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März 2, 2009

Gerüchteküche

Ungewohnt früh, aber doch so spannend wie eh und je: Die Gerüchteküche brodelt und Spekulation folgt auf Spekulation. Wer den Überblick behalten will, dem sei der aktuellen Artikel von Martin Sauerborn in der Kölnischen Rundschau ans Herz gelegt.

Ich versuche mich derweil ebenfalls an einer ausführlicheren Aufstellung. ;)

Trainer-Posten:
- Die Haie haben bekannt gegeben, dass sie nicht mit Rupert Meister als Trainer des Profi-Teams in die neue Saison gehen werden.
- U.a. die “Eishockey News” berichtet von dem Gerücht, Andreas Brockmann sei ein “heißer Kandidat für den Job bei den Haien“.
- Der “Express” bringt zusätzlich Namen wie Greg Poss und Christian Brittig ins Spiel.
- Pauels dementiert in der Kölnischen Rundschau “kursierende Namen wie Greg Poss, Benoite Laporte und Andreas Brockmann” und weist auf ein ausgeschlagenes Angebot an Rich Chernomaz hin. Das von Pauels vorgegebene Profil:

„Er soll Erfahrung haben, mit jungen Spielern arbeiten und Erfolge vorweisen können“

Martin Bartek:
- Martin Bartek sprach in der HNA von einem Zweijahresvertrag in Köln. Heute die Bestätigung der Haie.

Thomas Greiss:
- Die “Kölnische Rundschau” spekulierte Ende Januar über eine Rückkehr von Thomas Greiss.
- Der “Kölner Stadtanzeiger” konnte über “signalisiertes Interesse” von Seiten der Haie berichten.
- Sauerborn berichtet in dem o.g. Artikel der “Kölnischen Rundschau”, dass Greiss ein “Dreijahresvertrag mit Ausstiegsklausel für die NHL” vorgelegt worden sei. Wenn in der Zwischenzeit ein anderer Kandidat zusagt, hat dieser Priorität.

Ivan Ciernik:
- Auch in diesem Fall berichtet Sauerborn in dem o.g. Artikel von einem abgegebenen Angebot, welches Ciernik bislang aus finanzieller Sicht ablehnt.

Travis Scott:
- Die “Kleine Zeitung” berichtet, dass Scott nur bis zum Ende der aktuellen Spielzeit in Klagenfurt spielen wird.

Angeblich geht Scott in die DEL. Zu welchem Klub, weiß Pilloni nicht. Seine Vermutung: “Vielleicht zu Köln.”

- Die “Eishockey News” berichtet in der aktuellen Ausgabe, dass die Investorengruppe, welche beim KEC einsteigen möchte, “Top-Goalie Travis Scott zurückholen” will.

März 1, 2009

Notizen: Jimmy Waite

Die heutige Partie der Panther aus Ingolstadt gegen die Kölner Haie war nicht nur die letzte DEL-Partie von Haie-Kapitän Dave McLlwain, sondern auch von Jimmy Waite, der die Panther mehr oder weniger freiwillig nach Ende der Saison verlassen muss. Nur nebenbei bemerkt: Er wird seinen Platz im Tor für Ex-Hai Dimitri Pätzold räumen müssen, der nach der Saison von den Hannpver Scorpions zu den Panthern wechseln wird.

Waite jedoch hat die Liga auf seiner Position über Jahre geprägt - und ihn geprägt haben wiederum die Kölner Haie. In der “Augsburger Allgemeinen” berichtete Waite von seiner Karriere und erzählt, dass eines seiner besten Matches im Panter-Trikot

ein Play-Off-Viertelfinal-Match [war] - und zwar in der Spielzeit 2006/2007 bei den Kölner Haien. Ich habe damals über 65 Schüsse auf den Kasten bekommen. Am Ende mussten wir uns unglücklich nach Verlängerung mit 0:1 geschlagen geben.

und beschreibt in seinen Worten noch einmal die “legendäre 0:10-Niederlage in der Saison 2006/2007 bei den Kölner Haien.”

Ziemlich lesenswert, auch wenn Mr. Waite hier nicht immer objektiv ist. ;)

Februar 27, 2009

Dave McLlwains letztes Heimspiel

Wenn die Zeitungen in diesen Tagen Redewendungen mit der Symbolik des von Board gehenden Kapitäns bemühen, so kann man gewiss sein, dass von Dave McLlwain die Rede ist, der in wenigen Stunden sein letztes Heimspiel absolvieren wird.

Alexander Brandt zitiert für den General-Anzeiger Bonn McLlwain mit den Worten:

“Seit einigen Jahren denke ich über den richtigen Zeitpunkt nach”. (…) “Irgendwann sind Körper und Geist nicht mehr einer Meinung. Ich habe viele Gespräche mit meiner Frau, meinen Eltern und dem Management geführt. Ich habe auch ehemalige Profis gefragt, wie sie ihre Karriere beendet haben. Sie sagten mir alle, dass man es irgendwann einfach weiß.”

Weiter berichtet er, dass McLlwain “nach Kanada zurück” geht und “seine Sachen packt”. Gegenüber Christian Oeynhausen (Kölner Stadtanzeiger), äußerte sich McLlwain konkreter:

Was er tun wird, weiß er noch nicht. Trainer, das könnte er sich vorstellen, Manager, hm, vielleicht auch. Eher nicht. Die Haie wollen den Kontakt nicht abreißen lassen. Aber eine konkrete Aufgabe haben sie bisher nicht für ihn. McLlwain wird erstmal nach Kanada zurückgehen und Abstand gewinnen. „Die Familie hat viel für mich geopfert, jetzt ist die Zeit, etwas zurück zu geben.“ Lise McLlwain, der 2005 adoptierte Sohn Nathan und er haben sich wohl gefühlt in Köln-Lindenthal. „Aber man braucht einen Grund, hier zu sein. Heimat ist Heimat: Kanada“, sagt McLlwain.

Ein Grund - das läßt Raum für Spekulationen. Doch dies ist Zukunftsmusik: Die Partie am heutigen Abend wird erst einmal ganz im Zeichen McLlwains stehen. Brandt schreibt a.O., dass McLlwain vor dem Spiel geehrt werden wird - und auch nach dem Schlusspfiff wird er sicherlich noch Ehrungen erhalten. Andi Renz hat sich im Express mit einem offenen Brief an die Fans gewandt:

Gegen Mannheim soll die Arena noch mal kochen, wir wollen nicht nur die drei Punkte, wir wollen auch unserem Kapitän Dave McLlwain einen würdevollen Abschied bereiten.

Nachtrag: Auf DEL.org findet ihr ein ausführliches Interview mit McLlwain.

Februar 26, 2009

Notizen: Investoren, Fansicht

Investoren: Die Bild konnte gestern nur andeuten, der Express ausführen: Eine Gruppe von wohl zehn Menschen möchte die Haie als “private und institutionelle Investoren” schultern, die Verbindlichkeiten der Saison stemmen und den KEC langfristig begleiten.

In der heutigen Presse nun weitere Statements: Thomas Eichin äußert sich gegenüber Martin Sauerborn und der Kölnischen Rundschau in zwei Artikeln (eins / zwei) zu den Themen Insolvenz, Unterstützung und Mäzen Göttsch, Christiane Mitatselis liefert für den Kölner Stadtanzeiger ein neues Statement Eichins zu Trainer Rupert Meister sowie das Minimalziel 2010: Das Erreichen der Playoffs. Uwe Bödeker nimmt für den Express Hans-Joachim Ziems von Ziems & Partner und seine Verbindung zu den Haien unter die Lupe.

Fansicht: Jeder von uns hat seine eigene Wahrnehmung der Saison, jeder hat seine eigenen Ursachen für die Misere ausgemacht. Alexander Brandt hat nun für den General Anzeiger Bonn vor einigen Wochen Bettina und Jürgen Peters, dessen Namen man sonst im Umfeld der Haie vor allem mit Sportfotografie verbindet, zu ihrer ganz persönlichen Sicht auf die Dinge befragt.

Februar 24, 2009

Sportfoto des Jahres

Auch in diesem Jahr suchte der Kicker das “Sportfoto des Jahres” - und mit von der Partie war ein Foto mit Haie-Beteiligung. Sieger in der Kategorie “Sport allgemein” wurde ein Bild von Lions-Hausfotograf Jan Hübner, welches Robert Müller bei einem Gegentor während den Playoffs 2008 zeigt.

Weitere eingereichte Fotos zeigen z.B. Hans Zach, aber auch zahlreiche weitere, sehr ästhetische Aufnahmen. Einfach mal durchklicken! ;)

Februar 20, 2009

Vom Grundproblem der TV-Präsenz

Als die Partie der Hamburg Freezers gegen die Kölner Haie am 09.01. gespielt und Geschichte war, stand nicht die 2:3-Niederlage aus Sicht des KEC, sondern die gelungene Liveübertragung der Partie im Free-TV im Fokus des Interesses. “Offene Türen” wurden damals eingerannt und auch die Quote stimmte. Auch die zweite Übertragung durch Eurosport, die Partie der Adler Mannheim gegen die Hannover Scorpions sorgte bei allen Verantwortlichen für eine positives Echo. Den Wert der Übertragung beschrieb Marco Stichnoth, Geschäftsführer Hannover Scorpions, so: „Durch diese weitere Live-Übertragung bei Eurosport präsentieren wir uns abermals einer breiteren Öffentlichkeit und stärken dadurch die ganze Liga.“

Eine weitere Übertragung scheiterte nun in dieser Woche an der Absage der Metrostars aus Düsseldorf. Wie die Eishockeynews online berichtete, waren finanzielle Gründe ausschlaggebend:

Von den rund 30.000 Euro Produktionskosten hätte die Liga sowie der Gast aus Mannheim ein Teil übernommen, die Hauptlast hätten aber die Metro Stars tragen müssen. Die haben nun „dankend“ abgelehnt.

Der Artikel endet mit der Aussage: “Die jetzige Absage von Seiten der Düsseldorfer ist also auch ein Schlag ins Gesicht aller Eishockey-Fans.” Dies kann man so sehen. Man kann aber auch eine andere Position beziehen. Denn: An dieser Stelle bricht ein Grundproblem des DEL-Eishockey auf: Die Übertragung der Sportart im TV und die Frage, welche Möglichkeiten und Entscheidungsspielräume bleiben.

Werfen wir einen vergleichenden Blick in das Rund der großen Mannschaftssportarten und ihre TV-Präsenz. Über allem schwebt der Fußball, der es geschafft hat, selbst seine dritte Liga - und somit Vereinen wie dem SV Sandhausen, VfR Aalen oder Jahn Regensburg - sowohl in der Samstäglichen Sportschau, wie auch in den dritten Programmen zu platzieren. Hierfür erhalten die Vereine von den Öffentlich Rechtlichen Sendern bislang 600.000 €, ab kommender Saison 800.000 € - und wenn es nach dem Willen von DFB-Direktor Helmut Sandrock geht, in Zukunft 1.000.000 € pro Saison und Club.

Eine Million Euro erzielt die Handball Bundesliga (HBL) bereits seit 2006 in einem Mix aus Free- und Pay-TV - jedoch als Liga und nicht pro Club. Dafür werden rund 170 Spiele durch verschiedene Anbieter für das TV aufbereitet. Ein Linktipp am Rande: Die Website http://www.handballimfernsehen.de widmet sich ausschließlich diesem Thema und bietet unter anderem eine Darstellung des o.g. Vertrages.

Freute sich die Basketball-Bundesliga (BBL) 2003 noch über den Vertrag mit dem DSF, welcher über einen Zeitraum von zwei Jahren die Liveübertragung von Spielen garantierte, war bereits nach einem Jahr klar, dass das DSF aussteigen würde - die Quoten waren einfach zu schlecht. Zudem sorgte der Abgang der Ligensponsoren s.Oliver und der Deutschen Bahn für weitere Probleme. Zwischen den Zeilen war nun zu lesen, dass die Finanzierung der Übertragungen, welche offensichtlich zum Teil von der BBL getragen wurden, mit dem Abgang der Sponsoren schwierig wurde. So berichtete das Handelsblatt:

Der Hauptsponsor und sein Geld waren Teil des Eckdaten-Vertrages zwischen BBL und DSF. Als die Liga den Hauptsponsor nicht wie vereinbart bis zum 1. Oktober mitbringen konnte, musste neu verhandelt werden. “Es war nicht einfach”, sagt DSF-Kommunikationsleiter Jörg Krause, “aber wir haben einen Weg gefunden, die Übertragungen zu sichern.”

Es sind verschiedene Wege und Philosophien, die sich die einzelnen Sportarten gesucht haben. Es bleibt festzustellen, dass der Eishockeysport auf DEL-Ebene durch die Partnerschaft mit Premiere mehr Geld verdient, als jede der anderen genannten Sportarten, natürlich abgesehen von der 3. Fußball-Liga: Rund 200.000 € erhält jeder DEL-Club pro Saison als Erlös aus dem TV-Vertrag mit Premiere. Gleichzeitig impliziert dieser positive Punkt aber auch eine negative Komponente: Es liegt in der Natur der Sache, dass durch die Selbstbeschränkung auf das Pay-TV weniger sponsorenrelevante Blickkontakte produziert werden, als bei einer Darstellung im Free-TV. Das Beispiel des Basketballs, wie auch der aktuelle Fall rund um die Metrostars, zeigt jedoch, dass ohne eine Investition keine breite Free-TV-Präsens zu erhalten ist. Keine breite Free-TV-Präsens, denn vertreten ist das DEL-Eishockey im Free-TV durchaus: In kurzen Clips, meist in Magazinen wie dem Morgenmagazin. Eine Ausweitung stünde den Öffentlich Rechtlichen Sendern frei, weiter genutzt wurden die erworbenen Rechte bislang freilich nicht. Auf der anderen Seite steht nun der Sender Eurosport, der eine Beteiligung an den Produktionskosten erwartet.

Angesichts der bereits geleisteten Übertragungen und den unterschiedlichen Vorgehensweisen der Clubs muss sich die DEL nun eine grundlegende Fragen stellen und eine Philosophie entwickeln: Die Frage ist, ob man für die Liveübertragung von Spielen durch Free-TV-Sender Geld bezahlen möchte. Die zunächst paradox anmutende Situation hätte immerhin den Vorteil, dass Interessierte geworben und Sponsoren Blickkontakte geboten werden könnten. Darauf aufbauend ist eine zweite Frage denkbar: Lohnt sich ein solches Engagement in einer Kosten/Nutzen-Rechnung? Anders gesagt: Kann durch die Präsenz im Free-TV ein so deutliches Plus auf z.B. dem Sponsoren-Sektor erwirtschaftet werden, dass sich die Investition lohnt?

Wenn man davon ausgeht, dass man zum einen auf die durch Premiere garantierten (vielen) Livespiele und deren Vergütung nicht verzichten möchte, zum anderen die Option von (ausgewählten) Spielen im Free-TV offen halte möchte, sind verschiedene Szenarien denkbar:

1) Es bleibt wie es ist: Manche Vereine können die Beteiligung an den Produktionskosten zahlen, andere nicht.

2) Die Vereine der Liga begreifen die Livespiele als Werbung für die gesamte Liga und finanzieren einen Pool, aus welchem solche Übertragungen finanziert werden.

3) Die DEL findet einen Sponsor, der diesen Pool finanziert.

Sowohl für 2), als auch für 3) stellt sich die Frage, ob, wie und durch wen die Spielpaarungen festgelegt werden sollen. Ein Sender würde tendenziell wohl die Teams aufstellen, die die beste Quote versprechen. Als direkte Folge könnten sich andere Teams benachteiligt fühlen und den Sinn ihrer Mitfinanzierung in Frage stellen.

Die Weigerung der Metrostars ist ein guter Anlass, den Schwebezustand der bisherigen Eurosport-Übertragungen zu überdenken und sich in der Liga auf eine Vorgehensweise festzulegen. Erfolgt dies nicht, ist negative Presse, wie im aktuellen Fall, nicht zu vermeiden.

Februar 1, 2009

fotocommunity.de

“Eigene Fotos hochladen und mit anderen Fotografen darüber diskutieren” - das ist selbst formulierte Spektrum von fotocommunity.de. Auf einer Website, auf der zahllose Fotografen ihre Werke präsentieren, finden sich unweigerlich auch Aufnahmen von einem Eishockey-Spitzenclub wie den Kölner Haien.

Wer ein paar gemütlich Minuten mit Bildern der aktuellen und vergangenen Spielzeiten verbringen möchte, den lade ich zu dem Besuch der verlinkten Werke ein.

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Die Community bietet sogar noch mehr Bilder. Hier gilt die Devise: Wer stöbert, der findet. ;)

Januar 30, 2009

Von den Grenzen der Pressearbeit

So kann es kommen: Noch im letzten Bericht habe ich Christiane Mitatselis zitiert, die schrieb, dass die Haie keinen Spieler abgeben würden. Nur wenige Stunden später berichtete Martin Sauerborn von der Kölnischen Rundschau das genaue Gegenteil:

„Aus wirtschaftlichen Gründen lassen wir auch zwei oder drei Jungs gehen“, berichtete der Manager, ohne Namen zu nennen. Angebote lägen „für die halbe Mannschaft“ vor, unterschrieben sei aber noch nichts.

Es war durchaus spannend zu verfolgen, wer von beiden Recht behalten würde.

Wie wir inzwischen wissen, war es in diesem Falle Martin Sauerborn und die Kölnische Rundschau. Zuerst von der Eishockeynews spekuliert, später von den Haie offiziell konkretisiert, war der Abgang von Julien, Piros und Pratt bereits am Abend zum Spiel gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg Realität.

Das die Vorgänge die Reaktionsfähigkeit der Presse Grenzen aufzeigte, macht der o.g. Artikel der Eishockeynews deutlich:

Bereits verlassen hat die Rheinländer dagegen Stürmer Kamil Piros. Der Tscheche, der bereits am heutigen Donnerstag beim Heimspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg (ab 19.30 Uhr live auf Premiere) nicht mehr für die Haie auflaufen wird, schloss sich dem schwedischen Spitzenclub HV 71 Jönköping an.

Wenige Stunden vor dem Spiel wusste die Eishockeynews viel - aber nicht, dass bereits alle drei Spieler das Team verlassen haben und wohin Harlan Pratt wechseln würde. Vielleicht haben sie aber auch von der Verpflichtung durch den amtierenden CHL-Sieger Zürich gewusst, aber konnten es schlichtweg nicht glauben. ;)

Januar 28, 2009

Notizen: Wechselangebote, genesener Mauch, Marcel Müller, Tripcke, Eurosport

Wechselangebote: Die Saison neigt sich für den KEC dem Ende entgegen und es geschieht etwas, was man sonst nur aus der Ferne bei Teams der unteren Tabellenregionen beobachten konnte: Spieler, deren Teams die Playoffs nicht erreichen werden, suchen sich Arbeit. So berichtet Alexander Brandt für den Bonner General Anzeiger:

Vor dem Spiel bestätigte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin, dass es Angebote aus der Schweiz für Kölner Spieler gäbe. Diese könnten sofort wechseln, um dort Play-offs zu spielen, was für die Haie in der DEL nur noch theoretisch möglich ist. Die Kölner wollten derartige Anliegen allerdings erst einmal ablehnen, weil sie noch Hoffnung haben.

Konkreter wird Christiane Mitatselis in ihrem Artikel für den Kölner Stadtanzeiger “Fluchtversuche bei den Haien”, wenn sie berichtet, dass

viele Spieler des Tabellen-Vorletzten (..) mit dem Kapitel Köln bereits abgeschlossen [haben] und (..) nur noch weg [wollen]. Manager Rodion Pauels berichtet, dass etliche Profis um sofortige Freigabe aus ihren Verträgen gebeten haben, da sie bei Klubs ausländischer Ligen noch für die Playoffs anheuern wollen. Die Wechselfrist endet am 31. Januar, Pauels gab keinen Akteur frei.

Genesener Mauch: Nachdem sich der Haie-Förderlizenzspieler Christopher Mauch langfristig verletzt hatte und dem Kooperationspartner aus Herne nicht zur Verfügung stand, ist er inzwischen wieder genesen, in das Mannschaftstraining eingestiegen und hat auch bereits wieder Spiele absolviert.

Marcel Müller: Worüber schreiben, wenn die Haie in einer schweren Krise sind, man aber “positiven Journalismus” betreiben möchte? Die “Top Köln” hat in ihrer Ausgabe zum Karneval 2009 nach dem Positiven gesucht und Marcel Müller gefunden. Er gibt im Rahmen eines Portraits einige Statemants zu seinem Vater, seinem Bruder, seiner Ausbildung in dem Mannheimer Spielerinternat und seiner Ausbildung abseits des Eises ab. Durchaus lesenswert. ;)

Gernot Tripcke: Im Vorfeld der Partie Krefeld - Iserlohn hat DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zum Pressetalk gebeten. Einige Passagen seiner Ausführungen, welche das Eishockey Magazin online gestellt hat, sind auch für Haie-Fans besonders interessant.

So äußerte sich Tripcke zur aktuellen Diskussion um das Engagement des Haie-Gesellschafter Göttschs mit den Worten:

„Es gibt keine konkreten Sorgen um Köln, aber die Probleme sind uns natürlich auch bekannt. Es ist verständlich, wenn Kölns Hauptgesellschafter Göttsch die finanzielle Lücke nicht stopfen will. Mit seinem Unternehmen hat er im Moment genug wichtige Dinge zu tun.“

Diese Aussage birgt nicht viel Neues, spannender ist da seine Aussage über die Quoten der Live-Übertragungen von Eurosport:

Durchaus zufrieden äußerte sich der DEL-Geschäftsführer über die Zusammenarbeit mit dem TV Sender Eurosport. So habe es nach der ersten DEL-Übertragung eine positive Resonanz gegeben. Die Einschaltquoten und der Marktanteil seien für den Sender überdurchschnittlich gut gewesen. Von Seiten der DEL habe man bewusst auf eine qualitativ hochwertige Übertragung gesetzt. Eine Übertragung mit nur zwei Kameras, wie man sie von so manchen Spartensendern aus der Vergangenheit kenne, sei nicht in Frage gekommen. Tripcke hofft auf eine längerfristige Zusammenarbeit mit Eurosport. Zudem sei der Sender auch nah dran an einer Fortsetzung der Übertragungen aus der Champions League. Zugleich fand er auch nochmals lobende Worte für TV-Partner Premiere, der im Pay-TV die Ligaspiele wöchentlich überträgt.

Januar 24, 2009

Rupert Meister im fast ausführlichen Interview

Ein Grund für mein bloggen im Haieblog ist, dass immer wieder höchst interessante Medienbeiträge im Netz kaum beachtet werden und ich auf diese aufmerksam machen möchte. Ein aktuelles Beispiel ist ein Interview von koeln.de mit Haie-Trainer Rupert Meister, in welchem sich Meister vielen Fragen stellt, aber nur sehr begrenzt antwortet. Er fügt sich hiermit in eine Darstellungsweise, die zuletzt Thomas Eichin im Premiere-Interview vorgelebt hat und dafür mediale Schelte einstecken musste.

Sebastian Reichert sprach für koeln.de mit Rupert Meister und entlockt ihm Aussagen zur Situation auf der Torhüterposition, dem Verhältnis zu den Fans und seiner eigenen Pseron.

Notizen: Die “jungen Wilden”

Die Augsburger Presse hatte gut lachen: Während die Kölner Haie die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte spielen, finden sich die Augsburger Panther auf einem aussichtsreichen Tabellenplatz wieder - weit über den Haien. Eine in den letzten Jahren seltene Situation, in der sich Milan Sako, Redakteur der Augsburger Allgemeinen dazu berufen fühlte Seite an Seite mit Panther-Manager Max Fedra die Saisonprobleme der Haie aus der Ferne zu analysieren. Ein Fazit:

Künftig will man auf jüngere und dynamische Spieler setzten. “Das haben uns andere vorgemacht”, merkt Eichin an und dürfte damit auf die Augsburger schielen, die sowohl bei den Deutschen als auch bei den Ausländern auf die Jugend setzen.

Bezeichnenderweise waren es die Nachwuchsspieler der Haie, die in der nachfolgenden Partie eine hervorragende Leistung ablieferten und sich zahlreiche “Sporen verdienten”. Ausgerechnet der ehemaliger Augsburger Jerome Flaake war es dann auch, der den Treffer zum entscheidenden 3:2 für die Kölner Haie erzielte. Für Flaake, der einst aufgrund erhofft besseren Talentförderung von dem Augsburger in den Kölner Nachwuchs wechselte und eine dominierende Rolle im Kölner DNL-Team spielte, war es bereits der zweite Siegtreffer der Saison.

Seinen laut DEL.org ersten Punkt als Profi erzielte am gestrigen Abend Marcel Ohmann, der zugleich zweitbester Scorer der DNL ist und als einer der “Gitter-Spieler” - sein Vollvisier wird er erst mit seinem 18. Geburtstag ablegen dürfen - die Fans der Haie seit Wochen mit seinem forschen Spiel begeistert.

Nachdem Sören Sturm statt beim Derby gegen die MetroStars aus Düsseldorf auf eigenen Wunsch im Rahmen seiner Förderlizenz für die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven in der Partie gegen die Heilbronner Falken auflief und ein Tor erzielen konnte, war er beim gestrigen Spiel der Haie gegen die Panther wieder mit von der Partie - und konnte erneut punkten: Der DNL-Meister von 2007 erzielte seinen zweiten Punkt (1T/1A) in Punktspielen der Haie.

Den Ausgleich und damit seinen neunten Saisonpunkt erzielte Alexej Dmitriev. Der 23jährige wird somit die aktuelle Saison als seine statistisch beste DEL-Saison seiner noch jungen Karriere beenden.

Dies gilt ebenfalls für den gebürtigen Berliner Marcel Müller, der am gestrigen Abend zwei Treffer erzielen konnte. Seine Saisontreffer acht und neun bedeuteten seinen zweiter Doppelpack der Saison, beide Male erzielte er innerhalb von zwei Spielen drei Tore.

Man vergisst es ob seiner Stärke immer wieder, aber auch Philip Gogulla, Jahrgang 1987, zählt eigentlich auch noch zu den “jungen Wilden”. Gogulla indes ist längst über alle Zweifel erhaben: Der zweitbeste Scorer der Haie hat in seiner fünften Profi-Saison so viele DEL-Tore geschossen, wie nie zuvor. Sein gestriger Assist hat ihn in der DEL-Topscorerliste auf Platz 41 gehoben. Was zunächst wenig beeindruckend erscheint, wird durch sein Alter relativiert: Es gibt keinen Spieler seines Jahrgangs, der in der Liste vor ihm steht.

Januar 14, 2009

Notizen: Interessantes im Netz, Gilden Kölsch

Was tut sich sonst noch so Haie-relevantes im Netz?

Henrike hat sich auf Haimspiel.de neben dem lesenswerten McLlwain-Interview vom Dezember mit dem Kampf der Haie um die Pre-Playoffs beschäftigt, die Betrachtung regelmäßig geupdatet und im Haimspiel.de-Forum die sich verändernde Winning-Percentage ausgerechnet.

Robert, ebenfalls ein Haimspiel-ler, hat in seinem Blog ganz richtig auf etwas Interessantes hingewiesen: Egal ob die Saison gut oder schlecht läuft, das Vokabular der kölschen Presse bleibt doch ziemlich gleich.

Für viele Aktionen mit den Fans unter der Saison und vor allem dem traditionellen Stellen von Freibier auf der Saisonabschlussfeier bekannt/beliebt, hat Gilden Kölsch mit den Haien in dieser Saison bekanntlich einen - mit schniken Videos untermalten - Deal: Für jedes geschossene Haimspieltor der Saison, spendiert Gilden Kölsch 10l Freibier am Ende der Saison.

Zeit um nachzurechnen: Bislang haben die Haie 66 Heimspieltore erzielt und somit ihren Fas 660l Gilden Kölsch erspielt.

Haie-Legenden melden sich zu Wort

In der größten Krise des Vereins melden sich Helden aus vergangenen Tagen zu Gehör: Während Detlef Langemann in der letzten Ausgabe des NetCologne FanTV auf Center.tv Bestandteil einer Talkrunde war und eine klare Meinung zu der aktuellen Situation vertrat, meldet sich nun “Peppi” Heiss in verschiedenen Medien zu Wort.

Uwe Bödeker zitiert Heiss für den Express mit einigen Aussagen zur Situation und einem Angebot, selbst im Trainerstab der Haie mitzuwirken:

„Ich will mich definitiv nicht anbiedern. Aber ich würde sehr gerne bei den Haien arbeiten. Ich habe einen Trainerschein und freue mich über jeden Anruf aus Köln.“

Ausführlicher geht Stefan Drescher für Spox.de mit Heiss ins Gefecht und erhält somit auch wesentlich gehaltvollere Aussagen. Es bleibt allerdings festzustellen, dass Heiss aus der Ferne keine revolutionären Erkenntnisse und neue Informationen erbringen kann.

Dennoch bezieht Heiss klar Stellung zu allen Fragen (Gründe für die schlechte Saison, Erwartungshaltung in Köln, Personalpolitik, Trainerentlassungen, Auswirkungen auf die nächste Saison).

Klare Worte aus dem Mund einer Haie-Legende sind vielleicht besonders dazu geeignet, die Sicht mancher wütender Fans auf die Saison etwas gerade zu rücken.

Januar 12, 2009

Musikalisches rund um die Haie

Rock, Schlager oder Weihnachtslieder, Nachwuchsbands und Profis: Immer wieder gibt es musikalisch begabte Menschen, die den Kölner Haien ein Lied widmen. Manches von diesem Liedgut ist im Netz zu finden und somit ein gefundenes Fressen für den Haieblog.

Hier eine Auflistung von online verfügbaren Songs aus dem Jahr 2008.

Düx Delüx | Homepage
01. KEC (kostenloser MP3-Download)
02. KEC (live) (kostenloser MP3-Download)

4Backwoods | Homepage
01. KEC wir stehn zu dir (Stream auf myspace.com)
02. Die Haie greifen an (Stream auf myspace.com)

Mancher wird 4Backwoods noch von ihrem Auftritt in der KölnArena oder der Saisonabschlussfeier 2008 kennen (Video).

Aktuell und käuflich zu erwerben:

Jonas | Homepage
01. Santa Claus is coming to town (mit Dave McLlwain, Mirko Lüdemann, Andreas Renz, Daniel Rudslätt, Christoph Melischko, Stéphane Julien und Stefan Horneber)

Wer nicht die Katze im Sack kaufen will, kann sich das ganze Lied auf der Website von Jonas downloaden und MP3 anhören.

Januar 6, 2009

Medienabriss vor dem Spiel gegen die Frankfurt Lions

Haieblog.de

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Medienspiegel vom 06.01.2008
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Zu Robert Müller:
Welt | Marcel Stein: Eishockey ist sein Leben

Zum KEC-Team:
Kölnische Rundschau | Martin Sauerborn: Die Trainingslosen
KSTA | Christiane Mitatselis: Viel Mitleid und große Verluste
Express | Uwe Bödeker: Desaster kostet Haie eine Million Euro!
Eishockeynews | Thomas Eichin: “Wir wollen nicht in Schönheit sterben”
Bild | Ulrich Bauer: KEC geht die Luft aus

Zum heutigen Gegner:
Frankfurter Rundschau | Matthias Kittmann: Der Wahrheit auf der Spur
Frankfurter Neue Presse | Das nächste Abenteuer
Bild | Neu-Löwe Muir soll die Krise bändigen

Januar 4, 2009

Medienabriss zum Spiel gegen die Krefeld Pringuine

Haieblog.de

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Medienspiegel vom 04.01.2008 und 05.02.2008
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Presse:

Express | Arno Schmitz: Haie, spielt mal wieder wie Männer!

Haie.de | Wieder nur ein Punkt – KEC unterliegt KEV nach Verlängerung – Dienstag Heimspiel gegen Frankfurt
Express | Uwe Bödeker; Stefan Schaffner: Haie haken Playoffs ab
KSTA | Christiane Mitatselis: Armut gegen Elend
Hockeyweb.de | Schon wieder eine Führung verspielt
Westdeutsche Zeitung | „Das ist eine Frage des Charakters“

Updates:
Krefeld-Pinguine.de | 4:3-Sieg in Köln nach Verlängung - Hauptsache Platz vier verteidigt
Bonner General Anzeiger | Alexander Brandt: Haie auf Sparkurs - Erneute Niederlage
Kölnische Rundschau | Martin Sauerborn: Die Angst als ständiger Begleiter
Westdeutsche Zeitung | Thomas Klein: Pinguine gewinnen in Köln

Videos:

Bilder:

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Januar 3, 2009

Medienabriss nach dem Spiel gegen die Adler Mannheim

Haieblog.de

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Medienspiegel vom 03.01.2008
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Haie.de | Haie unterliegen Adlern
Adler Mannheim.de | 5:2 gegen die Haie – Adler bleiben oben dran
KSTA | Haie am Rande eines Debakels
Express | Jürgen Neuhaus: Haie verlieren 3 Punkte, Adler 5 Zähne
Bonner General Anzeiger | Alexander Brandt: Haie gehen sang- und klanglos unter
Rheinpfalz | Oliver Wehner: Ein Tor mit hohem Schmerzfaktor (auf adlerfans.de)
Mannheimer Morgen | Christian Rotter: Starke Adler verprügeln die Kölner Haie (auf adlerfans.de)
Lampertheimer Zeitung | Philipp Sémon und Martin Laus: Girard bezahlt ein Tor mit fünf Zähnen (auf adlerfans.de)
Rhein-Neckar-Zeitung | Rainer Kundel: Ein hoher Preis: Fünf Zähne für ein Tor (auf adlerfans.de)

Januar 2, 2009

Medienabriss vor dem Spiel gegen die Adler Mannheim

Haieblog.de

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Medienspiegel vom 01.01.2008 und 02.01.2008
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KSTA | Christian Oeynhausen: Keine Chance auf Müller-Rückkehr
Kölnische Rundschau | EB: Einen Spießrutenlauf verhindert
Kölnische Rundschau | Kölner Haie rechnen nicht mit Müller-Rückkehr
Express | Uwe Bödeker, Stefan Schaffner: Knecht Rupert leidet unter Masons Erbe
Video:
Bild | Nick Seeliger: Robert Müller: Nie wieder Eishockey
Bild | Ulrich Bauer, Dennis Brosda (Fotos): Bei Mandelecken vergisst der Kapitän die große Eis-Krise
Rhein-Neckar-Zeitung | E.K.: Das neue Jahr beginnt für die Adler mit einem Schlager (auf adlerfans.de)
Rheinpfalz | Einheit um zwölf Uhr mittags (auf adlerfans.de)
Mannheimer Morgen | Christian Rotter: Adler entscheiden über Haie-Schicksal (auf adlerfans.de)

Dezember 25, 2008

Sendeplan Eurosport 2

Wie berichtet sendet Eurosport über seinen Spartensender Eurosport 2 in diesen Tagen so viel Hockey wie niemals zuvor. Damit der Überblick nicht verloren geht, habe ich hier einen Sendeplan aufgelistet - basierend aus den Daten der Eurosport-Homepage. Aus Haie-Sicht konkret interessant: Die Zusammenfassungen des Spieles Deutschland - Kanada im Rahmen der U-20 WM. Mal gucken, wie sich Jerome Flaake so schlägt. ;)

Fr., 26.12.

15:00 Uhr, Spengler Cup: Dynamo Moskau - HC Davos (live)
20:15 Uhr, Spengler Cup: Team Canada - Energie Karlovy Vary (live)
22:30 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung Dynamo Moskau - HC Davos

Sa., 27.12.2008

11:00 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung Dynamo Moskau - HC Davos
12:30 Uhr, U-20 WM: Zusammenfassung Kanada - Tschechien
15:00 Uhr, Spengler Cup: HC Energie Karlovy Vary - ERC Ingolstadt (live)
20:30 Uhr, Spengler Cup: Team Canada - HC Davos (live)
22:30 Uhr, U-20 WM: Zusammenfassung Kanada - Tschechien

So., 28.12.2008

11:00 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung HC Energie Karlovy Vary - ERC Ingolstadt
12:30 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung Team Canada - HC Davos
15:00 Uhr, Spengler Cup: HC Davos - HC Energie Karlovy Vary (live)
20:15 Uhr, Spengler Cup: ERC Ingolstadt - HC Dynamo Moskau (live)
22:30 Uhr, U-20 WM: Kasachstan - Kanada (live)

Mo., 29.12.2008

11:30 Uhr, U-20 WM: Zusammenfassung Kasachstan - Kanada
14:00 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung ERC Ingolstadt - HC Dynamo Moskau
15:00 Uhr, Spengler Cup: ERC Ingolstadt - Team Canada (live)
20:15 Uhr, Spengler Cup: HC Energie Karlovy Vary - HC Dynamo Moskau (live)
22:30 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung ERC Ingolstadt - Team Canada

Di., 30.12.2008

11:30 Uhr, U-20 WM: Zusammenfassung Deutschland - Kanada
14:00 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung HC Energie Karlovy Vary - HC Dynamo Moskau - HC Dynamo Moskau
15:00 Uhr, Spengler Cup: HC Dynamo Moskau - Team Canada (live)
20:15 Uhr, Spengler Cup: HC Davos - ERC Ingolstadt (live)
22:30 Uhr, U-20 WM: Zusammenfassung Deutschland - Kanada

Mi., 31.12.2008

12:00 Uhr, Spengler Cup: Finale (live)
20:15 Uhr, Spengler Cup: Zusammenfassung Finale

Dezember 11, 2008

Stiefkind der Stadt?

Finanzielle Ängste sind in diesen Tagen allgegenwärtig und auch im Eishockeysport sorgen ausbleibende Zuschauer in vielen DEL-Standorten für (unerwartete?) Probleme. Ausbleibende Zuschauer bedeuten Umsatzeinbußen und weniger Konsumenten in Arenen, die einst als Prestigeobjekte gebaut und heute als Austragungsort für Showevents, Kongresse und Konzerte gerne genutzt werden. Spitzensport bedeutet feste Belegungen der Arenen, Tourismus, Arbeitsplätze vor Ort und in verschiedenen Segmenten Steuereinnahmen für die Stadt. Spitzensport bedeutet auch Nachwuchsförderung und die Wahrnehmung sozialer Verantwortung. Nicht zuletzt bedeutet Spitzensport auch Prestigegewinn für die Stadt und Lebensqualität für seine Bürgerinnen und Bürger. Besitzt eine Stadt nun mehr als ein Aushängeschild, multipliziert sich dieses Prinzip.

Politiker brauchen positive Schlagzeilen um ihren Namen ebenso positiv im Gedächtnis potentieller Wähler zu verhaften. Erfolgreicher Spitzensport verbindet dies mit positiven Emotionen und wird somit gern als PR-Werkzeug benutzt. Je präsenter eine Sportart, desto mehr Möglichkeiten bieten sich dem Politiker hier. Hate in Politiker die Wahl zwischen verschiedenen Aushängeschildern, so hat er die Wahl zwischen einem konzentrierten Engagement oder der Aufspaltung auf verschiedene.

Ein Autorenkollektiv des Express hat sich in einem Artikel einer Problematik angenommen, die immer mal wieder aufblitzt und zuletzt beim TV-Duell der Kandidaten um das Oberbürgermeisteramt hier im Blog behandelt wurde (Artikel / Kommentar ): Die einseitige Beachtung des Spitzensports in Köln.

Ausgangspunkt der Betrachtung ist das diesjährige Sportstädteranking des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) vom November 2008. In dem Ranking, welchen neben dem Profi- auch den Breitensport. Sportinfrastruktur und Sportevents der 15 größten deutschen Städten vergleicht, landet Köln nur auf Platz 5, nachdem des Express die Stadt 2004 noch auf der Spitzenreiterposition gesehen hat.

Welche Auswirkungen hat das Ergebnis des Ranking? Das “Projekt Sportstadt Köln” reagiert auf das nach 2007 zum zweiten Mal ermittelte HWWI-Ranking mit einem Verweis auf zukünftige Arbeit:

Das Team der Initiative “Projekt Sportstadt Köln” hat es sich zum Ziel gesetzt, für die nächsten Jahre an einer höheren Platzierung der Stadt Köln beim deutschen Sportstädte-Ranking mitzuwirken.

“Profilbildung” ist das Stichwort, welches das insgesamt eher dem Breitensport - und somit u.a. dem KEC e.V. - verpflichtete Projekt für die Stadt anstrebt.

Auf einer Pressekonferenz im Juni 2008 stellte das Projekt im Rahmen der Ergebnisdarstellung einer Vereinsbefragung [Link als PPT] fest, dass

die Vereinen bei der Kürzung der Zuschüsse durch die Stadt bzw. das Land, sowie bei dem grundsätzlichen Thema der Mittelgewinnung (das größte Problem sehen).

Eine Darstellung, welche Eichin angesichts der aktuellen Problematik der Haie für den KEC e.V. im o.g. Artikel unterstreicht.

„Die Finanzkrise hat uns im Oktober alle überrascht. Jetzt müssen wir uns darauf einstellen. Wir wollen nicht jammern, aber es wird hart. Gerade in der Nachwuchsförderung benötigen wir noch mehr Hilfe“, sagt KEC-Boss Thomas Eichin. (…) „In der Stadt zählt halt nur der 1. FC Köln, jeder andere muss seine Nische suchen.“ Die Stadt Köln unterstützt die Haie auch. Pro Jahr gibt es 40.000 € für den Nachwuchs.

Auch Michael Mronz, Manager und gebürtiger Kölner, nimmt Zahlen in die Hand und rechnet.

Da baut die Stadt dem FC ein Stadion für 120 Millionen Euro, allein mit den Zinsen für diese Summe könnte man eine Vielzahl anderer Vereine unterstützen.

Und die Miete, die der Klub zahlt, deckt nicht mal die Zinsen und die Betriebskosten. Wenn man das runterbricht auf die anderen, müssten allein die Haie zehn Jahre lang mindesten eine Million jährlich erhalten.

Fehlt den Haien eine Lobby in den entscheidenden Schnittstellen? Betrachtet man beispielsweise den s.g. Steuerungskreis des “Projekt Sportstadt Köln”, so fällt auf, dass die Haie nicht direkt vertreten sind: Im Gegensatz zum 1. FC Köln, der neben Verwaltungsratsmitglied Fritz Schramma direkt mit Manager Michael Meier vorstellig ist, sind die Haie durch Markus Schrick, der seinen Wohnsitz inzwischen nach Italien verlagert haben dürfte, und Ralf Bernd Assenmacher mit zwei Verwaltungsratsmitgliedern des KEC e.V. nur indirekt im Boot und werden namentlich gar nicht erst erwähnt.

Auch in der Alltagspolitik verfügt der FC Köln mit Schramma einen Vereinsvertreter in gewichtiger Position, der sein Bedürfnis den Verein voran zu bringen nur selten verhehlen kann. Ein einseitiges Engagement, welches an anderer Stelle Stirnrunzeln hervorruft?

Als vor wenigen Tagen eine Wirtschafts-Delegation der Stadt Köln inklusive Bürgermeister Fritz Schramma mit dem FC-Geschäftsführer Claus Horstmann nach China reiste, auch um neue Sponsoren-Kontakte zu knüpfen, waren die Kölner Haie etwas irritiert. Sie wurden mal wieder nicht gefragt.

Die Darstellung erinnert an die mahnenden Worte Eichins, der immer wieder die Fans als wichtigste Konstante der Haie ausmachte, wie z.B. im März diesen Jahres:

“Auf unsere Zuschauerzahlen können wir sehr stolz sein. Trotz immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen schaffen wir es seit zehn Jahren, ein Niveau von rund 12.500 zu halten. Das wird, gerade in Köln, oft als selbstverständlich angesehen, was es aber keinesfalls ist. Die Treue unserer Fans ist beeindruckend. Dafür ein herzliches Dankeschön!”

Auch im Interview mit Haimspiel.de betonte Eichin 2007 die Bedeutung der Fans für die Haie - auch angesichts der Haltung der Stadtoberen.

(…) Der Standort Köln wird auch bei vielen überschätzt. Das ist schon so, und das weiß ich. Ich habe viele Bekannte aus anderen Städten, die zwar eher im Fußball tätig sind, aber ich weiß schon, dass da gerade durch die Städte viel mehr passiert. Da ist der KEC hier in Köln schon so ein bisschen das Stiefkind. Sind zwar toll, super Zuschauerzahlen, sind immer in den Playoffs, aber letztendlich rennt doch jeder zum Fußball. Man muss nicht meinen, nur weil man Eishockey in Köln spielt, kommt alles von alleine. Das ist definitiv nicht so. Die Einzigen, die uns in Köln nie im Stich lassen, sind unsere Zuschauer.

Nun sind es aber gerade die Fans, die die Haie erstmals seit langer Zeit im Stich lassen. Über 1000 zahlende Zuschauer fehlen pro Partie, so die Presse.

Im Gefüge von Sponsoren, Pay-TV, den Öffentlich-Rechtlichen, Förderung durch die Stadt und eben jener Fanbasis, sind jene es, die das Zünglein an der Waage sind. Eine große begeisterungsfähige Fanbasis kann neben finanziellen Aspekten positive Emotion für den Verein schüren, welche letztlich Sponsoren und vielleicht sogar irgendwann einmal die ÖR Medien von der Sache der Kölner Haie überzeugen kann.

Die in den letzten Jahren gewachsene Faszination des 1. FC Köln ist unzweifelhaft auf dessen wachsende, begeisterungsfähige Fanszene zurückzuführen. Ein gewisser Kult-Faktor, gewonnen aus den Erfolgen der Vergangenheit, gemixt mit Lichtblicken der damaligen Gegenwart (Lukas Podolski) und Momenten der Selbstbeweihräucherung (z.B. in Form von Chroreographien) ist ein entscheidender Faktor. Der FC hat die Kölner Haie in zahlreichen Belangen abgehängt: Zum Beispiel bei der Lobbyarbeit, Kultfaktor und nicht zuletzt die Kreierung einer sich selbst feiernden Fanszene.

Die Gruppe der Fans ist jedoch schwer zu fassen, da stark differenzierbar. Nicht jeder will das Gleiche. “Ehrliches Eishockey” fordert Rodion Pauels von seinen Spielern. Doch manche Fans wollen mehr, als nur dieses. Es geht vielen Fans auch um den “Kult” des Vereins. Ein Kult, der in der Vergangenheit fahrlässig verprasst wurde. Es sei nur daran erinnert, wie lange es dauerte, bis die Meisterfahnen des Vereins in der Heimspielstätte der Haie hingen. Nähe zum Team ist ein weiterer Faktor. Entscheidungen, wie die Beorderung verschiedener Spieler in den Dauerkartenklub oder die Anwesenheit der Mannschaft im Sonderzug sind wichtige Bausteine, diese Fanwünsche zu befriedigen. Die Fans sind das Kapital der Kölner Haie.