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August 3, 2009

Statusmeldung von der Sponsorenfront

Wie vor einigen Wochen beschrieben, läuft die Sponsorenakquise bzw. das Bereinigen der Sponsorendarstellungen bei den Kölner Haien auf der offiziellen Website. Nach den ersten Testspielen ist es nun bereits möglich, die Betrachtung etwas zu schärfen.

Fangen wir mit dem Positiven an:

- Der Hauptsponsor RheinEnergie verlängert sein Engagement erneut und wird an den prominentesten Stellen werben. Dies gilt sowohl für die Profiabteilung, wie auch für den KEC e.V.. Aus der Pressemeldung nicht ersichtlich ist die Dauer des Engagements.

- Premiumpartner Royal Canin verlängert sein langjähriges Engagement ebenfalls und wird, wie gewohnt, vor allem in der LANXESS arena werben.

- Sein Engagement bei den Kölner Haien um 25% erhöhen wird das IT-Consulting-Unternehmen ACT. Auffällig ist, dass ACT sein Engagement auch auf ungewöhnlichen Wegen betreibt, wie zuletzt bei der Erwerbung des Kois in Vereinsfarben.

- Für den Profibereich nebensächlich, für den Nachwuchs von besonderer Bedeutung: Die Techniker Krankenkasse wird als neuer Partner des Haie e.V. und mit dem Titel des “exklusiven Gesundheitspartners” den Nachwuchs der Haie unterstützen. Die Techniker Krankenkasse fungiert bereits als regulärer Partner der Profiabteilung.

Im Detail beachtenswert, für die Betrachtung des Sponsorings nicht weiter relevant: Der Trikothersteller Whitebear hat seinen Namen geändert und ist auf den neuen Trikots mit dem neuen Firmannamen owayo auf den Trikots und Stutzen der Kölner Haie vertreten.

Zu dem Negativen:

- Wie berichtet hat die WestLB ihr Engagement bei allen Eishockeyclubs beendet - somit auch in Köln.

- Auch der ehemalige hochrangige Sponsor Ramada wird auf Haie.de nicht mehr als Partner gelistet. Bei den weiteren einst auch im Gesamtpaket auf Ramada-Eishockey.de vermarkteten Ramada-Partnern aus Nürnberg bzw. Berlin ist die Hotelkette noch bei den Partnern gelistet.

Was bedeutet der Ausstieg der beiden Marken für die Vermarktung von relevanten Werbeflächen durch die Kölner Haie? In erster Instanz wurde dies bereits bei der optischen Betrachtung der Spielerkleidung im Testspiel gegen den Herner e.V. sichtbar.

Abgewanderte Sponsoren bei den Kölner Haien

Gegenüber der letzten Spieltzeiten verbleiben die Helme und die Stutzen der Feldspieler ohne entsprechende Werbung (vgl. Bilder in der Mitte), wie auch die Blocker der Torhüter ohne WestLB-Druck auskommen müssen. Unklar erscheint, ob das TPS-Logo als Herstellerlogo oder tatsächlich als Werbung sichtbar ist.

Ebenfalls interessant: Nicht mehr alle lokalen Toyota-Händler stützen des Engagement des Gesamtkonzerns bei den Haien. Im Partner-Pool auf Haie.de gelistet sind neben de Toyota Deutschland GmbH und den Toyota Financial Services das Autohaus h.f.x. und das Autohaus Karst. Es fehlt offenbar die Toyota Yvel-Gruppe.

Dies zeigt sich vor allem im Print-Sektor, wo offenbar Yvel nicht mehr als Partner der Kölner Haie wirbt, sondern eine anders gelagerte Werbestrategie verfolgt. In der lokalen Printwerbung setzt die Yvel-Gruppe somit zur Zeit vor allem auf nackte Haut, statt auf Haie.

August 1, 2009

Kooperationspartner Herne: Zukunft gefährdet

Die Kooperationspartner der Kölner Haie kommen nicht zur Ruhe: Nachdem die angestrebte Kooperation der Haie mit Duisburg gescheitert war, ist nun auch die Zukunft des Oberligisten Herner e.V. gefährdet. Der Testspielgegner vom vergangenen Donnerstag bangt um seine Spielstätte.

Der Herner e.V. veröffentlichte folgende Pressemeldung:

TÜV-Gutachten: Keine Eisaufbereitung in der Eissporthalle Herne

Nach der Übernahme der Eissporthalle Herne im Jahr 2008 durch die Pape Gruppe, vertreten durch die Eissporthalle Herne GmbH, erfolgte eine behördentechnische Abnahme der Eissporthalle, vor der ersten Inbetriebnahme durch die neuen Betreiber, im Herbst 2008.
Erhebliche Investitionen, sowohl im zeitlichen, als auch finanziellen Rahmen mussten getätigt werden, um eine vorläufige Betriebsgenehmigung zu erhalten. Diese vorläufige Betriebsgenehmigung wurde im Herbst 2008 erteilt mit der Auflage, in der Stillstandsphase während der Sommerpause 2009 alle Ammoniak führenden Rohre ab zu isolieren, und einer Wandstärkenmessung zu unterziehen.
Das Ergebnis der kürzlich vom TÜV abgeschlossenen Untersuchung ergab, dass alle Ammoniak führenden Rohre aufgrund früherer, mangelhafter Isolierung durch jahrelangen Rostfraß deutlich die Mindest-Wandstärke unterschritten haben. Siebzig Prozent der Rohre hatten nur noch 1/3 ihrer Ursprungsstärke. Ein Weiterbetrieb mit diesen defekten Rohren ist wegen der Gefahr eines unkontrollierten Ammoniakaustrittes unverantwortlich. Der Ammoniakunfall vom 27. Juli 2009 in der Eissporthalle Reutlingen, bei dem acht Menschen verletzt und 78 untersucht werden mussten, macht dies nur allzu deutlich. In Folge dessen wird eine neue Betriebsgenehmigung erst dann erteilt, wenn diese Rohre komplett getauscht worden sind.
Das Investitionsvolumen für die Erneuerung der Rohre, einschließlich Austausch der beiden nicht mehr funktionstüchtigen Kühltürme, beläuft sich auf über 200.000 Euro. Für die gesamte Halle besteht ein Investitionsstau für Dach, Bande, Beleuchtung, Entfeuchtung und Sanierung der Eispiste in Höhe von 1,2 Millionen Euro.
Die Hallenbetreiber hatten sich, über die Stadt Herne, wo das Ansinnen wohlwollend geprüft worden war, erhofft, im Rahmen des Konjunkturprogrammes Zuschüsse für die Investitionen zu erhalten. Diese Bitte wurde jedoch von der Bezirksregierung verweigert, da die Eissporthalle Herne sich in privater Trägerschaft befindet.
Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage sieht sich die Betreibergesellschaft zurzeit nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen für die Sanierungsarbeiten alleine aufzubringen. Erschwerend kommt hinzu, dass sowohl der öffentliche Eislauf in der vergangenen Saison, als auch die Cateringeinnahmen bei Eishockeyspielen des HEV die Betriebskosten der Halle nicht annähernd deckten, und somit ein wirtschaftlicher Betrieb nicht darstellbar war.
Ohne fremde Hilfe ist es unvermeidbar, den Eisbetrieb der Halle, zumindest vorübergehend, einzustellen. Daher wird es in der Saison 2009/ 2010 kein Eis am Gysenberg geben können. Selbst bei zügigem Beginn der Sanierungsarbeiten könnten diese frühestens Anfang 2010 abgeschlossen werden.
Für den Herner EV kommt dies einer Tragödie gleich. Nach Jahren des Dahinvegetierens in Liga 4 ging es in den vergangenen 2 Jahren stetig Berg auf. Die 1. Mannschaft schaffte den Sprung von der Regionalliga NRW in die Oberliga und zählt diese Saison zu den Favoriten um den Aufstieg in die 2. Liga und im Nachwuchsbereich wurde ein kompetentes Trainerteam um Guido Drongowski und Andrej Dmitriev aufgebaut. Seit einigen Wochen bereiten sich alle sechs Nachwuchsteams durch intensives Sommertraining auf die neue Saison vor und die 1. Mannschaft hat vergangen Donnerstag bereits das erste Testspiel absolviert.
An einer Lösung für den Nachwuchs wird intensiv gearbeitet. Die Verantwortlichen der Spielbetriebs-GmbH des HEV haben die Geschäftsführung der Eishalle in Gelsenkirchen kurzfristig kontaktiert. In ersten Gesprächen konnte man sich grundsätzlich einigen, die Heimspiele der ersten Mannschaft im Sportparadies auszutragen. Eine endgültige Einigung wird jedoch erst Mitte August möglich sein, wenn der Gastronomiebetreiber aus dem Urlaub zurückkehrt. Der zuständige Verband, die ESBG, wurde ebenfalls bereits informiert und wird über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.

„Ich glaubte, dass es nach der ersten schweren Saison und dem Betreiberwechsel der Eissporthalle vor einem knappen Jahr, nun endlich etwas ruhiger wird und einigermaßen Planungssicherheit am Gysenberg herrscht. Heute haben uns die Versäumnisse der Vergangenheit eingeholt. Herne steht vor einer Entscheidung: Eishockeystandort ja oder nein!
Es gab Hilfe aus Kanada und Duisburg. Wenn man den Eishockeystandort erhalten möchte, muß nun Hilfe aus Herne kommen, sei es von der Stadt oder den Herner Unternehmen. Andernfalls macht das alles keinen Sinn mehr!
Außerdem muß es uns gelingen, unsere Nachwuchs-Abteilung zu erhalten und drohende Spielerwechsel zu verhindern. Die kommende Saison müssen wir irgendwie überstehen, retten was zu retten ist, und gleichzeitig sicherstellen, daß wir 2010 / 2011 wieder Eis am Gysenberg haben werden.
Wir haben in den letzten 24 Monaten schon so viel geschafft. Dies muß uns nun auch gelingen! Ich will mich nicht damit abfinden, daß die Halbfinal-Spiele gegen Hannover vor jeweils über 3000 Zuschauern die Letzten am Gysenberg gewesen sein sollen,” so der Geschäftsführer der Herner Eissport GmbH, Matthias Roos.

Der Herner e.V. sollte den Kölner Förderlizenzspielern Dustin Schumacher, Christoph Ziolkowski, Stefan Vajs und Maximilian Engelbrecht Spielpraxis bieten.

Juli 30, 2009

Testspiel Nr. 1: Herne e.V. - Kölner Haie (Vorabinfos)

Gestern noch waren die Ränge der KölnArena 2 mit Fans der Haie gefüllt, heute geht es auf fremdes Eis. Statt der teaminternen Wettkämpfe steht den Haien mit dem Herner e.V. der erste Gegner der Saisonvorbereitung gegenüber.

Das Spiel wird um 19:30 Uhr in der Duisburger Scania Arena angepfiffen, der Eintritt ist frei (Stehplätze) bzw. beträgt pauschal 10 € auf den Sitzplätzen.

Übertragen wird das Spiel im Liveticker auf pointstreak.com. Sofern die Verbindung stimmt, wird vom Haimspiel-Team in Schrift und Bild getwittert.

*Update*

Antreten wird die von Ex-Haie Niklas Sundblad Mannschaft des Herner e.V. mit nur einem ihrer drei regulären Kontingentspieler, dafür mir zahlreichen weiteren Aktueren. So berichtet die “NRZ”, dass

darunter (…) mit Miika Jäske und David Herring auch die beiden Kontingentspieler des EVD [sind]. Beide sind bereits in Duisburg eingetroffen; allerdings muss der finnische Verband noch die Gastspielgenehmigung erteilen. Außerdem werden Mats Schöbel, Michael Hrstka und Artur Tegkajew dabei sein.

Der Lokalsender Herne 90,8 berichtete zudem, dass einer der Trainingsgäste der Haie, Paul Flache, ebenfalls im Herner-Trikot auflaufen wird.

Notizen: Kevin Hecquefeuille

Wir von Haimspiel.de wollten im Rahmen des “Sehnsucht”-Projekts ein Zeichen setzen und luden die Fans der Kölner Haie am gestrigen Mittwoch zu der abendlichen Trainingssitzung ein. Zunächst einmal eine großes Dankeschön an alle, die dem Ruf gefolgt sind. Die Spieler haben sich offensichtlich gefreut und auch den Fans hat es gefallen - alles bestens also. ;)

Wer vor Ort war, konnte sehen, dass Haimspieler viel gefilmt haben. Das Ergebnis werdet ihr in den nächsten Tagen auf Haimspiel.de präsentiert bekommen. :)

Als kleiner Appetithappen vorneweg ein Video, welches wir nach de, Training aufgenommen haben und welches eine grundlegende Frage beantwortet. Schaut mal rein!

Juli 28, 2009

Notizen: Pressekonferenz, freier Eintritt, Koi-Karpfen

Teamfotos und Investoren: Am heutigen Nachmittag luden die Kölner Haie zu einer Pressekonferenz mit angegliederter Fotosession. Verschiedene Details wurden bislang von der Presse bekannt: Die DPA zitiert aus der Konferenz mit den Worten: «Die nötigen notariellen Schritte sind vollzogen, dass eine Investorengruppe fest bei den Kölner Haien einsteigt.» Sport1.de ergänzt um die Information, dass Mirko Lüdemann erneut Kapitän der Kölner Haie wird. Ein Statement von Igor Pavlov kann auf radiokoeln.de abgerufen werden.

Das aktuelle Teamfoto, sowie ein Bild aller Neuzugänge findet ihr im Kölnerfans.de-Forum.

Freier Eintritt: Wie der Herner e.V. mitteilt, ist der Eintritt zu dem Spiel gegen die Kölner Haie am Donnerstag Abend auf den Stehplätzen frei, Sitzplatzkarten kosten pauschal 10,- €. Das Spiel findet in der Duisburger Scania-Arena statt.

Koi-Karpfen: Die Kölner Haie haben tierischen “Nachwuchs”. Wie der Express berichtet, haben die Haie im Gartenteich auf dem Trainingsgelände nun Störe und einen Koi-Karpfen in den Vereinsfarben. Der Koi ist in der asiatischen Kultur ein Symbol für Stärke. Mögen sich die Jungs ein Beispiel an ihm nehmen. ;)

Juli 15, 2009

Notizen: “Festzurren” der Partnerschaft mit Bremerhaven und Herne

Nach dem Scheitern der Kooperation mit Duisburg macht Rodion Pauels Nägel mit Köpfen und lässt seinem Statement hinsichtlich einer neuen Kooperationspartners vor einem Monat Taten folgen.

Damals antwortete er im Kontext des Scheiterns der o.g. Kooperation:

„Ich kann und will das nur sportlich bewerten. Natürlich ist das sehr schade, da gerade die geographische Nähe zu Duisburg ein Riesenvorteil gewesen wäre Jetzt wollen wir umdisponieren und unsere Kooperation mit Bremerhaven wieder aufleben lassen. Das hat in den letzten Jahren sehr gut funktioniert, mit Bremerhaven kooperieren wir sehr harmonisch. Das ist ein faires Miteinander, von dem beide Seiten profitieren. Die Zusammenarbeit mit Herne als Oberligist besteht ja weiterhin.“

Erster Profiteur der erneuerten Kooperation war Sören Sturm (siehe hier bzw. hier), nun folgen weitere Talente der Haie.

So vermelden die Fischtown Pinguins, dass

Ein wenig überraschend (…) heute die Nachricht aus der Bremerhavener Klussmannstraße [kam], dass mit Norman Hauner und Marcel Ohmann zwei weitere hochtalentierte Spieler den Sturm der Pinguine in der neuen Spielzeit verstärken sollen und dem Kader damit insgesamt noch mehr Tiefe verleihen. Beide Spieler entstammen dem Nachwuchs der Kölner Haie, durften in der letzten Spielzeit aber auch schon Profiluft schnuppern. Dass es sich bei beiden Stürmern um keine Ergänzungsspieler handelt, dürfte das Ergebnis eines Gesprächs der Seestädter mit Bundestrainer Höfner noch einmal deutlich unterstreichen. Höfner: „Beide Spieler gehören zu den Stützen unserer U 19 und U 20 Nationalmannschaft, beide sprühen vor Spielwitz, sind technisch versiert und läuferisch überragend – eine Bereicherung für jeden Bundesligisten.“ Natürlich freut man sich bei der Seestädtern über solche Aussagen. Dennoch sind sich die Verantwortlichen der Fischtown Pinguins einig darüber, dass auch diese beiden Spieler mit Bedacht an den Profispielbetrieb herangeführt werden müssen. Die guten Beziehungen zu den Domstädtern und der herausragende Ruf von Trainer Gunnar Leidborg als „Diamantenschleifer“ haben letztlich dazu geführt, dass die Haie, wie schon im Fall Sören Sturm, das Vertrauen den Pinguinen schenken. Besonders Marcel Ohmann stand auf den Wunschlisten vieler Bundesligisten an der Spitze.

Norman Hauner, geboren am 04. Dezember 1991 in Hückeswagen, einer Kleinstadt in der Nähe der Bever- und Wuppertalsperre, steht seit Beginn der Saison 2006/2007 im Kader der Juniorenmannschaft der Kölner Haie. Bereits in seiner ersten Spielzeit mit den Haien konnte Hauner mit den Domstädtern den Gewinn der Deutschen DNL Meisterschaft feiern und gehörte mit 39 erzielten Scorerpunktenin 41 Partien teamintern zu den besten Spielern der von Rupert Meister trainierten Junghaie. Auch in der Saison 2007/2008 wusste sich Hauner weiter zu steigern und wurde im Verlauf der letzten Saison mit sieben Berufungen in den Profikader für seine Bemühungen belohnt. In Bremerhaven soll sich der Rechtschütze mit der Rückennummer #67 nun den letzten Schliff für seine zukünftige DEL Karriere holen.

Ähnliches gilt auch für Marcel Ohmann. Am 04. April 1991 in Neuss geboren, zog es der Rheinländer zunächst vor, bei den Jungadlern in Mannheim dem Puck nachzujagen. Nachdem er in der Quadratenstadt sportlich mehr als zu überzeugen wusste, transferierten den damals 16 jährigen die Verantwortlichen der Kölner Haie in die Domstadt. Nach einem Jahr bei den Kölner Junghaien wurde der Linksschütze in der vergangenen Saison bereits in 18 DEL Partien eingesetzt, wo er insgesamt einen sehr starken Eindruck vermitteln konnte. In Bremerhaven soll der Außenstürmer mit der Rückennummer 37 nun weiter an Erfahrung und Verantwortung gewinnen, um in der nächsten Saison für die Kölner einen Stammplatz zu besetzen.

Nach Abschluss der Vorbereitungsspiele mit den Kölner Haien sollen die beiden zusammen mit Sören Sturm an die Unterweser wechseln, wo sie unter der Obhut von Trainer Gunnar Leidborg die Entwicklung nehmen sollen, die man sich in Köln erwartet.

Der Herner EV hingegen vermeldet:

Vier Förderlizenzen von den Haien

Der 18 jährige Verteidiger Dustin Schumacher wird eine Förderlizenz von den Kölner Haien erhalten und die HEV-Defensive verstärken. Letzte Saison hatte er 40 Spiele für das DNL-Team der Kölner bestritten und brachte es dabei auf 13 Tore und 16 Vorlagen. Besonders auffällig sind die 209 Strafminuten, die Schumacher in nur 40 Spielen sammelte.
Ebenfalls aus dem DNL-Team der Haie kommt Stürmer Christoph Ziolkowski, der in 41 Spielen 20 Tore erzielte und weitere 28 vorbereitete. Auch er wird aufgrund einer Förderlizenz sowohl für die Haie, als auch für den HEV, spielberechtigt sein.
Das bestehende Herner Torhüter-Duo, Marc Dillmann und Björn Linda, wird um Stefan Vajs und Maximilian Engelbrecht ergänzt. Der 21 jährige Stefan Vajs spielte letzte Saison ein überragendes Oberligajahr im Tor des EC Peiting und ist nun „Backup-Goalie“ bei den Kölner Haien. „Daher wird er wohl nur in Herne spielen, wenn die Haie spielfrei haben sollten,“ so Geschäftsführer Matthias Roos.
Komplettiert wird das Torhüter-Quartett mit dem 18 jährigen Maximilian Engelbrecht, der in der vergangenen Saison vom DEL-Club Ingolstadt aufgrund einer Förderlizenz für den Ligakonkurrenten Deggendorf Fire spielberechtigt war und beim Herner Gastspiel im Fire-Tor stand.

Juli 12, 2009

Sehnsucht?

Habt ihr auch Sehnsucht nach unserem Lieblingssport und ganz besonders nach den Kölner Haien? Wir von Haimspiel auch. Wie sehr, das sehr ihr in den Clips, die wir euch wöchendlich frei Haus liefern. ;)

Zwei von ihnen sind schon verfügbar:

Was gibt es sonst noch für Videos von uns?

Ein Bericht über eine unserer Eiszeiten mit unseren Mitgliedern:

Und natürlich: Das “Good Bye, Dave McLlwain“-Video.

Juli 10, 2009

Notizen: Aufräumen im Sponsorenbereich

Ich bin mir nicht sicher, ob es eine zweite Person auf diesem Planeten gibt, die so häufig wie ich im Sponsorenpool auf Haie.de surft. Wie auch immer: Offenbar wurde dort kräftig aufgeräumt.

Auffällig auf den ersten Blick:
- Wie vermutet, ist die WestLB - wie bei allen anderen Eishockeyvereinen - als Sponsor ausgestiegen. Interessant dürfte sein, wie sich ihr Engagement beim DEB im Rahmen der WM 2010 darstellt. Auf DEB-online.de wird jedenfalls keine Sponsoreneinblendung mehr zu sehen. Bei Alba Berlin ist die WestLB jedoch noch als Sponsor gelistet.

- Wie in jedem Jahr hat sich der “Haie-Pool” in üblichem Ausmaß um diverse Abgänge reduziert und wird nun wieder bis zur Saison neu gefüllt werden.

- Auch die “StartingSix-Partner” sind entfernt worden. Auch hier wird sich zeigen, wer das Mikro-Sponsoring zur neuen Saison erneut/neu antritt.

Juli 7, 2009

Free-TV, Pay-TV

Der offizielle DEL-Spielplan wurde veröffentlicht (*.pdf) - und das TV reagiert.

Wie die “NRZ” berichtet, dürfen wir uns sogar auf einige zusätzliche Minuten im Free-TV freuen - und vielleicht auch Samstagsspiele.

Spielverschiebungen für das Fernsehen sind jederzeit möglich. So hat der WDR unter anderem bei der DEG angekündigt, seinen Nachmittagssport am Samstag mit fünf bis zehn Eishockey-Minuten zu garnieren. Ob es zu Verlegungen auf die Bullyzeit Samstag, 14 Uhr aber kommt, ist derzeit noch ungewiss.

Gleichzeitig hat der Premiere-Nachfolger Sky alle Termine der Live-Spiele der regulären Saison alle Termine im Jahr 2009 veröffentlich. Die Haie betreffen hier zwei Spieltage:

10.09.09, 19.15 Uhr, Krefeld Pinguine - Kölner Haie
27.12.09, 14.15 Uhr, Kölner Haie - Frankfurt Lions

Verkauf der Namens- und Logo-Rechte?

Wie die “Eishockey News” im Vorabtrailer und ausführlich in der kommenden Printausgabe berichtet, haben verweigern die Banken den Kölner Haien den angestrebten Kredit endgültig, was meine Überlegungen hinsichtlich der Formulierung im “Kölner Stadt-Anzeiger” hinwegfegt.

Gleichzeitig berichtet die “Eishockey News”, dass nun alternativ - bzw. als eine Art letzter Strohhalm - die Namens- und Logo-Rechte veräußert werden sollen. Glück im Unglück könnte hier bedeuten, dass diese an den bisherige Hauptgesellschafter Heinz-Hermann Göttsch veräußert werden sollen.

Die Frage welche sich nun stellt ist, ob dieser dieses Engagement als Unterstützung ansieht und auf die Nutzung dieser Rechte verzichtet - oder ob er sich ein Beispiel an Thomas Sabo nimmt, der als neuer Mitgesellschafter der “Thomas Sabo Ice Tigers” eben jene Rechte wahrnahm und sie wie folgt begründete:

Die Namensbezeichnung Thomas Sabo Ice Tigers wurde durch das finanziell außergewöhnlich hohe Engagement nötig, das sonst wirtschaftlich für das Unternehmen nicht anders zu rechtfertigen wäre. Daher war diese Entscheidung für die Rettung der Ice Tigers einfach notwendig.

Auch denkbar: Göttsch rechtfertigt den Kauf durch die Nutzung seiner Rechte in Form von Gebühren, die bei Nutzung von Namen und Logo - etwa beim Fanartikelverkauf etc. - anfallen würden.

Die Notwendigkeit der Tilgung der Schulden bzw. der momentanen Entlastung durch einen Kredit ist gegeben: Der Einstieg der zusätzlchen Investoren inklusive der mitschwingenden Investitionssumme von 10x 200,000 € droht sonst zu Scheitern.

Juli 5, 2009

Notizen: Gerücht um Steinhauer, Pay-TV, Free-TV, Untereiswerbung

Gerücht: Nach der gescheiterten Kooperation mit Duisburg müssen die Kölner Haie ihre Förderlizenzspieler quer über die Republik verteilen (siehe z.B. Sören Sturm/Bremerhaven). Nun soll das der DNL entwachsene Talent Dennis Steinhauer eine Förderlizenz für die Schwenninger Wild Wings erhalten - und kehrt somit wieder an seinen Geburtsort und seinen Stammverein, in welchem er zum U 17 Nationalspieler reifte, zurück.

Pay-TV: “Premiere” war einmal, seit wenigen Stunden ersetzt “Sky” den Pay-TV Sender. Informationen über die neuen Paketstrukturen findet ihr hier, die deutsche Website des “Premiere-Ersatzes” findet ihr hier.

Free-TV / Untereiswerbung: Wie die “NRZ” berichtet, sollen in der kommenden Saison neben rund 60 Spielen auf o.g. “Sky” fünf Spiele im Free-TV gezeigt werden.

Die DEL hatte mit dem Deutschen Sport-Fernsehen (DSF) geliebäugelt, das aber in finanziellen Schwierigkeiten scheint. Möglich ist, dass sich Eurosport engagiert. Vergangene Saison hatten die Pariser mit Eishockey-Übertragungen aus der DEL (2 Spiele) und der Champions League einen Erfolg zu verzeichnen.

Weiter berichtet die “NRZ” von Untereiswerbung, welche in allen DEL-Stadien mit dem Logo für die WM 2010 in Deutschland werben soll.

Juli 3, 2009

Panic-Button VS Interpretation eines Details

Er hat sich gemeldet und nicht unspektakulär: Schwieg sich der „Express“, Medienpartner der Haie und immer wieder erste Informationsquelle im Bezug auf den KEC, seit der Beerdigung des verstorbenen Robert Müller über das – Kölner – Eishockey gänzlich aus, folgte nun der Paukenschlag.

„Lizenz nur mit hohen Auflagen“ titelten Bödeker/Schaffner und verwiesen auf „nichtmal“ bezahlte „gut 1,5 Millionen Euro“ Schulden der vergangenen Saison. Eichin habe „bisher keine Einigung mit den Banken erzielt“ und wird mit den Worten zitiert: „Ich gehe davon aus, dass wir die Lizenz erhalten.“ Gleichwohl formulieren die Schreiber: „Der Klub erhält keinen Kredit, um die Altlasten vorerst vom Tisch zu bekommen.“

Wie absolut diese letzte Aussage ist, könnte zu einem größeren Stück von der erteilten Lizenz abhängen, als bisher vermutet/kommuniziert. In den Text einer SID-Meldung verpackt (vgl. z.B. hier), zitiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Eichin dahingehend, er habe „damit gerechnet, insofern war es eine Formalie.“ Und weiter:

Gleichwohl gilt die Lizenzerteilung als Voraussetzung, um das Umschuldungskonzept des KEC zu realisieren.

Eine erteilte Lizenz scheint als Voraussetzung auch für die entsprechenden Banken durchaus denkbar: Ohne diese Sicherheit erscheint eine Kreditgewährung hingegen kaum denkbar.

Und so klingt auch der “Express” einen Tag nach der Erteilung der Lizenz wesentlich optimistischer: Die Schulden “sollen bald mit einem Kredit vom Tisch sein. Dann wollen auch die zehn neuen Investoren mit jeweiks 200.000 Euro einspringen.”

Juni 23, 2009

Notizen: Erlemann, Kölner Uni Eishockey-Cup

Dr. Jochem Erlemann: Der kürzlich verstorbene ehemalige Präsident des Kölner EC (siehe auch: Nachruf zum Tode Jochem Erlemanns) wurde am gestrigen Montag auf Melaten beigesetzt. Einen entsprechenden Artikel liefert der “Express“.

1. Kölner Uni Eishockey-Cup: Das Eis ist bereitet und ab 17 Uhr geht es los: in der KölnArena 2 treten beim “1. Kölner Uni-Eishockey-Cup 2009” Studierende aus Düsseldorf, Aachen, Wuppertal, Münster und Bonn gegen die gastgebenden Kölner an.

Der Zeitplan:

17.30 Uhr Einlass
18.00 Uhr - 19.00 Uhr Eis-Disco für Zuschauer und Spieler
19.00 Uhr - 22.00 Uhr Uni Eishockey Cup
22.00 Uhr AfterGame-Party

Der Eintritt von 10,- € beinhaltet Eis-Disco, Turnier, Party, 1 Freikölsch und eine Eintrittskarte für ein Spiel der Kölner Haie.

Juni 22, 2009

Was macht eigentlich…?

Uwe Krupp: Das Kölner Eigengewächs und aktueller Bundestrainer Uwe Krupp zieht es wieder in die Heimat: Im Rahmen der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland wären die Organisationsprozesse aus seiner Wahlheimat in Nordamerika zu schwierig zu koordinieren. Und wohin zieht es den Kölner? Nach Köln natürlich. ;)

Stefan Horneber: Kaum weg aus Köln, wird er ab dem 30. Juni wohl wieder das Eis der KölnArena 2 unter seinen Kuven haben. Wie sein neuer Verein, die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven, mitteilten, wird er an einem internationalen Torhütercamp in Köln teilnehmen. Weiter berichten die Pinguine, dass das Camp

von hochkarätigen Trainern wie Andy Jorns (SC Bern), Hannu Nykvist(Rapperswil-Jona), Sakari Lindfors (HIFK Helsinki) und Rupert Meister (Kölner Haie) geleitet wird. Zusammen mit Hochkarätern wie Marco Bührer (Bern), Marco Streit (Rapperswil-Jona), Lorenzo Croce (Ambri-Piotta), um nur einige zu nennen, stehen bei den täglichen Eiszeiten spezielle Torhüterübungen wie Verschiebetechniken, Stockarbeit und Winkelspiel intensiv im Mittelpunkt. Neben dem spezifischen Torhütertraining soll auch genügend Platz für Videoanalysen und persönlichen Erfahrungsaustausch bleiben. Von Seiten der Klubführung erhofft man sich, dass die beiden Goalies der Fischtown Pinguins diese sechs Tage dauernde Spezialeinheit nutzen können, um sich für die harten und verantwortungsvollen Aufgaben der neuen Saison gezielt vorbereiten zu können.

Kamil Piros: Vor zwei Jahren vom EV Zug nach Köln gekommen, zieht es Piros nun zum finnischen Team der Porin Ässät. Hergestellt wurde der Kontakt offenbar durch einen weiteren Ex-Hai: Jan Alinc.

Juni 18, 2009

Was macht eigentlich…?

Travis Scott: Die nach wie vor überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit des ehemaligen Haie-Torhüters weckt offenbar noch immer Begehrlichkeiten bei DEL-Clubs: Die nach dem überraschend erfolgten Karriereende von Metro Stars-Keeper Jamie Storr intensivierte Suche nach einem adäquaten Ersatz führte Lance Nethery auch zu Scott. Nun berichtet die “NRZ“, dass

der gerüchteweise gehandelte Travis Scott (…) allerdings kein Thema [ist]. „Seine Gehaltsvorstellungen sind fernab dessen, was in der DEL realistisch ist”, so der Manager.

Erich Kühnhackl: Wie berichtet, soll Kühnhackl als neuer Sportdirektor der Nachwuchsabteilung der Frankfourt Lions fungieren. Lions-Miteigentümer Siggi Schneider äußerte sich nun in der “Eishockey News” konkreter zu dem neuen Posten:

„Wir sind keine Träumer. Wir wissen, dass es Jahre dauert, bis ein Nachwuchsprogramm greift. Andererseits haben wir im Rhein-Main-Gebiet ein riesiges Potenzial, und das wollen wir nutzen. Der Name Kühnhackl kann uns viele Türen öffnen“

Marc Wittfoth: Das Kölner Eigengewächs und langjährige Junghai Wittfoth wechselt zum Meister der 2. Bundesliga, den Bietigheim Steelers. Aus dem Kölner DNL-Team einst nach Freiburg und später weiter in das Oberliga-Team der Eisbären gewechselt, hat Wittfoth die Haie jedoch nicht vergessen:

„Als ich noch klein war, besuchte ich die Spiele der Haie und hatte ein Fantrikot von Peppi Heiß. Schon damals war es mein Traum, Eishockeyprofi zu werden“

Wie ein Kaugummi an der Schuhsohle

Das Gefühl dürfte jeder kennen: Irgendjemand hat seinen Kaugummi in die Landschaft befördert und treffsicher ist er ausgerechnet unter der eigenen Schuhsohle kleben geblieben. Dort klebt er nun vor sich hin, zieht Fäden und lässt sich nur schwerlich entfernen.

Ähnlich dürften sich die Verantwortlichen der Kölner Haie vorkommen, denen noch immer (siehe einen aktuellen F.A.Z.-Artikel von Sven Astheimer) eine vom Kölner Express Ende April losgetretene Story anhängt wie besagtes Klebeobjekt: Von „bettelnden Haien“ ist die Rede, die für einen Antrag auf Kurzarbeit für die – nicht näher definierten - Klubangestellten beim lokalen Arbeitsamt vorstellig wurden.

Die Geschichte klingt gut und bietet genug Ansatzpunkte, um mit gezogenen Schlussfolgerungen den Stammtisch zu erfreuen. Ein naseweiß gewitzter Klub, der das üppige Salär für Starspieler von den Sicherungssystemen des Sozialstaates bezahlen lässt? Skandalös so etwas!

Zäh wie das Entfernen eines Kaugummis erfolgte folgend die Richtigstellung der Meldung aus der Boulevard-Presse: Über ein kurzfristig erfolgtes Statement des Pressesprechers der Kölner Haie wurde richtig gestellt, dass niemals ein Antrag auf Kurzarbeit gestellt wurde, sondern lediglich prüfend Informationen über die Rechtmäßigkeit eines solchen Vorgangs eingeholt wurden. Auch bezogen sich diese – wie von zahlreichen Vertretern aus der Quelle des Express-Artikels gelesen – nicht etwa auf die vertraglich gebundenen Spieler des Mannschaftskaders, sondern vielmehr ausschließlich auf Beschäftigte der Geschäftsstelle.

Der im o.g. F.A.Z.-Artikel als regelrechter „Coup“ bezeichnete und grundlegend falsch, aber dafür umso reißerischer dargestellte Vorgang, wurde von der entsprechenden Regionaldirektion abgelehnt. Zur Begründung hierfür wurde darauf verwiesen, dass „Sportlicher Misserfolg (…) keine Folge des Konjunktureinbruchs [sei].“

Dies ist ohne Frage richtig, hat mit der gegebenen Situation allerdings nur bedingt etwas zu tun. Aufmerksame Beobachtern ist nicht entgangen, dass KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin anlässlich des vielbeachteten „Kölner Sportgesprächs“ im vergangenen April darauf verwies, dass Merchandisingumsatz im Dezember von empirisch betrachtet üblichen 10.000 € / Tag auf knapp 1.000 € /Tag absanken. Dieses Minus wirkt auch angesichts des Absinkens der Zuschauerzahl um knapp 15% unverhältnismäßig hoch und lässt somit mindestens die starke Vermutung zu, dass nicht ausschließlich sportliche Gründe, sondern auch konsumklimabedingtes Sparverhalten der Fans hierzu beitrugen.

Die Verschärfung der Gegebenheiten durch das Verpassen der Playoffs mag dem mit dem deutschen Eishockeysport nicht vertrauten Dritten zunächst als pure Fehlplanung vorkommen, eine differenziertere Sichtweise kann dies nicht bestätigen: Angesichts der Tatsache, dass seit fast 30 Jahren in ununterbrochener Folge eben jene Zusatzrunde erreicht und somit fester Bestandteil der Saison der Kölner Haie war, ist es nicht nur legitim, es wäre aus wirtschaftlicher und auch sozialer Sicht geradezu fahrlässig gewesen, die entsprechenden Stellen für diesen Zeitraum nicht zu besetzen.

Das Prinzip der Kurzarbeit übt als Option dieses unseres Sozialstaats auch eine sichernde Abfederungsfunktion für Arbeitgeber aus. Wie es aussehen kann, wenn diese Option nicht wahrgenommen wird, zeigt der Ligenkonkurrent aus Iserlohn, der entsprechende Beschäftigte der Geschäftsstelle aus dem Arbeitsverhältnis lieber gleich ganz entließ. Sicherlich kein großartiger „Coup“ im Sinne der Beschäftigungssicherung, liebe F.A.Z.

Juni 16, 2009

Nachruf zum Tode Jochem Erlemanns

Sein Name und sein Wirken sind untrennbar mit der Geschichte des Kölner EC verbunden, er formte den KEC zu einem Spitzenclub und stieß als Visionär Prozesse an, die den gesamten Eishockeysport in Deutschland auf eine neue, professionellere Ebene hoben: Am vergangenen Freitag verstarb um 23:55 Uhr Dr. Jochem Erlemann, Präsident des KEC der Jahre 1976 bis 1979.

Von der Finanzwelt als durchgestartetes Talent gefeiert, betrat Erlemann im Sommer 1976 als Laie des Sports für ihn unbekanntes Terrain. Er störte sich nicht an großen Namen und noch größeren Problemen, brachte sich vielfältig ein und sorgte so rasch für regelrechte Erdbeben, die verkrustete Strukturen und festgefahrene Konventionen förmlich hinwegfegten. Er machte es sich zur Aufgabe, die seit 1972 durch Abspaltung vom Kölner EK entstandenen, sportlich jedoch mehr schlecht als recht im unteren Mittelfeld der Tabelle verweilenden “Haie zu einem Vorzeigeclub zu machen.

Eine “bundesweite Eishockey-Entwicklung, die sich im Aufbruch befindet, vom Amateurstatus zum Profitum” sah Erlemann zu Beginn seiner Präsidentschaft. Eine Bruchstelle, an welcher er ansetzte und sich für den KEC als der richtige Mann zur richtigen Zeit erwies.

Sportlicher Erfolg, das anziehende Image des Erfolgreichen und somit auch wirtschaftlicher Erfolg: Für Erlemann war dies eine Gleichung. Über den spektakulären Transfer des Superstars Erich Kühnhackls suchte er dies zu erreichen – und es gelang. Im Windschatten des für 600.000 DM Ablösesumme nach Köln transferierten Kühnhackl errungen die “Haie” bereits im ersten Jahr der Präsidentschaft Erlemanns ihre erste deutsche Meisterschaft (1977) und sorgten auf allen Ebenen für Schlagzeilen. Spektakuläres, erfolgreiches Eishockey, öffentlichkeitswirksamer Protz, Geschichten und Skandälchen lockten nunmehr deutlich mehr Zuschauer, wie auch zahlreiche Prominente auf die Zuschauerränge und etablierten den Eishockeysport in Köln in einer neuen Dimension. Der Kölner EC war “in” und Erlemanns Plan aufgegangen.

Die Entlassung und spätere Wiedereinstellung von Meistertrainer Gerhard Kießling, ein Jahr des sportlichen Mißerfolgs, Spektakuläre Spielerverpflichtungen und letztlich eine weitere souverän errungene deutsche Meisterschaft (1979) mit dem KEC: Auch die beiden weiteren Jahre im Amt des Präsidenten Erlemann waren spektakulär und intensiv.

Doch tut man Erlemann Unrecht, wenn man sein Schaffen in Köln auf das öffentliche Bild in den Medien reduziert. Als Mann der Wirtschaft wusste er zu unterscheiden zwischen Investition und durch sein eigenes Geld finanzierten Prunk. Und genau hier lag die langfristige Bedeutung Erlemanns für den KEC: Er übernahm einen Verein, der sportlich und finanziell in fühlbarer Weite des Abgrunds stand – und hinterließ einen schuldenfreien Club mit deutlich angewachsener Fanbasis, identitätsstifendem sportlichem Erfolg und einem Image.

Den Transfer des Superstars Kühnhackl sah Erlemann stets als gelungene Investition und betonte, dass der “Kühnhackl-Effekt” dem KEC finanziell etwa beim Eintrittskartenverkauf eine Einnahmensteigerung von über einer Million DM bescherte, sportlich und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit jedoch einen noch viel höher zu beziffernden Ertrag einbrachte. Damit dem Verein jedoch zukünftig ein ähnlicher finanzieller Luftsprüng erspart bliebe, etablierte Erlemann ein regelrechtes Farmteam: Die “Blue Lions München”. Hier sollten junge Talente zu gestandenen Spielern reifen können und dann in den Kader der “Haie” transferiert werden.

Neben den gesteigerten Zuschauereinnahmen und dem eigenen in den Verein gesteckten Privatvermögen sorgte Erlemann für ein weiteres Standbein: Während andere Teams den Puck mit blanker Brust jagten, erschloss Erlemann durch den ersten KEC-Trikotsponsor, “Zunft-Kölsch”, eine weitere Einnahmequelle. Auch ein urplötzlich in den Finanzpapieren des Vereins entdeckter Schuldenberg aus vergangenen Jahren warf Erlemann nur kurzzeitig aus der Bahn.

Weg vom Amateursport, der in seiner eigenen Vereinstümelei gefangen zu Reformen unfähig sei, hin zu einer “gut gemanagten Profiliga” – und in “die Köln die Errichtung einer profitablen Eissportarena für 15.000 Zuschauer.” So grotesk Erlemanns Visionen in den 70er Jahren geklungen haben mögen, so nah sind sie an der heutigen Realität.

Der Wirtschaft entstammend betonte Erlemann die Bedeutung der Rechtsform der GmbHs neben dem reinen Verein und mühte sich als einer der Ersten im deutschen Sport an der Umsetzung der einhergehenden – auch personellen – professionellen Strukturen in den Bereichen Geschäftsführung und PR, welche heute als selbstverständlich angesehen werden.

Abrupt war Erlemanns Erscheinen in der Welt des Eishockey, ebenso abrupt verließ er diese Bühne. Die positiven Emotionen, den Spaß am Sport empfand er als unvereinbar mit privaten Problemen und der lebensbedrohlichen Krankheit seines Sohnes Andreas. Die Zeit und Energie, die der Präsident des KEC in seinen Verein investierte, benötigte nun die Familie. Jochem Erlemann war ein Mann der Tat, ein Mann mit Prinzipien und Prioritäten. Seine Entscheidung für die Familie war zu akzeptieren.

Betrachtet man die Zeit der Präsidentschaft Erlemanns vom heutigen Standpunkt aus, so blickt man auf eine Zeit des enormen Umbruchs. Ein Macher, der als Finanzprofi mit den verbliebenen Strukturen eines Sports zwischen Amateur- und Profisport wenig anzufangen wusste, sie überwand und einmal vom Eishockeyvirus befallen unter vollem Einsatz eigener Mittel etwas erschaffen wollte. Spätere Präsidenten des Kölner EC stellten sich gerne in eine Reihe mit Erlemann und erinnerten an ihn. Auch bedeuteten die Jahre 1976-1979 einen Grundstein für eine sportliche Entwicklung der Haie, die kontinuierlich am oberen Ende der Tabelle endete.

Von der Bildfläche des Eishockeys verschwunden, scheint sich Erlemann vom Sport nicht entgültig zurückgezogen zu haben. Mit Stolz erfüllt das Team von Haimspiel.de, dass Erlemann uns noch vor wenigen Wochen sein Lob für die ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Fangemeinde der Haie übermitteln ließ.

Die Geschichte des Kölner Eishockey ist eng verbunden mit den Namen zahlreicher Vordenker und “Macher”, die sich zum Wohle des KEC und des Eishockeysports in Köln mit großem persönlichen Einsatz engagiert haben. In dieser Reihe nimmt Jochem Erlemann eine hervorgehobene Position ein.

Juni 9, 2009

Das Aus für die Kooperation zwischen Köln / Duisburg - Fragezeichen hinter Herne

Seit Beginn der letzten Saison wurde sie langsam aufgebaut (siehe Archiv), nach dem angekündigten Rückzug der Füchse Duisburg aus der DEL ausgebaut und als das neue Prunkstück der nordrhein-westfälischen Eishockeyförderung geplant: Die Kooperation zwischen den Kölner Haien (sowie sekundär auch den weiteren West-Vereinen der DEL), den Füchsen Duisburg und dem Herner e.V. ist gescheitert und Geschichte.

Anstelle der Option, gemäß ihres individuellen Leistungsstandes in der Oberliga (Herne), der 2. Liga (Duisburg) und der DEL spielerisch reifen zu können und durch die kurzen Wege optimale Spielpraxis und Förderung zu erhalten, stehen die Absolventen der Elite-Nachwuchsliga DNL im Westen Deutschlands nun vor einem unerwarteten (Teil-) Scherbenhaufen.

Das Grundproblem schildert die “NRZ

Die alte Füchse GmbH ist der wirtschaftliche Absteiger aus der Deutschen Eishockey-Liga, der EVD wolle aber mit einer neuen GmbH an den Start gehen. Verwirrend daran ist: Der mit der (alten) GmbH kooperierende Stammverein gilt ebenso als wirtschaftlicher Absteiger und könnte die Lizenz beantragen. Zudem hatten sich die Füchse mit der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft darüber beraten, wie sich der EVD für die Lizenz bewerben müsse. Dabei war von keinen Problemen die Rede. Und letztlich ist es nun einmal die ESBG, die die Lizenz erteilt – und nicht der Deutsche Eishockey-Bund.

Nun vermelden die Füchse Duisburg das entgültige Aus - für ihren Spielbetrieb in dem gesamten ESBG-Bereich und für die Kooperation mit Herne und Köln:

Nach einem langen Gespräch zwischen dem Präsidenten des Deutschen Eishockeybundes, Uwe Harnos und Ralf Pape kamen beide Seiten zu dem Schluss, dass es unter den gegebenen Umständen am sinnvollsten ist, den Lizenzantrag der Füchse zurückzuziehen. Dies wurde bereits heute umgehend in die Wege geleitet. Da die Abwicklung des Insolvenzverfahrens der EV Duisburg „Die Füchse“ GmbH zeitlich nicht absehbar ist, hätte die Lizenzierung nur über die Auffanggesellschaft laufen können. Für die Auffanggesellschaft konnte es aber in dem zeitlich gegebenen engen Rahmen keine Zustimmung durch die ESBG geben. Damit gehen die Füchse in der kommenden Saison im Landesverband an den Start.

Die geplante Kooperation mit den Kölner Haien und dem Herner EV mit Möglichkeiten in der DEL, der 2. Liga und der Oberliga findet damit keine Umsetzung.

Bemerkenswert unerfreulich ist, dass die Kooperation mit Duisburg als Zweitligist bereits seit Mitte März, als erste konkretere Gerüchte durchsickerten, als beschlossene Sache behandelt wurde - von allen Seiten. So zitiert die “NRZ” Ralf Pape in o.g. Artikel mit den Worten:

„Ich bin frohen Mutes und überzeugt davon, dass wir die Lizenz auch bekommen werden. (…) Wir haben uns vorher mit der EBSG beraten.”

Die Fehleinschätzung der Situation durch die ESBG, Ralf Pape und in letzter Instanz auch den Kölner Haien, die die Handlungen der Hauptverantwortlichen nicht optimal überprüft zu haben scheinen, hat direkte Auswirkungen für den KEC:

1) Das Kooperationskonzept, welches direkt nach einem eigenen Farmteam die bestmögliche Förderungsmöglichkeit für die Spieler des aktuellen DNL-Abschlussjahrgangs bedeutet hätte, galt zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung zahlreicher Nachwuchskräfte als sichere Sache. Ähnliche Bedingungen sind für diese Spieler nun nicht mehr zu schaffen.

2) Nicht nur Spieler des aktuellen DNL-Abschlussjahrgangs, auch ältere und in ihrer spielerischen Entwicklung bereits reiferen Spieler wird die Option eines ortsnahen Engagements in der 2. Liga genommen. So vermeldeten die Füchse Duisburg unlängst, dass sowohl Stefan Vajs nicht nur als Backup der Kölner Haie fungieren, sondern, wie auch der ehemalige U-Nationaltorhüter Maximilian Englbrecht, der nach gescheitertem Nordarmerika-Experiment in der letzten Saison nach Deutschland zurückkehrte und ebenfalls unter Förderlizenz der Kölner Haie für die Füchse eingeplant war, vor allem durch viel Spielpraxis in der 2. Liga weiter entwickeln sollte.

3) Das Optimum scheint gescheitert, doch bleibt den Haien die Kooperation mit dem Herner e.V., welcher als großer Gewinner aus der Situation heraustreten könnte. Entgegen der vorherigen Planung der Füchse, könnten U-Nationalspieler wie Denis Steinhauer, Marcel Ohmann und Norman Hauner nun in Herne, statt in Duisburg die Schlittschuhe schnüren.

Vollkommen ausgeschlossen erscheint, dass die ebenfalls von Duisburg (mindestens theoretisch) eingeplanten Torsten Ankert und Sören Sturm nun in der Oberliga agieren werden. Dies gilt wohl auch in den Fällen Englbrecht und Vajs - sowohl was den Leistungsstand, als auch die bereits besetzten Torhüterposten in Herne angeht.

4) Das geringste Problem der Haie dürfte das geplante, nun jedoch sportlich nahe dem 0-Wert anzusiedelnde Duell mit dem zukünftigen Fünftligisten im Rahmen der Saisonvorbereitung darstellen.

Welche Zukunftsaussichten aber hat die Kooperation mit dem Herner e.V.? Denkbar erscheint, dass der Herner e.V. die Rolle Duisburgs übernehmen und nach einem ggf. in den nächsten Jahren realisierten Aufstieg in die 2. Bundesliga für die obere Spitze der in Köln ausgebildeten Talente auf diesem Niveau eine raumnahe Spieloption oberhalb der Oberliga bieten könnte.

Allgemein fraglich ist jedoch, ob die Zusammenarbeit mit dem Herner e.V. auf einem Niveau wie jene mit den Füchsen Duisburg realisiert werden kann. Immerhin war es Papes klarer Anspruch, durch die Füchse Top-Talenten eine optimale Förderungsmöglichkeit zu geben. Ausdruck dessen war auch die Einflechtung Rodion Pauels in die Prozesse der Spielerverpflichtungen der Füchse.

Das letzte Wort im Bühnenstück bleibt Ralf Pape, der auf Hockeyweb.de zitiert wird:

„Das Konzept Köln-Duisburg-Herne wäre für das deutsche Eishockey gut und vor allem auch finanzierbar gewesen”, so Pape. Nun geht der Blick nach unten.

Juni 8, 2009

Was macht eigentlich…?

Dimitri Pätzold: Ging seine Karriere von Köln aus einst über Mannheim bis auf die Eisflächen der NHL, war rasch nach seinem Wechsel zurück nach Deutschland klar, dass er in der kommenden Spielzeit das Tor der Panther aus Ingolstadt hüten würde. Dort gab Pätzold der “Neuburger Rundschau” nun ein ausführliches Interview, welches als Video eingesehen werden kann.

Henry Martens: Der ehemalige Jung- und Profi-Hai wird sein Engagement in Iserlohn nicht fortsetzen und wechselt nach Nürnberg.

Erich Kühnhackl: Der Meister-Hai von 1977 und 1979 gilt als einer der wortgewichtigsten Förderer des deutschen Eishockey-Nachwuchses, der mit konstruktiver Kritik an bestehenden Problemen nicht hinter dem Berg hält. Nachdem er überraschend den Posten des DEB-Vizepräsidenten angeboten bekam, kann er sich nun auf einem weiteren Praxisfeld beweisen: Die Frankfurt Lions wird Sportdirekter mit dem Schwerpunkt auf der Nachwuchsarbeit.

Julian Eichinger: Der Junghai, der sich in den vergangenen drei Spielzeiten als feste Größe im DNL-Team des KEC etablieren konnte, wechselt zum EC Peiting in die Oberliga - und damit zu dem Club, welchen der neue Haie-Torhüter Stefan Vajs in der vergangenen Saison bis in das Finale führen konnte.

Tino Boos: In diversen Eishockey-Standorten ist in dieser Sommerpause akute Problemlösung das Gebot - so auch in Hannover. Dort stimmten die Spieler einem Lösungsplan zu, welcher ihr Gehald reduziert, was einen Teil der notwendigen Einsparungen ausmacht. Einer der federführenden Aktuere hierbei war Ex-Hai Tino Boos. Nette Anekdote am Rande: Bei Hans Zach hat sich hinsichtlich Gehaltskürzung wohl niemand anzufragen getraut. ;)

Mai 21, 2009

Notizen: Schweden forcieren Euroliga - Köln und Berlin Kandidaten?

In der schwedischen Liga rumort es: Nachdem die Verhandlungen über die TV-Rechte der “Elitserien” gescheitert waren, drohten fünf Clubs (Djurgården (Stockholm), Frölunda (Göteborg), HV71 (Jönköping), Färjestad (Karlstad) und Linköping) mit dem Ausstieg aus der Liga und zeigten Interesse an einem Anschluss an die KHL.

Nun berichtet die Zeitung “Aftonbladet” (Empfehlung: Google translate ;) ) über eine angedachte europäische Liga, die auch im Sinne der KHL ist. So wird Vyacheslav Fetisov im Artikel wohlwollend zitiert. Jene Liga, soll aus drei Subligen/Conferences (Nord, Zentral und Ost) bestehen, innerhalb welchen eine Vielzahl der Spiele absolviert werden.

Als mögliche Kandidaten für diese Liga und die bis zu 16 Teams in der zentralen Conference nennt die “Aftonbladet” neben Teams wie den ZSC Lions, dem SC Bern, Slavia und Sparta Prag auch die Eisbären Berlin und die Kölner Haie.

Einen zusammenfassenden Artikel zum Thema liefert Hockeyfans.ch.