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Januar 24, 2009

Notizen: Die “jungen Wilden”

Die Augsburger Presse hatte gut lachen: Während die Kölner Haie die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte spielen, finden sich die Augsburger Panther auf einem aussichtsreichen Tabellenplatz wieder - weit über den Haien. Eine in den letzten Jahren seltene Situation, in der sich Milan Sako, Redakteur der Augsburger Allgemeinen dazu berufen fühlte Seite an Seite mit Panther-Manager Max Fedra die Saisonprobleme der Haie aus der Ferne zu analysieren. Ein Fazit:

Künftig will man auf jüngere und dynamische Spieler setzten. “Das haben uns andere vorgemacht”, merkt Eichin an und dürfte damit auf die Augsburger schielen, die sowohl bei den Deutschen als auch bei den Ausländern auf die Jugend setzen.

Bezeichnenderweise waren es die Nachwuchsspieler der Haie, die in der nachfolgenden Partie eine hervorragende Leistung ablieferten und sich zahlreiche “Sporen verdienten”. Ausgerechnet der ehemaliger Augsburger Jerome Flaake war es dann auch, der den Treffer zum entscheidenden 3:2 für die Kölner Haie erzielte. Für Flaake, der einst aufgrund erhofft besseren Talentförderung von dem Augsburger in den Kölner Nachwuchs wechselte und eine dominierende Rolle im Kölner DNL-Team spielte, war es bereits der zweite Siegtreffer der Saison.

Seinen laut DEL.org ersten Punkt als Profi erzielte am gestrigen Abend Marcel Ohmann, der zugleich zweitbester Scorer der DNL ist und als einer der “Gitter-Spieler” - sein Vollvisier wird er erst mit seinem 18. Geburtstag ablegen dürfen - die Fans der Haie seit Wochen mit seinem forschen Spiel begeistert.

Nachdem Sören Sturm statt beim Derby gegen die MetroStars aus Düsseldorf auf eigenen Wunsch im Rahmen seiner Förderlizenz für die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven in der Partie gegen die Heilbronner Falken auflief und ein Tor erzielen konnte, war er beim gestrigen Spiel der Haie gegen die Panther wieder mit von der Partie - und konnte erneut punkten: Der DNL-Meister von 2007 erzielte seinen zweiten Punkt (1T/1A) in Punktspielen der Haie.

Den Ausgleich und damit seinen neunten Saisonpunkt erzielte Alexej Dmitriev. Der 23jährige wird somit die aktuelle Saison als seine statistisch beste DEL-Saison seiner noch jungen Karriere beenden.

Dies gilt ebenfalls für den gebürtigen Berliner Marcel Müller, der am gestrigen Abend zwei Treffer erzielen konnte. Seine Saisontreffer acht und neun bedeuteten seinen zweiter Doppelpack der Saison, beide Male erzielte er innerhalb von zwei Spielen drei Tore.

Man vergisst es ob seiner Stärke immer wieder, aber auch Philip Gogulla, Jahrgang 1987, zählt eigentlich auch noch zu den “jungen Wilden”. Gogulla indes ist längst über alle Zweifel erhaben: Der zweitbeste Scorer der Haie hat in seiner fünften Profi-Saison so viele DEL-Tore geschossen, wie nie zuvor. Sein gestriger Assist hat ihn in der DEL-Topscorerliste auf Platz 41 gehoben. Was zunächst wenig beeindruckend erscheint, wird durch sein Alter relativiert: Es gibt keinen Spieler seines Jahrgangs, der in der Liste vor ihm steht.

Auswärtsspiel: Hamburg, Düsseldorf, Augsburg

Aus finanzieller Sicht dürfte Boris Capla, Manager der Hamburg Freezers, das letzte Gastspiel der Kölner Haie in Hamburg in schlechter Erinnerung haben: Gerade einmal 5,153 Zuschauer, fast 2000 weniger als zu diesem Zeitpunkt in Hamburg üblich, wollten das Spiel am 07.10.2008 in der Color Line Arena sehen.

Am 09.01.2009 war es dann wieder soweit und neben den TV-Zuschauern des live übertragenden Senders Eurosport strömten die Zuschauer wieder: 9,369 Hamburger und Kölner Fans füllte die Arena beachtlich.

07.10.2008, Hamburg Freezers - Kölner Haie
9,369 Zuschauer / Schnitt: 7,677 | + 1962

“Derby-Kracher: Haie reißen DEG raus”, so titelte Otto Krause für den Express und meinte wiederum die Zuschauerzahl. Nach bisher finanziell enttäuschender Saison (”„Die Zeiten sind nicht rosig”, sagt Schmellenkamp, nachdem zuletzt gegen Traditionsklub Augsburg am vergangenen Freitagabend bescheidene 5022 Fans anwesend waren. „Da kommt manchmal auch schon die Frage hoch, wie lange wir uns noch Eishockey im Dome auf diesem Level werden leisten können.”) werden die 12,765 Zuschauer des Abends in Düsseldorf mit Freude registriert worden sein.

18.01.2009, DEG MetroStars - Kölner Haie
12,765 Zuschauer / Schnitt 6,107 | + 6658

Den ersten Sieg im Curt-Frenzel-Stadion zu Augsburg seit einer gefühlten Ewigkeit konnten die Haie am gestrigen Freitag verbuchen. 4,508 Zuschauer sahen den 5:2-Sieg der Haie, bei welchem der einst beim Augsburger EV spielende Jerome Flaake das Siegtor zum 3:2 erzielte.

23.01.2009, Augsburger Panther - Kölner Haie
4,508 Zuschauer / Schnitt 3,630 | + 878

Fazit: Zu diesem Zeitpunkt der Saison haben die Kölner Haie in 20 Auswärtsspielen 15 mal für mehr Zuschauer als im jeweiligen Durchschnitt gesorgt, 5 mal war dies nicht der Fall. Insgesamt sorgten die Haie gegenüber dem aktuellen (unbereinigten = inkl. der Partien gegen den KEC) Durchschnitt ligaweit für + 17,057 Zuschauer.

Oktober 21, 2008

Wirbel um McLlwains Aushilfsjob

Als Christian Oeynhausen für den Kölner Stadtanzeiger am Tag nach dem Spiel gegen die Augsburger Panther die Rolle Dave McLlwains beleuchtete, da schrieb er vom ersten

“Sieg unter dem neuen Cheftrainer Dave McLlwain - so jedenfalls sah das aus, als der 41 Jahre alte Kapitän der Haie, nach einer Bandscheiben-Operation noch nicht spielfähig, auf der Spielerbank stehend im Anzug den Platz in der Mitte einnahm, die Hände verschränkt, Anweisungen gebend”

und stellte sich mit dieser Position gegen die gesamte restliche Presse, die nur Positives zu berichten hatte.

Bruchstellen sind immer medienträchtig und so holt der Blätterwald heute nach, was er gestern unterließ: Martin Sauerborn fragte für die Kölnische Rundschau noch einmal bei Rodion Pauels nach und konnte diesem neben einem Statement zur Problematik auch weitere interessante Zitate entlocken. In seinem Kommentar stilisiert er Beddoes dann zum “Gutmensch“, der, wenn er “um seine Chance kämpft, Cheftrainer der großen Kölner Haie zu bleiben” sich “nicht derart selbst das Wasser abgraben” dürfe. Eine bemerkenswerte Einschätzung, hatte er doch noch gestern von der Erfolgsgeschichte rund um “McLlwains Motivationshilfe”.

Auch Uwe Bödeker und Stefan Schaffner vom Express haben bei den Verantworlichen der Kölner nachgefragt und können einige Zitate von Pauels und Eichin, sowie auch von Dave McLlwain anbringen.

Christian Oeynhausen sieht für den Kölner Stadtanzeiger, dass “die beste Saisonleistung nun zum Teil und offenbar auch zu Recht dem Kapitän zugeschrieben werden” darf, kann ebenfalls mit weiterführenden Zitaten aufwarten und geht davon aus, dass McLlwain “am Freitag beim Spiel in Kassel wohl gar nicht oder dezent auf der Bank auftauchen” wird.

Die Eishockeynews berichtet nur knapp über die Situation und kann keine neuen Erkenntnisse einbringen.

Oktober 20, 2008

DEL-Team siegt gegen Augsburg, DNL-Team festigt Tabellenführung

Der bislang höchste Saisonsieg bedeutet gleichzeitig den zweiten Sieg in Folge für die Kölner Haie. Über den 6:1-Heimerfolg über die Augsburg Panther berichtet Robert Müller, der als Gastautor für den Express seine Sicht des Spiels beschreibt, sowie Haie.de, Christian Oeynhausen für den Kölner Stadtanzeiger, welcher die Rolle des “Co-Trainers Dave McLlwain kritisch beleuchtet, Martin Sauerborn für den Kölnische Rundschau, Hockeyweb.de und die Augsburger Allgemeine.

Bewegte Bilder vom Spiel, sowie die Pressekonferenz liefert das NetCologne FanTV, einen kommentierten Spielbericht im Laufe des Tages dann auch DEL-TV. Auch die Spielerinterviews der Streaming Factory sind noch nicht fertig und werden im Laufe des Tages online gestellt werden.

Den ersten Tabellenplatz festigen konnte das DNL-Team des KEC. Mit dem 8:2-Sieg gegen den Tabellenletzten aus Krefeld fuhr der KEC bereits den 12. Sieg im 14. Spiel ein und somit liegt drei Punkte vor dem Serienmeister aus Heilbronn/Mannheim. Norman Hauner musste seinen Platz an der Spitze der Topscorer-Wertung räumen, ist jedoch nach wie vor der beste Torschütze der Liga. Der gebürtige Augsburger Sebastian Kinader hingegen konnte sich an Platz eins der Torhüterwertung (GTS) setzen.

Ein Artikel des Express zeigt auch auf, welche Funktion Ex-Hai Erich Kühnhackl in seiner Prozesse als neuer Vizepräsident des DEB in Gang setzen soll.

„Es muss etwas geändert werden, da sind wir uns alle einig“, sagt der Bronzemedaillengewinner von 1976. Vor allem der Doping-Fall Florian Busch und die Affäre um den nicht spielberechtigten Deutschkanadier Jason Holland hatten bei der WM für Negativschlagzeilen gesorgt. Kühnhackl: „Ich bin 100-prozentig sicher, dass so etwas nicht mehr passiert.“

Mehr dazu im entsprechenden Artikel.

Oktober 19, 2008

Vor dem Spiel gegen Augsburg, DNL-Team behauptet Spitzenposition

Vor der Partie gegen die Augsburg Panther in der heimischen LANXESS arena raschelt der Blätterwald nur geringfügig. Lediglich Uwe Bödecker zieht für den Express unter dem Titel “Die Haie-Krise. Beddoes weiter im Amt.” sein allwöchentliches aufbereitetes Fazit der gegebenen Situation und kann Thomas Eichin erneut entlocken, dass die Haie nach wie vor darauf setzen, den bestehenden Kader “wachzurütteln”. Interessant vor allem sein Fazit am Ende des Artikels: Gesellschafter Göttsch und die Sponsoren der Haie würden “bei den Haien immer auf die Karte Erfolg” setzen; es sei nicht zu erwarten, dass die Haie eine Krisensaison unbeschadet überstehen würden. Welche Konsequenzen Bödecker fürchtet, führt er nicht näher aus. Der bereits einige Tage alte Vorbericht auf Haie.de ist im Bezug auf den Verweis auf die für die Partie ausfallenden Dave McLlwain und Robert Müller noch aktuell. Erinnert werden soll auch an die Frühbucheraktion der Kölner Haie, welche beim heutigen Spiel gegen die Panther in ihre zweite Phase geht.

Wer das Spiel nicht in der Arena verfolgen kann, dem sei wie immer das Live-Radio auf Haimspiel.de empfohlen. Kommentieren werden die heutige Partie Uwe Schipplock und Steffen Thaut. Live berichtet ebenfalls wie immer der NetCologne NetTicker auf Haie.de.

Nachtragen muss ich noch den gestrigen 8:2-Sieg des DNL-Spitzenreiters aus Köln im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Iserlohn. Das DNL-Team des KEC bleibt somit in der heimischen KölnArena 2 in dieser Saison ungeschlagen. In gut zehn Minuten beginnt die Partie des KEC beim Schlusslicht aus Krefeld.