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August 3, 2009

Statusmeldung von der Sponsorenfront

Wie vor einigen Wochen beschrieben, läuft die Sponsorenakquise bzw. das Bereinigen der Sponsorendarstellungen bei den Kölner Haien auf der offiziellen Website. Nach den ersten Testspielen ist es nun bereits möglich, die Betrachtung etwas zu schärfen.

Fangen wir mit dem Positiven an:

- Der Hauptsponsor RheinEnergie verlängert sein Engagement erneut und wird an den prominentesten Stellen werben. Dies gilt sowohl für die Profiabteilung, wie auch für den KEC e.V.. Aus der Pressemeldung nicht ersichtlich ist die Dauer des Engagements.

- Premiumpartner Royal Canin verlängert sein langjähriges Engagement ebenfalls und wird, wie gewohnt, vor allem in der LANXESS arena werben.

- Sein Engagement bei den Kölner Haien um 25% erhöhen wird das IT-Consulting-Unternehmen ACT. Auffällig ist, dass ACT sein Engagement auch auf ungewöhnlichen Wegen betreibt, wie zuletzt bei der Erwerbung des Kois in Vereinsfarben.

- Für den Profibereich nebensächlich, für den Nachwuchs von besonderer Bedeutung: Die Techniker Krankenkasse wird als neuer Partner des Haie e.V. und mit dem Titel des “exklusiven Gesundheitspartners” den Nachwuchs der Haie unterstützen. Die Techniker Krankenkasse fungiert bereits als regulärer Partner der Profiabteilung.

Im Detail beachtenswert, für die Betrachtung des Sponsorings nicht weiter relevant: Der Trikothersteller Whitebear hat seinen Namen geändert und ist auf den neuen Trikots mit dem neuen Firmannamen owayo auf den Trikots und Stutzen der Kölner Haie vertreten.

Zu dem Negativen:

- Wie berichtet hat die WestLB ihr Engagement bei allen Eishockeyclubs beendet - somit auch in Köln.

- Auch der ehemalige hochrangige Sponsor Ramada wird auf Haie.de nicht mehr als Partner gelistet. Bei den weiteren einst auch im Gesamtpaket auf Ramada-Eishockey.de vermarkteten Ramada-Partnern aus Nürnberg bzw. Berlin ist die Hotelkette noch bei den Partnern gelistet.

Was bedeutet der Ausstieg der beiden Marken für die Vermarktung von relevanten Werbeflächen durch die Kölner Haie? In erster Instanz wurde dies bereits bei der optischen Betrachtung der Spielerkleidung im Testspiel gegen den Herner e.V. sichtbar.

Abgewanderte Sponsoren bei den Kölner Haien

Gegenüber der letzten Spieltzeiten verbleiben die Helme und die Stutzen der Feldspieler ohne entsprechende Werbung (vgl. Bilder in der Mitte), wie auch die Blocker der Torhüter ohne WestLB-Druck auskommen müssen. Unklar erscheint, ob das TPS-Logo als Herstellerlogo oder tatsächlich als Werbung sichtbar ist.

Ebenfalls interessant: Nicht mehr alle lokalen Toyota-Händler stützen des Engagement des Gesamtkonzerns bei den Haien. Im Partner-Pool auf Haie.de gelistet sind neben de Toyota Deutschland GmbH und den Toyota Financial Services das Autohaus h.f.x. und das Autohaus Karst. Es fehlt offenbar die Toyota Yvel-Gruppe.

Dies zeigt sich vor allem im Print-Sektor, wo offenbar Yvel nicht mehr als Partner der Kölner Haie wirbt, sondern eine anders gelagerte Werbestrategie verfolgt. In der lokalen Printwerbung setzt die Yvel-Gruppe somit zur Zeit vor allem auf nackte Haut, statt auf Haie.

August 1, 2009

Kooperationspartner Herne: Zukunft gefährdet

Die Kooperationspartner der Kölner Haie kommen nicht zur Ruhe: Nachdem die angestrebte Kooperation der Haie mit Duisburg gescheitert war, ist nun auch die Zukunft des Oberligisten Herner e.V. gefährdet. Der Testspielgegner vom vergangenen Donnerstag bangt um seine Spielstätte.

Der Herner e.V. veröffentlichte folgende Pressemeldung:

TÜV-Gutachten: Keine Eisaufbereitung in der Eissporthalle Herne

Nach der Übernahme der Eissporthalle Herne im Jahr 2008 durch die Pape Gruppe, vertreten durch die Eissporthalle Herne GmbH, erfolgte eine behördentechnische Abnahme der Eissporthalle, vor der ersten Inbetriebnahme durch die neuen Betreiber, im Herbst 2008.
Erhebliche Investitionen, sowohl im zeitlichen, als auch finanziellen Rahmen mussten getätigt werden, um eine vorläufige Betriebsgenehmigung zu erhalten. Diese vorläufige Betriebsgenehmigung wurde im Herbst 2008 erteilt mit der Auflage, in der Stillstandsphase während der Sommerpause 2009 alle Ammoniak führenden Rohre ab zu isolieren, und einer Wandstärkenmessung zu unterziehen.
Das Ergebnis der kürzlich vom TÜV abgeschlossenen Untersuchung ergab, dass alle Ammoniak führenden Rohre aufgrund früherer, mangelhafter Isolierung durch jahrelangen Rostfraß deutlich die Mindest-Wandstärke unterschritten haben. Siebzig Prozent der Rohre hatten nur noch 1/3 ihrer Ursprungsstärke. Ein Weiterbetrieb mit diesen defekten Rohren ist wegen der Gefahr eines unkontrollierten Ammoniakaustrittes unverantwortlich. Der Ammoniakunfall vom 27. Juli 2009 in der Eissporthalle Reutlingen, bei dem acht Menschen verletzt und 78 untersucht werden mussten, macht dies nur allzu deutlich. In Folge dessen wird eine neue Betriebsgenehmigung erst dann erteilt, wenn diese Rohre komplett getauscht worden sind.
Das Investitionsvolumen für die Erneuerung der Rohre, einschließlich Austausch der beiden nicht mehr funktionstüchtigen Kühltürme, beläuft sich auf über 200.000 Euro. Für die gesamte Halle besteht ein Investitionsstau für Dach, Bande, Beleuchtung, Entfeuchtung und Sanierung der Eispiste in Höhe von 1,2 Millionen Euro.
Die Hallenbetreiber hatten sich, über die Stadt Herne, wo das Ansinnen wohlwollend geprüft worden war, erhofft, im Rahmen des Konjunkturprogrammes Zuschüsse für die Investitionen zu erhalten. Diese Bitte wurde jedoch von der Bezirksregierung verweigert, da die Eissporthalle Herne sich in privater Trägerschaft befindet.
Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage sieht sich die Betreibergesellschaft zurzeit nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen für die Sanierungsarbeiten alleine aufzubringen. Erschwerend kommt hinzu, dass sowohl der öffentliche Eislauf in der vergangenen Saison, als auch die Cateringeinnahmen bei Eishockeyspielen des HEV die Betriebskosten der Halle nicht annähernd deckten, und somit ein wirtschaftlicher Betrieb nicht darstellbar war.
Ohne fremde Hilfe ist es unvermeidbar, den Eisbetrieb der Halle, zumindest vorübergehend, einzustellen. Daher wird es in der Saison 2009/ 2010 kein Eis am Gysenberg geben können. Selbst bei zügigem Beginn der Sanierungsarbeiten könnten diese frühestens Anfang 2010 abgeschlossen werden.
Für den Herner EV kommt dies einer Tragödie gleich. Nach Jahren des Dahinvegetierens in Liga 4 ging es in den vergangenen 2 Jahren stetig Berg auf. Die 1. Mannschaft schaffte den Sprung von der Regionalliga NRW in die Oberliga und zählt diese Saison zu den Favoriten um den Aufstieg in die 2. Liga und im Nachwuchsbereich wurde ein kompetentes Trainerteam um Guido Drongowski und Andrej Dmitriev aufgebaut. Seit einigen Wochen bereiten sich alle sechs Nachwuchsteams durch intensives Sommertraining auf die neue Saison vor und die 1. Mannschaft hat vergangen Donnerstag bereits das erste Testspiel absolviert.
An einer Lösung für den Nachwuchs wird intensiv gearbeitet. Die Verantwortlichen der Spielbetriebs-GmbH des HEV haben die Geschäftsführung der Eishalle in Gelsenkirchen kurzfristig kontaktiert. In ersten Gesprächen konnte man sich grundsätzlich einigen, die Heimspiele der ersten Mannschaft im Sportparadies auszutragen. Eine endgültige Einigung wird jedoch erst Mitte August möglich sein, wenn der Gastronomiebetreiber aus dem Urlaub zurückkehrt. Der zuständige Verband, die ESBG, wurde ebenfalls bereits informiert und wird über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.

„Ich glaubte, dass es nach der ersten schweren Saison und dem Betreiberwechsel der Eissporthalle vor einem knappen Jahr, nun endlich etwas ruhiger wird und einigermaßen Planungssicherheit am Gysenberg herrscht. Heute haben uns die Versäumnisse der Vergangenheit eingeholt. Herne steht vor einer Entscheidung: Eishockeystandort ja oder nein!
Es gab Hilfe aus Kanada und Duisburg. Wenn man den Eishockeystandort erhalten möchte, muß nun Hilfe aus Herne kommen, sei es von der Stadt oder den Herner Unternehmen. Andernfalls macht das alles keinen Sinn mehr!
Außerdem muß es uns gelingen, unsere Nachwuchs-Abteilung zu erhalten und drohende Spielerwechsel zu verhindern. Die kommende Saison müssen wir irgendwie überstehen, retten was zu retten ist, und gleichzeitig sicherstellen, daß wir 2010 / 2011 wieder Eis am Gysenberg haben werden.
Wir haben in den letzten 24 Monaten schon so viel geschafft. Dies muß uns nun auch gelingen! Ich will mich nicht damit abfinden, daß die Halbfinal-Spiele gegen Hannover vor jeweils über 3000 Zuschauern die Letzten am Gysenberg gewesen sein sollen,” so der Geschäftsführer der Herner Eissport GmbH, Matthias Roos.

Der Herner e.V. sollte den Kölner Förderlizenzspielern Dustin Schumacher, Christoph Ziolkowski, Stefan Vajs und Maximilian Engelbrecht Spielpraxis bieten.