Februar 27, 2009
Wenn die Zeitungen in diesen Tagen Redewendungen mit der Symbolik des von Board gehenden Kapitäns bemühen, so kann man gewiss sein, dass von Dave McLlwain die Rede ist, der in wenigen Stunden sein letztes Heimspiel absolvieren wird.
Alexander Brandt zitiert für den General-Anzeiger Bonn McLlwain mit den Worten:
“Seit einigen Jahren denke ich über den richtigen Zeitpunkt nach”. (…) “Irgendwann sind Körper und Geist nicht mehr einer Meinung. Ich habe viele Gespräche mit meiner Frau, meinen Eltern und dem Management geführt. Ich habe auch ehemalige Profis gefragt, wie sie ihre Karriere beendet haben. Sie sagten mir alle, dass man es irgendwann einfach weiß.”
Weiter berichtet er, dass McLlwain “nach Kanada zurück” geht und “seine Sachen packt”. Gegenüber Christian Oeynhausen (Kölner Stadtanzeiger), äußerte sich McLlwain konkreter:
Was er tun wird, weiß er noch nicht. Trainer, das könnte er sich vorstellen, Manager, hm, vielleicht auch. Eher nicht. Die Haie wollen den Kontakt nicht abreißen lassen. Aber eine konkrete Aufgabe haben sie bisher nicht für ihn. McLlwain wird erstmal nach Kanada zurückgehen und Abstand gewinnen. „Die Familie hat viel für mich geopfert, jetzt ist die Zeit, etwas zurück zu geben.“ Lise McLlwain, der 2005 adoptierte Sohn Nathan und er haben sich wohl gefühlt in Köln-Lindenthal. „Aber man braucht einen Grund, hier zu sein. Heimat ist Heimat: Kanada“, sagt McLlwain.
Ein Grund - das läßt Raum für Spekulationen. Doch dies ist Zukunftsmusik: Die Partie am heutigen Abend wird erst einmal ganz im Zeichen McLlwains stehen. Brandt schreibt a.O., dass McLlwain vor dem Spiel geehrt werden wird - und auch nach dem Schlusspfiff wird er sicherlich noch Ehrungen erhalten. Andi Renz hat sich im Express mit einem offenen Brief an die Fans gewandt:
Gegen Mannheim soll die Arena noch mal kochen, wir wollen nicht nur die drei Punkte, wir wollen auch unserem Kapitän Dave McLlwain einen würdevollen Abschied bereiten.
Nachtrag: Auf DEL.org findet ihr ein ausführliches Interview mit McLlwain.
Februar 26, 2009
Investoren: Die Bild konnte gestern nur andeuten, der Express ausführen: Eine Gruppe von wohl zehn Menschen möchte die Haie als “private und institutionelle Investoren” schultern, die Verbindlichkeiten der Saison stemmen und den KEC langfristig begleiten.
In der heutigen Presse nun weitere Statements: Thomas Eichin äußert sich gegenüber Martin Sauerborn und der Kölnischen Rundschau in zwei Artikeln (eins / zwei) zu den Themen Insolvenz, Unterstützung und Mäzen Göttsch, Christiane Mitatselis liefert für den Kölner Stadtanzeiger ein neues Statement Eichins zu Trainer Rupert Meister sowie das Minimalziel 2010: Das Erreichen der Playoffs. Uwe Bödeker nimmt für den Express Hans-Joachim Ziems von Ziems & Partner und seine Verbindung zu den Haien unter die Lupe.
Fansicht: Jeder von uns hat seine eigene Wahrnehmung der Saison, jeder hat seine eigenen Ursachen für die Misere ausgemacht. Alexander Brandt hat nun für den General Anzeiger Bonn vor einigen Wochen Bettina und Jürgen Peters, dessen Namen man sonst im Umfeld der Haie vor allem mit Sportfotografie verbindet, zu ihrer ganz persönlichen Sicht auf die Dinge befragt.
Travis Scott: 2:2 steht es in der ersten Playoff-Runde zwischen dem Klagenfurter Eishockey-Clubs und dem HC Insbruck und mitten drin ist Travis Scott. Nach seinem überraschenden Come-Back“Erste Bank Liga” durchsetzen und sich bis zum Saisonende steigern.
Diese ausführlichen Goalie-Statistiken der “Erste Bank Liga” laden zum Studieren ein, vor allem, weil Scotts Name erneut in die Gerüchteküche der Kölner Haie geworfen wird. KAC-Manager Oliver Pilloni jedenfalls bestätigt, dass Klagenfurt Scott wohl nicht über die Saison hinaus halten können wird. Weiter heißt es im Artikel:
Angeblich geht Scott in die DEL. Zu welchem Klub, weiß Pilloni nicht. Seine Vermutung: “Vielleicht zu Köln.”
Marcus Kink: Auch um den Ex-Hai der Jahre 2002–2004 ranken sich Gerüchte. Der Bild zufolge möchte Kink seinen auslaufenden Vertrag in Mannheim nicht verlängern und sich vielmehr den Eisbären Berlin anschließen.
Bob Leslie: Der ehemalige Trainer der Kölner Haie steht bei den Hamburg Freezers als Sportdirektor vor dem Aus. Gerüchte, wonach er durch den aktuellen IceTigers-Sportdirekter Otto Sykora ersetzt werden soll, wurden jedoch von Boris Capla vorläufig dementiert.
Februar 24, 2009
Auch in diesem Jahr suchte der Kicker das “Sportfoto des Jahres” - und mit von der Partie war ein Foto mit Haie-Beteiligung. Sieger in der Kategorie “Sport allgemein” wurde ein Bild von Lions-Hausfotograf Jan Hübner, welches Robert Müller bei einem Gegentor während den Playoffs 2008 zeigt.
Weitere eingereichte Fotos zeigen z.B. Hans Zach, aber auch zahlreiche weitere, sehr ästhetische Aufnahmen. Einfach mal durchklicken! 
Die Saison neigt sich langsam ihrem Ende entgegen und nach wie vor fällt es schwer, etwas Positives in ihr zu entdecken. Doch: Neben den guten Leistungen der “jungen Deutschen” besticht in den letzten beiden Wochen vor allem Daniel Rudslätt mit seinem Torriecher. “Scoring streak” mag terminologisch nicht korrekt sein, beeindruckend ist seine Ausbeute von 9 Toren in den letzten 5 Spielen aber dennoch - zumal ihm im gesamten bisherigen Saisonverlauf erst 8 Tore geglückt waren. Und so wird der Schwede mit dem Ende der Saison heimlich, still und leise seine statistisch beste Spielzeit im Trikot der Kölner Haie absolviert haben.
Zur Saison 2006-07 vom schwedischen Traditionsverein Djurgardens IF Stockholm nach Köln gewechselt, schaffte er mit 35 Punkten (14 Tore, 21 Assists) in 36 Spielen einen Einstand nach Maß. Seine zweite Saison verlief wesentlich unspektakulärer: Weniger Tore (10), weniger Assists (18) bei mehr Spielen (52) und einem mehr als verdoppelten Strafzeitenkonto (86 gegenüber 46 Min.). In der aktuellen Saison dann wieder die Rückkehr zu alten Statistiken: Bislang stehen für Rudslätt in 47 Spielen 17 Tore, 24 Assists und 34 Strafminuten bei einem +/–Wert von +8 - der zweitbeste Wert im Team nach Christoph Ullmann - zu Buche.
Natürlich profitiert Rudslätt bei seiner aktuellen Torausbeute von der Verantwortung, welcher er im Rahmen der schwierigen Umstände übernehmen darf/muss. Bemerkenswert ist dennoch, mit welchem Mitspielern sich Rudslätt offensichtlich neuerdings spielerisch gut versteht. Schauen wir auf die Assistgeber seiner vergangenen Tore:
Seit dem 13.02.2009:
Jerome Flaake: 5 Assists
Mirko Lüdemann: 4 Assists
Dave McLlwain: 3 Assists
Moritz Müller: 2 Assists
Torsten Ankert: 1 Assist
Christoph Ullmann: 1 Assist
Marcel Müller: 1 Assist
Bis zum 13.02.2009:
Christoph Ullmann: 3 Assists
Kamil Piros: 3 Assists
Stéphane Julien: 3 Assists
Mirko Lüdemann: 2 Assists
Mike Johnson: 2 Assists
Todd Warriner: 1 Assist
Harlan Pratt: 1 Assist
Bryan Adams: 1 Assist
Interessant ist zudem, dass die Reihenumstellung aus dem Spiel heraus nicht ausschlaggebend für die Torflut Rudslätts ist: Waren bis zum 13.02.2009 fünf seiner acht Tore Treffer im Powerplay (+ ein Treffer als sechster Feldspieler), so ändert sich dieser Wert nur geringfügig seit dem 13.02.2009 (ebenfalls 5 Überzahltreffer).
Mehr Verantwortung im Powerplay und neue Mitspieler an seiner Seite scheinen Rudslätt vor dem Tor eine Art “zweiten Frühling” beschert zu haben. Der Schwede, dessen Vertrag zum Ende der Saison ausläuft, empfiehlt sich mit dieser neuen Torgefährlichkeit für einen neuen Vertrag. Verlässliche Aussagen darüber, ob Rudslätt auch in der neuen Saison Bestandteil der Haie-Mannschaft sein wird/sein will, gibt es bislang freilich nicht.
Februar 23, 2009
Nicht nur der 8:5-Erfolg gegen den Tabellenführer aus Hannover, auch der Punktgewinn nach 3:1-Führung in Nürnberg und der gestrige 5:2-Auswärtssieg in Straubing zeugen davon, dass das Profi-Team der Haie die Saison mit Anstand zu Ende bringen will. Nachdem der KEC Stéphane Julien, Kamil Piros und Harlan Pratt die Freigabe erteilt hatte und der Rest des Kaders durch ein Virus reduziert wurde, überraschende Ergebnisse.
Alexander Brandt spricht im General-Anzeiger Bonn zu Recht davon, dass sich die Mannschaft “nicht hängen [lässt], im Gegenteil” und zitiert Rodion Pauels mit den Worten:
“Seit wir mit Julien, Pratt und Piros drei Spieler abgegeben haben, läuft es richtig gut.” (…)
“Unsere jungen Spieler haben die Lücken gut gefüllt, dadurch haben etwas ältere Spieler wie Torsten Ankert, Sören Sturm oder Moritz Müller mehr Verantwortung bekommen und z.B. im Powerplay gespielt.” Ein Sonderlob verteilte der Manager an Jerome Flaake: “Natürlich spielt er noch nicht so konstant wie ein alter Hase, aber er zählt schon jetzt mit 18 Jahren zu den Leistungsträgern.”
Die jungen Spieler wie Norman Hauner, Marcel Ohmann, Julian Eichinger, Tom-Patric Kimmel, Dennis Steinhauer oder Dustin Schumacher haben sich bewährt. “Nicht für alle geht der Weg sofort in die DEL”, sagte Pauels. “Wir wollen nächstes Jahr neu angreifen, und das kann man nicht, wenn man alle jungen Spieler einsetzt. Aber sie haben gezeigt, dass man jederzeit auf sie bauen kann.”
Die Vorrunde ist gespielt, die “wahre” Saison beginnt: Der Kölner EC wird von Rang drei der DNL-Tabelle in die Playoffs starten und trifft somit in der ersten Runde auf die Eisbären Juniors aus Berlin. Im Modus “best-of-five” treffen die Teams an folgenden Terminen aufeinander:
1. KEC-EJB - Mittwoch, 25.02.2009, 19:00 Uhr
2. EJB-KEC - Samstag, 28.02.2009, 16:00 Uhr
3. EJB-KEC - Sonntag, 01.03.2009, 11:00 Uhr
*4. KEC-EJB - Samstag, 07.03.2009, 17:00 Uhr (falls nötig)
*5. KEC-EJB - Sonntag, 08.03.2009, 12:00 Uhr (falls nötig)
* Falls notwendig.
Karten für das Spiel in Köln sind im Haiezentrum zu erwerben.
Gegen die Eisbären Juniors weisen die Haie in dieser Saison eine ausgeglichene Bilanz auf. Nach zwei Niederlagen zu Beginn der Saison (2:3 und 0:3 in Berlin), konnte die Saisonserie zu Hause durch ein 5:2 und 7:5 ausgeglichen werden.
Fraglich ist die aktuelle Durchschlagkraft der Junghaie vor allem jedoch im Kontext der Einbindung ihrer besten Spieler in das Profiteam des KEC. In den vergangenen Spielen waren nicht nur Marcel Ohmann, Dennis Steinhauer und Norman Hauner im Kader, auch Julian Eichinger, Dustin Schumacher, Christoph Ziolkowski und die beiden Goalies Christoph Oster und Sebastian Kinader wurden eingesetzt oder saßen zumindest auf der Bank, standen dem DNL-Team zumindest teilweise somit nicht zur Verfügung. Die Krise des Profiteams hat seinen Tribut auch im Nachwuchsteam gefordert, was man sowohl positiv, als auch negativ auslegen kann. Auch die Loslösung von Rupert Meister vom Team ist in diesem Kontext zu nennen.
Ab Mittwoch wird sich zeigen, wie das Flaggschiff des KEC-Nachwuches schlägt!
Februar 21, 2009
Die Ausnahmesituation dieser Saison macht es möglich: Erstmals können KEC-Fans in dieser Saison den DNL-Playoffs wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenken, da das Profi-Team das entsprechende Pendant bekanntlich erstmals auf sportlichem Wege verpassen wird. Haie.de hat bereits darauf hingewiesen:
Die KEC-Youngster bestreiten ihr erstes Heimspiel der „best of five“-Serie am Aschermittwoch (25.02.) um 19 Uhr im Haie-Zentrum (Gummersbacher Str. 4). Der Gegner steht noch nicht fest, in Frage kommen Berlin, Rosenheim und Düsseldorf.
Der Zweikampf um den zweiten Rang in der Tabelle der Deutschen Nachwuchsliga gipfelt in den Spielpaarungen an diesem Wochenende und im ersten Schritt mussten die Junghaie zurückstecken. Gegen den möglichen Playoff-Gegner der ersten Runde, die Starbulls Rosenheim, setzte es am heutigen Abend eine 2:3 n.V.-Niederlage, während der direkte Konkurrent aus Landshut sein Spiel erfolgreich gestalten konnte und sich mit zwei Punkten absetzen konnte. Das entscheidende Spiel findet nun am morgigen Sonntag in Landshut statt, wo der KEC um 11:00 Uhr auf den EVL trifft.
Man hat es ihnen ein wenig gegönnt: Nachdem die Füchse aus Duisburg “den eingefleischten Fans etwas zurückgeben” wollten und für den Rest der Saison Spiele bei freiem Eintritt gewährten, wurde schnell klar, dass u.a. das Spiel gegen die Haie von dieser Regelung ausgenommen und zudem noch jede Karte mit einem “Topspielzuschlag” bedacht wurde. Dementsprechend kamen weit weniger Fans, als sich die Macher der Füchse sich dies ausgerechnet hatten. Hier die Zahlen der letzten Auswärtspartien, wie immer unbereinigt und mit dem aktuellen Schnitt verrechnet. Eine ausführliche und genaue Rechnung erfolgt am Ende der Saison.
13.02.2009: Füchse Duisburg - Kölner Haie:
1,506 Zuschauer / Schnitt: 1,810 Zuschauer | - 304
15.02.2009: Hannover Scorpions - Kölner Haie:
10,025 Zuschauer / Schnitt: 5,363 Zuschauer | + 4,662
17.02.2009: Krefeld Pinguine - Kölner Haie:
4,184 Zuschauer / Schnitt: 4,463 Zuschauer | - 279
20.02.2009: Sinupret IceTigers - Kölner Haie:
5,436 Zuschauer / Schnitt: 4,150 | + 1,289
Insgesamt sorgten die Haie somit bislang in den Arenen der DEL-Kontrahenten für + 22,425 Zuschauer.
Februar 20, 2009
Als die Partie der Hamburg Freezers gegen die Kölner Haie am 09.01. gespielt und Geschichte war, stand nicht die 2:3-Niederlage aus Sicht des KEC, sondern die gelungene Liveübertragung der Partie im Free-TV im Fokus des Interesses. “Offene Türen” wurden damals eingerannt und auch die Quote stimmte. Auch die zweite Übertragung durch Eurosport, die Partie der Adler Mannheim gegen die Hannover Scorpions sorgte bei allen Verantwortlichen für eine positives Echo. Den Wert der Übertragung beschrieb Marco Stichnoth, Geschäftsführer Hannover Scorpions, so: „Durch diese weitere Live-Übertragung bei Eurosport präsentieren wir uns abermals einer breiteren Öffentlichkeit und stärken dadurch die ganze Liga.“
Eine weitere Übertragung scheiterte nun in dieser Woche an der Absage der Metrostars aus Düsseldorf. Wie die Eishockeynews online berichtete, waren finanzielle Gründe ausschlaggebend:
Von den rund 30.000 Euro Produktionskosten hätte die Liga sowie der Gast aus Mannheim ein Teil übernommen, die Hauptlast hätten aber die Metro Stars tragen müssen. Die haben nun „dankend“ abgelehnt.
Der Artikel endet mit der Aussage: “Die jetzige Absage von Seiten der Düsseldorfer ist also auch ein Schlag ins Gesicht aller Eishockey-Fans.” Dies kann man so sehen. Man kann aber auch eine andere Position beziehen. Denn: An dieser Stelle bricht ein Grundproblem des DEL-Eishockey auf: Die Übertragung der Sportart im TV und die Frage, welche Möglichkeiten und Entscheidungsspielräume bleiben.
Werfen wir einen vergleichenden Blick in das Rund der großen Mannschaftssportarten und ihre TV-Präsenz. Über allem schwebt der Fußball, der es geschafft hat, selbst seine dritte Liga - und somit Vereinen wie dem SV Sandhausen, VfR Aalen oder Jahn Regensburg - sowohl in der Samstäglichen Sportschau, wie auch in den dritten Programmen zu platzieren. Hierfür erhalten die Vereine von den Öffentlich Rechtlichen Sendern bislang 600.000 €, ab kommender Saison 800.000 € - und wenn es nach dem Willen von DFB-Direktor Helmut Sandrock geht, in Zukunft 1.000.000 € pro Saison und Club.
Eine Million Euro erzielt die Handball Bundesliga (HBL) bereits seit 2006 in einem Mix aus Free- und Pay-TV - jedoch als Liga und nicht pro Club. Dafür werden rund 170 Spiele durch verschiedene Anbieter für das TV aufbereitet. Ein Linktipp am Rande: Die Website http://www.handballimfernsehen.de widmet sich ausschließlich diesem Thema und bietet unter anderem eine Darstellung des o.g. Vertrages.
Freute sich die Basketball-Bundesliga (BBL) 2003 noch über den Vertrag mit dem DSF, welcher über einen Zeitraum von zwei Jahren die Liveübertragung von Spielen garantierte, war bereits nach einem Jahr klar, dass das DSF aussteigen würde - die Quoten waren einfach zu schlecht. Zudem sorgte der Abgang der Ligensponsoren s.Oliver und der Deutschen Bahn für weitere Probleme. Zwischen den Zeilen war nun zu lesen, dass die Finanzierung der Übertragungen, welche offensichtlich zum Teil von der BBL getragen wurden, mit dem Abgang der Sponsoren schwierig wurde. So berichtete das Handelsblatt:
Der Hauptsponsor und sein Geld waren Teil des Eckdaten-Vertrages zwischen BBL und DSF. Als die Liga den Hauptsponsor nicht wie vereinbart bis zum 1. Oktober mitbringen konnte, musste neu verhandelt werden. “Es war nicht einfach”, sagt DSF-Kommunikationsleiter Jörg Krause, “aber wir haben einen Weg gefunden, die Übertragungen zu sichern.”
Es sind verschiedene Wege und Philosophien, die sich die einzelnen Sportarten gesucht haben. Es bleibt festzustellen, dass der Eishockeysport auf DEL-Ebene durch die Partnerschaft mit Premiere mehr Geld verdient, als jede der anderen genannten Sportarten, natürlich abgesehen von der 3. Fußball-Liga: Rund 200.000 € erhält jeder DEL-Club pro Saison als Erlös aus dem TV-Vertrag mit Premiere. Gleichzeitig impliziert dieser positive Punkt aber auch eine negative Komponente: Es liegt in der Natur der Sache, dass durch die Selbstbeschränkung auf das Pay-TV weniger sponsorenrelevante Blickkontakte produziert werden, als bei einer Darstellung im Free-TV. Das Beispiel des Basketballs, wie auch der aktuelle Fall rund um die Metrostars, zeigt jedoch, dass ohne eine Investition keine breite Free-TV-Präsens zu erhalten ist. Keine breite Free-TV-Präsens, denn vertreten ist das DEL-Eishockey im Free-TV durchaus: In kurzen Clips, meist in Magazinen wie dem Morgenmagazin. Eine Ausweitung stünde den Öffentlich Rechtlichen Sendern frei, weiter genutzt wurden die erworbenen Rechte bislang freilich nicht. Auf der anderen Seite steht nun der Sender Eurosport, der eine Beteiligung an den Produktionskosten erwartet.
Angesichts der bereits geleisteten Übertragungen und den unterschiedlichen Vorgehensweisen der Clubs muss sich die DEL nun eine grundlegende Fragen stellen und eine Philosophie entwickeln: Die Frage ist, ob man für die Liveübertragung von Spielen durch Free-TV-Sender Geld bezahlen möchte. Die zunächst paradox anmutende Situation hätte immerhin den Vorteil, dass Interessierte geworben und Sponsoren Blickkontakte geboten werden könnten. Darauf aufbauend ist eine zweite Frage denkbar: Lohnt sich ein solches Engagement in einer Kosten/Nutzen-Rechnung? Anders gesagt: Kann durch die Präsenz im Free-TV ein so deutliches Plus auf z.B. dem Sponsoren-Sektor erwirtschaftet werden, dass sich die Investition lohnt?
Wenn man davon ausgeht, dass man zum einen auf die durch Premiere garantierten (vielen) Livespiele und deren Vergütung nicht verzichten möchte, zum anderen die Option von (ausgewählten) Spielen im Free-TV offen halte möchte, sind verschiedene Szenarien denkbar:
1) Es bleibt wie es ist: Manche Vereine können die Beteiligung an den Produktionskosten zahlen, andere nicht.
2) Die Vereine der Liga begreifen die Livespiele als Werbung für die gesamte Liga und finanzieren einen Pool, aus welchem solche Übertragungen finanziert werden.
3) Die DEL findet einen Sponsor, der diesen Pool finanziert.
Sowohl für 2), als auch für 3) stellt sich die Frage, ob, wie und durch wen die Spielpaarungen festgelegt werden sollen. Ein Sender würde tendenziell wohl die Teams aufstellen, die die beste Quote versprechen. Als direkte Folge könnten sich andere Teams benachteiligt fühlen und den Sinn ihrer Mitfinanzierung in Frage stellen.
Die Weigerung der Metrostars ist ein guter Anlass, den Schwebezustand der bisherigen Eurosport-Übertragungen zu überdenken und sich in der Liga auf eine Vorgehensweise festzulegen. Erfolgt dies nicht, ist negative Presse, wie im aktuellen Fall, nicht zu vermeiden.
Stefan Schauer: Aus gesundheitlichen Problemen hat Schauer seit über zwei Jahren kein DEL-Spiel mehr bestritten, das juristische Gerangel um seine Vertragsauflösung zieht sich jedoch weiter hin. Im August 2008lösten die IceTigers nach einem verpassten Test den Vertrag mit Schauer auf, der jedoch pocht auf die Erfüllung des Vertrages bis 2010. Das aktuelle Kapitel: Der Prozess muss wegen Krankheit des Richters vertagt werden.
Kai Hospelt: Der Sohn von Haie-Legende Wim Hospelt und langjähriger Jung- und Profihai hat einen neuen Vertrag bei den Grizzly Adams Wolfsburg unterschrieben und wird bis 2011 das Trikot mit dem Bären tragen.
Lasse Kopitz: Ebenfalls mindestens bis 2011 wird Lasse Kopitz den Frankfurt Lions erhalten bleiben. Ein weiterer Ex-Haie, Lions-Manager Dwayne Norris, ist in diesem Kontext voll des Lobes für Kopitz:
«Lasse überzeugt durch seine konstante Spielweise. Auch verfügt er über die nötige Erfahrung.
Carsten Gosdeck: Der ehemalige Junghai wird in der aktuellen Ausgabe der Eishockeynews interviewt und macht ein paar interessante Aussagen über seinen aktuellen Verein, die Lausitzer Füchse, seinen ehemaligen Verein, den SC Riessersee, sowie die aktuelle Saison.
Niklas Treutle: Der ehemalige Junghai hat sein DEL-Debüt gegeben! Beim 7:2-Erfolg der Sinupret IceTigers gegen die Kassel Huskies Ende Januar wurde Treutle in der 52. Minute eingewechselt und konnte den Sieg seines Teams festhalten.
Februar 10, 2009
Der Karneval besitzt in Köln nach wie vor eine Bedeutung, wie weit über das Schunkeln und das kölsches Liedgut hinausgeht. Die politische Dimension wird jedem ersichtlich, der die Wagen der Umzüge betrachtet oder die das preußische Heer persiflierten Funken reflektiert. Doch auch für die Haie hat der Karneval in dieser Saison eine Bedeutung, die über den bloßen Spaß “um des Spaßes willen” hinausgeht.
In “guten Zeiten” eine Selbstverständlichkeit, in “schlechten Zeiten” verordnet? Uwe Bödeker berichtete Ende Januar für den Express:
Am Donnerstag, 5. Februar, müssen alle Spieler zur Haie-Karnevals-Sitzung im Hotel Pullmann antanzen. Haie total jeck! Dem Publikum soll eine Einheit präsentiert werden, die es auf dem Eis in dieser Saison nie zu sehen gab.
Dem war wohl nicht so, schließlich berichtet Bödeker nun:
Die vereinseigene Sitzung am vergangenen Donnerstag hat Haie-Verteidiger Mirko Lüdemann aus Angst vor Fans-Spott nicht besucht.
Dafür zeigte er sich am Samstagabend bei der Jan-von- Werth-Sitzung im Sartory in feucht-fröhlicher Partylaune.
(…)
Der jecke Lüdemann wird von Haie-Boss Thomas Eichin abgewatscht. „Ich habe die Spieler nicht gezwungen, zur Haie-Sitzung zu kommen, aber dass nur Kapitän Dave McLlwain da war, spricht für sich. Dass Lüdemann jetzt woanders feiert, nehme ich zur Kenntnis.“
Die Frage nach dem “richtigen” Handeln in der aktuellen Situation ist für die Spieler durchaus ein Ritt auf der Rasierklinge. Verschiedene Spieler nehmen verschiedene Rollen im Team und in der Mannschaft ein und es werden verschiedene Handlungsweisen von ihnen erwartet. Dies erfuhr zuletzt auch Christoph Ullmann:
Der Manager (Rodion Pauels) erlebte in den Tagen der Sondierung aller Angebote übrigens auch eine herbe persönliche Enttäuschung: „Ich habe Verständnis für abwanderungswillige Spieler, wenn ihr Vertrag ausläuft, aber bei Christoph Ullmann war ich menschlich enttäuscht. Er ist unser bester Spieler und soll das neue Gesicht des Clubs sein, die Identifikationsfigur. Er hat gesagt, dass er das auch will. Wir verlangen, dass er in solch schwierigen Situationen dieser Aufgabe nachkommt.“ Ullmann, der noch zwei Jahre Vertrag besitzt, hatte Pauels mehrfach um Freigabe gebeten.
Eine “Identifikationsfigur” muss stets abzuwägen, welcher Schritt welches Licht auf sich und den Verein wirft, da sie in besonderer Weise reflektiert.
Es ist menschlich nachvollziehbar, dass Lüdemann eine Feier abseits der KEC-Familie und des dort geballt vorhandenen Frustpotentials der Haie-Sitzung vorzieht, so wie es auch nachvollziehbar ist, dass Ullmann bei einem ausländischen Verein um eine Meisterschaft mitspielen möchte. Gleichzeitig unterstreicht ein solches Handeln aber vor allem den Wert der Person Dave McLlwains, der - als offenbar einziger Hai - den direkten Kontakt mit den Fans nicht scheute und seiner Verantwortung (?) als Identifikationsfigur nachkam - und nach wie vor im Kader der Haie um jede Scheibe kämpft.
Doug Mason sagte einmal, dass die besten Spieler auch die beste Leistung bringen müssen, wenn man eine Meisterschaft erringen möchte. Daran angelehnt muss man auch festhalten, dass Leader ihre Rolle ausfüllen müssen - auf und abseits des Eises - wenn ein Team als ein Team funktionieren soll.
Und wer weiss: Vielleicht hat sich Lüdemann auch im Nachhinein geärgert, als er sah, dass die Haie-Sitzung 2009 als durchaus gelungen beschrieben werden muss (Friedhelm Funkel / Fotos).
Peppi Heiss: Der Meisterhai von 1995 sammelt weiter Erfahrung im Trainergeschäft. Heiss, der sich Trainer eines DNL-Teams und natürlich auch als Torwarttrainer seine ersten Sporen verdient hat, übernahm kurzfristig die Arbeit des Cheftrainers vom EHC München, dessen eigentlicher Coach Pat Cortina mit der ungarischen Nationalmannschaft bei der Olympiaqualifikation in Lettland gastierte. Cortina äußerte sich über das Engagement von Heiss und EHC-Manager Christian Winkler, der ebenfalls an der Bande stehen wird, auf der Vereinswebsite.
“Ich wollte unbedingt, dass die beiden es gemeinsam machen. Christian weiß, was zu tun ist, denn er kennt das Team bestens, und Peppi ist ein erfahrener Mann, der mich auch oft im Training auf dem Eis unterstützt. Zudem hat Peppi die Trainer B-Lizenz. Beide werden sich gut ergänzen”
Gegenüber Matthias Würfl (TZ) äußerte sich Peppi hinsichtlich seiner Aufgabe und der potentiellen Zukunft des EHC München in der DEL.
Benefiz-Spiel: Zahlreiche Ex-Haie nahmen an einem Benefiz-Spiel zu Ehren des 40. Vereinsjubiläums des HSV-Eishockey teil. Neben Peppi Heiss auch Erich Kühnhackl wurden auch die Ex-Haie Uli Hiemer, Jörg Mayr und Helmut Steiger eingeladen. Spielberichte zur Partie, welche 13:11 für das Team “Premiere” endete, findet ihr auf Hockeyweb.de und in der Welt; ein Gruppenbild auf HSV-Eishockey.de.
Jason Young: Der Meisterhai von 2002 hängt seine Schlittschuhe noch nicht an den Nagel: Wie die Eishockeynews in der Vorschau auf die kommende Ausgabe berichtet, wird Young den Frankfurt Lions wohl noch zwei Jahre erhalten bleiben.
Frankfurt: Der Kapitän bleibt an Bord
Noch fehlt die Bestätigung, aber Jason Young verlängert seinen Vertrag wohl um zwei Jahre
Dieter Kalt: Wer die für die Olympiaqualifikation entscheidende Partie zwischen Deutschland und Österreich live im TV verfolgen konnte, dem wird Dieter Kalt unzweifelhaft aufgefallen sein. Nicht nur durch sein Tor, auch im gesamten Spiel der Österreicher agierte “C” Kalt als Leitwolf. Auch für die Medien war Kalt zentraler Bezugspunkt, wenn es um die Nationalmannschaft geht: Bericht 1 / Bericht 2.
Die deutsche Nationalmannschaft hat es geschafft: Durch drei Siege in drei Spielen hat sich das DEB-Team für Olympia 2010 in Vancouver qualifiziert. Im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit: Coach Uwe Krupp.
Vor dem entscheidenden Spiel gegen Österreich sprach Uwe Krupp mir Christian Oeynhausen (KSTA) und äußerte sich zur Frage der Nachwuchsförderung, des DEL-Modus und auch zur aktuellen Situation in Köln.
Sie haben sich besorgt um den Standort Köln, ihren Ex-Klub, geäußert. Was haben sie gemeint?
KRUPP: Wenn bekannt wird, dass ein Verein finanzielle Problem hat, macht man sich Sorgen, ob es dort in dem bekannten Maß weitergeht. Es wäre schade für Köln und schlecht für uns, wenn es nicht so wäre. Köln ist ein Vorzeige-Standort bei der Nachwuchsarbeit, die Rodion Pauls aufgebaut hat. Als ich in Köln gespielt habe, gab es das nicht.
Es hat bei Ihnen trotzdem bis zum Stanley-Cup-Sieg gereicht.
KRUPP: Na ja, man sollte die Kombination aus Verbissenheit, Sturköpfigkeit und das notwendige bisschen Glück niemals unterschätzen.
Auch nach dem 2:1-Erfolg über Slowenien äußerte sich Krupp umfangreich.
Wie haben sich nun unsere Haie im Turnier geschlagen?
Andi Renz: 3 Spiele / 2 Strafminuten / 0 Tore / 0 Assists / +/- +2
Christoph Ullmann: 3 Spiele / 6 Strafminuten / 0 Tore / 1 Assist / +/- +2
Philip Gogulla: 3 Spiele / 2 Strafminuten / 1 Tor / 1 Assist / +/- +1
Moritz Müller: 3 Spiele / 2 Strafminuten / 0 Tore / 1 Assist / +/- +2
Und nicht zu vergessen: Physiotherapeut Carsten Fiedler, auf dessen Einsatz weder die Haie, noch das Nationalteam verzichten wollen und dessen Leistung nicht in Zahlen ausgedrückt werden kann.
Ein tragender Aktivposten in der erfolgreichen ersten deutschen Sturmreihe war Christoph Ullmann, dessen Engagement im Nationalteam vom Mannheimer Morgen beobachtet wurde - und welcher auch über die Nichtigkeit von Wechselgerüchten berichten kann.
Einer, der zu den Ersten gehören wird, die zur Nationalmannschaft stoßen, ist Christoph Ullmann. Nach einer Seuchensaison haben die Kölner Haie sieben Spieltage vor dem Vorrundenende bei nur noch einer Partie vor heimischem Publikum keine Chance mehr auf das Erreichen der Play-offs. So war die Reise nach Hannover für Ullmann auch ein Weg, um die Sorgen im Verein für kurze Zeit zu vergessen. “Ich habe mich schon ein bisschen wie Poldi gefühlt. Es macht immer Spaß, zur Nationalmannschaft zu kommen. Es hat mich gefreut, dass es um etwas ging. Das waren meine Play-offs”, meinte der 25-Jährige.
Während die Haie einem Trio die Freigabe erteilten, um Geld zu sparen - so wechselte Verteidiger Stephane Julien zu Red Bull Salzburg nach Österreich - darf Ullmann keine Play-offs im europäischen Ausland spielen. Gerüchten, er wolle aus seinem Drei-Jahres-Vertrag in Köln aussteigen, widerspricht der ehemalige Mannheimer vehement: “Daran ist gar nichts dran.”
Am vergangenen Dienstag meldete sich Adler-Manager Marcus Kuhl bei Ullmann, um die Lage zu sondieren. Er handelte sich ebenso eine Absage ein wie Stadionsprecher Udo Scholz. “Der Udo hat mir eine SMS geschickt und geschrieben, er würde mich persönlich vom Bahnhof abholen, wenn ich zurückkäme, aber ich werde meinen Vertrag in Köln erfüllen”, betonte Ullmann.
Und weil wir alle befreit jubelnde Haie-Spieler in dieser Saison viel zu selten gesehen haben, hier zwei Bilder aus dem Nationalteam. Bild 1 / Bild 2
Februar 6, 2009
Ich hatte vor einigen Tagen näher über die einzelnen Einsätze von KEC-Spielern im Nationaltrikot berichtet, nun haben die Teams ihre ersten Spiele hinter sich und es ist Zeit für eine erste Bestandsaufnahme.
Fangen wir an mit dem “C” Andi Renz und seiner Mannschaft, dem deutschen Nationalteam, welches zur Zeit die Olympiaqualifikation in Hannover spielt - und das bislang sehr erolgreich. Im ersten Spiel des Turniers konnte sich das DEB-Team mit 7:1 gegen Japan durchsetzen.
Aus Haie-Sicht relevant: Philip Gogulla mit einem Tor und einem Assist, Moritz Müller mit einem Assist, Christoph Ullmann mit einem Assist, Andi Renz “Spieler des Tages der DEB-Nationalmannschaft”.
DEB.-online.de zitiert Andi Renz mit den Worten:
„Für uns war es natürlich ein perfekter Start in das Turnier. Wir haben die Japaner gleich unter Druck gesetzt und schnell geführt. Mit einer Führung lässt es sich dann immer leichter spielen. Es war aber auch hart verdient. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute hart gearbeitet und gefightet und haben den Japanern einfach nichts gegeben. Wir haben sie einfach zermürbt und das war der erste Schritt in die richtige Richtung. Aber das bedeutet im Turnier noch gar nichts. Wir wissen dass am Samstag die Österreicher kommen – das ist ein Derby. Da geht es immer anders zu, da gibt es auch andere Gesetze. Und vor allem werden die Österreicher versuchen uns zu provozieren und hart zu spielen. Wir müssen einfach Schritt für Schritt gehen und versuchen unser Konzept durchzubringen. Wenn wir das machen, was wir können, werden wir dieses Spiel gewinnen.“
Im Bezug auf die U-19 Nationalmannschaft und ihren Einsatz im 5-Nationen Turniers in Turku muss ich mich gleich noch korrigieren: In meinem eingangs verlinkten Artikel habe ich bei der Kaderzusammenstellung glatt Tom-Patric Kimmel übersehen, der neben Jerome Flaake im Kader steht.
Mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen - 2-4 (0-2, 1-2, 1-0) gegen Finnland und 1-4 (0-1,1-1,0-2) geegn die Schweiz - beendet U-19 das Turnier auf dem letzten Platz. Flaake konnte das zwischenzeitliche 1-2 in der Partie gegen die Schweiz erzielen.
Nicht viel besser erging es Sebastian Kinader und Maik Blankhart, welche gestern mit der deutschen U-17 Nationalmannschaft dem Schweizer-Team mit 0-5 (0-2, 0-2, 0-1) unterlagen.
Februar 5, 2009
Vor gut fünf Minuten begann für das DEB-Team mit der Partie gegen Japan die Olympia-Qualifikation in Hannover. Der aktuelle Zwischenstand lautet 2:0, Philip Gogulla hat seinen ersten Assists verbucht - und wem in der Drittelpause langweilig werden sollte, den kann einen Blick in diese Notizen werfen.
Andi Renz: Wie Christian Oeynhausen für den Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, darf
im Nationalteam (..) diesmal der KEC-Verteidiger Andreas Renz das „C“, des Kapitäns tragen.
Christoph Ullmann: Ob der Topscorer des KEC in der Partie gegen Japan auflaufen kann, war gemäß Eishockeynews.de zeitweise fraglich: Ullmann und Michael Hackert
leiden an einer Grippe, weshalb Krupp erst kurz vor Spielbeginn Entwarnung geben konnte: “Die Spieler haben sich erholt und werden beide spielen.
Neben dieser Information verrät die Eishockeynews auch bereits die Offensivreihen des DEB-Teams - und damit, dass die Haie mit Gogulla und Ullmann zwei Spieler der ersten beiden Reihen stellen.
Hackert, Wolf, Gogulla
Ullmann, Seidenberg, Tripp
Felski, Barta, Klinge
Mulock, Rankel, Mueller
Erinnerungen: “Wie einst Lüdemann”, so titelt Wolfgang Gärner für die Süddeutsche Zeitung und erinnert an die Situation des
13. Februar 2000 in Ljubljana und den legendären Treffer des Kölner Verteidigers Mirko Lüdemann acht Sekunden vor Schluss zum 2:1 gegen Italien. Zum ersten und bislang einzigen Mal hatten die Deutschen eine Qualifikation spielen müssen, aber am Ende der Tortur war das damals von Hans Zach angeleitete Team auch 2002 in Salt Lake City dabei.
In seinem Gesamtüberblick wird dem einen oder andere Haie-Fan der berühmt-berüchtigten Penalty von Ex-Hai Peter Draisatil während der Olympischen Winterspiele 1992 vor dem geistigen Auge lebendig. Gärner erinnert an die Radioreportage von Eddy Körper:
“Der Puck liegt auf der Linie und geht nicht weiter . . . Peter Draisaitl hat das Elend der Welt auf dem Schläger”
Die für Eishockeyfans enttäuschend unergiebige, aber sonst sehr interessante Website Sporhelden.de hat Körpers Reportage im Wortlaut, einen Bericht zum Spiel und auch ein Interview mit dem Unglückvogel des Abends.
Das Eröffnungsspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 wird in der Arena “auf Schalke” gespielt werden und das Zuschauerinteresse ist ohne Frage gewaltig. Dass bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt über 40,000 Tickets abgesetzt werden konnten, muss als unerwarteter Erfolg gewertet werden. Doch: Ist der Erfolg tatsächlich unerwartet? Die Faszination für Eishockeyspiele außerhalb der “gewöhnlichen” Arenen scheint ein Erfolgsgarant zu sein, der übertragbar funktioniert.
Die in den letzten beiden Jahren ausgetragenen “Winter Classic”-Spiele der NHL verbindet man in erster Linie mit enormer Kälte und einem Gefühl “ursprünglichen” Eishockeys. Der Ursprung der Outdoor-Spiele könnte jedoch von diesem Image nicht weiter entfernt sein. Ausgerechnet oder natürlich war der Ausgangspunkt Las Vegas, wo die Pre-Saison-Partie der New York Rangers gegen die Los Angeles Kings im September 1991 in der Caesars Palace outdoor arena 13,000 Zuschauer lockte.
Das Spiel in Las Vegas sollte eine Ausnahme in der Geschichte der Outdoor-Spiele bleiben. Als die Teams der rivalisierenden US-Colleges Michigan State University (MSU Spartans) und University of Michigan (U-M Wolverines) im Oktober 2001 im Spartan Stadium zu Michigan aufeinander trafen, war vermutlich jeder der 74,544 Zuschauer von der gewaltigen Kulisse ergriffen. Das Zusammenspiel von Rivalität, einer “ursprünglichen” Kälte und der Sogwirkung einer gigantischen Fanmasse sollte zum Erfolgsrezept kommender Outdoor-Spiele werden.
Vergingen zwischen dem Spiel in Las Vegas und dem in Michigan zehn Jahre, so inspirierte der enorme Erfolg des “Cold War”-Spiels die NHL rasch zu einem weiteren Versuch: In dem als “NHL Heritage Classic” bezeichneten Spiel trafen im November 2003 die Montreal Canadiens auf die Edmonton Oilers. “On the road” konnten die Habs die heimischen Oilers vor 57,167 Zuschauern im Commonwealth Stadium mit 4:3 besiegen. Bilder dieses Spiels prägen die Wahrnehmung der Outdoor-Spiele bis heute: Es sei nur an Jose Theodores wärmende Aufmachung erinnert.
Was fasziniert und funktioniert, dass wird gerne wiederholt:
- Im “Frozen Tundra Classic” im Februar 2006 zwischen den NCAA-Teams der Universitäten Ohio State und Wisconsin vor 40,890 Zuschauern.
- Im Charity-Spiel eines Team World (Paul Coffey, Thomas Sandstrom, Jari Kurri, Peter und Anton Stastny etc., Coach Scotty Bowman) gegen ein Team Russia (rund um die Sovjet-Legenden Igor Larionov, Sergei Makarov, Vladimir Krutov, Vyacheslav Fetisov and Alexei Kasatonov) vor 2,000 Zuschauern auf dem roten Platz in Moskau im Jahr 2006.
- Im “Tatze-Derby” spielte der SC Bern gegen den heimischen SC Langnau Tigers vor 30,076 Zuschauern im Stade de Suisse.
- Im erst neulich ausgetragenen KHL All-Star-Game wiederum auf dem roten Platz in Moskau und vor ca. 3000 Zuschauern.
Auf eine neue Stufe der Vermarktung hob die NHL die Outdoor-Games durch die Etablierung eines jährlichen “Winter Classic”-Spiels am ersten Januar. Beibehalten wurden die Erfolgsgaranten “Kälte”, “Rivalität der Teams” und “großes Stadion”. So spielten am 01.01.2008 die Buffalo Sabres im heimischen Ralph Wilson Stadium gegen die Pittsburgh Penguins vor 71,217 Zuschauern; die Chicago Blackhawks im heimischen Wrigley Field gegen die Detroit Red Wings am 01.01.2009 vor 40,818 Zuschauern.
Eine entscheidende Stellschraube für den Erfolg der Spiele ist die Betonung der Besonderheit bzw. Einzigartigkeit. Wurde bei der Partie der Blackhawks gegen die Red Wings die Betonung auf die langjährige Tradition der beiden “Original-Six”-Teams gelegt (so traten beide Teams in Vintage-Jerseys an), so ist auch die Jagd nach Rekorden ein werbewirksames Moment. Der im Winter-Classic von 2008 angestrebte Rekord für die höchste Zuschauerzahl eines regulären NHL-Saisonspiels wurde - natürlich - erreicht. Ein konkreter Anlass ist ebenfalls stets willkommen, um ein Outdoor-Spiel zu veranstalten. Sei es im Falle des charity-Spiels auf dem Roten Platz
the 60th anniversary of the birth of Russian hockey, the 50th anniversary of the former Soviet Union’s first hockey victory at the Olympics and the 25th anniversary of the creation of the famous KLM line in the 1980s.
oder im Falle des “Heritage Classic”-Spiels
because Oilers management wanted to celebrate the franchise’s 25th anniversary season in the NHL.
Auch der DEB setzt bei dem Eröffnungsspiel der WM 2010 auf die Sogwirkung des besonderen Moments. Obwohl die Spielpaarung noch nicht feststeht, ist doch der Weltrekord für die höchste Zuschauerzahl eines WM-Spiels zum greifen nah, zudem ist es das erste Spiel seiner Art in Deutschland - und offenbar wollen tausende Fans ein Bestandteil dieses Ereignisses sein. Der Erfolg des Ticketverkaufs - vor allem im Spiegel der sonst eher mäßigen Zuschauerzahlen bei DEB-Spielen - spricht für sich.
Kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen, war jedoch bereits im Jahr 2005 ein Freiluft-Spiel der Kölner Haie gegen die DEG MetroStars in konkreter Planung gewesen. Wie die NRZ berichtete, stand die
Düsseldorfer Arena mit Fortuna als Hauptmieter (…) schon mehrere Male im Fokus des Pucksports. Erstmals zur Eröffnung der Arena im Jahr 2005. Da sollte es ein Derby DEG gegen Köln sein. Die Haie hatten sich auch schon mit dem Gedanken angefreundet. Letztlich scheiterte die Umsetzung der Idee an der Intervention des damaligen [Düsseldorfer] Oberbürgermeisters Joachim Erwin.
Die damalige Chance wurde nicht genutzt, doch ist ein solchen Freiluftspiel überhaupt realistisch? Manche Stellschrauben für ein Outdoor-Spiel der Haie gegen die MetroStars sind nahezu perfekt: Entsprechende Arenen sind in beiden Städten gegeben, die Rivalität der Mannschaften legendär. Die Sogwirkung des ersten Outdoor-Spiels auf deutschem Boden ist vermutlich bereits vertan. Vielleicht kann aber auch ein erfolgreiches Spiel in der Arena “auf Schalke” für ein rheinisches Derby vor 40,000 Zuschauern Katalysator sein, der die Begeisterung für ein solches Erlebnis erst richtig weckt.
Februar 4, 2009
Spiel in Duisburg: Das nächste Spiel des KEC ist ein Auswärtsspiel, gastgebende Mannschaft werden die Füchse Duisburg sein. Für viel Aufsehen hat das “Überraschungspaket der besonderen Art” gesorgt, welches die Füchse aufgrund ihrer abgeschlagenen Tabellensituation ausgedacht haben:
Dafür haben wir uns ein Quartett an Spielen aus den verbleibenden Begegnungen herausgesucht, die es jeweils zum freien Eintritt im Stehplatzbereich gibt. Wer sitzen möchte, erhält bei diesen ausgesuchten Spielen für 10,- € in der Geschäftsstelle eine Sitzplatzkarte, wobei die Platzwahl frei ist.
Der geneigte Köln-Fan freut sich - zu früh! Denn: Wie Hockeyblogger.de und Eishockey-Blog.com ganz richtig anmerken, gilt die Aktion nicht bei Spielen gegen die rheinischen Drei. Darüber hinaus müssen Besucher dieser Spiele auch gleich noch einen Topspielzuschlag zahlen.
Offensive: Wo ich schon einmal den Hockeyblogger.de bemühe, sei auch ein Hinweis auf dessen kurzen monatlichen Statistikaufarbeitung gestattet. Und als hätte man es nicht geahnt offenbart diese:
Köln hatte die schwächste Offensive mit nur 21 eigenen Treffern
Auch in der Monatstabelle ist Köln abgeschlagen auf dem letzten Platz zu finden.
Unfreiwilliger Galgenhumor: Manchmal passen Pressemitteilungen wie die Faust aufs Auge. In diese Kategorie passt auch die Nachricht, dass die Haie mit der LANXESS arena alle Dauerkarteninhaber mit einer Ehrenkarte der Neue Deutsche Welle-Show “Ich will Spaß!” bedenken.
Ein wenig Spaß haben sich diese dann wohl auch verdient. 
Jeremy Adduono und Peter Draisatil: Nach seinem Engagement in Iserlohn schien Adduonos Karriere in Deutschland beendet, es folgte ein Wechsel zum italienischen Erstligisten HC Pustertal. Im Mai dann jedoch der Wechsel zurück nach Deutschland: Der Zweitligist Tower Stars Ravensburg suchte nach einem starken Spieler für das Ausländerkontingent und sollte mit seiner Wahl Recht behalten. Adduono hat sich in der zweiten Liga hervorragend durchgesetzt und ist mit 42 Punkten in 37 Spielen Topscorer der Ravensburger, welche in der laufenden Spielzeit eine Geheimfavoritenrolle annahmen und aktuell auf Platz vier der Liga stehen.
Ebenfalls maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt ist Headcoach Peter Draisaitl, welcher die Tower Stars im vergangenen April übernahm.
Niklas Sundblad: Eine weitere Liga tiefer hat Niklas Sundblad mit seinem Herner EV einige Ausrufezeichen setzen können. Nachdem er unter der Saison den glücklosen Trainer Krystian Sikorski ersetzte, holte das Team zuletzt sieben Siege in Folge, bevor sie gegen die Passau Black Hawks wieder eine Niederlage einstecken mussten.
Dieter Kalt: Der österreichische Ex-Hai (2000-01) hat die Ankunft von Stéphane Julien bei dem EC Red Bull Salzburg nicht mehr erlebt: Wie der Verein mitteilte, haben beide Seiten am vergangenen Freitag
einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung den bestehenden Vertrag aufgelöst. Dieter Kalt hat sich entschieden, noch einmal die Herausforderung im Ausland anzunehmen und wird die Saison beim schwedischen Erstligaclub Lulea HF beenden.
Februar 3, 2009
Über “zahlreiche DEB-Nominierungen” berichtete Haie.de vor einigen Tagen und von denen tatsächlich gab es nicht wenige. Zu Benennung des Kaders, sowie weiteren Aspekten rund um die Nationalmannschaft, äußerte sich Krupp gegenüber Thomas Schulz ausführlich in der Kölnischen Rundschau.
Für die Olympia-Qualifikation in Hannover (5. bis 8. Februar) berief Krupp folgenden Kader:
Tor: Dimitri Pätzold (Hannover Scorpions), Dennis Endras (Augsburger Panther), Youri Ziffzer (Eisbären Berlin)
Verteidigung: Sven Butenschön (Adler Mannheim), Michael Bakos (ERC Ingolstadt), Frank Hördler (Eisbären Berlin), Martin Ancicka (Nürnberg Ice Tigers), Andreas Renz, Moritz Müller (beide Kölner Haie), Chris Schmidt (Iserlohn Roosters), Korbinian Holzer (Düsseldorfer EG), Andre Reiss (beide Hannover Scorpions)
Sturm: Sven Felski, Andre Rankel (beide Eisbären Berlin), Travis James Mulock (Tölzer Löwen), Alexander Barta, John Tripp, Richard Mueller (alle Hamburg Freezers), Philip Gogulla, Christoph Ullmann (beide Kölner Haie), Michael Hackert (Adler Mannheim), Michael Wolf (Iserlohn Roosters), Yannic Seidenberg (ERC Ingolstadt), Kai Hospelt (EHC Wolfsburg), Manuel Klinge (Kassel Huskies)
Erfreulich auch: Mit Moritz Müller, Hospelt und Pätzold sind drei ehemalige Junghaie nominiert.
Aktuelle Junghaie und Haie sind ebenfalls für die verschiedenen U-Nationalmannschaften nominiert:
So wird Jerome Flaake im Rahmen eines 5-Nationen Turniers in Turku mit der U-19 Nationalmannschaft auf die Teams aus Schweden, Finnland, Tschechien und die Schweiz treffen. Gemäß der gut informierten Schweizer spielt das deutsche Team an folgenden Terminen.
04.02.2009, 18.30 Uhr FIN – GER / 05.02.2009, 18.30 Uhr GER – SUI / 06.02.2009, 18.30 Uhr CZE – GER / 07.02.2009, 17.30 Uhr SWE - GER
Dustin Schumacher, Dennis Steinhauer, Marcel Ohmann, Norman Hauner, Christoph Ziolkowski sowie Julian Eichinger (auf Abruf) spielen für die U-18 Nationalmannschaft beim Vlado Dzurilla-Turnier in der Slowakei. Eishockey.info berichtet von folgenden Terminen: 07.02.2008, 13:00 Uhr Deutschland - USA / 08.02.2008, 16:30 Uhr Slowakei - Deutschland / 09.02.2008, 13:00 Uhr Schweiz - Deutschland
Sebastian Kinader, Maik Blankhart sowie Dennis Palka (auf Abruf) treffen mit der U-17 Nationalmannschaft in Füssen. Internationalhockey.net - ein im Kontext internationaler Wettkämpfe beachtenswertes Forum - berichtet von folgenden Terminen: 05.02.2009, 19.30 Uhr Deutschland - Schweiz / 06.02.2009, 18.30 Uhr Deutschland - Dänemark / 07.02.2009, 16.30 Uhr Deutschland - Slowakei