonas, dessen Frau Laura Amerikanerin ist. „Ich werde dort meinen Doktor fertig machen und mir Arbeit suchen“, so der Biophysiker.

Wolfsburgs Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf kommentiert die Entscheidung im Kontext der Vertragsverlängerung von Daniar Dshunussow, sowie der Verpflichtung von Jochen Reimer auf der offiziellen Website der Grizzlys.

“Nachdem ich Oliver über unsere Entscheidungen informiert hatte, teilte er uns bei diesem Gespräch mit, dass er seine Karriere nach dieser Saison beenden möchte. Die Art und Weise wie er uns diese für ihn sicherlich nicht einfache Entscheidung mitteilte, verdient absoluten Respekt und zeichnet ihn gleichzeitig als sehr intelligenten Menschen und Sportler aus. Ich bin mir sicher, er wird bis zu seinem letzten Spiel für die Grizzlys alles daran setzen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen.”

Andrew Verner: Auch der Haie-Torhüter der Jahre 1999 bis 2001 bereitet sich auf ein Leben nach dem aktiven Leistungssport vor. Nach fünf Jahrem im Tor des EC KAC, welcher in der letzten Zeit durch die Verpflichtung von Ex-Hai Travis Scott für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, wechselt Verner in die britischen Elite Ice Hockey League zu den Newcastle Vipers. Dort hütet er nicht nur - durchaus erfolgreich - das Tor, sondern wurde “auch als Co-Trainer von Headcoach Rob Wilson präsentiert” und wird dem Sport also mittelfristig erhalten bleiben.

Oktober 25, 2008

Sieg gegen Kassel, Beddoes und die Haie-Krise, Interviews mit Ciernik, Künhackl und Renz

Die Kölner Haie können auch jenseits der LANXESS arena gewinnen: Nach zwei Heimspiegen und drei Niederlage in der Ferne, bedeutete der gestrige 3:2-Erfolg über den Aufsteiger aus Kassel eine Fortsetzung der positiven Tendenz der letzten Spiele.

Neben dem nüchternen Spielbericht auf Huskies-online.de und jenem der Bild, dominiert vor allem die Thematisierung der Rangelei rund um Todd Warriner und Adams Hauser die Medien. Wird sie im Spielbericht auf Haie.de nur angeschnitten, so titelt Morten Sams für die Kölnische Rundschau zweideutig “Hervorragend geschlagen” und Stefan Schaffner für den Express “Zünftige Keilerei in Kassel“. Gerald Schaumburg berichtet für die HNA von Huskies, die “zu müde für ein Wunder” waren.

Bewegte Bilder vom Spiel liefert Thorsten Kolbe in seinem Video-Bericht für die HNA.

Ein wenig verspätet stellte der KSTA ein Interview von Christian Oeynhausen mit Clayton Beddoes online, in welchem er Stellung zur Haie-Krise nimmt.

Stellung bezog auch Ivan Ciernik, mit dem Nick Seeliger für die Bild-Köln ein Interview führen und ihm folgende Statements entlocken konnte:

“Aber ich habe einen Zwei-Jahresvertrag in Novosbirsk. Ich glaube nicht, dass eine Rückkehr so einfach wird, dass Sibir mich schnell gehen lässt.“

“Wenn ich nach Europa zurück komme, dann nur nach Köln.“

Erich Kühnhackl, der neue Vize-Präsident des DEB, hat sich nach seiner ersten Kritik erneut zur momentanen Lage des deutschen Eishockey geäußert und dabei Unterstützung durch Uwe Krupp erfahren.

Auch nach dem Rekordspiel des Andi Renz bleibt er zunächst ein Thema für die Medien: So hat Manuel Krons Renz für Sport1.de entdeckt und mit ihm ein Interview geführt, wie es Renz in diesen Tage viele geben muss.

Oktober 22, 2008

McLlwain, Renz vor Rekord-Spiel, Haie in den DEB-Teams, Legenden-Spiel, Abstimmung, Hockey Europe mit Sitz in Köln

Einmal in der Welt, hält sich die Diskussion über Dave McLlwains Ausflug hinter die Bande auch Tage nach der Partie in der Presse. Chef-Trainer Beddoes scheint sich mit seiner Maßnahme gegenüber der Geschäftsführung der Haie durchzusetzen, so Uwe Bödeker für den Express: McLlwain soll nun wohl doch erneut an der Bande stehen dürfen. Gelegenheit dazu hat er am kommenden Freitag bei der Partie der Haie gegen die gastgebenden Huskies aus Kassel.

DEL-Rekordspieler Andi Renz steht vor einem weiteren numerischen Meilenstein seiner Karriere: Als erster Spieler wird er am kommenden Freitag die Schallmauer von 800 absolvierten DEL-Spielen durchbrechen. Auf eigenen Wunsch hin wird er erst nach der Saison geehrt werden.

Diverse Haie-Spieler wurden vom DEB zu Einsätzen berufen. Zur Junior A Challenge in Camrose, Kanada (1.-11. November) reisen Jerome Flaake und Sören Sturm. Ein Lehrgang der U 16 Nationalmannschaft wird mit den Junghaien Matthias Hornig und Niklas Solder stattfinden. Mit Oliver Mebus und Jannik Moser stehen zwei weitere Haie “auf Abruf” bereit.

Am 31.10.2008 findet in München das “Spiel von Eishockeylegenden” statt. Mit von der Partie auch die Ex-Haie Erich Kühnhackl, sowie Uli Hiemer, der einst als Hai erster westdeutscher Spieler war, der nach Nordamerika wechselte, bevor er lange Jahre für die DEG auf Torejagd ging.

Der Trainerposten der Haie ist Gegenstand der wöchentlichen Umfrage der Eishockeynews. Auf die Frage, ob die Clayton Beddoes die Wende schaffen kann oder die Haie einen erfahrenen Cheftrainer engagieren sollten stehen zwei Antwortmöglichkeiten zur Verfügung.

Die DEL ist Gründungsmitglied der “Hockey Europe”, in welcher die höchsten Spielklassen Finnlands, der Slowakei, Schwedens, der Schweiz sowie der Tschechischen Republik und Deutschlands gegenüber der KHL und NHL positionieren wollen. Bemerkenswert ist, dass der Sitz der neuen Vereinigung Köln sein wird.

Oktober 16, 2008

Was macht eigentlich…?

Erich Kühnhackl: Der Meisterhai der Jahre 1977 und 1979 ist neuer Vize-Präsident des DEB. Nach seiner aktiven Karriere war Kühnhackl als Trainer dem Eishockey verbunden geblieben und war als Trainer der Straubing Tigers DEL-Gegner der Haie gewesen. Näheres zu seiner Berufung auf DEB-online.de oder auch Hockeyweb.de.

Thomas Greiss: Der gebürtige Bayer, ehemaliger DNL- und DEL-Torhüter der Haie und Round 3, #94 overall Draft der San Jose Sharks im NHL Entry Draft 2004 geht mit seinen Worcester Sharks in seine dritte AHL-Saison. Greiss, der in der vergangenen Saison bereits zu seinem ersten NHL-Einsatz gekommen war, ist der Starting-Goalie der Sharks, die in der Breite als recht schwach bewertet werden. Im ersten Saisonspiel setzte es bei den Lowell Devils eine 4:6-Niederlage, Greiss konnte von 34 Schüssen 28 abwehren.

Dimitri Pätzold: Wie Thomas Greiss, so trug auch Pätzold sowohl das DNL-, als auch das DEL-Trikot der Haie und wie Greiss ging er als Draft-Pick der San Jose Sharks in die nordamerikanische Minor-Leagues. Nachdem in der vergangenen Saison deutlich wurde, dass Greiss im Team den Vorzug gegenüber Pätzold erhalten würde, verließ dieser die Sharks und versuchte in der KHL Fuß zu fassen. Aus “persönlichen Gründen” hat er nun seinen Vertrag in Russland aufgelöst und wird ab sofort die Hannover Scorpions unter Cheftrainer Hans Zach verstärken.

Oktober 12, 2008

Niederlagen für das DEL-Team, Gerüchte um Ciernik, Robert Müller und Sören Sturm im Training, DNL-Team das Maß aller Dinge, Kühnhackl mischt die 2. Bundesliga auf

Auch in der vergangenen Woche waren die Haie-Fans wieder einmal sowohl mit überaus positiven, wie auch mit überaus negativen Szenarien konfrontiert.

Wenig Freude bereitet den Haie-Fans in diesen Tagen das Profi-Team der Haie. Auch in Hamburg konnten die Kölner nicht gewinnen, konnten jedoch durch wenigstens phasenweise starke Spielweise immerhin mehrfach Rückstände ausgleichen und durch das Erreichen des Penaltyschießen immerhin einen Punkt mitnehmen. Neben Haie.de und Hamburg-Freezers.de berichten im Blätterwald Frederik Arens für den Express, die Eishockeynews, Ralf Schmitt und Alex von Kuczkowski für die Bild-Hamburg, Hockeyweb.de, der Kölner Stadtanzeiger und die Hamburger Morgenpost.

Vor dem Spiel gegen die Straubing Tigers, die aus Gründen eines Stadionbrandes sowohl ihr Training, als auch ihre Heimspiele in der Donau-Arena in Regensburg austragen müssen, sah Ulrich Bauer für die Bild-Köln bereits die “Letzte Chance für Beddoes“, während Thomas Eichin im Kölner Stadtanzeiger den Durchschnittswert der unter Beddoes errungenen Punkte pro Spiel lobte. Wie in Köln, so ist man auch in Straubing überaus unzufrieden mit dem Saisonstart. Dementsprechend forderte Tigers-Coach Bob Manno auf Hockeyweb.de “Charakter” seines Teams ein. Immerhin erstaunlich: Gegen Köln erhielt der Nummer 1 Kepper der Tigers, Mike Bales, eine Pause, im Kasten gegen die Haie sollte Backup Markus Janka den Vorzug erhalten. In der momentanen Situation mindestens ebenso erstaunlich ein Artikel im Express, gemäß welchem Trygg und Julien zur Ablenkung eine Motorrad-Tour mit Haie-Fans unternahmen.

Das Spiel gegen die Tigers sollte für die Haie Rückschläge auf verschiedenen Ebenen bereithalten. In seinem Statement auf der Pressekonferenz nach der Partie sagte Haie-Cheftrainer Beddoes, dass die Partie in den ersten zehn Minuten verloren wurde. Er könne nicht verstehen, dass sein Team, obwohl man sich über Tage auf eine schnelle, aggressive Spielweise der Straubinger vorbereitet habe, so schlecht in die Partie startete. Tatsächlich zeigten sich die Haie wieder einmal beeindruckt von der aggressiven Spielweise des Gegners, der bereits nach sechs Minuten mit zwei Toren führte. Mit diesem Vorsprung im Rücken zogen die Tigers ein Forechecking auf, welches die Haie zu zahlreichen Fehlern zwang. Eine zu diesem Zeitpunkt unerwartete Wendung nahm die Partie, als die Haie durch einen Doppelschlag in der 14. Spielminute unverhofft zurück in die Partie fanden. Basierte der Anschluss zu einem Großteil auf einen Schlagschuss von Trygg, welcher noch von Marcel Müller im Slot abgefälscht worden war, so zeigte Johnson mit einem schönen Tor in den Winkel wozu er in der Lage sein kann.

Als ein weiterer Rückschlag muss die Verletzung von Bryan Adams gewertet werden, der sich bei einem harten Check des Tigers Wade Skolney eine Platzwunde an der Stirn zuzog, mit mehreren Stichen genäht werden musste und am Spiel nicht mehr teilnahm.

Positiv hingegen, dass die Haie die durch einen unnötigen Stockschlag des Tiger Florian Schnitzer zusätzlich provozierte 5:3-Überzahl erstmals seit mehreren Spielen die Führung in einer Partie übernehmen konnten.

Die Zuversicht in der zweiten Drittelpause war groß, umso enttäuschter muss man sich darüber äußern, dass die Haie die Partie im dritten Drittel selbst aus der Hand gaben. In den ersten Minuten des Drittels konnten die Tigers, noch immer in Unterzahl, einen Pass von Ullmann abfangen, den Konter fahren und ausgleichen. Nachdem die Tigers knapp fünf Minuten später in doppelter Überzahl erneut in Führung gehen konnten, standen die Haie wieder einmal mit leeren Hängen da. Weil man im Angriffsspiel selbst beste Möglichkeiten ausließ (Piros), konnte auch die Herausnahme des Torhüters (Doyle) keinen Ertrag bringen.

Neben dem offiziellen Spielbericht auf Haie.de äußerte sich auch das Straubinger Tagblatt, Johann Farmer für die Bild-Köln, der Express und Hockeyweb.de.

Sein Name wird von der Presse immer wieder im Bezug auf die aktuelle Krise der Haie genannt: Ivan Ciernik, wie berichtet in der KHL alles andere als erfolgreich, soll laut Uwe Bödeker, Otto Krause und Stefan Schaffner für den Express Gegenstand von Verhandlungen um eine Rückkehr nach Köln sein.

Da die Rückkehr meiner Reisegruppe aus Regensburg am gestrigen Samstag in Deutz zufällig auf die Trainingszeit der Profis fiel, ließen wir uns die Gelegenheit auf einen Besuch nicht nehmen. Neu für mich: Neben Robert Müller, der regulär mit dem Team trainierte (freiwilliges Training), war auch Sören Sturm bei einem Sondertraining mit Andy Lupzig anzutreffen. Sorm fällt mit einer Fingerverletzung mehrere Wochen aus und steht den Fishtown Pinguins aus Bremerhaven somit nicht zur Verfügung.

Als Tabellenführer reiste das DNL-Team des KEC am gestrigen Samstag nach Düsseldorf um in dem Eisstadion an der Brehmstraße das rheinische Derby gegen die DEG zu bestreiten und das tat sie wieder einmal sehr erfolgreich. Mit 7:1 konnte das Jugendteam des ewigen Rivalen besiegt und dank der Schützenhilfe aus Landshut erstmals auch nach bereinigter Tabelle die Position des DNL-Spitzenreiters behaupten und ausbauen. Behaupten konnte auch Norman Hauner (drei Tore, einen Assist) seinen Spitzenplatz der Topscorerliste, in derer Top 10 sich inzwischen vier Haie tummeln, was sich letztlich auch in der Statistik ausdrückt: Der KEC hat sowohl die meisten Tore, als auch die wenigsten Gegentore aller DNL-Teams kassiert.

Ebenfalls überaus erfolgreich ist zur Zeit der Sohn des Ex-Meisterhai Erich Kühnhackl: Wie sein berühmter Vater mit der Rückennummer 14 ausgestattet spielt Tom Kühnhackl im Alter von 16 Jahren bei den Landshut Cannibals in der 2. Bundesliga und hat inzwischen in acht Spielen sechs Punkte (drei Tore, drei Assists) gesammelt. Eine Story, die ihm besondere Betrachtung der Eishockeynews (Print), als auch Bild.de einbrachte.