Mai 21, 2009
In der schwedischen Liga rumort es: Nachdem die Verhandlungen über die TV-Rechte der “Elitserien” gescheitert waren, drohten fünf Clubs (Djurgården (Stockholm), Frölunda (Göteborg), HV71 (Jönköping), Färjestad (Karlstad) und Linköping) mit dem Ausstieg aus der Liga und zeigten Interesse an einem Anschluss an die KHL.
Nun berichtet die Zeitung “Aftonbladet” (Empfehlung: Google translate
) über eine angedachte europäische Liga, die auch im Sinne der KHL ist. So wird Vyacheslav Fetisov im Artikel wohlwollend zitiert. Jene Liga, soll aus drei Subligen/Conferences (Nord, Zentral und Ost) bestehen, innerhalb welchen eine Vielzahl der Spiele absolviert werden.
Als mögliche Kandidaten für diese Liga und die bis zu 16 Teams in der zentralen Conference nennt die “Aftonbladet” neben Teams wie den ZSC Lions, dem SC Bern, Slavia und Sparta Prag auch die Eisbären Berlin und die Kölner Haie.
Einen zusammenfassenden Artikel zum Thema liefert Hockeyfans.ch.
Sie geistert nun seit einiger Zeit durch die Seiten des Blätterwalds (ich berichtete z.B. hier, hier, da und dort), nach und nach drangen nun einzelne konkretere Aspekte an die Öffentlichkeit: Zeit für ein Update in Sachen Kooperation zwischen den Kölner Haien, den Füchsen Duisburg und dem Herner EV.
Das schwächste Glied in einer Kooperation zwischen drei Clubs ist die Kommunikationsbereitschaft bzw. die Integrierung von Eigen- und Gesamtinteressen. Der dominierenden Figur Ralf Papes auf Seiten Duisburg und Hernes stellen die Kölner Haie in Person von Rodion Pauels einen gewichtigen Gegenpol gegenüber, der ungewöhnlich tief in die Arbeit der anderen Vereine involviert ist. So berichtet Hermann Kewitz für die “Rheinische Post“, dass
der Unternehmer [Ralf Pape] (…) seinen Klub als Sprungbrett für Talente sehen (will). (…) Der Manager der Kölner Haie Rodion Pauels trägt ebenfalls Mitverantwortung für die Füchse. Er schaut auf die Verpflichtung der deutschen Akteure. Ralf Pape macht sich da seine Eigenschaft als Miteigentümer der Haie zunutze.
Betont wird der Ausbildungsgedanke, wie auch die Gegebenheit des Einstieg Papes bei den Kölner Haien. So berichtet auch Friedhelm Thelen in der “NRZ“, dass
der EV Duisburg künftig als Kooperationspartner in der 2. Bundesliga dienen (soll). „Zwei Teams mit Duisburg und Herne in der Oberliga hätten keinen Sinn gemacht, da die dritte Liga für einige Spieler nicht angemessen ist”, so Pape. So werden die Füchse wohl künftig auf einige starke Talente der West-Nachbarn zurückgreifen können. Zudem wird Pape wohl nun im Gegenzug definitiv einer von zehn Gesellschaftern bei den Haien, „wenn dort alle Hausaufgaben erledigt sind”.
Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt nehmen die Haie aktiv Einfluss auf personelle Entscheidungen. Thelen zitiert in einem weiteren Artikel der “NRZ” Ralf Pape mit den Worten:
„Wir haben bei der Trainersuche mehrere Kontakte genutzt. Shannon McNevan kennt ihn gut (…) und auch die Kölner Haie sind von Dumont überzeugt. Er hat den Ruf, sehr gut mit jungen Spielern umgehen zu können.”
Die Betonung der Absprache mit den Haien im Kontext einer so gewichtiger Entscheidungen wie der Besetzung der Cheftrainerposition zeigt, dass die Kooperation von den beteiligten Parteien ernst genommen wird und über bisherige Kooperationsansätze in der vergangenen Saison in Herne weit hinaus geht.
Doch nicht nur für die Füchse, auch für die Haie bzw. einzelne Spieler zeigen sich bereits konkrete Aspekte der Vereinbarungen. So berichtet die “Nordsee-Zeitung“, dass Sören Sturm nicht wie in der vergangenen Saison mit einer Förderlizenz für die Fischtown Penguins aus Bremerhaven auflaufen wird (wenn die Haie in nicht im DEL-Kader einsetzen), sondern im Rahmen der Kooperation zum Einsatz in Duisburg verpflichtet ist.
Das 19-jährige Verteidiger-Talent wird keinen neuen Förderlizenz-Vertrag für Bremerhaven bekommen. Dabei sagt er selbst: „Wenn es nach mir ginge, wäre ich in Bremerhaven geblieben.“
(…)
Hintergrund des erzwungenen Abschieds ist die Kooperation der Kölner Haie mit den Füchsen Duisburg.
(…)
Beide Vereine vereinbarten eine Kooperation, wonach sämtliche Kölner Förderlizenz-Spieler für Duisburg spielen werden – also auch Sören Sturm.
Lässt man Sturms subjektive Perspektive außer Acht, zeigt sich beispielhaft, wie wertvoll die Kooperation in räumlicher Perspektive ist: Spielte Sturm einst aufgrund diverser Kooperationsvereinbarungen in Heilbronn, Essen und Bremerhaven, so weilten andere Kölner Talente z.B. in Herne. Nicht nur die Wege (und somit Fahrzeiten) werden nun im Einsatzfall kürzer, auch spielen die Talente konzentriert an zwei Orten zusammen und können so auch gemeinsam spielerisch reifen.
Ein Beispiel: Wie der EC Peiting bekannt gab, wird Torhüter Stefan Vajs “mit Förderlizenz ausgestattet (…) wohl vor allem bei den Füchsen Duisburg zum Einsatz kommen.” Durch die kurze Strecke zwischen Köln und Duisburg erscheint es denkbar, dass Vajs nicht nur beispielsweise am Spieltag hinter Stammgoalie Lars Weibel die “Bank drückt”, sondern zusätzlich zu einem Einsatz bei den Füchsen käme - wo er mit Verteidiger Sören Sturm und weiteren Fölis der Haie spielen könnte. Eine Perspektive, die durch die Streuung der Fölis über die gesamte Republik bisher unmöglich war.
Mai 18, 2009
Ein kleiner Happen für alle diejenigen, die sich fragen, was eigentlich aus der Randnotiz von Anfang März geworden ist, wonach die Altersgrenze der DNL angehoben werden soll.
Nun, im Zuge des Austiegsverzichts des EV Füssen ist erneut ein kleiner Fetzen des - inzwischen wohl näher ausgearbeiteten - Konzeptes an die Oberfläche gespült worden. So schreiben die Füssener in ihrer Verzichtserklärung:
Auch hält der Verein nicht viel von der jetzigen DNL im Jugendbereich, in dem die DNL nicht richtig angesiedelt ist. Dass dies auch der DEB erkannt hat, zeigt sich in dem vom DEB neu ausgearbeiteten Konzept, welches vorsieht, die Altersklassen ab der Saison 2010/2011 dahingehend abzuändern, dass die DNL in den Juniorenbereich (U 17 bis U 20) eingegliedert wird und danach gleich die Schüler (U 15/U 16) kommen sollen. Aus der DNL, Jugend und Junioren mit jetzt fünf Ligen wird dann eine bundesweite Junioren-DNL sowie eine Liga tiefer die Junioren-DNL Süd und Junioren-DNL Nord, also nur mehr drei Ligen für den Altersbereich U 17 bis U 20.
Für diese absolut sinnvolle Änderung ist allerdings ein Beschluss in der DEB-Mitgliederversammlung erforderlich.
Nun werden solche Ideen nur selten so heiß gegessen, wie sie gekocht werden. Letztlich zeigt dieser Strukturschnipsel immerhin, dass das aktuelle Konzept der DNL auf dem Abstellgleis steht und ein neues Konzept in weiter fortgeschritten ist, als nur in wagen Grundaspekten benannt worden zu sein.
Mai 16, 2009
Doug Mason: Der Ex-Trainer der Haie ist nun auch medial in seiner neuen Wirkungsstätte Mannheim angekommen. Wie überall, so ist man auch dort um markige Sätze für die Schlagzeilen der Presse bemüht, aber auch um Statements zu seinem vorherigen Engagement.
So sieht Mason durch die Entlassung seine Reputation nicht gefährdet:
Der Rausschmiss in Köln im Herbst letzten Jahres ist abgehakt, versichert Mason: „Auf der ganzen Welt gibt es Top-Trainer, die mindestens einmal entlassen worden sind.“
Auf “Morgenweb.de” sieht er seine Entlassung pragmatisch und macht seine Ziele deutlich:
“Was hinter mir liegt, ist völlig egal. Das Einzige, was jetzt zählt, sind die Adler Mannheim.” Nach seiner Entlassung habe er die Akkus aufladen können.
(…)
“Ich gebe Talenten eine Chance. Es gibt nichts Schöneres, als mit jungen, hungrigen Spielern zu arbeiten”, betont Mason
Auch in der “Rheinpfalz” geht Mason noch einmal auf den KEC ein:
Vergangene Saison verschlissen die Kölner Haie drei Trainer - sie waren der Erste. War das Team untrainierbar?
Nein, das war eine gute Mannschaft. Der Verein hat bei mir die falsche Entscheidung getroffen. Es gab Möglichkeiten, den Erfolg zurückzuholen.
Thomas Greiss: Letztlich sind sie doch ausgeschieden, dass die Worcester Sharks aber durchaus erfolgreiche Playoffs spielten, ist zu einem großen Anteil der Verdienst von Thomas Greiss.
Ein kurzer Rückblick: Nach einer durchwachsenen Saison kam Greiss genau zu den Playoffs richtig in Fahrt, erzielte im letzten Spiel der Regular Season seinen ersten Shutout in Nordamerika. Es folgte sein erster Sieg in einem Playoff-Spiel in Nordamerika, sein erster Shutout in einer Playoff-Partie (in …), das Erreichen der zweiten Playoff-Runde nach 0:2-Rückstand nach Spielen - und auch eine starke Leistung in der zweiten Runde. Letztlich hat es dann doch nicht gereicht. Lesenswert am Rande: Eien Einschätzung der Top20-Prospects der Sharks seitens eines US-Bloggers.
Timo Pielmeier: Wie Greiss, so ist auch Timo Pielmeier aus den Playoffs ausgeschieden. Mit seinen Shawinigan Cataractes war er weit gekommen, musste sich aber letztlich in der Finalserie mit 3:4-Siegen Drummondville knapp geschlagen geben.
Mai 12, 2009
Obwohl noch nicht auf Haie.de publiziert, stehen offenbar doch einige Spiele der Saisonvorbereitung der Kölner Haie fest. Die im Netz kursierenden Termin stets Quelle habe ich hier gelistet.
08.08.09, ?? Uhr: Hannover Indians - Kölner Haie (Hockeyweb.de)
09.08.09, 15:00 Uhr: Kölner Haie - Hamburg Freezers (Hockeyweb.de)
14.-16.08.09, Dolomitencup mit dem EV Zug, den Black Wings Linz und der italienische Nationalmannschaft (Haie.de)
23.08.09, 16:00 Uhr Frankfurt Lions – Kölner Haie (frankfurt-lions.de)
28.08.09, 19:30 Uhr: Iserlohn Rooster – Kölner Haie (Hockeyweb.de)
30.08.09, ?? Uhr: Nürnberg Ice Tigers - Kölner Haie (IceTigers.de)
Außerdem: ??.08.09, Trainingslager in Füssen, zwei Testspiele gegen Awangard Omsk (Express)
Mai 5, 2009
Die Zeichen der Zeit stehen auf Neuanfang und nicht nur die Verpflichtungen von Stefan Vajs und Ivan Ciernik verdienen Aufmerksamkeit.
Premium-Partner: Die Sparkasse KölnBonn ist offenbar neuer Premium-Partner der Kölner Haie - und wird bei der offiziellen Auflistung der Partner auf Haie.de bereits als solcher geführt.
Erstes öffentliches Training: Haie.de berichtete bereits über die Planungen der ersten Tage des Sommertrainings und morgen steht ein besonderer Termin an: Das erste öffentliche Eistraining! Ab 17:30 Uhr in der KölnArena 2 gilt es nun also, die anwesenden Spieler, wie auch unseren neuen Trainer Pavlov (wieder) in Köln zu begrüßen.
Twitter: Wie bereits angemerkt schreibe nicht nur ich, sondern auch die Kölner Haie in Person von Philipp Walter bei Twitter.com und das zunehmend regelmäßig und interessant. Lesenswert!