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Januar 30, 2009

Von den Grenzen der Pressearbeit

So kann es kommen: Noch im letzten Bericht habe ich Christiane Mitatselis zitiert, die schrieb, dass die Haie keinen Spieler abgeben würden. Nur wenige Stunden später berichtete Martin Sauerborn von der Kölnischen Rundschau das genaue Gegenteil:

„Aus wirtschaftlichen Gründen lassen wir auch zwei oder drei Jungs gehen“, berichtete der Manager, ohne Namen zu nennen. Angebote lägen „für die halbe Mannschaft“ vor, unterschrieben sei aber noch nichts.

Es war durchaus spannend zu verfolgen, wer von beiden Recht behalten würde.

Wie wir inzwischen wissen, war es in diesem Falle Martin Sauerborn und die Kölnische Rundschau. Zuerst von der Eishockeynews spekuliert, später von den Haie offiziell konkretisiert, war der Abgang von Julien, Piros und Pratt bereits am Abend zum Spiel gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg Realität.

Das die Vorgänge die Reaktionsfähigkeit der Presse Grenzen aufzeigte, macht der o.g. Artikel der Eishockeynews deutlich:

Bereits verlassen hat die Rheinländer dagegen Stürmer Kamil Piros. Der Tscheche, der bereits am heutigen Donnerstag beim Heimspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg (ab 19.30 Uhr live auf Premiere) nicht mehr für die Haie auflaufen wird, schloss sich dem schwedischen Spitzenclub HV 71 Jönköping an.

Wenige Stunden vor dem Spiel wusste die Eishockeynews viel - aber nicht, dass bereits alle drei Spieler das Team verlassen haben und wohin Harlan Pratt wechseln würde. Vielleicht haben sie aber auch von der Verpflichtung durch den amtierenden CHL-Sieger Zürich gewusst, aber konnten es schlichtweg nicht glauben. ;)

Januar 28, 2009

Notizen: Wechselangebote, genesener Mauch, Marcel Müller, Tripcke, Eurosport

Wechselangebote: Die Saison neigt sich für den KEC dem Ende entgegen und es geschieht etwas, was man sonst nur aus der Ferne bei Teams der unteren Tabellenregionen beobachten konnte: Spieler, deren Teams die Playoffs nicht erreichen werden, suchen sich Arbeit. So berichtet Alexander Brandt für den Bonner General Anzeiger:

Vor dem Spiel bestätigte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin, dass es Angebote aus der Schweiz für Kölner Spieler gäbe. Diese könnten sofort wechseln, um dort Play-offs zu spielen, was für die Haie in der DEL nur noch theoretisch möglich ist. Die Kölner wollten derartige Anliegen allerdings erst einmal ablehnen, weil sie noch Hoffnung haben.

Konkreter wird Christiane Mitatselis in ihrem Artikel für den Kölner Stadtanzeiger “Fluchtversuche bei den Haien”, wenn sie berichtet, dass

viele Spieler des Tabellen-Vorletzten (..) mit dem Kapitel Köln bereits abgeschlossen [haben] und (..) nur noch weg [wollen]. Manager Rodion Pauels berichtet, dass etliche Profis um sofortige Freigabe aus ihren Verträgen gebeten haben, da sie bei Klubs ausländischer Ligen noch für die Playoffs anheuern wollen. Die Wechselfrist endet am 31. Januar, Pauels gab keinen Akteur frei.

Genesener Mauch: Nachdem sich der Haie-Förderlizenzspieler Christopher Mauch langfristig verletzt hatte und dem Kooperationspartner aus Herne nicht zur Verfügung stand, ist er inzwischen wieder genesen, in das Mannschaftstraining eingestiegen und hat auch bereits wieder Spiele absolviert.

Marcel Müller: Worüber schreiben, wenn die Haie in einer schweren Krise sind, man aber “positiven Journalismus” betreiben möchte? Die “Top Köln” hat in ihrer Ausgabe zum Karneval 2009 nach dem Positiven gesucht und Marcel Müller gefunden. Er gibt im Rahmen eines Portraits einige Statemants zu seinem Vater, seinem Bruder, seiner Ausbildung in dem Mannheimer Spielerinternat und seiner Ausbildung abseits des Eises ab. Durchaus lesenswert. ;)

Gernot Tripcke: Im Vorfeld der Partie Krefeld - Iserlohn hat DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zum Pressetalk gebeten. Einige Passagen seiner Ausführungen, welche das Eishockey Magazin online gestellt hat, sind auch für Haie-Fans besonders interessant.

So äußerte sich Tripcke zur aktuellen Diskussion um das Engagement des Haie-Gesellschafter Göttschs mit den Worten:

„Es gibt keine konkreten Sorgen um Köln, aber die Probleme sind uns natürlich auch bekannt. Es ist verständlich, wenn Kölns Hauptgesellschafter Göttsch die finanzielle Lücke nicht stopfen will. Mit seinem Unternehmen hat er im Moment genug wichtige Dinge zu tun.“

Diese Aussage birgt nicht viel Neues, spannender ist da seine Aussage über die Quoten der Live-Übertragungen von Eurosport:

Durchaus zufrieden äußerte sich der DEL-Geschäftsführer über die Zusammenarbeit mit dem TV Sender Eurosport. So habe es nach der ersten DEL-Übertragung eine positive Resonanz gegeben. Die Einschaltquoten und der Marktanteil seien für den Sender überdurchschnittlich gut gewesen. Von Seiten der DEL habe man bewusst auf eine qualitativ hochwertige Übertragung gesetzt. Eine Übertragung mit nur zwei Kameras, wie man sie von so manchen Spartensendern aus der Vergangenheit kenne, sei nicht in Frage gekommen. Tripcke hofft auf eine längerfristige Zusammenarbeit mit Eurosport. Zudem sei der Sender auch nah dran an einer Fortsetzung der Übertragungen aus der Champions League. Zugleich fand er auch nochmals lobende Worte für TV-Partner Premiere, der im Pay-TV die Ligaspiele wöchentlich überträgt.

Januar 26, 2009

Was macht eigentlich…?

Erich Kühnhackl: Der Meisterhai der Jahre 1977 und 1979 hat sich in seiner Kolumne auf Sport1.de zu der wirtschaftlichen Seite der Krise bei den Kölner Haien geäußert. Er schreibt:

Natürlich fragen mich in diesen Tagen einige, wie’s denn nun wohl bei den krisengeschüttelten Haien weitergeht. Ob am Ende gar die Lichter ausgehen in Köln, nachdem Mäzen Heinz-Hermann Göttsch den Geldhahn zugedreht hat?

Ich sage dazu: Niemals! Köln ist und bleibt eine Sport- und Eishockey-Stadt.

Er spannt in dem mit “Krise kann den Nachwuchs stärken” betitelten Artikel den großen Bogen und wünscht sich die Konzentration auf die ertragreiche Nachwuchsförderung als Antwort des Eishockeysports auf die Wirtschaftskrise, welche auch an unserem Lieblingssport nicht ohne Folgen vorbeigehen wird.

Oliver Jonas: Der vermutlich einzige Spieler der Haie, der neben seiner sportlichen Ausbildung erfolgreich einen Biophysik-Masterstudiengang an der Harvard University absolviert hat, hängt seine Schlittschuhe an den Nagel. Jonas, einst aus Berlin nach Köln gewechselt und zusammen mit Thomas Greiss und im folgenden Jahr mit Adam Hauser über zwei Spielzeiten Bestandteil des Kölner Torhütergespanns, welchselte zur Saison 2007-08 nach Wolfsburg, wo er nun seine Karriere beendet.
Jonas begründet seinen Schritt in der WAZ wie folgt:

„Mein Entschluss stand schon länger fest“, erklärt der dreifache Familienvater, dessen ältester Sohn Carsten im Sommer eingeschult wird. „Das wird in den USA sein, denn wir werden nach Boston übersiedeln“, erzählt Jonas, dessen Frau Laura Amerikanerin ist. „Ich werde dort meinen Doktor fertig machen und mir Arbeit suchen“, so der Biophysiker.

Wolfsburgs Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf kommentiert die Entscheidung im Kontext der Vertragsverlängerung von Daniar Dshunussow, sowie der Verpflichtung von Jochen Reimer auf der offiziellen Website der Grizzlys.

“Nachdem ich Oliver über unsere Entscheidungen informiert hatte, teilte er uns bei diesem Gespräch mit, dass er seine Karriere nach dieser Saison beenden möchte. Die Art und Weise wie er uns diese für ihn sicherlich nicht einfache Entscheidung mitteilte, verdient absoluten Respekt und zeichnet ihn gleichzeitig als sehr intelligenten Menschen und Sportler aus. Ich bin mir sicher, er wird bis zu seinem letzten Spiel für die Grizzlys alles daran setzen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen.”

Andrew Verner: Auch der Haie-Torhüter der Jahre 1999 bis 2001 bereitet sich auf ein Leben nach dem aktiven Leistungssport vor. Nach fünf Jahrem im Tor des EC KAC, welcher in der letzten Zeit durch die Verpflichtung von Ex-Hai Travis Scott für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, wechselt Verner in die britischen Elite Ice Hockey League zu den Newcastle Vipers. Dort hütet er nicht nur - durchaus erfolgreich - das Tor, sondern wurde “auch als Co-Trainer von Headcoach Rob Wilson präsentiert” und wird dem Sport also mittelfristig erhalten bleiben.

Das Restpogramm

Das Jahr hat gerade erst begonnen, die Saison 2008-09 aber neigt sich unerbittlich ihrem Ende zu und für das DEL- und das DNL-Team der Haie stehen im Schlussspurt jeweils mehr Auswärspartien an, als Heimspiele.  In der aktuellen Woche ballen sich letztmalig gleich vier Spiele im heimischen Köln, Ende Februar dann das letzte Spiel der DEL. Ein kleines Trostpflaster: Wenigstens das DNL-Team, welches am beide Spiele am Wochenende gewinnen konnte (9:1 vs Krefeld1:4 @ Iserlohn) liegt voll auf Playoffkurs und dürfte uns noch ein paar Spiele mehr bescheren.

Di., 27.01.2009, DEL / Kölner Haie - Sinupret Ice Tigers
Do., 29.01.2009, DEL / Kölner Haie - Grizzly Adams Wolfsburg
Sa., 31.01.2009, DNL / Kölner EC - Eisbären J. Berlin
So., 01.02.2009, DNL / Kölner EC - Heilbronner EC / Jungadler

Fr., 13.02.2009, DEL / Füchse Duisburg - Kölner Haie
Sa., 14.02.2009, DNL / EC Bad Tölz - Kölner EC
So,. 15.02.2009, DNL / SC Riessersee - Kölner EC
So., 15.02.2009, DEL / Hannover Scorpions - Kölner Haie

Di., 17.02.2009, DEL / Krefeld Pinguine - Kölner Haie
Fr., 20.02.2009, DEL / Sinupret Ice Tigers - Kölner Haie
Sa., 21.02.2009, DNL / Starbulls Rosenheim - Kölner EC
So., 22.02.2009, DNL / EV Landshut - Kölner EC
So., 22.02.2009, DEL / Straubing Tigers - Kölner Haie

Fr., 27.02.2009, DEL / Kölner Haie - Adler Mannheim
So., 01.03.2009, DEL / ERC Ingolstadt - Kölner Haie

Die ggf. einzuplanenden Playoffs-Termine der DNL wurden bisher nicht terminiert.

Januar 24, 2009

Rupert Meister im fast ausführlichen Interview

Ein Grund für mein bloggen im Haieblog ist, dass immer wieder höchst interessante Medienbeiträge im Netz kaum beachtet werden und ich auf diese aufmerksam machen möchte. Ein aktuelles Beispiel ist ein Interview von koeln.de mit Haie-Trainer Rupert Meister, in welchem sich Meister vielen Fragen stellt, aber nur sehr begrenzt antwortet. Er fügt sich hiermit in eine Darstellungsweise, die zuletzt Thomas Eichin im Premiere-Interview vorgelebt hat und dafür mediale Schelte einstecken musste.

Sebastian Reichert sprach für koeln.de mit Rupert Meister und entlockt ihm Aussagen zur Situation auf der Torhüterposition, dem Verhältnis zu den Fans und seiner eigenen Pseron.

Notizen: Die “jungen Wilden”

Die Augsburger Presse hatte gut lachen: Während die Kölner Haie die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte spielen, finden sich die Augsburger Panther auf einem aussichtsreichen Tabellenplatz wieder - weit über den Haien. Eine in den letzten Jahren seltene Situation, in der sich Milan Sako, Redakteur der Augsburger Allgemeinen dazu berufen fühlte Seite an Seite mit Panther-Manager Max Fedra die Saisonprobleme der Haie aus der Ferne zu analysieren. Ein Fazit:

Künftig will man auf jüngere und dynamische Spieler setzten. “Das haben uns andere vorgemacht”, merkt Eichin an und dürfte damit auf die Augsburger schielen, die sowohl bei den Deutschen als auch bei den Ausländern auf die Jugend setzen.

Bezeichnenderweise waren es die Nachwuchsspieler der Haie, die in der nachfolgenden Partie eine hervorragende Leistung ablieferten und sich zahlreiche “Sporen verdienten”. Ausgerechnet der ehemaliger Augsburger Jerome Flaake war es dann auch, der den Treffer zum entscheidenden 3:2 für die Kölner Haie erzielte. Für Flaake, der einst aufgrund erhofft besseren Talentförderung von dem Augsburger in den Kölner Nachwuchs wechselte und eine dominierende Rolle im Kölner DNL-Team spielte, war es bereits der zweite Siegtreffer der Saison.

Seinen laut DEL.org ersten Punkt als Profi erzielte am gestrigen Abend Marcel Ohmann, der zugleich zweitbester Scorer der DNL ist und als einer der “Gitter-Spieler” - sein Vollvisier wird er erst mit seinem 18. Geburtstag ablegen dürfen - die Fans der Haie seit Wochen mit seinem forschen Spiel begeistert.

Nachdem Sören Sturm statt beim Derby gegen die MetroStars aus Düsseldorf auf eigenen Wunsch im Rahmen seiner Förderlizenz für die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven in der Partie gegen die Heilbronner Falken auflief und ein Tor erzielen konnte, war er beim gestrigen Spiel der Haie gegen die Panther wieder mit von der Partie - und konnte erneut punkten: Der DNL-Meister von 2007 erzielte seinen zweiten Punkt (1T/1A) in Punktspielen der Haie.

Den Ausgleich und damit seinen neunten Saisonpunkt erzielte Alexej Dmitriev. Der 23jährige wird somit die aktuelle Saison als seine statistisch beste DEL-Saison seiner noch jungen Karriere beenden.

Dies gilt ebenfalls für den gebürtigen Berliner Marcel Müller, der am gestrigen Abend zwei Treffer erzielen konnte. Seine Saisontreffer acht und neun bedeuteten seinen zweiter Doppelpack der Saison, beide Male erzielte er innerhalb von zwei Spielen drei Tore.

Man vergisst es ob seiner Stärke immer wieder, aber auch Philip Gogulla, Jahrgang 1987, zählt eigentlich auch noch zu den “jungen Wilden”. Gogulla indes ist längst über alle Zweifel erhaben: Der zweitbeste Scorer der Haie hat in seiner fünften Profi-Saison so viele DEL-Tore geschossen, wie nie zuvor. Sein gestriger Assist hat ihn in der DEL-Topscorerliste auf Platz 41 gehoben. Was zunächst wenig beeindruckend erscheint, wird durch sein Alter relativiert: Es gibt keinen Spieler seines Jahrgangs, der in der Liste vor ihm steht.

Auswärtsspiel: Hamburg, Düsseldorf, Augsburg

Aus finanzieller Sicht dürfte Boris Capla, Manager der Hamburg Freezers, das letzte Gastspiel der Kölner Haie in Hamburg in schlechter Erinnerung haben: Gerade einmal 5,153 Zuschauer, fast 2000 weniger als zu diesem Zeitpunkt in Hamburg üblich, wollten das Spiel am 07.10.2008 in der Color Line Arena sehen.

Am 09.01.2009 war es dann wieder soweit und neben den TV-Zuschauern des live übertragenden Senders Eurosport strömten die Zuschauer wieder: 9,369 Hamburger und Kölner Fans füllte die Arena beachtlich.

07.10.2008, Hamburg Freezers - Kölner Haie
9,369 Zuschauer / Schnitt: 7,677 | + 1962

“Derby-Kracher: Haie reißen DEG raus”, so titelte Otto Krause für den Express und meinte wiederum die Zuschauerzahl. Nach bisher finanziell enttäuschender Saison (”„Die Zeiten sind nicht rosig”, sagt Schmellenkamp, nachdem zuletzt gegen Traditionsklub Augsburg am vergangenen Freitagabend bescheidene 5022 Fans anwesend waren. „Da kommt manchmal auch schon die Frage hoch, wie lange wir uns noch Eishockey im Dome auf diesem Level werden leisten können.”) werden die 12,765 Zuschauer des Abends in Düsseldorf mit Freude registriert worden sein.

18.01.2009, DEG MetroStars - Kölner Haie
12,765 Zuschauer / Schnitt 6,107 | + 6658

Den ersten Sieg im Curt-Frenzel-Stadion zu Augsburg seit einer gefühlten Ewigkeit konnten die Haie am gestrigen Freitag verbuchen. 4,508 Zuschauer sahen den 5:2-Sieg der Haie, bei welchem der einst beim Augsburger EV spielende Jerome Flaake das Siegtor zum 3:2 erzielte.

23.01.2009, Augsburger Panther - Kölner Haie
4,508 Zuschauer / Schnitt 3,630 | + 878

Fazit: Zu diesem Zeitpunkt der Saison haben die Kölner Haie in 20 Auswärtsspielen 15 mal für mehr Zuschauer als im jeweiligen Durchschnitt gesorgt, 5 mal war dies nicht der Fall. Insgesamt sorgten die Haie gegenüber dem aktuellen (unbereinigten = inkl. der Partien gegen den KEC) Durchschnitt ligaweit für + 17,057 Zuschauer.

Januar 23, 2009

Was macht eigentlich…?

Adam Hauser: Man mag ihm ja fast noch eine gewisse angelernte Antipathie gegenüber Düsseldorfern attestieren: Hauser, auch in der nächsten Saison ein “Huskie”, schlug im Spiel gegen die MetroStars einen Gegenspieler mit der Stockhand und wurde vom DEL-Disziplinarausschuss nun zu mehreren Spielen Sperre, sowie einer Geldstrafe verurteilt.

Travis Scott: Der Kanadier hat sich hervorragend bei seinem neuen Verein, dem KAC Klagenfurt, eingelebt. In zehn gespielten Partien erreichte er eine Save Percentage von 93.11% (Ligaspitze) und verhalf seinem Team zu acht Siegen. Was Scott zu seinem Engagement zu sagen hat, sowie ein paar Promo-Bilder seiner Ankunft, finden sich auf Eishockey.org.

Auf den ersten Blick scheinem dem deutschen Eishockey-Fan die Statistiken der österreichischen “Erste Bank Eishockey Liga” wie in die DEL-Statistikbücher von 2003 anmuten. Neben Scott finden sich zahlreiche weitere Ex-DEL-Spieler wie Brad Purdie, Christoph Brandner, Andrew Schneider, Benoit Gratton, Patrick Lebeau, Jeff Shantz und Ex-Hai Dan Bjornlie, dem viertbesten Scorer der Liga.

Markus Jocher: Der Mann, der so viele Deutsche Meisterschaften errungen hat wie kaum ein anderer DEL-Spieler, “wollte an diesem Abend nicht vernünftig sein”, wie es die Abendzeitung ausdrückt. Was war passiert?

Jocher ließ sich auch nach der Schlusssirene bei den Shakehands provozieren von den Beleidigungen von Chris Capraro, der schon während des Spiels sein Widerpart gewesen war. Als Capraro ihm noch einen leichten Rempler versetzte, schlug Jocher, der eisenharte EHC-Verteidiger, nochmal zu. Und zwar richtig. Jocher und Capraro lieferten sich einen minutenlangen Faustkampf. „Markus hat leider die Beherrschung verloren“, sagt Winkler, „er ist so oft provoziert worden, bis er dem Freiburger seine Meinung gegeigt hat.“ Mit den Fäusten. Am Ende fuhr Jocher mit einem Grinsen in die Kabine. Schließlich hatte er den Faustkampf gewonnen.

Kai Hospelt: Die ehemalige #18 des KEC und Sohn von Haie-Legende Wim Hospelt ziert das Cover der neuen “Trade & Play”-Spielkarten. Etwas älter, mir aber bisher noch nicht bekannt gewesen: Ein Werbe-Spot mit Kai Hospelt für die Aktion “Weisser Ring”.

Marc Wittfoth: Der Torjäger des KEC DNL-Meisterteams und späterer Förderlizenzler verlässt noch während der Saison die Wölfe Freiburg und wechselt zu den Eisbären Juniors in die Oberliga. Wölfe-Trainer Peter Salmik formuliert seine Kritik an Wittfoth deutlich:

“In seinen guten Spielen, zum Beispiel in den Playoffs gegen Hannover, hat er Herz gezeigt. Davon lebt er auf dem Eis. Und das will ich sehen”, forderte Salmik Anfang des Monats. Zu dieser Zeit durfte Wittfoth nicht einmal auf der Bank Platz nehmen; erst durch die jüngste Verletzungsmisere rutschte er wieder ins Team. “Bei den Junioren, im Training und im Spiel - seine Leistungen stimmen einfach nicht”

Hans Zach: Hans Zach schwimmt mit seinen Hannover Scorpions zur Zeit auf der Welle des Erfolges. Und weil Hans Zach nun einmal Hans Zach ist, lässt sich die Presse die Gelegenheit nicht entgehen, einen Artikel über ihn zu verfassen oder ihm zu einem Interview einzuladen und zu hoffen, dass er seinem Spitznamen “Alpenvulkan” alle Ehre macht. Aktuell in der Presse ein Artikel von Matthias Kittmann für die Frankfurter Rundschau und ein Interview von Michael Wittershagen für die F.A.Z..

Januar 22, 2009

Notizen

Nachdem die Uni und das Geld verdienen mal wieder ihren zeitlichen Tribut gefordert hat, geht es jetzt wieder los. Und es hat sich ja auch eine Menge angestaut, in den letzten Tagen. Auf gehts! ;)

Dave McLlwain: In seinem vielleicht letzten DEL All-Star-Game ist Dave McLlwain zum Kapitän des Teams berufen worden. McLlwain sagt dazu auf DEL.org:

„Ich freue mich sehr auf das DEL-ALL-STAR-GAME, aber nicht nur auf das Spiel selbst, auch auf das ganze Rahmenprogramm. Es ist immer wieder schön, in lockerer Atmosphäre Fans und Kollegen zu treffen, mit ihnen zu plaudern und einen schönen Tag zu erleben. Das DEL-ALL-STAR-GAME ist jedes Jahr ein Riesenspaß für alle Beteiligten. Ich bin sicher, dass wir den Zuschauern eine gute Show bieten werden.“

Jerome Flaake: Für den “Prospect” der Toronto Maple Leafs war das vergangene Derby gegen die MetroStars aus Düsseldorf eine Partie, sich vor den Augen des Leafs-Scout Dallas Eakins zu präsentieren. Eakins nutzt die Gunst der Stunde und beobachtete neben Flaake auch den Düsseldorfer Korbinian Holzer, ebenfalls ein Leafs-Pick.

NHL Midterm Rankings: Wo in den letzten Jahren die Namen von Kai Hospelt, Thomas Greiss, Philip Gogulla, Timo Pielmeier und Jerome Flaake standen, da sind die Haie in dieser Saison nicht vertreten.

Die European Midterm Rankings (Skaters / Goalies) weisen aber doch insgesamt vier deutsche Spieler auf.

Sören Sturm: Wer den Kapitän des einzigen KEC DNL-Meisterteams beim Derby gegen die MetroStars vermisst hat, hat sich nicht etwa verguckt: Sturm hat gemäß Fishtown Pinguins-Teammanager Alfred Prey die freie Wahl zwischen den Einsätzen in Köln und Bremerhaven gehabt:

“Sein Trainer Rupert Meister hat es ihm überlassen, ob er für Köln in der DEL oder für uns spielen möchte. Er hat sich für uns entschieden, weil es ein wichtiges Spiel für uns war und sein Herz für die Pinguins schlägt.”

Seinen Einsatz krönte Sturm mit dem 2:3-Anschlusstreffer, seinem dritten Saisontor und 13 Saisonpunkt.

Haie im TV: Es ist die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte, dennoch scheinen die Haie dem TV doch noch attraktiv genug zu sein. Premiere überträgt bis zum Ende der Saison ein weiteres Spiel der Haie (29.01.09, Kölner Haie - Grizzly Adams Wolfsburg), welche somit acht mal im Pay-TV live zu sehen waren. Hinzu kommt die Liveübertragung der Partie der Hamburg Freezers gegen die Haie auf Eurosport. Ohne nachgerechnet zu haben, findet sich im Düsseldorfer-Fanforum ein Verweis darauf, dass die Haie somit das am häufigsten übertragene Team der Vorrunde sind. Nicht zuvergessen: Das “Red Bulls Salute“-Turnier, welches den Haie-Fans drei weitere Live-Spiele im Regionalsender Center.tv bescherte.

Januar 14, 2009

Notizen: Interessantes im Netz, Gilden Kölsch

Was tut sich sonst noch so Haie-relevantes im Netz?

Henrike hat sich auf Haimspiel.de neben dem lesenswerten McLlwain-Interview vom Dezember mit dem Kampf der Haie um die Pre-Playoffs beschäftigt, die Betrachtung regelmäßig geupdatet und im Haimspiel.de-Forum die sich verändernde Winning-Percentage ausgerechnet.

Robert, ebenfalls ein Haimspiel-ler, hat in seinem Blog ganz richtig auf etwas Interessantes hingewiesen: Egal ob die Saison gut oder schlecht läuft, das Vokabular der kölschen Presse bleibt doch ziemlich gleich.

Für viele Aktionen mit den Fans unter der Saison und vor allem dem traditionellen Stellen von Freibier auf der Saisonabschlussfeier bekannt/beliebt, hat Gilden Kölsch mit den Haien in dieser Saison bekanntlich einen - mit schniken Videos untermalten - Deal: Für jedes geschossene Haimspieltor der Saison, spendiert Gilden Kölsch 10l Freibier am Ende der Saison.

Zeit um nachzurechnen: Bislang haben die Haie 66 Heimspieltore erzielt und somit ihren Fas 660l Gilden Kölsch erspielt.

Haie-Legenden melden sich zu Wort

In der größten Krise des Vereins melden sich Helden aus vergangenen Tagen zu Gehör: Während Detlef Langemann in der letzten Ausgabe des NetCologne FanTV auf Center.tv Bestandteil einer Talkrunde war und eine klare Meinung zu der aktuellen Situation vertrat, meldet sich nun “Peppi” Heiss in verschiedenen Medien zu Wort.

Uwe Bödeker zitiert Heiss für den Express mit einigen Aussagen zur Situation und einem Angebot, selbst im Trainerstab der Haie mitzuwirken:

„Ich will mich definitiv nicht anbiedern. Aber ich würde sehr gerne bei den Haien arbeiten. Ich habe einen Trainerschein und freue mich über jeden Anruf aus Köln.“

Ausführlicher geht Stefan Drescher für Spox.de mit Heiss ins Gefecht und erhält somit auch wesentlich gehaltvollere Aussagen. Es bleibt allerdings festzustellen, dass Heiss aus der Ferne keine revolutionären Erkenntnisse und neue Informationen erbringen kann.

Dennoch bezieht Heiss klar Stellung zu allen Fragen (Gründe für die schlechte Saison, Erwartungshaltung in Köln, Personalpolitik, Trainerentlassungen, Auswirkungen auf die nächste Saison).

Klare Worte aus dem Mund einer Haie-Legende sind vielleicht besonders dazu geeignet, die Sicht mancher wütender Fans auf die Saison etwas gerade zu rücken.

Januar 12, 2009

Musikalisches rund um die Haie

Rock, Schlager oder Weihnachtslieder, Nachwuchsbands und Profis: Immer wieder gibt es musikalisch begabte Menschen, die den Kölner Haien ein Lied widmen. Manches von diesem Liedgut ist im Netz zu finden und somit ein gefundenes Fressen für den Haieblog.

Hier eine Auflistung von online verfügbaren Songs aus dem Jahr 2008.

Düx Delüx | Homepage
01. KEC (kostenloser MP3-Download)
02. KEC (live) (kostenloser MP3-Download)

4Backwoods | Homepage
01. KEC wir stehn zu dir (Stream auf myspace.com)
02. Die Haie greifen an (Stream auf myspace.com)

Mancher wird 4Backwoods noch von ihrem Auftritt in der KölnArena oder der Saisonabschlussfeier 2008 kennen (Video).

Aktuell und käuflich zu erwerben:

Jonas | Homepage
01. Santa Claus is coming to town (mit Dave McLlwain, Mirko Lüdemann, Andreas Renz, Daniel Rudslätt, Christoph Melischko, Stéphane Julien und Stefan Horneber)

Wer nicht die Katze im Sack kaufen will, kann sich das ganze Lied auf der Website von Jonas downloaden und MP3 anhören.

Wer führt, der stets verliert?

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison: Der KEC ist in diesen Tagen nicht in der Lage herausgespielte Führungen zu verteidigen. Wenigstens gefühlt. Es ist Zeit, dieses Phänomen zu statistisch zu untersuchen.

In dieser Saison hat der KEC kein Problem damit, Führungen herauszuspielen. 40 Spiele haben die Haie bisher absolviert. In 24 Partien ging der KEC mindestens mit einem Tor in Führung, in 16 Spielen gelang dies nicht.

Wer führt, der stets verliert? Ganz so schlimm ist es nicht, aber der Umgang mit Führungen scheint dem Team nicht recht zu liegen. Gleich 10 mal verloren die Haie trotz vorheriger Führung, 14 mal konnten sie das Spiel letztlich siegreich bestreiten.

Janusköpfig scheinen Führungen mit zwei Toren Unterschied zu sein: Lag man im Verlauf der Partie mit zwei Toren in Front, gelangen vier Siege mit der vollen Punktzahl, vier mal musste man jedoch in die Verlängerung oder das Penaltyschießen (Sieg n.P. 0 / Sieg n.V. 2 / Niederlage n.V. 1 / Niederlage n.P. 1), einmal verlor mal glatt.

Januar 11, 2009

DEL All-Star-Game 2009 aus KEC-Sicht

Ein All-Star-Game hat in der Regel den Anspruch, die besten Spieler einer Liga zwanglos aufspielen zu lassen, Fans mit technischen Kunststücken zu unterhalten/beeindrucken und allen Beteiligten eine Menge Spaß mit auf den Weg zu geben. In der DEL wirkt die Wahl der Spieler stets etwas eingeschränkt, letztlich ist jedes Team mit mindestens einem Spieler vertreten.

Mit Lüdemann, Renz, Ullmann, Gogulla und McLlwain stellen die Haie in dieser Saison fünf Spieler. Direkt ins Auge fällt: Mit McLlwain schafft es nur einer der mit einer Ausländerlizenz ausgestatteten KEC-Spieler den Sprung in den Kader. Nicht, dass die Wahl in ein DEL All-Star-Game ein ernsthaftes Kriterium wäre, aber interessant ist es schon. Denn es erinnert an die Worte von Rodion Pauels:

„Die Deutschen sind fit“, verweist Pauels auf das Sommertraining und kritisiert die Sommer-Nachzügler. „Einige andere gehen auf dem Zahnfleisch.“

McLlwain und Lüdemann sind so etwas wie die “großen, alten Männer” des KEC, noch aktive Vereinslegenden, denen ligaweit Respekt gezollt wird. Vor allem, weil man durchaus erwarten darf, dass dies McLlwains letzter Auftritt in einem solchen Spiel sein wird. Renz und vor allem Ullmann und Gogulla sind in ihrem Bereich des Spiels Leistungsträger, die den KEC in dieser Saison schultern und eine Wahl in ein DEL All-Star-Game ist trotz der schlechtesten KEC-Saison aller Zeiten durchaus durch Leistung auf dem Eis zu rechtfertigen. Mit Gogulla und Ullmann stellt der KEC seine beiden Topscorer und Toptorschützen.

Interessant für mich jedoch der Vergleich mit der letzten Saison, in welcher der KEC bekanntlich bis in die Finals stürmte und sich erst dort den Eisbären Berlin geschlagen geben musste. In dieser wesentlich erfolgreicheren Saison stellten die Haie einen Spieler weniger, als in dieser Saison! Mit Robert Müller, Lüdemann, Trygg und Ciernik war die Aufteilung der Spieler anders (2 D/ 2 AL).

Was lernen wir daraus? Eine extrem gute oder extrem schlechte Saison ist in der DEL kein Indikator für viele oder wenige Spieler beim Auswahlspiel. Darüber zu spekulieren, welche und wie viele Spieler sich überhaupt zur Wahl stellten und welche Sympathien und Überlegungen (s.o. McLlwain) eine Rolle bei der Wahl der DEL-Fans relevant waren, ist müssig.

Just my 2 Cents. ;)

Januar 9, 2009

Notizen: Center.tv und der blonde Engel

Center.tv-Umfrage: Jeden Mittwoch sendet Center.tv das “Net Cologne FanTV” mit Spielberichten, Interviews, Talkrunden und jede Menge Konstantin Klostermann.

Wie das Magazin noch besser gemacht werden kann, dass ist Kern einer Umfrage, die zwar noch nicht offiziell online gestellt ist (siehe hier), von mir aber zufällig gefunden bereits recherchiert werden konnte. Wer sich also nicht zurückhalten kann - offizieller Zeitraum zur Beantwortung der Fragen ist der 12.01. - 25.01. -, findet sie hier. ;)

Meine Hauptkritik möchte ich dann auch hier formulieren: Das FanTV des FC bietet im Internet die Teile der TV-Sendung zum jederzeitigen Genuss an, beim KEC ist dies nicht der Fall. Trotz der regelmäßigen Wiederholungen innerhalb einer Woche schaffe ich es oftmals nicht, die Sendung zu verfolgen. Ein Web-Archiv würde hier Abhilfe schaffen.

Der blonde Engel: Bernd Schuster ist für viele Dinge bekannt: Für seine Anfänge beim Spieler des 1. FC Köln, für Rolle als blonder Engel beim FC Barcelona, für seine ersten Schritte im Trainer-Buisness bei der Fortuna Köln und für seine Frau Gaby und deren knallharten Managerfähigkeiten.

Weniger bekannt ist, dass Schuster gemäß der Bild KEC-Fan ist, für das spanische TV Spiele der NHL kommentiert und auch schon mal dann und wann selber die Schlittschuhe schnürt.

Was würdet ihr davon halten, dass wir ihn, der nach einer sehr erfolgreichen letzten Saison den Misserfolg von Real Madrid mit seiner Kündigung bezahlen musste und nach eigenen Aussagen “Spanien für ein paar Jahre verlassen” will, mal zu einem Spiel der Haie einladen! Selbstverständlich darf er die Partie dann auch gerne beim Haimspiel.de Live-Radio kommentieren. :D

Eurosport und die offenen Türen

Ein Free-TV Sender überträgt DEL-Eishockey und die Begeisterung darüber wird nur dadurch getrübt, dass es bei den Protagonisten mit den Kölner Haien und den gastgebenden Hamburg Freezers um zwei Teams handelt, die zur Zeit sicherlich alles andere als begeisterndes Eishockey spielen.

Festzuhalten ist: Nach dem Versuch des Regionalsender Center.tv, der eine Partie zwischen den Haien und den Metrostars aus Düsseldorf regional ausstrahlte und die Netz-User außen vor lassen musste und den knappen Spielzusammenfassungen, die der öffentlich rechtliche WDR zu den letzten Playoffs zu später Stunde sendete (z.B. 00:10 - 00:25 Uhr), ist dies eine nächste Stufe für die DEL. Live, im Free-TV und nicht im Spartensender Eurosport 2, sondern im “Hauptsender” Eurosport zu empfangen.

Weiter ist indes die 2. Bundesliga, welche nicht nur in Regionalsendern ins Netz gestreamt wird, sondern auch in einem Magazin auf DSF vertreten ist.

Wie verhalten sich nun die Fans, die, zumindest in NRW, in der Vergangenheit mit einem offenen Brief an die WDR um Sendezeit für ihren Lieblingssport baten?

Nun, das Spiel findet in Hamburg statt und somit sind es vor allem die Hamburger Fans, die sich diese Frage stellten (siehe Freezers-Fanforum.de). Doch nicht nur in Hamburg machen sie Fans Gedanken: In Köln sucht man den direkten Weg und bestürmt die Eurosport-Redaktion mit eMails.

Wie sehr nicht nur die Fans, sondern auch die Verantwortlichen nach Eishockey im Free-TV lechzen wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass die Vereinsführung der Freezers eingreift. Hockeyweb.de berichtet:

Aber die AEG wäre nicht das professionelle Unterhaltungsunternehmen und Capla wäre nicht Capla, wenn man diesem Risiko der öffentlichen Blamage tatenlos entgegen sehen würde. Der bei den Freezers angestellte Fanbeauftrage Maik Behnk ist eifrig dabei, die Truppen für Freitag zu ordnen. Er lässt einen offenen Brief unter den Fans verteilen, in dem er darum bittet, den Protest für diesen Abend doch bitte einmal ruhen zu lassen und für das Köln-Spiel auf heile Welt zu machen. Und da er an den Erfolg seines Appells selber nicht zu glauben scheint, ist er auch hinter den Kulissen tätig geworden. Zitat: „Aus diesem Grunde wird es eine Choreo geben. Es wird nach der Einlauf-Show (wenn das Licht wieder an geht) ein Transparent mit der Aufschrift „WILLKOMMEN EURO-SPORT“ hochgehalten und 1500 A4 Zettel mit einem „Daumen nach oben“.

Eurosport rennt hier offene Türen ein und es ist durchaus wichtig, dass sie dies merken. Da die Möglichkeiten der Quotenermittlung eng gesteckt sind, halte ich den direkten Kontakt für ein gutes Mittel. Die Kontakt-Adressen findet ihr hier.

Zuschauerbilanz: Platz 35 in Deutschland

So ein Jahreswechsel ist auch immer ein Zeitpunkt, um zurück zu blicken. Und da ich mich sonst ja immer den Auswärtsspielen besonders widme, sind jetzt die Heimspiele dran.

19 Partien hat der deutsche Vizemeister aus Köln von Anfang September bis zum Jahreswechsel vor insgesamt 200,735 Zuschauer absolviert, was einen Schnitt von 10,565 / Spiel ergibt.

Was Alexander Brandt in seiner Eishockeynews-Kolumne durch den Kakao zieht (”offensichtlich ist die Kölner Mentalität nicht erfolgsorientiert”), bedeutet im Gesamtfazit Rang 35 der deutschen Top 100 der Ballsportarten, knapp hinter dem bestplatzierten Basketballverein, Alba Berlin, und dem besten Vertreter des Handballsports, dem THW Kiel.

Die gesamte Liste der Top 100 bis zum Jahreswechsel ist als PDF-File auf Stadionwelt einsehbar.

Januar 8, 2009

Junghaie im DEB-Jersey

Jerome Flaake und sein Einsatz bei der U-20 WM in Ottawa hat mich in den vergangenen Tagen durchaus beschäftigt, aber er war nicht der einzige Spieler aus der KEC-Familie, der den Bundesadler auf seinem Trikot getragen hat.

Wer sich in den Partien zwischen dem 26.12. und 30.12. (Iserlohn, Straubing, Berlin) gefragt hat, warum Spieler wie Dennis Steinhauer, Marcel Ohmann und Norman Hauner nicht eingesetzt werden, findet hier die Lösung: Sie nahmen gemeinsam mit den weitern Junghaien Julian Eichinger und Dustin Schumacher) mit der U-18 Auswahl des DEB zwischen den Jahren an einem 5-Nationen Turnier in Zuchwil in der Schweiz teil. So richtig erfolgreich schlugen sie sich jedoch nicht: Das deutsche Team verlor alle Spiele.

Die individuellen Statistiken (Team-Überblick) unserer Haie:

Julian Eichinger: 4 Spiele / 1 PT ( 0 T, 1 A) / 6 PIM / +/- - 1 / 3 SOG
Dustin Schuhmacher: 4 Spiele / 0 PT (0 T, 0 A/ 4 PIM / +/- -3 / 3 SOG
Dennis Steinhauer: 4 Spiele / 0 PT (0 T, 0 A) / 4 PIM / +/- -4 / 6 SOG
Marcel Ohmann: 4 Spiele / 1 PT (0 T, 1 A) / 6 PIM / +/- 0 / 10 SOG
Norman Hauner: 4 Spiele / 2 PT (2 T, 0 A) / 2 PIM / +/- 0 / 9 SOG

Die U-17 World Challenge fand ebenfalls in Kanada statt, der Austragungsort war Port Alberni. Im deutschen Aufgebot stand Verteidiger Maik Blankart ein Junghai im Kader.

Das Auswahl-Team, in welchem sonst auch Junghaie-Torhüter Kinader regelmäßig spielt, verlor vier seiner fünf Partien, konnte aber einen 5:4-Sieg über Russland verbuchen und landete im Abschlussranking noch vor den sieglosen Finnen.

Blankart wurde in vier Partien eingesetzt, kassierte eine Strafzeit und scorte nicht.

Kaum besser erging es Junghaie Verteidiger Oliver Mebus und Stürmer Niklas Solder im U16 DEB-Kader, der an einem 4-Nationen-Turnier in Vierumäki in Finnland teilnahm. Das Team unterlag Finnland, der Slowakei und der Schweiz und beendete das Turnier sieglos und mit einem Torverhältnis von 1-12.

Januar 7, 2009

Auswärtsspiel: Nachbetrachtung zum Spiel in Mannheim

Ich hab damit angefangen, also muss ich es auch fortsetzen: Vor einigen Wochen habe ich mich über die Magnetwirkung der Haie ausgelassen und diese Idee weiter verfolgt. Jeder Kölsche weiß: Alles was drei mal geschieht, ist Brauchtum und Tradition und somit richte ich mit dem heutigen Update eine neue Kolumne namens “Auswärtsspiel” ein, die die Auswärtsspiele der Haie näher unter die Lupe nimmt.

Die Haie haben Ende der vergangenen Woche in Mannheim gespielt und verloren. Bereits im Vorfeld griff die Presse die Situation auf:

Wenn auch vor dem 80. Duell seit DEL Gründung der tabellarische Unterschied zwischen Blau Weiß Roten und Domstädtern noch nie so groß war wie in diesen Tagen, ist die SAP Arena ist heute (19.30 Uhr, live in Premiere) zum dritten Mal in dieser Saison ausverkauft.

Und so sah das Ganze dann auf dem Papier aus:

02.01.2008, Adler Mannheim - Kölner Haie
13,600 Zuschauer / Schnitt 11,790 | + 1810

Über die gesamte Saison hinweg kamen in 17 Auswärtsspielen im Bezug auf die durchschnittliche Zuschauerzahl des jeweiligen Vereins 12 mal mehr und 5 mal weniger Zuschauer zu einer Partie gegen die Haie. Insgesamt steigt die +/–Rechnung des Zuschauerinteresses für die Haie auf insgesamt + 7559 Zuschauer (unbereinigt gegenüber dem Wert ohne die Haie-Partien).

Was macht eigentlich…?

Udo Kießling: Mit dem KEC konnte die legendäre #4 vier mal die Deutsche Meisterschaft erringen (1984, 1986, 1987, 1988) und hoch hinaus will er auch mit seinem neuen Team, dem EHC Krefeld. Natürlich wird er bei den “Preussen” nicht als Spieler auflaufen, sondern fungiert als “sportlicher Berater”. Gleichzeitig ist er “Schirmherr und erstes Mitglied” von deineishockeyclub.de und somit dem ersten Vertreter dieser Art Projekt, welche in der Vergangenheit zunächst im englischen Fußball und mit der Fortuna aus Köln inzwischen auch in Deutschland für Aufsehen gesorgt haben. Und wie auch die Fortuna mit Sönke Wortmann auf prominente Unterstützung setzt, so scheint deineishockeyclub.de mit dem Engagement Kießlings diesem Beispiel zu folgen.

Als “Co-Manager” können die Mitglieder von deineishockeyclub.de für eine monatliche Mitgliedsgebühr von 4 € per Abstimmung die Entscheidungen der Vereinsführung beeinflussen.

Dan Björnlie: Ex-Haie Björnlie könnte vor einem erneuten Wechsel in die DEL stehen! Der US-Amerikaner, mit 12 Toren und 32 Assists bester Verteidiger der österreichischen Liga in Diensten der Vienna Capitals, soll auf der Wunschliste von Jim Boni, der die Ingolstadt Panther in der neuen Saison als Sportdirektor lenken soll, ganz oben stehen.