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Mai 21, 2009

Notizen: Aspekte einer Kooperation

Sie geistert nun seit einiger Zeit durch die Seiten des Blätterwalds (ich berichtete z.B. hier, hier, da und dort), nach und nach drangen nun einzelne konkretere Aspekte an die Öffentlichkeit: Zeit für ein Update in Sachen Kooperation zwischen den Kölner Haien, den Füchsen Duisburg und dem Herner EV.

Das schwächste Glied in einer Kooperation zwischen drei Clubs ist die Kommunikationsbereitschaft bzw. die Integrierung von Eigen- und Gesamtinteressen. Der dominierenden Figur Ralf Papes auf Seiten Duisburg und Hernes stellen die Kölner Haie in Person von Rodion Pauels einen gewichtigen Gegenpol gegenüber, der ungewöhnlich tief in die Arbeit der anderen Vereine involviert ist. So berichtet Hermann Kewitz für die “Rheinische Post“, dass

der Unternehmer [Ralf Pape] (…) seinen Klub als Sprungbrett für Talente sehen (will). (…) Der Manager der Kölner Haie Rodion Pauels trägt ebenfalls Mitverantwortung für die Füchse. Er schaut auf die Verpflichtung der deutschen Akteure. Ralf Pape macht sich da seine Eigenschaft als Miteigentümer der Haie zunutze.

Betont wird der Ausbildungsgedanke, wie auch die Gegebenheit des Einstieg Papes bei den Kölner Haien. So berichtet auch Friedhelm Thelen in der “NRZ“, dass

der EV Duisburg künftig als Kooperationspartner in der 2. Bundesliga dienen (soll). „Zwei Teams mit Duisburg und Herne in der Oberliga hätten keinen Sinn gemacht, da die dritte Liga für einige Spieler nicht angemessen ist”, so Pape. So werden die Füchse wohl künftig auf einige starke Talente der West-Nachbarn zurückgreifen können. Zudem wird Pape wohl nun im Gegenzug definitiv einer von zehn Gesellschaftern bei den Haien, „wenn dort alle Hausaufgaben erledigt sind”.

Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt nehmen die Haie aktiv Einfluss auf personelle Entscheidungen. Thelen zitiert in einem weiteren Artikel der “NRZ” Ralf Pape mit den Worten:

„Wir haben bei der Trainersuche mehrere Kontakte genutzt. Shannon McNevan kennt ihn gut (…) und auch die Kölner Haie sind von Dumont überzeugt. Er hat den Ruf, sehr gut mit jungen Spielern umgehen zu können.”

Die Betonung der Absprache mit den Haien im Kontext einer so gewichtiger Entscheidungen wie der Besetzung der Cheftrainerposition zeigt, dass die Kooperation von den beteiligten Parteien ernst genommen wird und über bisherige Kooperationsansätze in der vergangenen Saison in Herne weit hinaus geht.

Doch nicht nur für die Füchse, auch für die Haie bzw. einzelne Spieler zeigen sich bereits konkrete Aspekte der Vereinbarungen. So berichtet die “Nordsee-Zeitung“, dass Sören Sturm nicht wie in der vergangenen Saison mit einer Förderlizenz für die Fischtown Penguins aus Bremerhaven auflaufen wird (wenn die Haie in nicht im DEL-Kader einsetzen), sondern im Rahmen der Kooperation zum Einsatz in Duisburg verpflichtet ist.

Das 19-jährige Verteidiger-Talent wird keinen neuen Förderlizenz-Vertrag für Bremerhaven bekommen. Dabei sagt er selbst: „Wenn es nach mir ginge, wäre ich in Bremerhaven geblieben.“
(…)
Hintergrund des erzwungenen Abschieds ist die Kooperation der Kölner Haie mit den Füchsen Duisburg.
(…)
Beide Vereine vereinbarten eine Kooperation, wonach sämtliche Kölner Förderlizenz-Spieler für Duisburg spielen werden – also auch Sören Sturm.

Lässt man Sturms subjektive Perspektive außer Acht, zeigt sich beispielhaft, wie wertvoll die Kooperation in räumlicher Perspektive ist: Spielte Sturm einst aufgrund diverser Kooperationsvereinbarungen in Heilbronn, Essen und Bremerhaven, so weilten andere Kölner Talente z.B. in Herne. Nicht nur die Wege (und somit Fahrzeiten) werden nun im Einsatzfall kürzer, auch spielen die Talente konzentriert an zwei Orten zusammen und können so auch gemeinsam spielerisch reifen.

Ein Beispiel: Wie der EC Peiting bekannt gab, wird Torhüter Stefan Vajs “mit Förderlizenz ausgestattet (…) wohl vor allem bei den Füchsen Duisburg zum Einsatz kommen.” Durch die kurze Strecke zwischen Köln und Duisburg erscheint es denkbar, dass Vajs nicht nur beispielsweise am Spieltag hinter Stammgoalie Lars Weibel die “Bank drückt”, sondern zusätzlich zu einem Einsatz bei den Füchsen käme - wo er mit Verteidiger Sören Sturm und weiteren Fölis der Haie spielen könnte. Eine Perspektive, die durch die Streuung der Fölis über die gesamte Republik bisher unmöglich war.

Mai 18, 2009

Notizen: Zukunft der DNL

Ein kleiner Happen für alle diejenigen, die sich fragen, was eigentlich aus der Randnotiz von Anfang März geworden ist, wonach die Altersgrenze der DNL angehoben werden soll.

Nun, im Zuge des Austiegsverzichts des EV Füssen ist erneut ein kleiner Fetzen des - inzwischen wohl näher ausgearbeiteten - Konzeptes an die Oberfläche gespült worden. So schreiben die Füssener in ihrer Verzichtserklärung:

Auch hält der Verein nicht viel von der jetzigen DNL im Jugendbereich, in dem die DNL nicht richtig angesiedelt ist. Dass dies auch der DEB erkannt hat, zeigt sich in dem vom DEB neu ausgearbeiteten Konzept, welches vorsieht, die Altersklassen ab der Saison 2010/2011 dahingehend abzuändern, dass die DNL in den Juniorenbereich (U 17 bis U 20) eingegliedert wird und danach gleich die Schüler (U 15/U 16) kommen sollen. Aus der DNL, Jugend und Junioren mit jetzt fünf Ligen wird dann eine bundesweite Junioren-DNL sowie eine Liga tiefer die Junioren-DNL Süd und Junioren-DNL Nord, also nur mehr drei Ligen für den Altersbereich U 17 bis U 20.

Für diese absolut sinnvolle Änderung ist allerdings ein Beschluss in der DEB-Mitgliederversammlung erforderlich.

Nun werden solche Ideen nur selten so heiß gegessen, wie sie gekocht werden. Letztlich zeigt dieser Strukturschnipsel immerhin, dass das aktuelle Konzept der DNL auf dem Abstellgleis steht und ein neues Konzept in weiter fortgeschritten ist, als nur in wagen Grundaspekten benannt worden zu sein.

Mai 16, 2009

Was macht eigentlich…?

Doug Mason: Der Ex-Trainer der Haie ist nun auch medial in seiner neuen Wirkungsstätte Mannheim angekommen. Wie überall, so ist man auch dort um markige Sätze für die Schlagzeilen der Presse bemüht, aber auch um Statements zu seinem vorherigen Engagement.

So sieht Mason durch die Entlassung seine Reputation nicht gefährdet:

Der Rausschmiss in Köln im Herbst letzten Jahres ist abgehakt, versichert Mason: „Auf der ganzen Welt gibt es Top-Trainer, die mindestens einmal entlassen worden sind.“

Auf “Morgenweb.de” sieht er seine Entlassung pragmatisch und macht seine Ziele deutlich:

“Was hinter mir liegt, ist völlig egal. Das Einzige, was jetzt zählt, sind die Adler Mannheim.” Nach seiner Entlassung habe er die Akkus aufladen können.

(…)

“Ich gebe Talenten eine Chance. Es gibt nichts Schöneres, als mit jungen, hungrigen Spielern zu arbeiten”, betont Mason

Auch in der “Rheinpfalz” geht Mason noch einmal auf den KEC ein:

Vergangene Saison verschlissen die Kölner Haie drei Trainer - sie waren der Erste. War das Team untrainierbar?

Nein, das war eine gute Mannschaft. Der Verein hat bei mir die falsche Entscheidung getroffen. Es gab Möglichkeiten, den Erfolg zurückzuholen.

Thomas Greiss: Letztlich sind sie doch ausgeschieden, dass die Worcester Sharks aber durchaus erfolgreiche Playoffs spielten, ist zu einem großen Anteil der Verdienst von Thomas Greiss.

Ein kurzer Rückblick: Nach einer durchwachsenen Saison kam Greiss genau zu den Playoffs richtig in Fahrt, erzielte im letzten Spiel der Regular Season seinen ersten Shutout in Nordamerika. Es folgte sein erster Sieg in einem Playoff-Spiel in Nordamerika, sein erster Shutout in einer Playoff-Partie (in …), das Erreichen der zweiten Playoff-Runde nach 0:2-Rückstand nach Spielen - und auch eine starke Leistung in der zweiten Runde. Letztlich hat es dann doch nicht gereicht. Lesenswert am Rande: Eien Einschätzung der Top20-Prospects der Sharks seitens eines US-Bloggers.

Timo Pielmeier: Wie Greiss, so ist auch Timo Pielmeier aus den Playoffs ausgeschieden. Mit seinen Shawinigan Cataractes war er weit gekommen, musste sich aber letztlich in der Finalserie mit 3:4-Siegen Drummondville knapp geschlagen geben.

Mai 12, 2009

Vorbereitung 2009/10

Obwohl noch nicht auf Haie.de publiziert, stehen offenbar doch einige Spiele der Saisonvorbereitung der Kölner Haie fest. Die im Netz kursierenden Termin stets Quelle habe ich hier gelistet.

08.08.09, ?? Uhr: Hannover Indians - Kölner Haie (Hockeyweb.de)

09.08.09, 15:00 Uhr: Kölner Haie - Hamburg Freezers (Hockeyweb.de)

14.-16.08.09, Dolomitencup mit dem EV Zug, den Black Wings Linz und der italienische Nationalmannschaft (Haie.de)

23.08.09, 16:00 Uhr Frankfurt Lions – Kölner Haie (frankfurt-lions.de)

28.08.09, 19:30 Uhr: Iserlohn Rooster – Kölner Haie (Hockeyweb.de)

30.08.09, ?? Uhr: Nürnberg Ice Tigers - Kölner Haie (IceTigers.de)

Außerdem: ??.08.09, Trainingslager in Füssen, zwei Testspiele gegen Awangard Omsk (Express)

Mai 5, 2009

Notizen: Vorboten der neuen Saison

Die Zeichen der Zeit stehen auf Neuanfang und nicht nur die Verpflichtungen von Stefan Vajs und Ivan Ciernik verdienen Aufmerksamkeit.

Premium-Partner: Die Sparkasse KölnBonn ist offenbar neuer Premium-Partner der Kölner Haie - und wird bei der offiziellen Auflistung der Partner auf Haie.de bereits als solcher geführt.

Erstes öffentliches Training: Haie.de berichtete bereits über die Planungen der ersten Tage des Sommertrainings und morgen steht ein besonderer Termin an: Das erste öffentliche Eistraining! Ab 17:30 Uhr in der KölnArena 2 gilt es nun also, die anwesenden Spieler, wie auch unseren neuen Trainer Pavlov (wieder) in Köln zu begrüßen.

Twitter: Wie bereits angemerkt schreibe nicht nur ich, sondern auch die Kölner Haie in Person von Philipp Walter bei Twitter.com und das zunehmend regelmäßig und interessant. Lesenswert!

April 27, 2009

Was macht eigentlich…?

Thomas Greiss: Die Worcester Sharks haben es geschafft: Nach zwei Niederlagen in der ersten Playoff-Runde schon fast ausgeschieden, konnten sie durch vier Siege in Folge doch noch in Runde 2 einziehen und treffen nun auf die Providence Bruins. Maßgeblicher Baustein des Erfolgs im letzten Spiel, wie auch in der Serie, war Thomas Greiss.

Dan DaSilva’s 3 points (2 goals, 1 assist), continued solid play from Thomas Greiss, and an overall outstanding team performance launched the Sharks over the Pack and into the 2nd round of the playoffs.

Die Highlights der AHL-Spiele können hier kostenlos angesehen werden.

“Peppi” Heiß: Der ehemalige Meisterhai von 1995 hat wieder einmal Platz hinter der Bande des EHC München Platz genommen. Den lesenswertesten und informativsten Artikel zum Thema und Peppis aktuelle Arbeitsverhältnisse schrieb Michael Neudecker für die “Süddeutsche Zeitung“.

Gemeinsam mit Manager Christian Winkler vertritt er Cheftrainer Pat Cortina, der bekanntermaßen mit Ungarn zeitgleich bei der WM in der Schweiz antritt. Heiß hat Cortina schon mal vertreten: während der Saison, gegen Schwenningen; damals gewann der EHC. Dass er nun Manager Winkler erneut während der maximal zwei noch ausstehenden Spiele (sollte der EHC am Freitag gewinnen, gäbe es ein entscheidendes Spiel fünf am Sonntag in Bietigheim) an der Bande unterstützt, das sei ganz selbstverständlich, sagt Heiß: “Mir macht das alles großen Spaß hier.”

Mindestens auch in der kommenden Saison wird Heiß in München arbeiten.

“Peppi wird kommende Saison unser hauptamtlicher Co-Trainer”, bestätigt Winkler.

Pat Cortina bekommt damit endlich den Assistenten, den er sich immer gewünscht hat - der eigentlich für diesen Posten eingeplante Martin Hinterstocker ist als Cheftrainer im Nachwuchs zu beschäftigt. Mit Peppi Heiß bekommt Cortina sogar mehr, als er gefordert hatte: Heiß ist nicht nur durch seine glanzvolle Karriere sehr erfahren, sondern besitzt derzeit auch den B-Trainerschein - den A-Schein hat er nur noch nicht, weil der Deutsche Eishockey-Bund dieses Jahr keinen Lehrgang angeboten hat.

Strebt er eine Karriere als Cheftrainer an? “Das halte ich mir offen”, sagt Heiß

Zum finalen Ziel hat Peppis Engagement letztlich nicht geführt: Den Münchenern blieb nur der zweiten Platz der 2. Bundesliga, die Bietigheim Steelers gewinnen das Finale und haben sich das sportloche Aufstiegsrecht in die DEL erstritten.

Markus Jocher: Ebenfalls beim EHC München beschäftigt war Markus Jocher, Meister und Vizemeister mit den Kölner Haien. Nun beendet Jocher als Vizemeister der 2. Bundesliga seine Karriere und gab Matthias Kerber von der “Abendzeitung” ein interessantes Interview.

Mindestens bemerkenswert ist das neben der sportlichen Karriere umgesetzte berufliche Standbein Jochers, auf welches er sich nun zunehmend konzentrieren möchte:

Deswegen werde ich die Karriere beenden und mich auf meinen Nähmasschienenbedarfs-Laden konzentrieren. Ich führe ihn seit drei Jahren und meine Mama ist eine Riesenhilfe, ohne sie hätte ich längst aufhören müssen, aber jetzt merke ich, dass es an meine Substanz geht, dass ich nicht mehr beides mit 100 Prozent machen kann.

Allgemeiner Surftipp: Seine Homepage markus-jocher.de.

Alexei Dmitriev: Der Sommer ist zu lang, um ihn ohne Hockey zu verbringen. Das dachte sich auch Dmitriev, der die Haie nach der aktuellen Saison verlassen wird und tausche Schlittschuhe gegen Skates und spielte beim Skaterhockey-Bundesligist Duisburg Ducks gegen den Gegner aus Lüdenscheid. Mit von der Partie: Alexander Dück von den Iserlohn Roosters.

Timo Pielmeier: Wie berichtet ist auch Ex-Junghai Pielmeier bislang sehr erfolgreich in den QMJHL-Playoffs unterwegs. Wie auch Hockeyweb.de berichtete, ich Pielmeier mit seinen Shawinigan Cataractes nun in das Finale eingezogen, wo sie auf Drummondville treffen.

Alexander Oblinger: Der ehemalige Junghaie und Mitglied des DNL-Meisterteams des KEC wechselt von den Eisbären Berlin nach Dresden. Aus dem Kölner Nachwuch einst in das Oberligateam der Eisbären Berlin gewechselt, wagt er nun den Sprung in die 2. Bundesliga.

April 22, 2009

Neue Gerüchte um Pape/Kooperation Köln-Duisburg

Gleich zu Beginn eine “Korrektur”: Neue Gerüchte sind es nicht, die sich um eine Gesellschaftertätigkeit Ralf Papes bei der Kölner Haien ranken. Ein kurzes Resümee:
- Mitte März spricht Pape von einer Ausweitung der Kooperation zwischen Köln und Herne.
- Wenige Tage später vermutet die Bild, Pape könnte “vor einem Engagement” bei den Haien stehen. Eine Kooperation mit Duisburg kommt in die Diskussion.
- Pape dementiert “als Sponsor” bei den Haien aktiv zu werden, spricht aber von einer Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Köln und Duisburg.

Martin Sauerborn greift die Thematik für die “Kölnische Rundschau” nun erneut auf:

Einen prominenten Neuzugang können die Haie wohl bald auch im Gesellschafter-Bereich offiziell vermelden. Die Gerüchteküche vermeldete jedenfalls hartnäckig, dass Duisburgs Clubchef Ralf Pape vor einem Einstieg beim KEC steht. Eine durchaus sinnvolle Konstellation, denn sollte Duisburg kommende Saison in der 2. Bundesliga antreten, könnten die Kölner ihre zahlreichen Talente in Duisburg und beim ebenfalls zum Pape-Imperium gehörenden Oberligisten Herne reifen lassen.

In der “NRZ” spricht Pape nun erneut:

„Eines vorweg: Das Wort Farmteam benutze ich nicht mehr. Das ist völliger Unfug. Das hat wie ein abgeschaffter Auf- und Abstieg nichts mit deutschem Sport zu tun.. (…) Gestern war es Dortmund, wo ich mich angeblich engagiere. Jetzt ist es Köln”, sagt er. Aber so ganz ist die Verbinung zu den Haien nicht von der Hand zu weisen. „Wir haben ja schon in der Kooperation mit Herne eng zusammen gearbeitet. (…) Wenn aber die Frage ist, ob ich Sponsor in Köln werde, dann ist die Antwort nein.”

Welche Erkenntnisse lassen sich aus diesen neuen Artikeln ziehen?
Ralf Pape vermeidet das Wort “Gesellschafter” und spricht wiederholt davon, nicht “Sponsor” beim KEC zu werden. Eine klare Absage sieht sicherlich anders aus. Gleichzeitig sieht er in einer Kooperation keinesfalls eine Beziehung wie die eines NHL-Teams und seines “Farmteams”. Für die Kölner Haie könnte sich bei einem Start der Füchse in der zweiten Liga die erfreuliche Situation ergeben, der DNL-Mannschaft entwachsene Talente in der Oberliga (Herne), in der zweiten Liga (Duisburg) oder gegebenenfalls im DEL-Team einsetzen zu können. Auch diese Konstellation ist neu, ist der Start in der zweiten Liga doch in der Duisburger Presse erst seit wenigen Tagen ein Thema.

Notizen

Saisonvorbereitung: Nach der Saison ist vor der Saison! Getreu diesem Motto bilden sich langsam einzelne Termine der Saisonvorbereitung heraus. Neben der bereits auf Haie.de bestätigten Teilnahme am Dolomitencup 2009 scheint auch ein Spiel bei den Hannover Indians beschlossene Sache zu sein. Auf einer Sponsorenveranstaltung der Indians wurden die Haie als Gegner bei der Saisoneröffnung am Pferdeturm verkündet, woraufhin auch Hockeyweb bereits berichtete.

Zukunft des Sponserings der WestLB: Bereits Mitte letzten Jahres sickerte durch, dass die WestLB ihr Sponsoring bei den Metro Stars aus Düsseldorf wohl nicht verlängern würde, nun sprach DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp dies in einem NRZ-Interview beiläufig im Kontext der Planungen der neuen Saison erneut an.

Wir haben schließlich auch im Sponsorenbereich die eine oder andere Lücke zu verdauen, wie den Ausfall der WestLB.

Wie in bisherigen Interviews und Berichten - Leseempfehlung Teil 1 / Teil 2 aus “NRW Sport” Nr.5 / 2007 - deutlich wurde, basiert das Engagement der West LB im Eishockey besonders auf der breiten Streuung des Butgets und somit eine Art “Gleichbehandlung” aller NRW-Teams.

Wenn Schmellenkamp nun davon spricht, dass die WestLB auf Seiten der DEG als Sponsor wegbricht, so ist dies auch für die Haie zu vermuten. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass auch die Haie-Geschäftsführung ähnlich früh über einen eventuellen Ausstieg unterrichtet wurde und sich somit frühzeitig um eine Alternative für den prominenten Werbeplatz bemühen konnten.

Darüber hinaus gilt im Eishockey-Gesamtkontext auch zu bedenken, dass ein Rückzug des angeschlagenen Bankinstituts auch die Nationalmannschaft und zahlreiche weitere kleinere Engagements, wie z.B. die WestLB Fair Play Trophy, betreffen könnte.

Was macht eigentlich…?

Thomas Greiss: Nach wie vor wechselt sich beim ehemaligen Haie-Goalie Licht und Schatten regelmäßig ab. Zuletzt trug Greiss maßgeblich durch einen sehr starken März zum Erreichen der Playoffs seiner Worcester Sharks bei, unter anderem erzielte er seinen ersten Shutout in Nordamerika. Weniger gut lief es zunächst in der ersten Playoff-Runde gegen die Hartford Wolf Pack, wo zunächst zwei Niederlagen eingefahren wurden. Greiss trug vor allem in Spiel zwei maßgeblich Anteil hieran und konnte von 18 Schüssen nur 14 abwehren. Umso besser präsentierte sich Greiss in Spiel drei, welches die Sharks gewinnen und Greiss seinen ersten Sieg in einer Playoff-Partie in Nordamerika erzielen konnte. Spiel vier findet heute Nacht statt.

Paul Traynor: Von den Haien einst nach Deutschland geholt und von hier nach Iserlohn gewechselt, wird Traynor auch weiterhin in der DEL spielen. Der Kanadier unterschrieb einen Vertrag über zwei Spielzeiten bei den EHC Grizzly Adams Wolfsburg, deren Manager Karl-Heinz Fliegauf sich folgend über ihn äußerte:

“In der vergangenen Saison hat uns in der Verteidigungszone etwas die körperliche Präsenz gefehlt. Mit Paul haben wir nun einen Spieler verpflichtet, der keinem Zweikampf aus dem Weg geht und vor dem Tor kompromisslos arbeitet. Außerdem kann er problemlos in jeder Spielsituation eingesetzt werden. Durch seinen guten Schuss stellt er zudem im Powerplay eine zusätzliche Option dar.”

Gerhard Brunner: Der ehemalige Sportmanager der Kölner Haie zieht sich aus privaten und persönlichen Gründenaus “komplett” aus dem Eishockeysport zurück. Brunner, der zuletzt beim Eishockey-Zweitligist SC Riesserseeals Trainer fungierte, wird seinen laufenden Vertrag nicht erfüllen. SCR-Geschäftsführer Ralph Bader zeigt auf merkur-online

„vollstes Verständnis. Menschlich tut es mir wahnsinnig leid. Wir haben wieder einen verloren, der sehr gut zu uns gepasst hat.“

Timo Pielmeier: Der ehemalige Junghai steht mit seinen Shawinigan Cataractes bereits in Runde drei der QMJHL-Playoffs. Zuvor spielte Pielmeier eine gute Vorrunde, in der er

43 Spiele [machte], dabei 2 Shutouts [erzielte] und einen Gegentorschnitt von 2,64 bei einer Fangquote von 91,4 Prozent [hatte] und insgesamt 106 Tore [kassierte].

In den Playoffs besiegte Shawinigan in der Conference Quarter-final Round (Best-of-7) Victoriaville mit 4:0 Siegen, in der Conference Semi-final Round (Best-of-7) Gatineau mit 4-1 Siegen und führen nun in der Semi-Final Round (Best-of-7) gegen Quebec mit 2:1 Siegen.

April 15, 2009

Haieblog.de zwitschert bei Twitter

Haieblog.de möchte euch in unregelmäßigen Abständen Informationen zum KEC liefern, die in den Weiten des Internets viel zu oft unbeachtet bleiben. Um die Übersichtlichkeit zu wahren, sammele und ordne ich diese Informationen, bevor ich sie hier poste.

Wem das zu lange dauert und wer die Informationen lieber kompakter und schneller haben möchte, für den ist vielleicht der mein neuer Twitter-Service etwas. Auf http://twitter.com/Haieblog poste ich in maximal 160 Zeichen alles, was ich für interessant erachte, aber zu wenig Stoff für einen Blog-Beitrag ergibt.

Übrigens: Nicht nur Haieblog.de fängt an zu twittern, auch die Kölner Haie bzw. Philipp Walter haben heute zwei (Test- ?) Beiträge losgelassen. Ich bin gespannt, was hieraus erwächst und ob das Ganze “richtig” offiziell wird.

Notizen

Jerome Flaake: Einer der positiven Überraschungen der Saison war Jerome Flaake. Nahe Augsburg geboren gab Flaake in der Heimat der “Augsburger Allgemeinen” ein lesenswertes Interview.

Mirko Lüdemann: Das angekündigte Charity-Spiel ist gespielt und Lüde stand wie so oft in dieser Saison nicht im Team des Siegers. Unrecht hat jedoch die Presseabteilung von Dynamo Dresden, die Lüdemann fälschlicherweise als Ex-Profi listet. Natürlich war das Ergebnis im Duell Dynamo Dresden gegen Dresdner Eislöwen vollkommen unwichtig: Die Einnahmen des Abends werden gespendet.

Haimspiel.de Trikotwettbewerb: Der Trikotwettbewerb von Haimspiel.de geht in die sechste Runde: Auch in der folgenden Sommerpause habt ihr wieder die Möglichkeit, euer Wunsch - Haie-Trikot zu malen und es zur Wahl zu stellen. In einer Abstimmung werden aus allen Trikots die drei besten Entwürfe ermittelt und den Kölner Haien übergeben. Mehr dazu auf Haimspiel.de.

Nachbetrachtung des “Kölner Stadtgespräch”: Die Leser dieses Blogs schreiben mir gerne emails und kommentieren selten meine Beiträge, so viel habe ich inzwischen gelernt. Umso erstaunlicher, dass mein Beitrag zum “Kölner Stadtgespräch” einige Kommentare nach sich gezogen hat. Meine Schlussfolgerung ist, dass ein enormes Interesse an der Thematik besteht, welches weder durch die Veranstaltung selbst, noch durch die Nachberichterstattung des “Kölner Stadt-Anzeiger” gedeckt wurde. Für mich ein klares Signal an die Haie, sich häufiger ihren Fans im Rahmen von Diskussionsrunden zu stellen.

Was macht eigentlich…?

Hans Zach: Interviews mit Hans Zach sind eigentlich immer interessant. Nach dem Ausscheiden der Hannover Scorpions in den aktuellen Playoffs nimmt der Ex-Trainer der Haie im NDR-Sportclub unter anderem Stellung zu der Saison 2008/09, der Finanzkrise und dem Standort Hannover.

Stefan Vajs: Ein Update gibt es bei dem in diesen Tagen beeindruckend erfolgreichen ehemaligen Junghai zu vermelden: Die Hürde “Halbfinale” wurde von seinem EC Peiting erfolgreich gemeistert, im Finale der Oberliga Süd erwarten sie nun den ESV Kaufbeuren in einer “best-of-five”-Serie. Unabhängig vom Ausgang der Finalserie: Aufsteigen will Peiting übrigens nicht, Kaufbeuren steht somit bereits als Aufsteiger fest.

Jason Young: Erst wurde gemutmaßt, jetzt bestätigt: Ex-Meisterhai Young und amtierender Kapitän der Frankfurt Lions bleibt der DEL noch zwei weitere Spielzeiten erhalten.

April 13, 2009

Sportstadt Köln: Kooperation zwischen DEB und der Universität Passau als Vorbild?

Wäre unsere Stadt ein Briefumschlag und würde dieser jeden ihr aufgedrückte Stempel aufweisen, so wäre kaum ein Stück unbefleckt. Geschichte und kulturelles Erbe machen Köln zu einem Touristenmagneten, der Karneval zur Karnevalshochburg, WDR, RTL, NTV und Co. zum Medienzentrum. Zur Sportstadt machen Köln neben zahlreichen ebenso traditionsreichen, wie insgesamt erfolgreichen Sportvereinen auch Institutionen wie das Deutsche Sport und Olympia Museum , der Olympiastützpunkt Rheinland oder die Deutsche Sporthochschule. Neben dieser, sorgen zahlreiche weitere private und öffentliche Fachhochschulen, wie auch die traditionsreiche Universität Köln - die studentenreichste ihrer Art -, für den Ruf des Hochschulstandortes.

Manches lässt sich hier zusammenbringen und sorgt für Synergieeffekte: Der Ballungsraum Köln/Rheinland beheimatet viele Porfivereine und so trifft man auf den Sitzreihen manches Kölner Hörsaales Spitzensportlerinnen und -sportler aus verschiedenen mehr oder weniger populären Sportarten an. Der Eishockeysport macht hier keine Ausnahme. Fakt ist: Das Profitum generiert in vielen Sportarten nicht genügend Lohn, um nach der Beendigung der aktiven Profikarriere ausgesorgt zu haben. Die Ausbildung im Hochschulsektor ist variabel und bietet somit eine Option, Sportkarriere und Ausbildung unter einen Hut zu bringen.

Gut eine Woche ist es nun her, dass Detlef Langemann im Rahmen des „Kölner Sportgespräch“ auf die hervorhebenswerte Option des „Halbprofitums“ auch im Eishockeysport hinwies. Eine Option, über die bereits an anderer Stelle nachgedacht wurde.

Bereits im vergangenen Jahr gingen der DEB und die Universität Passau eine „Kooperationsvereinbarung“ ein, damit in Zukunft

für studierende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler ein Nachteilausgleich geschaffen werden (soll), damit sie an der Universität Passau ihre akademische Ausbildung trotz der hohen zeitlichen Belastungen des Spitzensports erfolgreich absolvieren können.

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. sowie alle anderen beigetretenen Spitzenverbände sehen sich zusammen mit der Universität Passau, dem Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz und dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband in der Verantwortung gegenüber den Studierenden, die Studien- und Rahmenbedingungen im öffentlichen Interesse so zu gestalten, dass spitzensportliches Engagement mit ihrer akademischen Ausbildung zu vereinbaren ist.

In diesen Tagen wird es für das Projekt nun offenbar konkret. Wie die EHF Passau Black Hawks vermelden haben nun

DNL- oder Bundesligaspieler und Kaderathleten (…) die Möglichkeit einerseits an einer hoch angesehenen Universität ihr Studium zu absolvieren und andererseits bei einem ambitionierten Eishockeyverein mit Perspektive ihren Sport auf hohem Niveau auszuüben. Den Kandidaten, die sich bis spätestens 15. Juli bewerben müssen, wird von Seiten der Universität ein Mentor zur Verfügung gestellt, der sich um die Belange des Spitzensportlers kümmern soll. Spezielle sportgerechte Ernährung, die Möglichkeit Prüfungen an den Terminplan des Sportlers anzupassen und die Benutzung des gesamten Sportbereichs im Unicampus sind nur einige Vorteile die sich für die jungen Eishockeyspieler bieten. Vom Studentenwerk wird ein begrenztes Kontingent von Wohnungen ebenfalls zur Verfügung gestellt. Übrigens, bei einem Wechsel des Studienortes sind sowohl die Universität Passau als auch der Verein behilflich.

Ohne Frage bedeutet diese speziell auf die Bedürfnisse der Athleten ausgerichtete Kooperation eine deutliche Qualitätssteigerung gegenüber dem normalen Studium an einer Hochschule und somit ein Beispiel, welches Vorbildfunktion für die Sportstadt Köln und ihre Hochschulen haben könnte.

Nicht nur die Universität Passau trägt den Titel “Partnerhochschule des Spitzensports”, auch die Universität Köln und die Deutsche Sporthochschule reihen sich in die Liste derer, die die Idee des Konzeptes stützen ein. Und wenn im Kontext des “Passauer-Modells” davon die Rede ist, dass neben dem DEB auch der Deutschen Ruderverband und der Bayerische Skiverband das Projekt tragen, so fühle ich mich an den sportartenübergreifend bedeutenden Nachwuchsförderungsstandort Köln erinnert.

Über die höchst erfolgreiche Nachwuchsarbeit und den Willen der Kölner Haie, zukünftig mehr Talente der Nachwuchsschule zu Säulen der Profimannschaft zu machen, muss an dieser Stelle kein Wort mehr verloren werden.

In diesen Tagen vielzitiert werden die Pläne des Basketball-Bundesligisten Köln 99ers: Der “größte Basketballverein Deutschlands” plant in der kommenden Saison, sofern nicht insolvent, mit einem “Team Germany” an den Start zu gehen. Neben der “Cologne School of Basketball” könnte sich auch hier jungen Spielern eine realistische Möglichkeit auf viel Spielzeit bieten. Auch der 1. FC Köln ist natürlich in diesem Kontext zu nennen: Dem eignen Nachwuchs entstammen dem auch dem Laien bekannte Spieler wie Patrick Helmes oder Lukas Podolski.

Alle drei Vereine tragen das “Sportinternat Köln“, welches zur Zeit Talente im schulpflichten Alter beherbergt, in Zukunft aber “volljährige(n) Spitzensportler, die in Studium, Ausbildung, Berufsleben stehen (…) betreutes Wohnen bieten” soll.

Für Spieler aller drei Teams, wie auch weiterer Vereine - wie etwa dem Damen- und Herrn-Team des Rot Weiss Köln -, könnte die Option eines besonders intensiv begleiteten Studiums das Zünglein an der Waage sein, welches den Wechsel und längerfristigen Verbleib eines Talents in der Domstadt ausmacht. Die Attraktivität eines Standortes für den Athleten entscheidet bereits heute über die Wahl des Clubs, die wirtschaftlichen Zwänge der Wirtschaftskrise könnten diese Dimension noch verstärken. Interessant für die Haie sind Überlegungen im Kontext einer möglichen Kooperation mit einem Team der Oberliga: Talenten könnte hier eine besondere zweigleisige Förderung angeboten werden.

Der Rahmen ist durch die große Pluralität der Hochschulen und Vereine des Spitzensports in Köln und Umgebung gegeben. Der Wille der Kölner Hochschulen und der Vereine miteinander zu reden und mit den Verbänden (wie dargestellt mindestens DEB, DFB, DBB, DHB) über ein ähnliches Konzept wie das “Passauer Modell” zu verhandeln, wäre ein starkes Signal einer starken Sportstadt Köln und ihrer Vereine.

April 12, 2009

Was macht eigentlich…?

Sie stehen so oft im Mittelpunkt des Geschehens und ebenso häufig hoch in der Gunst der Zuschauer. Einige schöne Meldungen bilden heute ein “Torhüter-Spezial” der “Was macht eigentlich”-Rubrik.

Thomas Greiss: Nach seiner in diesem Jahr bislang durchwachsenen Leistung im Jahr 2009 konnte Greiss seinen “goldenen” April mit dem ersten Shutout in Nordamerika krönen. Und wie es manchmal so ist, kommt gleich alles auf einmal:

In their 120th home game ever, the Sharks played before their largest crowd ever (7,406), posted their first home-ice shutout ever and set a franchise record for most victories in a season with 42.

(…)

Thomas Greiss stopped 23 shots to earn the first shutout of his pro career. It took Greiss until his 142nd game — 140 of them starts. The record for most games played before turning in a shutout remains in the hands of Neil Little, who was in 178 before getting his first one.

“It took a while, and it feels good,” Greiss said. “It was about time.”

(…)

“He did it the hard way, and he earned it,” Roy Sommer said. “He’s really battled for us, and down the stretch I think he’s been the best goalie in the league.”

The win was also Greiss’ 30th of the season, a franchise record. He is merely the second Worcester goalie to reach that plateau after Dwayne Roloson, who had 32 in 2000-01 for the IceCats on his way to the NHL.

Travis Scott: Der Klagenfurter Eishockey-Club ist österreichischer Meister und einen großen Anteil daran hatte Travis Scott. Eine Meisterschaft bringt immer ein breites mediales Echo mit sich und so kommen nun durchaus interessante Kleinigkeiten an das Tageslicht. So berichtet die “Kleine Zeitung“:

Nach seinem Engagement bei Magnitogorsk im Vorjahr hatte Torhüter Scott keine große Lust verspürt, seine Karriere fortzusetzen. Als Stürmer in einer Hobbymannschaft hielt sich der Kanadier trotzdem fit, an Angeboten von Vereinen aus Europa mangelte es aber nicht.

(…)

Im Dezember hatte der Keeper von der “Pension” genug, sortierte die Offerte. Drei Angebote pickte sich Scott heraus, darunter je eines aus Schweden, der Schweiz und Österreich. “Für mich stand nicht das Geld im Vordergrund, sondern wie groß die Titelchancen der Teams waren, erklärt der Hexer. Da lag der KAC weit vor der Konkurrenz, die gegen den Abstieg spielte. Travis verzichtete auf Geld, dafür ist er aber nun Österreichischer Champion und für die KAC-Fans, der beste Goalie.

Stefan Vajs: Der ehemalige Junghai macht mit seinen Peitingern da weiter, wo er in der regulären Saison aufgehört hat. Auf dem #1-Spot der Oberliga Süd ging es für den mehrfach ausgezeichneten und auch statistisch besten Torhüter der Liga in die Playoffs, wo er mit seinem EC Peiting im Halbfinale auf den EV Füssen trifft. Drei Spiele sind absolviert, zwei zu eins Siege stehen für Peiting zu Buche, Vajs führt wiederum die Torhüterstatistik an und setzte gleich im ersten Playoff-Spiel mit einem Shutout eine Duftmarke.

April 7, 2009

Zusammenfassung des Kölner Sportgesprächs

Für den Veranstalter wohl überraschend viele Gäste fanden sich am gestrigen Abend in den Räumlichkeiten des Deutschen Sport und Olympia Museums ein: Nachdem eifrig noch Stühle herbeigeschafft worden waren, konnte die Diskussion beginnen. Die Runde geladene Runde bestand aus Wolfgang Brück (Roosters, DEB), Thomas Eichin, Detlef Langemann und Holger Meitinger, sowie den moderierenden Christian Oeynhausen und Karlheinz Wagner vom gastgebenden Kölner Stadt-Anzeiger.

Wer welche Position vertreten würde, wurde rasch deutlich: Keiner der Protagonisten wich von seiner im Vorfeld bekannten Position ab. So vertrat Brück die Iserlohn Roosters mit jenen Formulierungen und Vokabular, welche aus Presse und ein wenig Fernsehen bekannt sind. Seine Grundthese wiederhole er mehrmals: Wirtschaftliches Planen sei das A und O der DEL-GmbHs, wer richtig plane, der kriege auch keine existenzbedrohenden Probleme. Wer mehr Geld ausgebe, als er habe, der gehe zu Recht in die Insolvenz. Somit gäbe es auch nicht zu viele Spiele in der DEL: Man kenne die Zahl der Spiele und wer richtig plane, kriege anschließend auch keine Probleme. Gerade in den Zeiten der Rezession werde augenfällig werden, wer seine Hausaufgaben mache und wer nicht.

Die Wiedereinführung von Auf-/Abstieg sei nicht praktikabel, da es aktuell nicht genug Zweitligisten gäbe, über denen bei einem Aufstieg nicht automatisch das Schwert der Insolvenz schwebe. In der Oberliga sei wirtschaftliches Handeln gar nicht mehr möglich. Die ESBG präsentiere sich als größerer „Scherbenhaufen“ als die DEL. Seine Ausführungen, dass Auf-/Abstieg nicht realisierbar seien, weil es nicht genug deutsche Spieler mit dem entsprechenden Spielniveau gebe, konnte ich nicht einordnen. Mehrfach betonte Brück die allgemeine Notwendigkeit „schlanker“ zu werden – auf allen Ebenen: Im Kader, Nachwuchsarbeit und Gesamtstruktur.

KEC-Legende Detlef Langemann benannte vor allem jene Aspekte, die man von ihm aus anderen Interviews der Saison bereits gehört hatte. Diese reichten von der Idee des “Halbprofitum”, also der Karriere als Eishockeyspieler neben z.B. dem Studium als mögliche Antwort auf die Wirtschaftskrise, über die Notwendigkeit faktischer Bruttoverträge bis zu seiner Kritik an den Trainerwechseln des KEC der letzten Saison („Es sind alles liebe, nette Menschen”, aber die Kölner Haie benötigten einen erfahrenen, in dieser Situation fähigen Trainer). Die Notwendigkeit der Nachwuchsarbeit sei bereits zu seiner Zeit notwendig gewesen und werde zunehmend wichtiger. Langemann zitierte eine Studie, nach welcher die aktuell ohnehin geringe Zahl der aktiven Spieler in Deutschland bei der Einbindung der kommenden geburtenschwachen Jahrgänge prekär sinken wird. Er plädierte für eine Ausweitung der Nachvergütung für ausbildende Vereine und erläuterte dies am Beispiel der bayerischen Ausbildungshochburgen Landshut und Riessersee, wie auch den Kölner Haie, die auf verschiedenen Stufen Spieler fördern, welche später zu Vereinen ohne teure Nachwuchsförderungsprogramme wechselten. Eine Rückvergütung („zum Beispiel: 5,000 ,- €“) könnte beim Wechsel an den ausbildenden Verein gezahlt und somit Ausgleich und Anreiz zugleich geschaffen werden.

Holger Meitinger konnte vor allem kritische Distanz einbringen. So verwies er z.B. die erfolgreiche Entwicklung im deutschen Fußball die Distanz der Laufbahnen zu überwinden und die Fans näher an das Geschehen zu bringen mit einer gegensätzlichen Entwicklung im Eishockey. “Atmosphäre” war das Stichwort, welches auch auf die lokalen Medien übertragbar sei: Früher habe Köln vor Derbys gegen Düsseldorf „gekocht“, heute gebe es gerade einmal einen Vorbericht zum Spiel in der Zeitung. Gleichzeitig vermisse er eine Entwicklung im deutschen Eishockey. Die Clubs stünden heute dort, wo sie vor fünfzehn Jahren auch standen. Der durch die Haie eingeschlagene Weg der kontinuierlichen Loslösung vom Mäzentum seit 1999/2000 sei der „genau Richtige“ gewesen. Auch vertrat er im Kontext der Diskussion der potenziellen Einsparungen an den Spielergehältern eine kritische Position: Wie auch im Kontext „Halbprofitum“ dürfe man die Spieler nicht außer Acht lassen. Ohne - auch finanzieller - Absicherung werde das Karriereende bzw. der Berufseinstieg mit Anfang oder Mitte 30 zunehmend schwerer.

Die meisten Redeanteile hatte erwartungsgemäß Thomas Eichin, der zunächst wenig Neues formulierte: Die Gründe für die schwache Saison benannte er mit mehrfach in der Presse zitierten „vielschichtigen Gründen“, legte aber mehrfach Wert darauf, dass die Situation von keinem Experten richtig eingeschätzt wurde. Vor der Saison sei „alles in bester Ordnung gewesen und von allen Seiten wurde nur gefragt, ob es denn nun zur Meisterschaft reichen würde.“ Gleichzeitig sei die Vizemeisterschaftssaison die wirtschaftlich stärkste in der Geschichte der Kölner Haie gewesen, welche in starken schwarzen Zahlen endete. Natürlich auch bedingt durch die sportliche Situation sei nun der Merchandisingumsatz beispielsweise im Dezember von täglich 10,000,- € auf 1,000,- € eingebrochen. Mehrfach betonte er das enorme Engagement des Haie-Gesellschafter H.-H. Göttschs, der im Rahmen seiner Vision in die Haie investierte, nicht zuletzt durch die Wirtschaftskrise aber seit November letzten Jahres sein Engagement deutlich zurückfahren musste.

Gleichzeitig betonte Eichin die enorme Bereitschaft in der Wirtschaft den Haie zu helfen: Mehr als 100 Unternehmen würden die Haie fördern, es seien bereits zu diesem Zeitpunkt bemerkenswerte 2,000,000 ,- € Sponsorengelder für die kommende Saison generiert worden. Einzig durch dieses Engagement hätten die aktuellen Transfers bereits realisiert werden können. Auch sei auf Seiten der Spieler großes Verständnis für die aktuelle Situation der Haie gegeben, wodurch stark leistungsbezogene Verträge ausgehandelt werden konnten. Zusätzlich hätten sich zehn Investoren gefunden, die jeweils 200,000 ,- € in den laufenden Betrieb einlegen wollen. Im Bezug auf die Altlasten von 1,000,000 ,- € sei er „optimistisch, dass es klappt, diese bis Saisonbeginn zu tilgen, so dass jungfräulich in die Saison gegangen werden könne“.

Auch im Bezug auf die mangelnde Präsenz der DEL im Free-TV argumentierte Eichin wie bekannt: Selbst auf dem Silbertablett gereicht und fertig produziert würden weder die Öffentlich-Rechtlichen, noch andere Sendeanstalten des Free-TV die Spiele der DEL geschenkt haben wollen. Gleichzeitig greife die Maßnahme der Öffentlich-Rechtlichen selbst der 3. Fußballliga an prominenter Stelle Sendezeit zu gewähren direkt in die Sponsorenverhandlungen der Eishockey-, Handball- und Basketballclubs ein, die alle Sponsoren jener Ebene ansprechen. Diese zunehmende Monopolisierung auf Seiten der Öffentlich-Rechtlichen stehe entgegen derer vorgeschriebenen Informationspflicht und stelle einen neuen Wettbewerbsnachteil dar. Mit Premiere hingegen sei ein Partner bei der Hand, der für die Übertragungsrechte gutes Geld zahle, was bei keiner Mannschaftssportart neben dem Fußball der Fall sei. Gleichzeitig sei Premiere äußerst kooperativ und offen, was die Zweitverwertung der Bilder angeht.

Auch im Bezug Auf-/Abstieg verwies Eichin auf seine oft geäußerte Position, dass diese fundamentale Bestandteile der europäischen Sportkultur seien. Auf die vielfältigen Modusänderungen der letzten zehn bis fünfzehn Jahre angesprochen, erwägte Eichin einen großen runden Tisch aller Beteiligten der DEL, DEB etc., an welchem sich über die grundsätzlichen Ziele und eine Ausrichtung des deutschen Eishockey für die nächsten acht Jahre geeinigt werden könnte. „Das kann so schwer nicht sein.“

Besonders ergiebig war der Talk im Bezug auf einzelne Aspekte, welche in Nebensätzen beiläufig erwähnt wurden. So wurde zum Beispiel deutlich, dass die Lizenzprüfung der DEL nicht intern vorgenommen, sondern von externen Unternehmen geleistet wird. War die Stimmung über den Abend hinweg gelöst, wurde Eichins Stimme an einer Stelle hart und seine Miene ernst: Besorgten Nachfragen aus dem Publikum entgegnete Eichin, dass kein Fan aus Angst vor einer akuten Insolvenz der Haie auf den Kauf der Dauerkarte verzichten sollte. Er als Geschäftsmann und Verantwortlicher würde diese nicht zum Verkauf anbieten, wenn es in der kommenden Saison kein DEL-Eishockey in Köln geben würde.

Ein wenig enttäuschend war, dass sich zu lange mit bekannten Aussagen aufgehalten wurde. Ebenfalls enttäuschend war, dass einzelne Aspekte als gegeben betrachtet wurden. Die Dominanz des Fußball - nicht zuletzt auch im Sportteil des KSTA - wurde von allen Beteiligten als gegeben angesehen, obwohl zurecht festgestellt wurde, dass Eishockey und Fußball vor zwanzig Jahren nicht weit voneinander entfernt waren. Warum sich beide Sportarten anders entwickelt haben, wurde nicht beleuchtet.

April 2, 2009

Über ein weiteres Dementi und weitere Pläne

Für viele Teams ist bereits Sommerpause und somit ist in den entsprechenden Städten bereits die beliebte Gerüchteküche heftig in Aufruhr. So berichtete ich vorgestern über einen Artikel der “Passauer Neue Presse”, welcher den Wechsel von Ex-Junghai Stefan Vajs nach Ingolstadt als Tatsache darstellte.

Von dieser Darstellung zeigte sich das nähere Umfeld des Torhüters des EC Peiting überrascht und stellte den Sachverhalt in einer eMail an Haieblog.de richtig. Vajs hat demnach verschiedene Angebote aus der DEL und der 2. Liga vorliegen. Für ein Angebot entschieden hat sich der Torhüter, der nach wie vor die Kölner Skyline und das Wappen Kölns auf seinem Helm trägt, noch nicht. Der Fokus liegt aktuell auf den Playoffs mit Peiting, erst anschließend will sich Vajs entscheiden.

Ohne Zweifel ist die Wahl eine sehr wichtige, ist sie doch vielleicht eine bedeutende Weiche in seiner Karriere. Gerade junge Torhüter müssen zwischen verschiedenen Szenarien abwägen, die Wahl zwischen Back-up in einem DEL-Team und Stammtorhüter in einem Team der ESBG-Ligen sind nur zwei davon.

Entscheiden muss sich auch Alois Hadamczik, der als Wunschkandidat der Haie bei der Neubesetzung des Trainerpostens gilt. “Sieben bis zehn Tage Bedenkzeit” hatte sich Hadamczik erbeten. Der “Kölner Stadtanzeiger” zitiert in seiner Printausgabe vom 02.04.2009 Rodion Pauels mit den Worten: “Ich glaube, dass der Deal platzt.” Weiter berichtet der Artikel:

Was Pauels aber sicher weiß: Die Forderungen Hadamcziks nach der Verpflichtung mehrerer tschechischer Spieler kann er aus finanziellen Gründen nicht erfüllen. (…) Nun reaktiviert Pauels die Kontakte zu den übrigen Kandidaten, über die er nur sagen will, dass sie Ausländer sind, vornehmlich nordamerikanischer Herkunft.

Die Entscheidung Hadamcziks soll bis Freitag fallen.

März 31, 2009

Notizen

Saisonvorbereitung: Erneut starten die Kölner Haie mit einem Turnier in die Saison. Wie südtiroler Internet-Magazin stol.it berichtet, spielen die Haie beim “Dolomitencup” vom 14. bis 16. August und ersetzen den mehrfachen Sieger aus Frankfurt.

Zudem werden der EV Zug, die Black Wings aus Linz und die italienische Nationalmannschaft am Rundspiel teilnehmen.

Pätzold/Vajs: Nach Informationen der “Passauer Neue Presse” werden wir in der kommenden Saison bei den Ingolstadt Panthern ein “Junghaie-Torhütergespann” bewundern dürfen. Sowohl Dimitri Pätzold, als auch Stefan Vajs entstammen der Nachwuchsabteilung des KEC.

Robert Müller: Am gestrigen Montag wurde der Winterstar 2009, ein Publikumspreis des Bayerischen Fernsehens für die besten bayerischen Wintersportler der Saison , verliehen. Der Ehrenpreis wurde

Eishockey-Torhüter Robert Müller verliehen. Vielen Zuschauerzuschriften hatten die Sportredaktion unter anderem dazu bewogen, den Sonderpreis an den gebürtigen Rosenheimer zu vergeben - für sein Leben auf und abseits des Eises.

Termin: “Kölner Sportgespräch” mit Thomas Eichin und Detlef Langemann

Diesen Termin sollten sich Haie-Fans im Kalender markieren: Am 6. April findet wieder einmal das von dem “Kölner Stadtanzeiger” und dem “Sport & Olympia Museum” veranstaltete “Kölner Sportgespräch” statt. Der “Stadtanzeiger” berichtet:

Die Kölner Haie haben die schlechteste Saison ihrer Vereinsgeschichte hinter sich, zum ersten Mal schaffte es der achtmalige Eishockey-Meister nicht, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Auch die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat mit Problemen zu kämpfen, vom Fernsehen wird die Sportart Eishockey kaum wahrgenommen, die Zuschauerzahlen waren in diesem Jahr rückläufig, nicht nur die Haie stecken in finanziellen Nöten.

Im Kölner Sportgespräch, das der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in Kooperation mit dem Sport & Olympia Museum veranstaltet, werden am 6. April (Beginn: 20 Uhr) all diese Punkte erörtert.

Herzlichen Glückwunsch!

“(K)ein besonderer Tag für den “Alpenvulkan”", so ist der Beitrag des “Bayerischen Rundfunks” betitelt, in welchem Hans Zach seinem Ruf alle Ehre macht.

Der Anlass ist gegeben: Der Ex-Traniner der Haie feierte am gestrigen Montag seinen 60. Geburtstag und die Medien reagieren. So führte Christiane Mitatselis für den “Kölner Stadtanzeiger” ein nettes Interview mit ihm und die “Bild” wartet mit einigen Fotos aus dem bewegten Leben Zachs auf.

März 30, 2009

Was macht eigentlich…?

In Zeiten laufender Playoffs ohne Haie-Beteiligung nehme ich die Unterteilung zwischen aktiven und ehemaligen Haien nicht mehr so streng. ;)

Oliver Jonas: Zum Abschied vom aktiven Eishockey wird Oliver Jonas wohl allenortens auf seine Zukunftsplanung und seine Vergangenheit in der Physik angesprochen. Ein schönes Beispiel ist dieser Artikel der “F.A.Z.”.

Mirko Lüdemann: Erstmals in seiner Karriere spielt Lüdemann keine Playoffs in Köln, untriebig ist er indes nicht. Und so kann man ihm im Stadion-TV seines Heimatvereins, den Lausitzer Füchsen bewundern, wie er auch für ein Charityspiel die Schlittschuhe schnüren wird.

Christoph Melischko: Ebenfalls aktuell ohne Beschäftigung gab Melischko dem “Donaukurier”, der Lokalzeitung in Ingolstadt, von wo aus Melischko vor dieser Saison nach Köln wechselte, ein interessantes Interview. Hervorzuheben ist, dass er davon spricht,

bereits Mitte Juli mit der gesamten Mannschaft auf dem Eis sein. Es soll sich Einiges ändern in Köln.

Gleichzeitig formuliert er unterschwellig Kritik an den Ausländerpositionen des KEC der vergangenen Spielzeit.

Und die Deutschen waren ja nicht das Problem. Die haben ihre Leistung gebracht.